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Zwangseinweisung

13. Mai 2008 um 8:08 Letzte Antwort: 2. November 2008 um 18:33

Hallo an alle,

ich musste meinen partner vor ein paar tagen via polizei zwangseinweisen in die geschlossene abteilung psychatrie einweisen lassen.

er hat sich sehr verändert in der letzten zeit.
-trinkt viel jeden tag ein flasche wein (wenn probleme bis zu 3 flaschen)
- redet nicht mehr (mehrere tage)
- verschliesst sich ( bohrt sogar die türe zu trotz schlüssel)
- greift an, körperliche verletzung
- bekommt weinanfälle
- schreit
- schiebt mir an seinem verhalten die schuld zu
- weckt meine tochter mitten in der nacht weil jemand seinen rasierapperat aus der steckdose gezogen hat, sagt dann das " die mama der teufel ist.
und noch vieles mehr.

doch der grund für die zwangseinweisung war er drohte mit suizid
"ich trenne mich von dir tot oder lebendig".
er rannte du das haus und suchte eine waffe ( ich wusste nicht das eine im haus ist!)

wir wussten uns keinen rat mehr, mittlerweile war noch freunde hier,
die ich gerufen hatte.

wir riefen die polizei.
er wurde zwangseingewiesen, er wehrte sich sehr in der klinik,
wurde sogar fixiert.

jetzt ist er mit medikamenten ruhiggestellt.
der richter hat eine verfügung für 6 wochen ausgestellt.

nun zu meinem problem.
ich mache mir vorwürfe, wäre es besser gewesen einfach zu gehen?
seinen firma führt er so weit ich es überblicken kann gut.
er sagte zwar oft das er keine kraft mehr hat und sich leer fühlt.
er versteht nicht warum wir uns streiten ( streiten- bei jedem wort was bei ihm falsch ankommt, reagiert er mit rückzug + trinken).

in der klinik sagte man mir sie gehen von einer psychose aus.
ich kümmere mich um ihn, er versteht nicht warum er dort ist.
seine frage an mich: warum tust du mir das an?
warum können wir uns nicht einfach trennen?
dann würde es mir wieder gut gehen.
warum hast du die polizei geholt?
er kann sich nicht mehr daran erinnern das er einen suizid angedroht hat.
er schiebt mir die schuld zu das er mich geschlagen hat.

die geschlossene station ist schrecklich, er sagt hier werde ich krank.
dies verstehe ich doch war mein handeln falsch?
meine gedanken kreisen, das pflegepersonal und die ärzte sagen es war richtig.
hat jemand hier mit so etwas schon erfahrungen gemacht?
ich bin dankbar für jedes wort. auch wenn es kritisch ist.
lg
talaya

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21. Mai 2008 um 6:34

Es war definitiv
richtig!!!

wenn die ärzte von einer akuten psychose ausgehen, dann ist dein freund im moment nicht in der lage, seine eigene situation ernsthaft zu beurteilen...

klar hätte er sich gewünscht, dass du einfach gehst und er nicht eingewiesen worden wäre...das wäre kurzfristig der leichtere weg gewesen...allerdings hätte der auch ins nirgendwo geführt!!!

jetzt ist er zwar gezwungen, sich mit seiner problematik auseinander zu setzen, aber nur hat es die chance, dass er wieder ein normaleres leben führt

du hast ihm damit *S E H R* geholfen, denn von alleine hätte er diese einsicht nicht erhalten!!!

ich wünsche euch viel kraft und glück!!!

lg

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8. Juli 2008 um 23:56
In Antwort auf dalya_12688103

Es war definitiv
richtig!!!

wenn die ärzte von einer akuten psychose ausgehen, dann ist dein freund im moment nicht in der lage, seine eigene situation ernsthaft zu beurteilen...

klar hätte er sich gewünscht, dass du einfach gehst und er nicht eingewiesen worden wäre...das wäre kurzfristig der leichtere weg gewesen...allerdings hätte der auch ins nirgendwo geführt!!!

jetzt ist er zwar gezwungen, sich mit seiner problematik auseinander zu setzen, aber nur hat es die chance, dass er wieder ein normaleres leben führt

du hast ihm damit *S E H R* geholfen, denn von alleine hätte er diese einsicht nicht erhalten!!!

ich wünsche euch viel kraft und glück!!!

lg

Hallo
Viel mehr muessten in die Kliniken eingewiesen werden. Meine Mutter damals, vor Jahren und ich. Wenn die Talbetten anfangen zu wirken wird er aufhoeren, ihnen Vorwuerfe zu machen denke ich mir. Das geht eine Weile, und aber laenger als 6 Wochen. Ich finde mit den Tabletten sollte man mit mindestens einem Jahr rechnen. Und deswegen ja nicht umdenken und ihn frueher raus holen, eher versuchen ihn laenger drinne zu lassen. Ich kenne auch 2 Beispiele wo sich die Paare zwar getrennt haben aber weiter Freunde blieben und dann wieder zusammen kamen und das nach der Zwangseinweisung.

