Forum / Fit & Gesund / Essstörungen - Anorexie, Magersucht, Bulimie…

Zusammen aus der Bulimie.

18. Dezember 2007 um 20:37 Letzte Antwort: 9. November 2010 um 20:28

Hallo ihr Lieben,

Seit einigen Monaten leide ich an Ess-Brech-Sucht-Anfällen.

Alles fing mit einer Diät an, mit der ich wirklich erfolgreich einiges an Gewicht verloren habe. Eine Ernährungsumstellung und Sport haben mich federleicht zu meinem Wunschgewicht gebracht.

Irgendwann ging die Disziplin flöten und ich naschte hin und wieder mal etwas. Um nicht mehr an Gewicht zu zulegen, ging ich an diesen Tagen einfach einmal mehr zum Sport.

Eines Tages kam mir die "wahnsinnig tolle" Idee, dass ich doch einfach alles essen könne, worauf ich Lust habe, und es daraufhin einfach wieder erbrechen könne. Gesagt getan.

Welcher Leidensweg darauf folgen würde, war mir damals nicht klar.
Aus hin und wieder mal vollstopfen und wieder erbrechen ist mittlerweile jeden Tag fressen und erbrechen geworden. Welche Unmengen ich dabei verschlinge, brauche ich hier nicht zu erwähnen. Menschen, die sich mit dem thema etwas auskennen, wissen, was ich meine.

Dass das Ganze nicht nur ziemlich arg ins Geld (geplante Großeinkäufe für die Fressattacke am Abend), sondern auch ziemlich auf die Psyche schlägt, merke ich seit einigen Monaten.

Ich bin an einen Punkt gekommen, wo ich merke, dass ich nicht mehr weiter kann. Alles dreht sich nur noch ums Essen und mein Gewicht. Ein richtiges Hungergefühl kenne ich seither nicht mehr.
Von Sättigung ganz zu schweigen.

Natürlich könnte ich mich jemandem aus meinem Freundeskreis anvertrauen. Könnte. Möchte ich aber nicht. Hier spielt Scham eine große Rolle.

Jetzt suche ich eine Art Leidensgenossin, mit der ich mich eventuell austauschen kann. Oder jemanden, der mir eventuell Ratschläge geben kann, wie ich aus dieser Misere wieder herauskomme.
Eine Beratungsstelle werde ich nächste Woche wohl auch aufsuchen.

Naja...

Liebe Grüße.

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18. Dezember 2007 um 20:56

Hallo milchmaus!
ich weiß nbicht, was ich noch groß dazu sagen soll, außer, dass der text genauso von mir sein könnte...
und genau wie du sagst, spürt man nach einer weile, dass die bulimie auch auf die psyche schlägt: z.B. mein ohnbehin schon minderes selbnstwertgefühl ist jetzt nboch mehr gesunbken-genaugenommen trau ich mir gar nichts mehr zu! von der isolation ganz zu schweigen-ich habne keinen partner noch wirklich gute freunbde mehr-und außer dieser einsamkeit heraus stürze ich mich immer mehr inb die bnulimie-wodurh ich wiederum immer einsamer werde-ein paradoxer teufelskreislauf!...
ich bninb noch ca.3-5kg(fast 9kg habne ich ebnenbfalls durch sport und diät verloren) von meinem traumgewicht entfernt und werde es durch die bulimie sicher nicht erreichen!
ich möchte wieder gesunbd wrden und ein normarles lebnen habnen, jedoch trau ich mich nicht, sowie du zu einer bneratungsstelle zu gehn,da die scham zu groß ist...
ich habne mal übnerschlagenb, dass ich schon um die 1000eu ins klo gek*tzt habne, was fast mein führerschein hätte sein können...der selbnsthass durch dieses verhalten wird auch immer größer, habne ich bemerkt...
ich wünsche dir viel erfolg nächste woche! ich hoffe, dass die bneratungsstelle das richtige für dich ist und du wieder gesund wirst!
wenn du möchtest, kannst du mir ja auch eine pn schreiben und mir genauer erzählen, wie es bei dir so weit kam. auch ich würde dir meine geschichte gerne erzählen...
zum abnschlúss will ich mich für meinbe rechtschreibfehler entschuldigenb, die aufgrund meiner kaputten tastatut enstanden sind (nach einbem "b" erscheint automatisch ein "n" und umgekehrt genauso)-wirklich nervig!
liebne grüße
und eine gute nacht,
wünscht dir
glamourgirl

