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Würdevolles sterben

31. Oktober 2005 um 20:46 Letzte Antwort: 29. November 2006 um 1:57

Ich befasse mich derzeit mit dem thema passive7aktive sterbehilfe. bin krankenschwester auf ner intensivstation und stets mit diesem thema konfrontiert. ich verfasse gerade etwas über "würdevolles sterben" was speziell die ärzte betreffen soll. oft erlebe ich es das die patienten gerettet werden bis zum geht nicht mehr. keine prognose aber dennoch wird alles getan.
wie definiert ihr für euch ein würdevolles sterben? was ist ethisch für euch nicht korrekt. ich freue mich über jede antwort bezgl diesen themas. ich will demnächst eine offizielle diskussionsrunde mit meinen pflege- und ärztekollegen eröffnen und brauche dazu eure hilfe. pflege und mediziner üben bei diesem thema oft einen kampf aus, da wir pflegekräfte oft nicht die entscheidung, jeamnden zu retten der keine gute prognose mehr hat, mit den ärzten teilen können. wir wollen das der mesnch würdevoll sterben kann und dies erlebe ich leider zu selten.

danke für eure antworten

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1. November 2005 um 4:11

Das ist ein sehr sensibles Thema...
Was möchtest du genau darüber wissen? Wie man zur Sterbehilfe steht, oder wie man würdevolles Sterben definiert? Also ich bin Buddhistin und sehe das aus dem Grund, mit der aktiven Sterbehilfe sehr zwigespalten. Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, dass jeder das Recht darauf hat, sein Ende selbst zu bestimmten. Problematisch wirds aber dann, wenn man es nicht mehr selbst ausdrücken und ausführen kann. Ich halte es für katastrophal, wenn andere Menschen damit reingezogen werden.

Ich habe mich gelegentlich schon gefragt, ob die Behandlung von Sterbenden nicht oft nur Geldmacherei ist. Sicher sollte immer alles mögliche getan werden, aber ich bin ganz Deiner Ansicht, wenn Du sagst, dass irgendwann der Punkt erreicht sein sollte, an dem man dem Menschen eben sterben lässt. Richtig schwierig wird das sicherlich, wenn Kinder betroffen sind. Ich kann mir vorstellen, dass die Eltern, bis es wirklich nicht mehr geht, kämpfen wollen und sicher auch müssen. Täten sie das nicht, würden sie es sich bestimmt ihr ganzes Leben lang vorwerfen. Das ist mehr als verständlich.

Wie sieht das eigentlich mit Patientenverfügungen aus? Sollen damit nicht unnötige lebenserhaltende Massnahmen verhindert werden?

Hmm... also ich fand, dass meine Mutter damals sehr würdevoll gestorben ist. Sie hatte Krebs und man konnte nichts mehr für sie tun. Als das klar war, hat sie jede Behandlung abgebrochen und nur noch Schmerztherapie gemacht. Wir wollten alle, dass sie daheim stirbt und so ist es dann auch gekommen. Sie lag im Kreise der Familie dort und ist wirklich einfach nur eingeschlafen. Ich kann mir vorstellen, dass es für sie so nicht so schwer war loszulassen... ich weiss nicht. Leider ist so ein "leichter" Tod nicht immer möglich, aber sicherlich jedem zu wünschen.

Meine Güte, heftiges Thema... dazu schwirren mir nun echt ne Menge Gedanken im Kopf rum, die ich gar nicht alle aufschreiben kann, weil das dann den Rahmen hier sprengen würde. Ich finde es aber gut, dass Du Dich, als Krankenschwester, damit auseinandersetzt und nicht abgestumpft bist. Ich wünsche Dir viel Kraft für Deine Arbeit und spannende Antworten für Deine Diskussionsrunde!