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29. Juli 2008 um 1:43
In Antwort auf an0N_1269384499z

Hallo
Viel mehr muessten in die Kliniken eingewiesen werden. Meine Mutter damals, vor Jahren und ich. Wenn die Talbetten anfangen zu wirken wird er aufhoeren, ihnen Vorwuerfe zu machen denke ich mir. Das geht eine Weile, und aber laenger als 6 Wochen. Ich finde mit den Tabletten sollte man mit mindestens einem Jahr rechnen. Und deswegen ja nicht umdenken und ihn frueher raus holen, eher versuchen ihn laenger drinne zu lassen. Ich kenne auch 2 Beispiele wo sich die Paare zwar getrennt haben aber weiter Freunde blieben und dann wieder zusammen kamen und das nach der Zwangseinweisung.

Zwangseinweisung
Mache dir bitte keine Vorwürfe, so wie du deinen Fall geschildert hast, war es genau das Richtige, was du getan hast. Nun ist es an ihm, dass er seine Problematik erkennt und etwas dagegen tut. Dieses kann ein langer und steiniger Weg werden, aber ich drücke euch die Daumen, dass ihr es schffen werdet!

LG

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10. August 2008 um 22:02
In Antwort auf an0N_1254110999z

Zwangseinweisung
Mache dir bitte keine Vorwürfe, so wie du deinen Fall geschildert hast, war es genau das Richtige, was du getan hast. Nun ist es an ihm, dass er seine Problematik erkennt und etwas dagegen tut. Dieses kann ein langer und steiniger Weg werden, aber ich drücke euch die Daumen, dass ihr es schffen werdet!

LG

Es war das beste für
Ihn,

glaub mir. Er gehört zu einem kleinen Teil der schon so Schizophrenen Minderheit die zu Gewaltausbrüchen neigen (von 100 Europäern hat jeder die Veranlagung dieser Krankheit in sich, bei einem bricht, sie aus und nicht mal ein achtel davon wird gewaltätig). Es wird auch für dich eine sehr schwere Zeit gewesen sein das kann denk ich jeder verstehen. Die Medis wirken nach einer Zeit von 4-6 Wochen er wird sich besser fühlen und denken, was denn ist doch alles OK warum soll ich diese scheiß Tabletten weiter nehmen und setzt sie wieder ab (das macht jeder 4 oder noch mehr...) und nach einer weile wird er Rückfällig... Was ist zu tun? 1. Ausführlich damit beschäftigen besorgt euch Literatur, er muss unbedingt ein Verständniss dafür entwickeln und du auch wenn du weiter mit ihm zusammen sein möchtest. 2. Versuche schon jetzt einen Psychiater und Psychotherapeuten zu finden der die Nachbehandlung übernimmt und sich mit ihm auseinander setzt. Leider haben die meisten auch kaum noch Zeit weil es zu wenige gibt! Somit dauert es auch lange bis er einen Termin bekommt . Um so eher um so besser.

Ob er es nun ein sieht das er krank ist oder nicht liegt an ihm aber wenn du ein besseres Verständniss dafür entwickelst (und das brauchst du unbedingt) kannst du ihm weiter helfen. Ihr müsst unbedingt zusammen arbeiten ansonsten wird das ganze nichts.

Er kann nichts dafür das er so ist und glaub mir er hat vieles von dem was er getan und gesagt hat nicht wirklich reel erfahren aber das wirst du schon noch rausfinden wenn du dich mehr damit beschäftigst . Ich kann nur soviel sagen nicht nur du hast darunter gelitten sondern auch er. Jetzt ist es an ihm es zu erkennen.

Viel Glück wünsch ich euch.