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18. Dezember 2007 um 21:27

Ich leider auch...
Ich will da auch endlich raus. Vielleicht bringt es etwas sich mit anderen auszutauschen, einen Versuch ist es in jdem Fall wert.. Ich gehe auch täglich aufs Klo.. esse den ganzen Tag so gut wie nichts.. Freu mich auf meine Fressanfall und geh dann aufs Klo.. Leider wird auch dabei die Angst immer größer, dass man nicht wieder alles ausgek*tzt hat, dass zuu viel im Magen geblieben ist.. das man weiter in die Spirale rutscht.. Ich bin deswegen schon abhängig von Abführmitteln um den Scheiß schnellstmöglich aus dem Körper zu bekommen. Das bringt natürlich nichts weil die Verdauung ja vorher schon alles Nährstoffe und Fett rausgesaugt hat. Aber einfach fürs Gefühl, dass man irgendwie wieder leerer ist als vorher. Und auch das Geld ist natürlich eine große Rolle. Ich bin mittlerweile dazu übergegangen nur noch Nudeln oder Reis in mich zu stopfen und viel Wasser dabei zu trinken. Das macht den Magen schneller voll und ist noch recht kostengünstig.. Und es erbricht sich leichter, durch den hohen Flüssigkeitsgehalt. Ich will keine Tipps geben, nur mal darstellen wie weit ich da drin hänge.. Tja und nun gehen mir erstmal die Worte aus.. Würde aber auch wirklich gerne erfahfren, wie es bei der Beratungsstelle gelaufen ist, wenn Du es tatsächlich soweit bringst und dort hingehst. Bei mir sind leider schon einige Anläufe gescheitert.. Deshalb drück ich Dir umso fester die Daumen..

LG
Laura

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22. Dezember 2007 um 22:06

Liebe Milchmaus
Ich kann dich bestens verstehen. ich hatte 4 jahre bulimie. vorher ein knappes jahr magersucht. zuerst hatte ich also auch die "dissziplin" mit wenig essen und viel sport brutal abzunehmen, und nach dem jahr kam die "schwäche" von disziplinslosigkeit, wo ich einfach alles, was ich mir vorher nicht erlaubt habe, in mich reingestopf habe, um es dann wieder zu erbrechen. das war wirklich hart.

ich war lange zeit wahnsinnig einsam, hatte eine unglückliche und gescheiterte beziehung zu verkraften und kaum enge freundschafltiche kontakte, die ich durch die beziehung eingebüßt hatte. also während meiner hoch-zeit der bulimie war das so. und da war mir das essen, also die unmengen, die ich in mich reingestopft habe, schlichtweg der ersatz für zuwendung, liebe und einen lebensplan..ich hatte ein studium begonnen, das mich nicht interessiert hat, und alles war trostlos. ich hatte nur das essen.

seit ich das alles hinter mir habe, sehe ich völlig klar, warum es mir so ging, also die sucht..warum ich das brauchte. hätte ich das früher gewusst, und klar gesehen, und früher mein leben ändern können, dann wäre ich auch früher aus der bulimie raus gekommen. schließlich ist eine sucht nur ein ersatz.

das mit der scham verstehe ich auch. niemand wusste es von mir, obwohl ich wirklich täglich mehrmals anfälle hatte. aber ében allein. erst seit ich gesund bin, habe ich es jedem erzählt, und habe mich richtig gut dabei gefühlt. aber das ging erst als es nicht mehr aktuell und überwunden war. während der sucht, hab ich mich schrecklich dafür geschämt. klar.

das mit den geplanten großeinkäufen kenne ich auch noch zu gut. ich bin jeden tag in den supermarkt und hab mir bestimmte sachen gekauft, einfach eine unmenge, die ich kaum erwarten konnte, in mich reinzustopfen. furchtbar.und das 4 jahre. aber es gibt ein ende. man kann es schaffen. man muss sich nur ändern, bzw sein leben, sich eben selsbt ergründen, und sich das geben was einem wirklich fehlt..

du solltest auch mal bei love-u-feel-free.de reinschauen. da gehts um gemeinsames rauskommen aus essstörungen. ist kras interessant. hab ich erst kürzlich gesehen. ich glaub die seite ist brandneu, weil manches noch nicht aktiv ist glaub ich. aber das scheint endlich einen trend gegen den misstand einleiten zu wollen, also dass so verdammt viele mädchen wie wir unter bulimie und e.s. leiden, und bislang hat kaum jemand öffentlich was getan hat. jedenfalls wünschte ich, ich hätte so eine art informationen und unterstützung seinerzeit auch bekommen.