Liebe Grüsse

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2. November 2005 um 23:26

Grenzwerterfahrungen ( lang...)
ich bin in den letzten 7 jahren mit dem thema...tod und sterben.... oftmals konfrontiert worden. Angefangen hatte es mit meiner mutter, die die vernichtende diagnose...pankreaskarzinom im endstadium ...bekam. Der damalige onkologe machte uns doch allen ernstes noch hoffnungen, indem er eine neuartige chemotherapie vorschlug, die das leben um etliche jahren verlängern sollte. Gottlob bin ich mit den mrt-aufnahmen und dem befund zu einem sehr guten arzt gegangen und bat ihn um seine meinung. Er meinte... nehmen Sie Ihre Mutter aus dem Krankenhaus und bereiten Sie ihr noch ein paar schöne Wochen....in höchstens 3 wochen hat sies überstanden.....Das war bitter, aber ich nahm sie mit nach hause und schlug dem rest der familie vor, die chemotherapie einzustellen. Absolut heftig waren die letzten 3 tage, da sie unerträgliche schmerzen hatte, im wahrsten sinne des wortes die tapete von der wand kratzte und die höchstdosis an morphium erreicht war... was tun? das war eine echte grenzwerterfahrung... am liebsten hätte ich ihr ein zusätzliches morphinpflaster verabreicht, da sie mich auch darum bat......uns war allen klar, was das bedeutete...heute sage ich, dass mich mein vater davon abhielt, es zu tun, da er strenggläubig ist und meinte...wenn, dann soll der herrgott sie holen..... unglaublich, wie diese frau leiden musste, bis sie endlich ruhe hatte. Ich hätte nie, nie gedacht, dass ich einem menschen, den ich liebe, den tod wünschen könnte....hier war es so...
Auch in meinem beruf als physiotherapeutin, die u.a. pat. in altersheimen betreut, werde ich permanent mit dem sterben konfrontiert.
Hier muss ich allerdings sagen, dass ich es unmöglich finde, dass man teilweise einem sterbenden menschen noch nicht einmal flüssigkeitsinfusionen verabreicht...
diese menschen sterben oftmals qualvoll unter starkem fieber und extremen kopfschmerzen...diese massnahmen habe ich auch schon in krankenhäusern erlebt...das sind dann die augenblicke, wo ich , trotz meiner routine, nur noch heulen könnte......vor lauter wut und trauer.....

liebe grüsse
lovealot

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4. November 2005 um 17:00
In Antwort auf buddhanatur

Das ist ein sehr sensibles Thema...
Was möchtest du genau darüber wissen? Wie man zur Sterbehilfe steht, oder wie man würdevolles Sterben definiert? Also ich bin Buddhistin und sehe das aus dem Grund, mit der aktiven Sterbehilfe sehr zwigespalten. Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, dass jeder das Recht darauf hat, sein Ende selbst zu bestimmten. Problematisch wirds aber dann, wenn man es nicht mehr selbst ausdrücken und ausführen kann. Ich halte es für katastrophal, wenn andere Menschen damit reingezogen werden.

Ich habe mich gelegentlich schon gefragt, ob die Behandlung von Sterbenden nicht oft nur Geldmacherei ist. Sicher sollte immer alles mögliche getan werden, aber ich bin ganz Deiner Ansicht, wenn Du sagst, dass irgendwann der Punkt erreicht sein sollte, an dem man dem Menschen eben sterben lässt. Richtig schwierig wird das sicherlich, wenn Kinder betroffen sind. Ich kann mir vorstellen, dass die Eltern, bis es wirklich nicht mehr geht, kämpfen wollen und sicher auch müssen. Täten sie das nicht, würden sie es sich bestimmt ihr ganzes Leben lang vorwerfen. Das ist mehr als verständlich.

Wie sieht das eigentlich mit Patientenverfügungen aus? Sollen damit nicht unnötige lebenserhaltende Massnahmen verhindert werden?

Hmm... also ich fand, dass meine Mutter damals sehr würdevoll gestorben ist. Sie hatte Krebs und man konnte nichts mehr für sie tun. Als das klar war, hat sie jede Behandlung abgebrochen und nur noch Schmerztherapie gemacht. Wir wollten alle, dass sie daheim stirbt und so ist es dann auch gekommen. Sie lag im Kreise der Familie dort und ist wirklich einfach nur eingeschlafen. Ich kann mir vorstellen, dass es für sie so nicht so schwer war loszulassen... ich weiss nicht. Leider ist so ein "leichter" Tod nicht immer möglich, aber sicherlich jedem zu wünschen.

