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Wunsch auf ein normales Leben

22. Juli 2014 um 10:20

Liebe Community,

in diesem Forum wurden sicher alle Fragen schon mehr als 1x geklärt, dennoch stelle ich hier noch einmal meine persönlichen Fragen, die mich am endgültigen Gesunden der Magersucht abhalten. Vielleicht hat jemand Erbarmen und Lust, zu antworten - das wäre toll.

Ich will garnicht meine ganze Geschichte auflisten, ich komme auf den Punkt: ich muss zunehmen, um die 10 Kilo. Ich möchte es -bitte veruteilt mich nicht sofort- ohne Klinik schaffen. Ich habe mit Ernährungsberatern und einem Arzt mehrmals gesprochen und lasse mich auch wiegen. Ich bin also nicht ganz allein. Ich bin gewillt, gesund zu werden. In der Theorie ist mir alles mittlerweile klar: ich weiß welche Mengen ich zum Zunehmen bräuchte, habe sogar einen Essplan, für den Fall dass ichs allein nicht kann (aber ich kann mich einfach nciht dran halten - könnte ich es, wäre ich auch nicht essgestört schätze ich...). Und in meinem Kopf ist der Wille so so groß, ich sehe mich schon mit normalem Gewicht, sehe mich lachen... und glücklich sein. So, Theorie? Alles klar, MEHR als klar. Aber die Praxis? Die allergrößte Hürde. Ich lese wie verrückt die Threads, wo von Erfolgen erzählt wird, wo Mädels echt zugenommen haben und nahzu wieder mit beiden Beinen im Leben stehen. Da kommt in mir so viel Mut und Freude auf.. aber gleichzeitig ein großes Fragezeichen: wie konnte man es schaffen sein Essverhalten dermaßen zu ändern, dass die Zunahme gelang? Ich hab emich so an meine Ernärhung gewöhnt.. esse nie mehr als 1200 Kalorien am Tag. Ab da weigert sich mein Kopf, aber theoretisch reicht es mir auch. Oft habe ich allerdings vor allem die letzte Zeit noch Hunger/Appetit.. dann verkriech ich mich ins Bett, in der Hoffnung ich schlaf ein damit ich den Hunger nicht spüre. Es fühlt sich so verboten an zu essen, da ist ne dicke, fette Mauer ab der 1200 Grenze und ich verstehe nicht wieso! Vor 2-3 Jahren war die Grenze bei 1600... ich kann mir garnicht vorstellen wie ich damals an diese Zahl gekommen bin. Es war ein schleichender Prozess dass ich plötzlich die Hemmschwelle so niedrig gesetzt habe ohne es wirklich zu bemerken. Nun komme ich aus dem Schlamassel nicht mehr raus. Ich habe viele Jahre essgestört gegessen, knapp 8 Jahre. Ich kann doch nciht ernsthaft auch 8 Jahre brauchen um alles rückgängig zu machen? Wie war es bei euch möglich sich mit der hohen Kalorienzahl anzufreunden? Die Zunahme an sich ist nicht so schlimm, ich will ja Rundungen haben. Aber die Kalorienzahl.. ist sooo weit weg für mich und ein unerreichbares Ziel. Weil da einfach die Hemmung ist, der Teufel der Magersucht stellt sich ab 1200 Kalorien einfach ein und lässt nix mehr zu, ehrlich. Ich probiers jeden Tag und mittlerweile denk ich schon es muss ne Wunderpille geben damit ich die Hemmung ausschalte - aber das ist natürlich Schwachsinn....
Wo liegt die Lösung des Rätsels es mit den mehr Kalorien gegen den Willen des Teufels durchzusetzen und dauerhaft einzuhalten? Ich hoffe ihr haltet mich nicht für albern für dieMethaper des Teufels, aber es IST für mich der Teufel, denn die Magersucht ist für mich die HÖLLE.. und ich versteh nicht warum ich nicht den Mut, den Willen aufbringen kann, wie viele von euch - denn ich wünsche mir nichts mehr als zuzunehmen und gesund zu werden!

Hoffentlich bekomme ich eine hilfreiche Antwort... das wäre so schön. Ich bin gespannt. Danke fürs lesen! Und danke, dass hier geholfen wird!!!