ich bin jetzt seit 2 jahren völlig gesund. aber insgesamt 5 Jahre Essstörungen hätten nicht sein müssen. jetzt bin ich 24. Und angefangen haben sie bei mir mir einer Diät wegen dem Schönheitsideal, wie bei so vielen.. ich hoffe du freust dich über meine antwort

liebe grüße

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23. Dezember 2007 um 22:46

Der Weg ist schwer..
..aber machbar aus der sucht. Ich bin 41 und seit meinem 23. Lebensjahr bulimisch. War damals in einer Klinik und danach nur kurze Zeit clean. Meine Lebensumstände haben die Krankheit unterstüzt, ich hatte damals keinen anderen Weg, um zu überleben. All die Jahre hatte ich -mal mehr, mal weniger - bulimische anfälle. Seit ca drei Jahren mehrmals die Woche. Ich habe Kinder und ich kotze auch, wenn sie mit ihren Freunden im Haus sind. Irgendwann wurde die angst groß, ich könnte ersticken und meine Kinder finden mich...seitdem bin ich in ambulanter Therapie. Es geht mir schon besser - aber ich bin noch lange nicht gesund. Bulimie steht für etwas in deinem Leben, wofür, musst du allein herausfinden. Bei mir ist das Essen und Erbrechen der Kampfplatz, auf dem sich meine Gefühle austoben. Ich bin wohl schon lange unglücklich in meinem Leben und meiner ehe und konnte das nicht empfinden, hatte wahnsinnige Angst davor, weil ich Konsequenzen hätte einleiten müssen. also werden Gefühle vermieden, in Essen und Erbrechen umgewandelt. Und so tobt man zwischen Küche und Klo hin und her und weiss nichts mehr. Ist man glücklich oder nicht? Was will man noch vom Leben? Mir hat die Bulimie auch geholfen, viele Verletzungen und Kränkungen und Verluste zu überstehen. Jetzt, nach 18 langen Krankheitsjahren, lerne ich, mit mir umzugehen, meinen Gefühlen zu vertrauen und meinen Weg zu gehen. Für mich fassungslos: Ich konnte es all die Zeit meiner Familie, meinem Mann, allen verschweigen. Aus Scham. Und weil Vertrauen fehlt. Und die angst, es ohne die Krankheit nicht zu schaffen. Denn das ist so: Sie hat eine Funktion für Dich. Finde heraus, welche und dann wirst du sie auch los. Alles Liebe!

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25. Dezember 2007 um 22:39
In Antwort auf dianne_12301251

Hallo milchmaus!
ich weiß nbicht, was ich noch groß dazu sagen soll, außer, dass der text genauso von mir sein könnte...
und genau wie du sagst, spürt man nach einer weile, dass die bulimie auch auf die psyche schlägt: z.B. mein ohnbehin schon minderes selbnstwertgefühl ist jetzt nboch mehr gesunbken-genaugenommen trau ich mir gar nichts mehr zu! von der isolation ganz zu schweigen-ich habne keinen partner noch wirklich gute freunbde mehr-und außer dieser einsamkeit heraus stürze ich mich immer mehr inb die bnulimie-wodurh ich wiederum immer einsamer werde-ein paradoxer teufelskreislauf!...
ich bninb noch ca.3-5kg(fast 9kg habne ich ebnenbfalls durch sport und diät verloren) von meinem traumgewicht entfernt und werde es durch die bulimie sicher nicht erreichen!
ich möchte wieder gesunbd wrden und ein normarles lebnen habnen, jedoch trau ich mich nicht, sowie du zu einer bneratungsstelle zu gehn,da die scham zu groß ist...
ich habne mal übnerschlagenb, dass ich schon um die 1000eu ins klo gek*tzt habne, was fast mein führerschein hätte sein können...der selbnsthass durch dieses verhalten wird auch immer größer, habne ich bemerkt...
ich wünsche dir viel erfolg nächste woche! ich hoffe, dass die bneratungsstelle das richtige für dich ist und du wieder gesund wirst!
wenn du möchtest, kannst du mir ja auch eine pn schreiben und mir genauer erzählen, wie es bei dir so weit kam. auch ich würde dir meine geschichte gerne erzählen...
zum abnschlúss will ich mich für meinbe rechtschreibfehler entschuldigenb, die aufgrund meiner kaputten tastatut enstanden sind (nach einbem "b" erscheint automatisch ein "n" und umgekehrt genauso)-wirklich nervig!
liebne grüße
und eine gute nacht,
wünscht dir
glamourgirl