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17. August 2008 um 12:55
In Antwort auf carbry_12856476

Es war das beste für
Ihn,

glaub mir. Er gehört zu einem kleinen Teil der schon so Schizophrenen Minderheit die zu Gewaltausbrüchen neigen (von 100 Europäern hat jeder die Veranlagung dieser Krankheit in sich, bei einem bricht, sie aus und nicht mal ein achtel davon wird gewaltätig). Es wird auch für dich eine sehr schwere Zeit gewesen sein das kann denk ich jeder verstehen. Die Medis wirken nach einer Zeit von 4-6 Wochen er wird sich besser fühlen und denken, was denn ist doch alles OK warum soll ich diese scheiß Tabletten weiter nehmen und setzt sie wieder ab (das macht jeder 4 oder noch mehr...) und nach einer weile wird er Rückfällig... Was ist zu tun? 1. Ausführlich damit beschäftigen besorgt euch Literatur, er muss unbedingt ein Verständniss dafür entwickeln und du auch wenn du weiter mit ihm zusammen sein möchtest. 2. Versuche schon jetzt einen Psychiater und Psychotherapeuten zu finden der die Nachbehandlung übernimmt und sich mit ihm auseinander setzt. Leider haben die meisten auch kaum noch Zeit weil es zu wenige gibt! Somit dauert es auch lange bis er einen Termin bekommt . Um so eher um so besser.

Ob er es nun ein sieht das er krank ist oder nicht liegt an ihm aber wenn du ein besseres Verständniss dafür entwickelst (und das brauchst du unbedingt) kannst du ihm weiter helfen. Ihr müsst unbedingt zusammen arbeiten ansonsten wird das ganze nichts.

Er kann nichts dafür das er so ist und glaub mir er hat vieles von dem was er getan und gesagt hat nicht wirklich reel erfahren aber das wirst du schon noch rausfinden wenn du dich mehr damit beschäftigst . Ich kann nur soviel sagen nicht nur du hast darunter gelitten sondern auch er. Jetzt ist es an ihm es zu erkennen.

Viel Glück wünsch ich euch.

Meine Schweater und ich haben vor über zehn Jahren das genau gleiche mitgemacht!!!!
DU hast absolut richtig gehandelt und ich muss Dir sagen das das was Du geleistet hast super und sehr sehr stark ist!

Am Anfang einer Psychose versuchen sich die Patienten selbst zu medikamentieren..(Drogen..bei deinem Freund war es Alkohol!!)

Das birngt das Gehirn nur noch mehr durcheinander.

Die Krankheit ist ein Ungleichgewicht des Stoffwechsels im Gehirn.Das bedeutet das einfach zuviel oder zuwenig von irgendwelchen Stoffen produziert werden sie füt unser Verahlten oder unser Denken bzw. dem sozialen Verahlten und dem Einschätzen von andern Menschen vor alem in de rLiebe stark beeinflusst.
IMMER ist es so das zu diesem Zeitpunkt die Menschen die diesem Kranken an nächsten stehen am meisten unter der Aggresivität dessen leiden und immer wieder zurückgastossen werden das sich der Kranke 8also dein Mann) unterbewusst unglaublich schlecht wegen seiner Art und seines Verhahltens fühlt und diese Scham durch die Aggressionen kompensiert!!!

Also...Du bist für ihn sehr wichtig und wenn er sagt ihm würde es besser gehen wenn Du ihn verlässt meint er damit nur das er dann nicht mehr mit seiner Scham konfrontiert wäre und ihm nicht mehr ständig auffallen würde das er krank ist und Hilfe braucht.

ER kann sich niemals selbst helfen da er nicht in einer realen Welt lebt!!
Ds heisst Du hast genau das richtige getan und ihn dorthin bringen lassen wo er diese für ihn so wichtige Hilfe bekommt!!!Das wird er Dir bald..(einighe Monate) sehr danken.
Du musstest ihn einweisen lassen weil er ja schlecht vonb alleine in die Klinik gegangen wäre.

Also...Schluss mit Selbstvorwürfen,ok.Du hast Dich super verhalten und wenn Du weiterhin so handelst und stark bleibnst dann könnt Ihr mit Hilfe der heutigen Medikamente ( es ist SUPERWICHTIG...DAS WICHTIGSTE!!! ds er sie nimmt!!)
noch ganz lange in glückliches normales Paar sein.

Meine Schwester mussten wir (Mama und ich) auch erst vor kurzem wieder einweisen lassen.
Ganz...ganz schlimm...

Wenn du Fragen hast kannst Du mir gerne auch eine Email schreiben..boebsla@yahoo.de

Du bist nicht alleine..

Ganz lieben Gruss, Melanie

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2. November 2008 um 18:33

Zwangseinweisung
Hallo,Du hast völlig richtig gehandelt,Du hast Euch und ihn geschützt.
Es wird noch eine Weile dauern bis er es akzeptiert in der Klinik zu sein.
Meinen Sohn habe ich auch einweisen lassen müssen,weil er sich in
der Wohnung eingeschlossen hat. Er schimpfte auf die Psychiatrie und
alle sind krank nur nicht er,es war eine schlimme Erahrung,es hatte be-
stimmt 2 Jahre gedauert bis er es anerkanne das er psychisch krank sei.
Du mußt sehr sehr viel Geduld aufbringen. Viel Glück von Ernab

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