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Zunahme und Kommentare

19. September 2013 um 12:16 Letzte Antwort: 19. September 2013 um 18:54

Hallo ihr Lieben,

ich hab mich seit April von einem 15er BMI ins Normalgewicht vorangekämpft - ohne Therapie, das ist bei mir sehr schwer weil ich den ganzen Tag arbeiten gehen muss, dazu kommen lange Wartelisten oder Ablehnungen von Therapeuten, weil ich gesetzlich versichert bin. Nun denn, ich habe die Waage verbannt und versuche mich mit den neuen Kilos zu akzeptieren. Hosen in Größe 34 werden langsam knapp, was mir natürlich nicht so gut gefällt, aber ich versuche eben das hinzunehmen um das Thema Essen erst einmal zu entschärfen und lockerer anzugehen. Nun ist es so, dass mein Freund extrem auf schlanke Frauen steht. Das war vor 2 Jahren eigentlich auch der endgültige Abrutsch in meine ES (hungern, fressen, kotzen, wieder hungern...), weil ich immer dachte, ich müsse für ihn schlanker sein. Als ich dann so abgemagert war, meinte er, lieber etwas mehr als zu wenig und dass ich zunehmen soll. Nun waren wir vor kurzem gemeinsam schwimmen und da meinte er mehr oder weniger, dass mein Bauch etwas außer Form geraten wäre und ich mir mal ein Beispiel an seinem nehmen solle... Klar, dass hat er halbwegs im Spaß gesagt mit einem Augenzwinkern, ich dachte trotzdem, ich falle ins Bodenlose und hab dann heimlich erst mal losgeheult. Ich hab ihm hinterher auch gesagt, dass mich das sehr verletzt hat und er hat sich auch entschuldigt - trotzdem ist in meinem Kopf seitdem der blöde Gedanke, dass ich mich zu dick finde und klar, an Bauch, Hüften, Po und Beinen ist jetzt auch eine kleine Fettschicht und es ist eben nicht mehr alles so drahtig wie mit 43 Kilo. Dann hab ich wieder eine Woche lang gehungert bzw. unter 800 Kalorien gegegessen. Konnte nachts vor Hunger nicht schlafen, hatte bei jedem Bissen ein schlechtes Gewissen etc. Was folgte war ein kleiner FA mit Übergeben. Ich fühle mich so deprimiert gerade, weil ich eigentlich wirklich wikrlich weg will aus der ES aber wie das alle Betroffenenen wissen ist das schon sehr schwer und man selbst ist ja sein größter Kritiker. Aber ich weiß so gar nicht, wie ich jetzt mit meinem Freund umgehen soll - denn abnehmen ist im Moment eben sehr schwierig, weil das recht schnell in den nächsten FA führt - aber ich fühle mich seit dem Kommentar in seiner Gegenwart so unwohl, dass ich mich schon fast schäme, mich auszuziehen und ich dreimal überlege, was ich anziehe, um möglichst schlank auszusehen. Wie kann ich damit umgehen?

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19. September 2013 um 15:00

Ich kann dich verstehen!
Hinter jedem kleinen Scherz mit Augenzwinkern steckt ja letztendlich doch immer ein Fünkchen Wahrheit..naja abgesehen von deinem Freund..du fühlst dich ja selber nun nicht mehr so wohl in deiner Haut mit ein paar Pfunden mehr. Ich kann dir nur raten: mach viel Sport! Ausdauertraining und achte generell auf deine Ernährung (ausgewogen und gesund, eiweißreich, ab und an Sünden erlauben!!). Viel trinken. So wirst du deinen Stoffwechsel in Schwung bringen und deinen Kalorienverbrauch erhöhen. Wenn du rumhungerst, machst du deinen Stoffwechsel nur kaputt und wenn du dann wieder normal essen möchtest, verbraucht dein Körper nicht mehr so viel und du nimmst zu.
Wenn du dir nicht alles verbietest und dir vornimmst, täglich "klein" zu sündigen oder 1-2 Tage in der Woche mehr sündigst, dann nimmst du auch nicht zu.