Hallo
hallo ...

ich möchte auch raus aus der bulimie, weil die Gesundheit leidet. z. B. Kaliumwert. Ganz gefährlich. Wie können wir uns denn austauschen??
Wäre so prima. Ich habe jetzt ein paar Tage nicht gebrochen, weil ich angst wegen meines Kaliumsspiegels habe. Habe aber auch durch normales Essen mal locker 3 kg zugenommen. Insgesamt 4 aber vor der Periode ist mitunter 1 kg zunahme normal. 2 KG tolleriere ich, aber woher die anderen zwei sind???... mal abwarten und etwas sport machen. Nicht zu viel. Wie können wir uns austauschen? glg Joe

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26. Dezember 2007 um 21:08
In Antwort auf pallas_12147645

Der Weg ist schwer..
..aber machbar aus der sucht. Ich bin 41 und seit meinem 23. Lebensjahr bulimisch. War damals in einer Klinik und danach nur kurze Zeit clean. Meine Lebensumstände haben die Krankheit unterstüzt, ich hatte damals keinen anderen Weg, um zu überleben. All die Jahre hatte ich -mal mehr, mal weniger - bulimische anfälle. Seit ca drei Jahren mehrmals die Woche. Ich habe Kinder und ich kotze auch, wenn sie mit ihren Freunden im Haus sind. Irgendwann wurde die angst groß, ich könnte ersticken und meine Kinder finden mich...seitdem bin ich in ambulanter Therapie. Es geht mir schon besser - aber ich bin noch lange nicht gesund. Bulimie steht für etwas in deinem Leben, wofür, musst du allein herausfinden. Bei mir ist das Essen und Erbrechen der Kampfplatz, auf dem sich meine Gefühle austoben. Ich bin wohl schon lange unglücklich in meinem Leben und meiner ehe und konnte das nicht empfinden, hatte wahnsinnige Angst davor, weil ich Konsequenzen hätte einleiten müssen. also werden Gefühle vermieden, in Essen und Erbrechen umgewandelt. Und so tobt man zwischen Küche und Klo hin und her und weiss nichts mehr. Ist man glücklich oder nicht? Was will man noch vom Leben? Mir hat die Bulimie auch geholfen, viele Verletzungen und Kränkungen und Verluste zu überstehen. Jetzt, nach 18 langen Krankheitsjahren, lerne ich, mit mir umzugehen, meinen Gefühlen zu vertrauen und meinen Weg zu gehen. Für mich fassungslos: Ich konnte es all die Zeit meiner Familie, meinem Mann, allen verschweigen. Aus Scham. Und weil Vertrauen fehlt. Und die angst, es ohne die Krankheit nicht zu schaffen. Denn das ist so: Sie hat eine Funktion für Dich. Finde heraus, welche und dann wirst du sie auch los. Alles Liebe!

-
ich bin am suchen und ergründen, woran es bei mir liegen könnte und kann mir keine konkrete antwort geben. mit meinem freund komme ich super klar. zudem habe iche ine tolle familie und freunde.mein studium läuft super und mein nebenjob ist klasse.

mein ex-freund hat mir vor genau einem jahr einen ziemlichen tritt in den hintern gegeben, womit ich nie gerechnet hätte. eigentlich denke ich, dass es damit nichts zu tun haben dürfte, weil ich einen neuen mann an meiner seite habe und ich wirklich total zufrieden bin.

gibt es denn wirklich immer einen grund? ich meine aus der psycho. ode rist es nicht manchmal eben einfach so, dass man zu gerne isst und bevor man zunimmt, den ganzen kram wieder ausspuckt?

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27. Dezember 2007 um 12:27

Hallo
hallo ich leide darunter, dass ich so burschikos bin und keine schönen Haare habe, ausserdem habe ich einen starken Körperbau und ich denke immer, nur wenn ich eiin feines, schmales weibl. Gesicht habe und tolle Haare, dann würde ich geliebt. So ist das im Hirn und Herz festgebrannt. Ich kann mit keiner Frau mithalten und wenn ich einen Freund hätte, den würde ich sowieso an eine schöne Frau verlieren, also lass ich mich garnicht mehr auf irgendwas ein.

