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Zwangseinweisung bei Verweigerung ärtzlicher Versorgung?

20. Januar 2013 um 17:39 Letzte Antwort: 20. Januar 2013 um 19:25

Hallo Leute!
Ich (26) hoffe, ich bin hier richtig und man kann mir vll. einen Ratschlag geben.

Kurze Vorgeschichte: Meine Mutter (65) ist aufgrund eines Hüftleidens seit Jahren erheblich gehbehindert, ließ sich allerdings nie ärztlich behandeln. Sie läuft lieber auf Krücken.
Vor 2 Monaten wurde bei meinem Vater (60) ein Magentumor festgestellt, der allerdings "unter Kontrolle" ist, und für jegliche OP zu klein ist.

Und nun mein "Problem":
Seit meine Mutter von der Krebsdiagnose meines Vaters erfahren hat, baut sie ab. Körperlich.
Sie ist vor ca. 9 Wochen morgens schwer gestürzt & kam alleine nicht mehr hoch. Ich habe, da sie übergewichtig ist, es unter schwerem körperlich aufwand geschafft, sie "hochzubringen".
Auf die Frage was ihr fehlt, antwortete sie mit: "Nix, alles gut!" Ihr Arm fing Stunden später an, extrem anzuschwellen, sie weigerte sich allerdings ärztlich versorgen zu lassen.
Der Arm wurde nur langsam besser, so "hetzte" mein Vater ihr 2 Wochen später den Hausarzt in Form eines Hausbesuchs auf.
Dieser stellte fest, dass ihr Arm gebrochen war, nun jedoch schief zusammenwächst bzw. teilweise schon schief zusammengewachsen ist & sie dringend bzgl. ihrer beschädigten Hüfte operiert werden muss.

Mit einem gebrochenen Arm kann man jedoch schwer auf 2 Krücken laufen. Meine Mutter bewegt sich nun mit einer Krücke, auf der sie beide Hände positioniert, durchs Haus.

Seit der Krebsdiagnose meines Vaters hat Sie auch das Haus nicht mehr verlassen.
Sie kann (will??) auch zu Hause keinerlei Arbeiten mehr erledigen. Dies hängt alles an meinem Vater und am Wochenende, wenn ich zu Hause bin, an mir.

Der nächste Eklat heute morgen:
Meine Mutter ist erneut gestürzt und mit dem Gesicht ungeschützt auf den Boden gefallen.
Sie blutete extrem aus der Nase und hatte mehr als nur ein Blaues Auge. (gebrochene Nase? Jochbeinbruch??)
Sie konnte sich alleine nicht mehr bewegen und kam alleine (auf Grund ihrer Gehbehinderung) nicht mehr hoch.
Nach 15 Minuten hatten mein Vater und ich Sie in einen Stuhl verfrachtet.
Als ich das Wort "Arzt" in den Mund nahm, rastete Sie schier aus.
Sogar als ich Sie vor die Wahl stellte: "Entweder ich rufe jetzt einen Arzt, oder du siehst mich nie wieder!" Antwortete Sie nur: "Dann musst du gehen."

Ich bin auch erst mal gegangen. Anders schneit meine Mutter, die extrem auf mich fixiert ist, es nicht zu verstehen.

Ich weiß allerdings nicht mehr weiter und weiß nicht an wen ich mich wenden soll.
Gibt es eine Art "Zwangseinweisung" bei geistig gesunden Menschen?
Freiwillig wird sie keinen Arzt aufsuchen...

Wenn mir wer helfen kann, bitte melden! DANKE!!

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20. Januar 2013 um 19:25

Hilflos...
Sie hat Angst vor den Ärzten und schämt sich. Sonst nix. Zumindestens sagt sie das.

Ich habe meiner Mutter heute diese "Entweder-Oder-Frage" heute mehrmals gestellt. Auch mit dem Vermerk, dass es mir mehr wehtut als ihr und ich eigentlich nur will, dass Sie sich endlich behandeln lässt & wieder gesund wird.
Trotzdem meinte Sie: "Ich brauche keinen Arzt, das wird von selbst wieder, dann musst du gehen".

Zudem reden ALLE seit Jahren auf sie ein, dass sie dringend behandelt werden muss.
Egal wer ihr das mit der Hüft-OP sagt, der Hausarzt, der durch meinen Vater beauftragt schon überraschend da war, ihre Freundin, meine Vater, Verwandte, ich.
Sie zieht wirklich bildlich den Kopf ein und sagt kein Wort mehr.

Keiner weiß mehr was er machen soll. Wir sind echt hilflos.
Immerhin ist es meine Mama und ich will dass es ihr gut geht. Aber ich weiß keinen anderen Ausweg mehr, als sie "zu erpressen"...

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