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19. September 2013 um 18:31
In Antwort auf mhairi_12630311

Ich kann dich verstehen!
Hinter jedem kleinen Scherz mit Augenzwinkern steckt ja letztendlich doch immer ein Fünkchen Wahrheit..naja abgesehen von deinem Freund..du fühlst dich ja selber nun nicht mehr so wohl in deiner Haut mit ein paar Pfunden mehr. Ich kann dir nur raten: mach viel Sport! Ausdauertraining und achte generell auf deine Ernährung (ausgewogen und gesund, eiweißreich, ab und an Sünden erlauben!!). Viel trinken. So wirst du deinen Stoffwechsel in Schwung bringen und deinen Kalorienverbrauch erhöhen. Wenn du rumhungerst, machst du deinen Stoffwechsel nur kaputt und wenn du dann wieder normal essen möchtest, verbraucht dein Körper nicht mehr so viel und du nimmst zu.
Wenn du dir nicht alles verbietest und dir vornimmst, täglich "klein" zu sündigen oder 1-2 Tage in der Woche mehr sündigst, dann nimmst du auch nicht zu.

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Bester Tipp an einer Magersüchtige überhaupt...

Mach viel Sport! An der Aussage ist sicher was wahres dran! Du, jemand mit Körperschemastörung und bei der sich das seelische Befinden auf die Wahrnehmung des Körpers auswirkt, fühlst dich nicht wohl, also musst du an deinem Körper was ändern, nachdem du dich allein aus dem Untergewicht gekämpft hast.
Achte (wieder) auf deine Ernährung, damit du jaaa nicht zunimmst, sonst Katastrophe.

Meine Fresse. Was soll denn das?

Du sollst nicht abnehmen! Es ist klasse und bewundernswert, dass du es allein geschafft hast.
Das Problem bei dir sehe ich daran, dass du wahrscheinlich (?) nicht an den Problemen hinter der ES gearbeitet hast... da du ja nie in Therapie warst (?).
Leider ist das wieder Essen und Zunehmen nur ein Schritt richtung Gesundheit... an der Seele zu arbeiten ist der restliche Weg. Und solange das nicht stimmt, werden einen auch solche Kommentare schnell wieder umwerfen. Mir geht das ganz ähnlich.
Sprich wenn es dich so sehr belastet nochmal mit ihm darüber. Schreib dir auf, warum du aus der ES wolltest und willst. Mach dir klar, wohin abnehmen jetzt führen würde. Nur ein, zwei Kilo... dabei wird es nicht bleiben, das weißt du.
Was spielt Aussehen schon für eine großartige Rolle? Wir Menschen sind VIEL mehr als das. Und was dein Freund gesagt hat ist oberflächlich und unverschämt. Es impliziert ja nahezu, dass man besser ist, wenn man auf seinen Bauch achtet. Das ist...einfach Quatsch.
Bitte lass dich da nicht wieder reinziehen. Dafür hast du schon zu viel geschafft

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19. September 2013 um 18:54

Dass ich das so keinesfalls gemeint hab,
wie du es grad darstellst, das liegt ja klar auf der Hand.
In ihrer momentanen Situation wäre das wohl der richtige Weg. Essgestörte, ob sie es seit/vor 1 Monat, 1 Jahr oder 1 Jahrzehnt sind/waren, werden immer auf ihre Ernährung und ihren Körper achten. Es ist nicht verkehrt, Sport zu treiben und sich ausgewogen zu ernähren, wie ich es gesagt habe. Auf seine Ernährung zu achten ist generell wichtig, ob essgestört oder nicht. Ich wollte ihr nur damit deutlich machen, dass es nichts bringt so wenig Kalorien zu sich zu nehmen 1 Woche lang o.ä. und dann wieder Essattacken zu bekommen, da dies dem Körper schadet. In Therapien gewöhnt man sich auch nach und nach wieder an ein geregeltes Essverhalten. Manche schlagen sogar Essenspläne etc. vor.

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