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22. Juli 2014 um 15:11

So versuche ich es...
Hallo Lavendelblume90,
Ich hab seit ca. 1 Monat der Magersucht den Kampf angesagt und will es ebenfalls möglichst ohne Klinik schaffen! Ich habe oft so Momente an denen ich voller Tatendrang und positiver Energie stecke und überzeugt bin dass ich das alles schaffe, aber manchmal habe ich halt auch Tiefs in denen ich nicht mehr weiter weiß... Aber ich versuche mich dann abzulenken und so schnell wie möglich wieder in bessere Stimmung zu kommen.
Zu den Kalorien: ich habe in meiner schlimmsten Zeit ca. 800-1000 kcal pro Tag gegessen. Aber jetzt esse ich schon ca. 1800-2100kcal pro Tag. Ich bemühe mich aber keine Kalorien zu zählen. Anfangs habe ich auch nach dem Ernährungsplan der Ernährungsberatung gegessen oder es möglichst versucht, allerdings hat mir der Plan wenig Freiraum gelassen und mich sofort aus der Bahn geschmissen, wenn ich mal nicht so essen konnte wie es da stand (z.B. bei verwandten etc.). Deswegen habe ich den plan auch ziemlich bald verworfen und für mich was gefunden, was mir echt hilft: die aid-ernährungpyramide! Sie zeigt wie man sich bedarfsdeckend ernährt und so ein gesundes Normalgewicht halten kann. Dafür gibt es sogar ne APP! Ich esse jetzt täglich mit dem Ziel die "Pyramiden-Vorschriften " zu erfüllen, anfangs war es noch nicht so möglich aber mittlerweile geht es schon ziemlich gut. Ich nehme auch zu, in einem tempo das für mich psychisch noch akzeptabel ist. Zu meiner Motivation sage ich mir jedes mal wenn ich die Pyramide voll habe, dass ich meinem Körper endlich das gebe was er braucht und dass ich ihm das schuldig bin. Zeitweise hatte ich damit Probleme, dass starke Hungergefühle gekommen sind, was eine normale Reaktion des Körpers ist. Dagegen mache ich mir jetzt jeden morgen eine feste portion Rohkost und die esse ich über den Tag verteilt, wann immer so eine hungerphase droht. Nebenbei habe ich mit Yoga und Pilates begonnen, weil das nicht das zunehmen behindert, aber ich merke dass es mir gut tut, und ich mich wohler bei der Zunahme fühle.
Ich würde dir zusätzlich raten eine ambulante Therapie zu machen (habe auch eine in Aussicht). Es soll ja wirklich zusätzlich helfen...
Ganz viel Glück beim kämpfen und nicht aufgeben!!

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22. Juli 2014 um 15:17

Hallo Lavendelblume,
beim Essen von mehr als 1200 Kcal stößt du gegen eine sehr starke innere Blockade, die es zu überwinden gilt, da das Halten des Gewichts mit einer niedrigen Kalorienzahl im Hungerstoffwechsel zu schweren körperlichen Schäden führen wird. Es ist nur eine Frage der Zeit. Dieser inneren Blockade liegen psychische Ursachen zugrunde. Ernährungsberater und normale Hausärzte werden dir daher nicht ausreichend helfen können. Du benötigst eine psychologische Hilfestellung, wenn du nicht in die Klinik gehen willst, dann in Form einer ambulanten Psychotherapie.Ziel der Therapie wird es sein, die innere Blockade zu lösen, damit dir dann eine langsame Gewichtszunahme gelingt.

LG Nus

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23. Juli 2014 um 15:37
In Antwort auf debbi_11900343

So versuche ich es...
Hallo Lavendelblume90,
Ich hab seit ca. 1 Monat der Magersucht den Kampf angesagt und will es ebenfalls möglichst ohne Klinik schaffen! Ich habe oft so Momente an denen ich voller Tatendrang und positiver Energie stecke und überzeugt bin dass ich das alles schaffe, aber manchmal habe ich halt auch Tiefs in denen ich nicht mehr weiter weiß... Aber ich versuche mich dann abzulenken und so schnell wie möglich wieder in bessere Stimmung zu kommen.
Zu den Kalorien: ich habe in meiner schlimmsten Zeit ca. 800-1000 kcal pro Tag gegessen. Aber jetzt esse ich schon ca. 1800-2100kcal pro Tag. Ich bemühe mich aber keine Kalorien zu zählen. Anfangs habe ich auch nach dem Ernährungsplan der Ernährungsberatung gegessen oder es möglichst versucht, allerdings hat mir der Plan wenig Freiraum gelassen und mich sofort aus der Bahn geschmissen, wenn ich mal nicht so essen konnte wie es da stand (z.B. bei verwandten etc.). Deswegen habe ich den plan auch ziemlich bald verworfen und für mich was gefunden, was mir echt hilft: die aid-ernährungpyramide! Sie zeigt wie man sich bedarfsdeckend ernährt und so ein gesundes Normalgewicht halten kann. Dafür gibt es sogar ne APP! Ich esse jetzt täglich mit dem Ziel die "Pyramiden-Vorschriften " zu erfüllen, anfangs war es noch nicht so möglich aber mittlerweile geht es schon ziemlich gut. Ich nehme auch zu, in einem tempo das für mich psychisch noch akzeptabel ist. Zu meiner Motivation sage ich mir jedes mal wenn ich die Pyramide voll habe, dass ich meinem Körper endlich das gebe was er braucht und dass ich ihm das schuldig bin. Zeitweise hatte ich damit Probleme, dass starke Hungergefühle gekommen sind, was eine normale Reaktion des Körpers ist. Dagegen mache ich mir jetzt jeden morgen eine feste portion Rohkost und die esse ich über den Tag verteilt, wann immer so eine hungerphase droht. Nebenbei habe ich mit Yoga und Pilates begonnen, weil das nicht das zunehmen behindert, aber ich merke dass es mir gut tut, und ich mich wohler bei der Zunahme fühle.
Ich würde dir zusätzlich raten eine ambulante Therapie zu machen (habe auch eine in Aussicht). Es soll ja wirklich zusätzlich helfen...
Ganz viel Glück beim kämpfen und nicht aufgeben!!