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29. Dezember 2007 um 10:59
In Antwort auf pallas_12147645

Der Weg ist schwer..
..aber machbar aus der sucht. Ich bin 41 und seit meinem 23. Lebensjahr bulimisch. War damals in einer Klinik und danach nur kurze Zeit clean. Meine Lebensumstände haben die Krankheit unterstüzt, ich hatte damals keinen anderen Weg, um zu überleben. All die Jahre hatte ich -mal mehr, mal weniger - bulimische anfälle. Seit ca drei Jahren mehrmals die Woche. Ich habe Kinder und ich kotze auch, wenn sie mit ihren Freunden im Haus sind. Irgendwann wurde die angst groß, ich könnte ersticken und meine Kinder finden mich...seitdem bin ich in ambulanter Therapie. Es geht mir schon besser - aber ich bin noch lange nicht gesund. Bulimie steht für etwas in deinem Leben, wofür, musst du allein herausfinden. Bei mir ist das Essen und Erbrechen der Kampfplatz, auf dem sich meine Gefühle austoben. Ich bin wohl schon lange unglücklich in meinem Leben und meiner ehe und konnte das nicht empfinden, hatte wahnsinnige Angst davor, weil ich Konsequenzen hätte einleiten müssen. also werden Gefühle vermieden, in Essen und Erbrechen umgewandelt. Und so tobt man zwischen Küche und Klo hin und her und weiss nichts mehr. Ist man glücklich oder nicht? Was will man noch vom Leben? Mir hat die Bulimie auch geholfen, viele Verletzungen und Kränkungen und Verluste zu überstehen. Jetzt, nach 18 langen Krankheitsjahren, lerne ich, mit mir umzugehen, meinen Gefühlen zu vertrauen und meinen Weg zu gehen. Für mich fassungslos: Ich konnte es all die Zeit meiner Familie, meinem Mann, allen verschweigen. Aus Scham. Und weil Vertrauen fehlt. Und die angst, es ohne die Krankheit nicht zu schaffen. Denn das ist so: Sie hat eine Funktion für Dich. Finde heraus, welche und dann wirst du sie auch los. Alles Liebe!

...
Sehr aufwühlender Beitrag. Jeder arrangiert sich meistens mehr oder weniger gut mit der Krankheit, meistens ein Kampf zwischen den Anforderungen des Alltags und der Essstörung - verbunden mit der Frage, wer die Oberhand hat...

Als ich (jetzt 31) vor zehn Jahren in einer Klinik war, habe ich dort viele Bulimikerinnen getroffen, die über 30 waren. Es war für mich - obwohl ich zu diesem Zeitpunkt schon sieben Jahre essgestört war - schwer, mir vorzustellen, wie man eine Ausbildung, ein Studium, einen Beruf, eine Familie damit vereinbaren kann. Jetzt weiß ichs besser: es geht irgendwie, aber manchmal geht es irgendwie nicht gut, und es kostet immer unfassbar viel Mühe... und bei mir bezieht sich das Ganze lediglich auf die Berufsausbildung, mit den Schwierigkeiten, die dazukommen, wenn man Kinder hat, war ich gar nicht konfrontiert. Hochachtung, dass Du nach diesen Erfahrungen den Kampf angetreten hast!

Bei mir gab es eine Menge von Faktoren, die dazu geführt haben, dass die Krankheit mich in meinem Alltag nicht mehr beeinträchtigt. Längere Zeit war ich in dem Glauben, ich könnte die Strapazen und Unannehmlichkeiten, die einem so begegnen, ohne das Fressen und Kotzen nicht bewältigen. Es war undenkbar, dass ich eine ungute (oder auch: sehr gute, irgendwann war das egal) Situation erlebe, ohne zu essen. Mittlerweile ist mir überdeutlich klar geworden, dass ich die einfachsten Dinge (dürfte manchen bekannt vorkommen: fängt bei Treffen mit Freunden an und hört bei Amtsgängen noch lange nicht auf) nicht bewältigen kann, wenn mein Leben um Fressattacken kreist. Und wie erleichternd es ist, sich dem Ganzen stellen zu können, ohne das Gefühl zu haben, dass man eigentlich zu schwach dafür ist und das Gefühl zeitnah wieder gerade "kotzen" muss.

In diesem Sinne: alles erdenklich Gute!