Meine Güte, heftiges Thema... dazu schwirren mir nun echt ne Menge Gedanken im Kopf rum, die ich gar nicht alle aufschreiben kann, weil das dann den Rahmen hier sprengen würde. Ich finde es aber gut, dass Du Dich, als Krankenschwester, damit auseinandersetzt und nicht abgestumpft bist. Ich wünsche Dir viel Kraft für Deine Arbeit und spannende Antworten für Deine Diskussionsrunde!

Liebe Grüsse

Ein Problem ist...
... dass Ärzte sich irren können. Meine alte Mutter war auf den Tod erkrankt und der Arzt sagte mir, sie hätte höchstens noch ein paar Tage zu leben. Ich habe dann Tag und Nacht in der Klinik verbracht, mit beten und hoffen. Sie hatte einen Blutsturz nach dem anderen und bat um die letzte Ölung. Danach ging es dann immer weiter bergauf und nach 4 Wochen wurde sie aus dem Krankenhaus entlassen. Das ist jetzt 16 Jahre her und so Gott es will feiert sie am 14.12. ihren 94. Geburtstag!
Ich bin sicher, wenn ich damals nicht Tag und Nacht im Krankenhaus gewesen wäre, hätte man die Bluttransfusionen früher eingestellt, denn niemand hat geglaubt, dass sie gesund werden kann.
Ein weiterer, wichtiger Punkt ist es, dass es viele Erbschleicher gibt, und darunter sind auch einige, die gerne ein bisschen nachhelfen würden, wenn sie wüssten, dass sie nicht erwischt werden! Die Gefahr, dass bei aktiver Sterbehilfe der eine oder andere Mord "durchrutschen" könnte, ist nicht von der Hand zu weisen und das sollte man in die Überlegungen mit einbeziehen.

Ich hoffe, dass mein Beitrag ebenfalls zum Nachdenken anregt! Liebe Grüße, Zirpsel

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30. November 2005 um 10:06

Wenn es doch so einfach wäre...
huhu kuecken,das du dieses thema hier ansprichst finde ich schon klasse,aber ich bin leider einer der menschen die so garnicht mit dem tod umgehen kann und mir fehlen die worte aber ich möchte es probieren!!als ich 24jahre alt war(vor 6jahren)da ist meine mama leider sehr qualvoll an krebs gestorben,jeden tag sass ich an ihrem bett (wir hatten sie auf den wunsch von ihr nach hause geholt)...sie wollte in ihren lichten momenten mehr als einmal ihre tablettenschachtel haben und sagte immer mit sehr schwerer stimme und letzter kraft sie möchte dieses schmerzen nicht mehr ertragen und es tat ihr soooo weh!!ich hätte es so gerne getan,aber es ging einfach nicht..ich habe sie so sehr geliebt aber helfen konnte ich ihr in dem moment nicht,und das fand ich so furchtbar!wenn es nur eine möglichkeit gegeben hätte ,wo ich es nicht sondern wer anders hätte tun können ich hätte diese möglichkeit genutzt..um sie zu erlösen..aber das nicht loslassen können ,ist einfach der eigene schmerz,den man nicht ertragen kann/will.und zu deinem thema,denke ich auch das die lebenserhaltenen massnahmen,viel zu oft an dem falschen menschen praktieziert werden..denn der opa einer freundin lag auch im sterben(auch krebs,endstadium/lunge/blut)und als er dann einen ertickungsanfall auf dem weg ins krankenhasu bekam ,wurde er reanimiert..das kann's doch nicht sein...er musste sich danach noch weitere 6tage im krankenhaus quälen..das hätte ihm erspart bleiben können!!also ich wünsche dir das du das erreichst was du dir vorgenommen hast!!liebe grüsse

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3. Dezember 2005 um 1:43
In Antwort auf uzma_12892130

