Home / Forum / Fit & Gesund / Wollte mich mal wieder melden !

Wollte mich mal wieder melden !

28. Oktober 2013 um 23:44

Hallo,liebes Forum.Ich wollte mich auch endlich einmal wieder melden.
Es kommt mir irre lange her vor,als ich hier zuletzt geschrieben habe,dabei war das erst vor 2-3 Monaten.

Also.Ich kann euch Gutes,wie Negatives erzählen.
Ich kämpfe jeden Tag hart,doch mittlerweile wird der Kampf weniger.
Ich habe es ab und an geschafft,nur noch alle zwei Morgende auf die Waage zu gehen.
Und ich esse jeden Morgen,mittag und abend etwas,habe ("nur") noch einen Hungertag in der Woche.Ich weiß,der muss noch weg,aber ich lasse mir da Zeit.Ich will mich nicht überfordern und es nicht überstürzen.Außerdem halte ich mein Gewicht mittlerweile einigermaßen konstant.
Ich habe jetzt das gleiche Gewicht,was ich damals mit 14 vor meiner Essstörung hatte.Es liegt im Normalgewichtsbereich.Aber nach wie vor,kann ich mich nicht gut damit abfinden.Aber ich weiß,dass meine Gesundheit nun einmal wichtig ist,deswegen versuche ich es zumindest.
Ich habe auf dem Weg in ein normales Essverhalten noch 2-3 Kilogramm abgenommen und habe mein Ausgangsgewicht damit erreicht,obwohl ich noch ab-und-an einen gewissen Fressdrang verspüre,den ich mittlerweile aber etwas mehr unter Kontrolle habe(außer,wenn ich meine Menstruation habe,manchmal,dann "gönne" ich mir manchmal noch das ein oder andere).

Ich freue mich,dass die Fesseln der Krankheit mich langsam weniger umschlingen.

Doch leider muss ich euch auch erzählen,dass ich immer noch etwas meine mahlzeiten durchplane.Ich kann normale Mengen kaum einschätzen.Deswegen überspringe ich grob im Kopf die Kalorien.Versuche aber auf genügend Kalorien zu kommen,was mir manchmal nicht leicht fällt.
Andererseits freue ich mich auch wieder etwas auf das Essen und könnte es mir kaum wieder ohne vorstellen.
Mein Körper hat noch an den Folgen meiner Essstörung zu knabbern und ich weiß,dass ich ihn mit jedem Hungertag in meiner Genesungsphase wieder deutlich zurückwerfe.
Doch ich höre erst damit auf,wenn ich das Gefühl habe,dass die Zeit dafür gekommen ist.

Nach,wie vor ist allerdings "Kurzfristigkeit" für mich ein Fremdwort.Ich habe immer alles durchgeplant und auch noch einen gewissen Drang nach joggen,ausdauersport und Kraftsport etc.

Ich weiß nicht,ob das jemand kennt.Doch ich muss immer genau das essen,was ich geplant habe.Ich kreiere mir gerichte,die ich gerne mag und kann nichts anderes essen,was ich nur mittelmäßig mag,weil mir das dann überflüssig vorkommt.
Das heißt,ich verbringe die meiste Zeit am liebsten zu Hause,weil ich da am allerbesten meinen Wünschen und Essensvorstellungen nachkommen kann.
Klar,mein Freund findet es doof,dass ich nicht auch mal zu ihm komme.Aber ich kann mich nicht leicht anderen Essensgewohnheiten/Mahlzeiten anpassen.
Vielleicht kennt das ja jemand!

Insgesamt kann ich euch aber dennoch mitteilen,dass es mir wieder ganz gut geht.Es gibt immer wieder aussichtslose Momente,in denen ich denke,ich könne die Krankeit nie loslassen.Aber dann gibt es auch wieder Momente,in denen ich mir denke,nur nicht aufhören zu kämpfen.

Wie geht es euch denn?

LG,EisblumexXx


Mehr lesen

30. Oktober 2013 um 15:13

Hallo Eisblume,


du fragst, wie es den anderen geht, und niemand antwortet dir. Darum will ich dir mal von Dagny erzählen, damit du erfährst, wie es zumindest einer Leidensgenossin geht.