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4. Januar 2008 um 14:21

Kenn ich
gott sei dank bin ich in diesen thread hier gestolpert.
ich hab nämlich auch schon andere beiträge in dieser rubrik durchgeklickt, aber ich bin überzeugt davon, dass reines auflisten der "Millionen" kalorien die man schon zu sich genommen hat, weder den betroffenen selbst noch den lesenden hilft, weil es dann unweigerlich nur noch um unterbieten der kalorienbilanz der anderen geht.
in diesem thread hier geht es aber um gefühle - die ich leider nur allzu gut kenne - und deshalb sind mir beim lesen auch gleich die tränen in die augen gestiegen...mir gehts nämlich ganz genauso!

ich leide jetzt seit über einem jahr an bulimie, davor an magersucht und ich bin auch über die wie du es nennst "disziplinlosigkeit" da rein gestolpert.
ich denke ich weiß auch, was bei mir die ursache dafür ist: ich definiere mich selbst eigentlich nur über das aussehen. mein studium läuft zwar erfolgreich und mein freund schätzt meinen charakter, allerdings doch wirklich befriedigend ist für mich nur wenn jemand mein äußeres lobt. dass das "krank" ist, weiß ich selbst, nur hab ich keine ahnung warum das so ist!

ich habe normalgewicht und ich bin mir bewusst, dass ich durch das ess-brech-verhalten nicht abnehmen kann, trotzdem bestimmt dieses und die panische angst vor mehr kilos auf der waage meinen kompletten tagesablauf...

das steht im widerspruch dazu, dass ich denke, ich könnte jederzeit damit aufhören (was ich aber langsam anzweifele!)ich rede mir ein, dass ich keine hilfe von anderen brauche, weil ich ja "einfach nur" mein essverhalten umstellen muss.

dass es nicht so einfach ist, seh ich allerdings auch jeden tag aufs neue, wenn ich meine vorsätze heute eine normale kalorienmenge zu mir zu nehmen und nicht wieder vor der toilette zu stehen etc über bord schmeiße und den kühlschrank plündere.

ob ich irgendwann den mut aufbringen werde, mir hilfe zu holen, wird sich zeigen...
tipps kann ich leider keine geben, ich kann nur sagen, ich verstehe, wied ihr euch fühlt!!

vlg lovely2011

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4. Januar 2008 um 20:03
In Antwort auf elisa_12074477

Kenn ich
gott sei dank bin ich in diesen thread hier gestolpert.
ich hab nämlich auch schon andere beiträge in dieser rubrik durchgeklickt, aber ich bin überzeugt davon, dass reines auflisten der "Millionen" kalorien die man schon zu sich genommen hat, weder den betroffenen selbst noch den lesenden hilft, weil es dann unweigerlich nur noch um unterbieten der kalorienbilanz der anderen geht.
in diesem thread hier geht es aber um gefühle - die ich leider nur allzu gut kenne - und deshalb sind mir beim lesen auch gleich die tränen in die augen gestiegen...mir gehts nämlich ganz genauso!

ich leide jetzt seit über einem jahr an bulimie, davor an magersucht und ich bin auch über die wie du es nennst "disziplinlosigkeit" da rein gestolpert.
ich denke ich weiß auch, was bei mir die ursache dafür ist: ich definiere mich selbst eigentlich nur über das aussehen. mein studium läuft zwar erfolgreich und mein freund schätzt meinen charakter, allerdings doch wirklich befriedigend ist für mich nur wenn jemand mein äußeres lobt. dass das "krank" ist, weiß ich selbst, nur hab ich keine ahnung warum das so ist!

ich habe normalgewicht und ich bin mir bewusst, dass ich durch das ess-brech-verhalten nicht abnehmen kann, trotzdem bestimmt dieses und die panische angst vor mehr kilos auf der waage meinen kompletten tagesablauf...

das steht im widerspruch dazu, dass ich denke, ich könnte jederzeit damit aufhören (was ich aber langsam anzweifele!)ich rede mir ein, dass ich keine hilfe von anderen brauche, weil ich ja "einfach nur" mein essverhalten umstellen muss.

dass es nicht so einfach ist, seh ich allerdings auch jeden tag aufs neue, wenn ich meine vorsätze heute eine normale kalorienmenge zu mir zu nehmen und nicht wieder vor der toilette zu stehen etc über bord schmeiße und den kühlschrank plündere.

ob ich irgendwann den mut aufbringen werde, mir hilfe zu holen, wird sich zeigen...
tipps kann ich leider keine geben, ich kann nur sagen, ich verstehe, wied ihr euch fühlt!!