Danke für die Tipps!
Schön (wieder) eine Mitstreiterin zu haben Ja mir gehts genauso: an manchen Tagen bin ich die personifizierte Motivation- umso tiefer falle ich an darauffolgenden Tagen. Und von den Kalorienzahlen will ich gern wegkommen. .aber den Plan (der nämlich nur Mengen und keine Zahlen enthält) krieg ich ja nicht hin. Das mit der Ernährungspyramide hilft dir wirklich? Interessant.. ich dachte immer mit Plänen oder so apps landet es im Endeffekt doch wieder nur in Kontrolle.. aber du scheinst mich eines besseren zu belehren- ich kann mir die app ja mal ansehen! Danke!
Wofür ich mich auch bedanken will ist dein Tipp bzw deine Schilderung das du dir schon bei Rohkost morgens deine Tagesration fertig machst und dann einteilst. Ich hab das direkt heute umgesetzt- allerdings mit Brot/Brötchen und anderen Kleinigkeiten. Habe mir also schon heute morgen ungefähr ausgerechnet was ich alles darf/soll und das hat mich tatsächlich entlastet... ich hatte so meine Sachen/LM und sobald ich immer heute Hunger verspürte griff ich drauf zurück. War wirklich dann nicht mehr das Gedankenchaos "Oh nein Appetit- was ess ich nur? Worauf hab ich Lust? Wieviel Kalorien?"
Danke dafür- ich wünsche mir sehr das es jetzt täglich vorwärts geht!

Alles gute für dich weitehin! <3

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23. Juli 2014 um 17:18
In Antwort auf lavendelblume90

Danke für die Tipps!
Schön (wieder) eine Mitstreiterin zu haben Ja mir gehts genauso: an manchen Tagen bin ich die personifizierte Motivation- umso tiefer falle ich an darauffolgenden Tagen. Und von den Kalorienzahlen will ich gern wegkommen. .aber den Plan (der nämlich nur Mengen und keine Zahlen enthält) krieg ich ja nicht hin. Das mit der Ernährungspyramide hilft dir wirklich? Interessant.. ich dachte immer mit Plänen oder so apps landet es im Endeffekt doch wieder nur in Kontrolle.. aber du scheinst mich eines besseren zu belehren- ich kann mir die app ja mal ansehen! Danke!
Wofür ich mich auch bedanken will ist dein Tipp bzw deine Schilderung das du dir schon bei Rohkost morgens deine Tagesration fertig machst und dann einteilst. Ich hab das direkt heute umgesetzt- allerdings mit Brot/Brötchen und anderen Kleinigkeiten. Habe mir also schon heute morgen ungefähr ausgerechnet was ich alles darf/soll und das hat mich tatsächlich entlastet... ich hatte so meine Sachen/LM und sobald ich immer heute Hunger verspürte griff ich drauf zurück. War wirklich dann nicht mehr das Gedankenchaos "Oh nein Appetit- was ess ich nur? Worauf hab ich Lust? Wieviel Kalorien?"
Danke dafür- ich wünsche mir sehr das es jetzt täglich vorwärts geht!

Alles gute für dich weitehin! <3


Freut mich, dass ich dir die Tipps gefallen
Also um das zu erklären: die APP ist schon eine gewisse Form von Kontrolle, aber in meinem Fall hilft sie mir vom kalorienzählen wegzukommen. Vor allem glaube ich, dass man den Kontrollzwang der Magersucht zu Hungern am besten aufs essen über tragen sollte: also die Kontrolle dazu zu nutzen genug zu essen!
Ich finds übrigens echt bewundernswert dass du Brötchen und so in die tagesbox gepackt hast, dass habe ich bis jetzt noch nicht geschafft. Aber echt cool, freut mich richtig für dich!!
Liebe Grüße

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23. Juli 2014 um 19:30

Mal eine kurze Frage
die mir so in den Sinn gekommen ist, beim Lesen dieses Threads: Wieso weigert ihr euch so gegen eine Therapie? Ich finde es interessant, dass ihr euch sozusagen eine Selbst-Therapie verpasst.
Ich finde das keinesfalls negativ, weil ich auch zu denjenigen gehöre, die es ohne Beratung schaffen wollen.
Ich finde auch nicht unbedingt, dass so etwas unmöglich ist, wenn man wirklich einen starken Willen hat.

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