Ein Problem ist...
... dass Ärzte sich irren können. Meine alte Mutter war auf den Tod erkrankt und der Arzt sagte mir, sie hätte höchstens noch ein paar Tage zu leben. Ich habe dann Tag und Nacht in der Klinik verbracht, mit beten und hoffen. Sie hatte einen Blutsturz nach dem anderen und bat um die letzte Ölung. Danach ging es dann immer weiter bergauf und nach 4 Wochen wurde sie aus dem Krankenhaus entlassen. Das ist jetzt 16 Jahre her und so Gott es will feiert sie am 14.12. ihren 94. Geburtstag!
Ich bin sicher, wenn ich damals nicht Tag und Nacht im Krankenhaus gewesen wäre, hätte man die Bluttransfusionen früher eingestellt, denn niemand hat geglaubt, dass sie gesund werden kann.
Ein weiterer, wichtiger Punkt ist es, dass es viele Erbschleicher gibt, und darunter sind auch einige, die gerne ein bisschen nachhelfen würden, wenn sie wüssten, dass sie nicht erwischt werden! Die Gefahr, dass bei aktiver Sterbehilfe der eine oder andere Mord "durchrutschen" könnte, ist nicht von der Hand zu weisen und das sollte man in die Überlegungen mit einbeziehen.

Ich hoffe, dass mein Beitrag ebenfalls zum Nachdenken anregt! Liebe Grüße, Zirpsel

Also...
das ist in der Tat ein sehr sensibles Thema.
Ich bin seit 5 Jahren Sanitäterin ehrenamtlich beim Roten Kreuz und weiß genau wovon du sprichst! Wie oft wurden wir schon gerufen zu einer Reanimation wo ich mir dachte, wozu?
Das waren jahrelang bettlägrige Schmerzpatienten! Soll ich die jetzt reanimieren, damit sie noch vielleicht 1 Woche auf Intensiv liegen und noch mal operiert werden?
Hätten sie es gewollt? Ich glaube nicht!
Für uns bei der Rettung ist es extrem schwierig weil wir ohne vorliegende Patientenverfügung reanimieren müssen.... Ich hatte schon Angehörige die mich von der Patientin wegzerren wollten.... (
Da fragt man sich auch, kann ich das ethisch für mich überhaupt noch vertreten diese alte Dame/Herren noch zu reanimieren!? Es ist so verdammt schwierig!!!!
Leider kann nur der Notarzt eine Reanimation abbrechen.....
Passive Sterbehilfe, also einfach nichts mehr tun, wäre in manchen Fällen wirklich angebracht, aber rechtlich leider und in Zukunft warscheinlich auch nicht zu vertreten.
Wann hört eigentlich Leben auf, ab wann hat ein Mensch das Recht auf Sterben, was passiert eigentlich mit der Seele bei einer Reanimation, ist es nicht das letzte was man für jemanden machen kann ihn gehen zu lassen, .........
Einfach nur ein paar Aspekte zum Nachdenken,.....
LG
Nina + zwergi inside 21.SSW

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6. Dezember 2005 um 18:38

Vergiss es!
Ich bin ebenfalls Krankenschwester und mich nervt es ( genau wie dich), dass die Menschen nicht sterben dürfen! Genau wie du sagst, keine Prognose, Pflegefall, uralt und trotzdem wird ALLES gemacht.Was mich extrem fertig gemacht hat ist, dass eine 40 jährige Frau sterben mußte, weil die Intensivstation keinen Platz hatte ( alles voller GOMAS) zum ko... Die Ärzte kannste vergessen, die haben nur Angst verklagt zu werden. Deutschland ist leider leider noch nicht so weit wie Holland oder England. Was denkste, wie oft ich mit den Ärzten gestritten habe, wie oft ich gebittelt und gebettelt habe, damit ein Krebspatient endlich eine höhere MO Dosis bekommt, damit er wenigstens nicht mit mega Schmerzen sterben muss. Mir tut dies extrem weh, denn ich bin der Meinung, dass ein Pflegefall bestimmt nicht so vor sich hin krepieren will.
Schade ist auch, dass die Ärzte nicht verstehen, dass der Tot zum Leben dazugehört und einfach der lauf des Lebens ist, wenn man stirbt.
Ich weiss, für Nichtmediziener hören sich meine Worte hart und abgebrüht an, aber wenn man jahrlang solches erwiges Sterben, Qualen, wird man einfach so und bekommt eine absolute Abneigung gegen die helden in Weiss, die wirklich wirklich jeden retten wollen. Ach ja, komischerweise wirdbei den Gomas alles gemacht, da kommt der Oberarzt sogar nachts, aber bei einem jungen Mensch nicht. Ich glaub ich bin im falschen Film!
Zum Glück denkt mein Mann genauso ( Ist auch Pfeger) und wir möchten Beide nicht so da liegen.Wenns mal soweit ist, dass einer ein Pflegefall iat oder ne schwere Krankheit hat, werden wir uns erlösen. Und ich danke Gott für die Gewissheit, dass ich nie so da liegen muss!