vlg lovely2011

.
kleiner zwischenstand... meine eltern, meine schwester und mein freund wissen jetzt bescheid. ungewollt, wenn ich ehrlich bin. aber nicht verkehrt. das problem an der sache ist ja, dass es ein "heimliches" essen ist und ich mich nun jedes mal (wohl zurecht) beobachtet fühle, wenn ich esse, da ich sie noch nicht richtig davon überzeugen konnte, dass ich meine normalen mahlzeiten wie frühstück, mittag- und abendessen grundsätzlich in mir behalte. tja... was soll ich euch sagen.
es ist weniger geworden, klar. aber halt nur wegen der beobachtung. heute als ich alleine zuhause war, habe ich die zeit natürlich voll ausgenutzt. keinen hunger gehabt, trotzdem gegessen und wieder raus damit.
mein freund holt mich fast jeden abend zu sich, um mich abzulenken. wenn ich doch mal alleine war, fragt er, wie es gelaufen ist und ich lüge ihn an indem ich sage, dass ich es gut durchgehalten habe. von wegen... mal schauen, wie lange das spielchen noch läuft. ich bin kraft- und mutlos.

das ist wirklich jämmerlich. dabei habe ich das (wie soviele) überhaupt nicht nötig. ich habe absolutes normalgewicht. zudem einen sehr geringen fettwert. sind fast alles muskeln. oh man. man kann sich das leben auch einfach unnötig schwer machen.

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5. Januar 2008 um 9:25
In Antwort auf uma_12504148

.
kleiner zwischenstand... meine eltern, meine schwester und mein freund wissen jetzt bescheid. ungewollt, wenn ich ehrlich bin. aber nicht verkehrt. das problem an der sache ist ja, dass es ein "heimliches" essen ist und ich mich nun jedes mal (wohl zurecht) beobachtet fühle, wenn ich esse, da ich sie noch nicht richtig davon überzeugen konnte, dass ich meine normalen mahlzeiten wie frühstück, mittag- und abendessen grundsätzlich in mir behalte. tja... was soll ich euch sagen.
es ist weniger geworden, klar. aber halt nur wegen der beobachtung. heute als ich alleine zuhause war, habe ich die zeit natürlich voll ausgenutzt. keinen hunger gehabt, trotzdem gegessen und wieder raus damit.
mein freund holt mich fast jeden abend zu sich, um mich abzulenken. wenn ich doch mal alleine war, fragt er, wie es gelaufen ist und ich lüge ihn an indem ich sage, dass ich es gut durchgehalten habe. von wegen... mal schauen, wie lange das spielchen noch läuft. ich bin kraft- und mutlos.

das ist wirklich jämmerlich. dabei habe ich das (wie soviele) überhaupt nicht nötig. ich habe absolutes normalgewicht. zudem einen sehr geringen fettwert. sind fast alles muskeln. oh man. man kann sich das leben auch einfach unnötig schwer machen.

!
super milchmaus,

sei froh, dass Du so einen netten Freund hast (hätte auch gern einen ehrlichen). Sie froh, dass Du nicht so viel brichst. Ich habe auch zugenommen, weil ich normal esse aber trotzdem breche ich. ich wünsche Dir eine gute Therapie, denn ich glaube, alleine kommen wir nicht daraus.

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5. Januar 2008 um 20:38
In Antwort auf elisa_12074477

Kenn ich
gott sei dank bin ich in diesen thread hier gestolpert.
ich hab nämlich auch schon andere beiträge in dieser rubrik durchgeklickt, aber ich bin überzeugt davon, dass reines auflisten der "Millionen" kalorien die man schon zu sich genommen hat, weder den betroffenen selbst noch den lesenden hilft, weil es dann unweigerlich nur noch um unterbieten der kalorienbilanz der anderen geht.
in diesem thread hier geht es aber um gefühle - die ich leider nur allzu gut kenne - und deshalb sind mir beim lesen auch gleich die tränen in die augen gestiegen...mir gehts nämlich ganz genauso!

ich leide jetzt seit über einem jahr an bulimie, davor an magersucht und ich bin auch über die wie du es nennst "disziplinlosigkeit" da rein gestolpert.
ich denke ich weiß auch, was bei mir die ursache dafür ist: ich definiere mich selbst eigentlich nur über das aussehen. mein studium läuft zwar erfolgreich und mein freund schätzt meinen charakter, allerdings doch wirklich befriedigend ist für mich nur wenn jemand mein äußeres lobt. dass das "krank" ist, weiß ich selbst, nur hab ich keine ahnung warum das so ist!

ich habe normalgewicht und ich bin mir bewusst, dass ich durch das ess-brech-verhalten nicht abnehmen kann, trotzdem bestimmt dieses und die panische angst vor mehr kilos auf der waage meinen kompletten tagesablauf...

das steht im widerspruch dazu, dass ich denke, ich könnte jederzeit damit aufhören (was ich aber langsam anzweifele!)ich rede mir ein, dass ich keine hilfe von anderen brauche, weil ich ja "einfach nur" mein essverhalten umstellen muss.

dass es nicht so einfach ist, seh ich allerdings auch jeden tag aufs neue, wenn ich meine vorsätze heute eine normale kalorienmenge zu mir zu nehmen und nicht wieder vor der toilette zu stehen etc über bord schmeiße und den kühlschrank plündere.

ob ich irgendwann den mut aufbringen werde, mir hilfe zu holen, wird sich zeigen...
tipps kann ich leider keine geben, ich kann nur sagen, ich verstehe, wied ihr euch fühlt!!

vlg lovely2011

Aussehen
hi,

bei mir ist das aussehen schuld.. Wenn ich gut aussehen würde, hätt ich die Buli nit. Ich sehe so hässlich aus, dass ich deswegen breche. Kennt das noch eine ...?

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7. Januar 2008 um 23:53
In Antwort auf meryl_11921128

Aussehen
hi,

bei mir ist das aussehen schuld.. Wenn ich gut aussehen würde, hätt ich die Buli nit. Ich sehe so hässlich aus, dass ich deswegen breche. Kennt das noch eine ...?

Hi joelina
danke für deine nachricht.
ich hätte dir so gerne privat geantwortet, aber irgendwas klappt da nicht! hast du vielleicht die annahme von nachrichten von anderen forumsteilnehmern blockiert?
lg lovely

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7. Januar 2008 um 23:58
In Antwort auf elisa_12074477

Hi joelina
danke für deine nachricht.
ich hätte dir so gerne privat geantwortet, aber irgendwas klappt da nicht! hast du vielleicht die annahme von nachrichten von anderen forumsteilnehmern blockiert?
lg lovely

Wenn das nicht klappt
...könntest du mir ja in einer privatmiteilung deine emailadresse schicken - hätte mich echt gern mit dir ausgetauscht!

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8. Januar 2008 um 7:04
In Antwort auf meryl_11921128

Hallo
hallo ...

ich möchte auch raus aus der bulimie, weil die Gesundheit leidet. z. B. Kaliumwert. Ganz gefährlich. Wie können wir uns denn austauschen??
Wäre so prima. Ich habe jetzt ein paar Tage nicht gebrochen, weil ich angst wegen meines Kaliumsspiegels habe. Habe aber auch durch normales Essen mal locker 3 kg zugenommen. Insgesamt 4 aber vor der Periode ist mitunter 1 kg zunahme normal. 2 KG tolleriere ich, aber woher die anderen zwei sind???... mal abwarten und etwas sport machen. Nicht zu viel. Wie können wir uns austauschen? glg Joe

Hallo Joelina
klasse das du den mut gefunden hast

du musst auch bedenken das du jetzt einiges an Magen-Darminhalt an Gewicht ausmacht. Vorallem wenn du viel Gemüse und Obst ist!

Auch kenne ich einige Frauen die während der Periode bis zu 3 kg zunehmen.

Also am Besten nicht auf die Waage gehen! Dies ist ein weiterer Schritt!

Du willst GESUND werden
dein Gewicht pendelt sich schon ein

mach dich nicht unnötig verrückt

du packst das

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9. November 2010 um 20:28

Ich komm nicht mehr klar
fühl mich wie der allerletzte dreck auf erden. ich nehm mir immer wieder vor damit auzuhören, ich dachte echt fast ich hätte diese scheiß-bulimie überwunden.
doch jetzt sitz ich hier: meine augen sind geschwollen, emien zähne tun schrecklich weh, mein rachen brennt, mein gesicht ist erhiztz, meine lippen dick und mein bauch irgendwie immer noch aufgebläht.
es darf niemand erfahren, es ist mir so peinlich, es passt gart nicht zu mir! es ist eklig, ranzig, unwürdig und schrecklich. wenn es jemand erfahren würde...könnte ich nicht mehr sein.
ich hasse mich so sehr.
und immer wieder abend stopfe ich alles in mich rein... iÍCH MUSS DA RAUS!! sonst kann ich einfach nicht mehr leben!

ich bin überall die Perfekte, alle bewundern mich, ich bin immer die, die Alles Organisiert, die Allem hilft, wo alles perfekt läuft.... doch NIEMAND weiß wie es mir wirklich geht. wenn sie es wissen würden, würden sie mich nicht mehr lieben. ich bin völlig allein. und es wird schlimmer. ich kann mir selbst nicht mehr vertrauen. ich hasse mich und dieses doppelleben dass ich führe. werde ich jemals daraus kommen und ein ehrliches leben führen könnnen??

WAS SOLL ICH MACHEN??

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