Wie gesagt, du stößt auf Granit, die Deutschen sind zu konservativ dafür. Nun mal noch ein Schlusswort: Gottmöchte das die Leute sterben, dann soll man dies akzeptieren und nicht noch alles verlängern! Amen

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16. Januar 2006 um 17:06

Kann ich zwar verstehen....
aber gerade hierbei gibt es keine einfachen Antworten.Ich arbeite seit etlichen Jahren in der Altenpflege und habe auch schon oft erlebt,daß Leute,die eigentlich eine Patientenverfügung vorliegen hatten,zum Schluß dann doch noch alles menschenmögliche getan haben wollten,weil man eben doch an diesem erbärmlichen bißchen Leben hängt.
Ich wünsche mir auch einen friedlichen und schmerzfreien Tod (wenns dann soweit ist ),aber ich könnte niemals aktiv nachhelfen.Verschiedene Dinge irgendwann einfach unterlassen,könnte ich jedoch schon.Zum Glück muß ich als Pflegekraft solche Entscheidungen nicht treffen,sondern Arzt und Angehörige.Außerdem arbeite ich mittlerweile in der Tagespflege und habe immer weniger direkt damit zu tun.

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16. Januar 2006 um 21:45

Re.Würdevolles Sterben
Ich habe auch bis vor 6 jahren als Nachtwache auf einer chirurgischen Station gearbeitet.Mein Entschluss,meinen Beruf an den Nagel zu hängen hatte viel mit genau diesem Thema zu tun.Ich konnte es einfach nicht mehr ertragen,Anordnungen der Ärzte auszuführen,von denen ich genau wussteas verlängert nur Qualen.Laut Statistik ist die Lebenserwartung immens gestiegen-aber um welchen Preis!?Da will ich doch lieber mit 60 tot umfallen,als mit 80 nur noch dahin zu vegetieren.Die internistischen Stationen der Krankenhäuser sind überbelegt mit alten,schwerkranken Menschen,die-auf Teufel komm raus- am Leben gehalten werden.Das hört sich jetzt zwar herzlos an,aber das ist auc ein finanzielles Problem.Unser Gesundheitssystem ist doch total marode und pleite.Junge Menschen brauchen auch Gute medizinische Versorgung,aber da hapert`s dann.Die große Frage ist docharf die Medizin was sie kann?Ich denke NEIN!

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7. November 2006 um 20:03

Auslandsbestattung - Urnen - Seebestattung !!!!!!
Ich habe leider keine Lösung für dieses Problem. Habe aber ein Mittel gefunden dem Tod ein wenig den Schrecken zu nehmen. Schau mal auf www.Ausland-Bestattung.de Viele Grüße enigma138

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29. November 2006 um 1:57

Würdevolles sterben
hallo,
bei uns ist es leider mittlerweile auch so gekommen. meine tante ist 86 jahre alt und hatte im august diesen jahres die zweite unterschenkelamputation (Arterienverkalkung). vor drei wochen hatte sie noch einen schweren schlaganfall und vegetiert jetzt vor sich hin.
ich verstehe ja, dass ein notartzt sein möglichstes tun muß, aber wo bitte, ist die zukunftsperspektive für den patienten??? 86 jahre, keine beine, schwerer hirnschaden, PEG-ernährung??
ich war die letzen wochen oft bei ihr und weiß, dass sie leidet, ebenso wie wir, die zusehen müssen. darf ein mensch nicht mehr sterben, nur weil die medizin "mehr" kann??
wo liegt die zukunft?? Keine Beine, aufgelegene wunden und nächtlanges stöhnen?? erkennt sie uns, fängt sie laut an zu weinen, es ist kaum auszuhalten. Ich bin momentan am ende und bete und hoffe, dass sie sterben darf- ich hätte das nie für möglich gehalten.
diese art der medizin fordert von patient und angehörigen sehr viel mehr, als ein friedvolles "Wegdämmern". Wofür soll so etwas gut sein?? Jedenfalls wenn für den patienten keinerlei hoffnung mehr besteht??

liebe grüße und viel kraft für alle betroffenen

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