Dagny leidet an restriktiver Anorexie. Sie will wieder gesund werden und hat vor etwa 5 Wochen begonnen, 1800 Kcal zu essen, die Menge inzwischen auf 1950 Kcal gesteigert. Es ist für sie ein täglicher Kampf, dieses Ziel zu erreichen. Da ihr Hunger- und Sättigungsgefühl noch gestört ist, muss sie sich zeitweise auch ohne Appetit einfach zum Essen zwingen. Die Angst vor der nächsten runden Zahl auf der Waage ist noch groß. Dagny leidet an Stimmungsschwankungen, Perfektionismus und einem zu geringen Selbstwertgefühl. Sie weiß, dass sie an diesen seelischen Baustellen arbeiten muss, um wieder richtig gesund zu werden. Es kostet sie viel Überwindung, über ihre Verletzungen, Konflikte und Probleme zu sprechen. Es ist für sie eine tägliche Herausforderung, ihr Verhalten im Alltag zu ändern. Ihr Leben ist ein einziger Kampf. Trotzdem ist sie bereit, nicht aufzugeben und um eine glückliche Zukunft zu kämpfen.

LG Nus

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

30. Oktober 2013 um 16:10
In Antwort auf nus1951

Hallo Eisblume,


du fragst, wie es den anderen geht, und niemand antwortet dir. Darum will ich dir mal von Dagny erzählen, damit du erfährst, wie es zumindest einer Leidensgenossin geht.

Dagny leidet an restriktiver Anorexie. Sie will wieder gesund werden und hat vor etwa 5 Wochen begonnen, 1800 Kcal zu essen, die Menge inzwischen auf 1950 Kcal gesteigert. Es ist für sie ein täglicher Kampf, dieses Ziel zu erreichen. Da ihr Hunger- und Sättigungsgefühl noch gestört ist, muss sie sich zeitweise auch ohne Appetit einfach zum Essen zwingen. Die Angst vor der nächsten runden Zahl auf der Waage ist noch groß. Dagny leidet an Stimmungsschwankungen, Perfektionismus und einem zu geringen Selbstwertgefühl. Sie weiß, dass sie an diesen seelischen Baustellen arbeiten muss, um wieder richtig gesund zu werden. Es kostet sie viel Überwindung, über ihre Verletzungen, Konflikte und Probleme zu sprechen. Es ist für sie eine tägliche Herausforderung, ihr Verhalten im Alltag zu ändern. Ihr Leben ist ein einziger Kampf. Trotzdem ist sie bereit, nicht aufzugeben und um eine glückliche Zukunft zu kämpfen.

LG Nus

Hey
Vielen Dank für deine Antwort.
Ich freue mich wirklich darüber,auch,wenn ich eigentlich nicht viele Antworten erwartet hatte.
Die Leute hier,sind mit sich selbst geung beschäftigt und haben genug zu kämpfen,das weiß ich.
Und wenn jemand hier schreibt,wie schlecht es ihm geht,oder wie der Klinikaufenthalt war,dann ist das natürlich wichtiger,als mein derzeitiges Befinden,das sehe ich sofort ein.
Ich weiß ja,wie es mir damals in meiner schwer akuten Phase ging und ich habe einfach jede Hilfe gebraucht.

Ich wollte mit meinem Beitrag hier eigentlich auch hauptsächliche andere ermutigen,die noch wissen,wie schlecht es mir damals ging,dass es sich lohnt zu kämpfen.
Ich dachte nämlich damals,ich würde es niemals schaffen und habe die anderen immer gefragt,wie mann denn jemals "gesunder" werden könne.

Vielleicht kann ich hiermit ja den ein oder anderen erreichen oder ihm Mut machen und dass ihm mein Beitrag helfen kann.

Ich schreibe ja nun ohnehin seltener im Forum und wenn dann,werde ich es versuchen,um anderen Hilfestellung zu geben oder falls ich einmal wieder akutere Probleme haben sollte.

Ansonsten finde ich es absolut richtig,dass sich hier zunächst einmal in erster Linie um diejenigen gekümmert wird,deren Zustand momentan sehr ernst ist.
Damals habe ich jede Antwort und Hilfe gebraucht.
Heute brauchen andere sie vielleicht viel mehr!
Viel mehr,bin ich daran interssiert,dass sich andere an mich wenden können,die noch sehr viel auf Hilfe angewiesen sind,wie ich es damals war.
Ich weiß,dass man hier im Notfall auf alle zählen kann und darüber bin ich verdammt dankbar.
Viele hier im Forum haben mir sehr geholfen und zu dem Weg zu meiner Genesung beigetragen.
Ich habe diesen Weg dazu nun gefunden und ich hoffe,dass er mir erhalten bleibt.
Und ich danke allen aus diesem Forum dafür,die mir bis hierhin beigestanden haben!

Ich weiß,dass hört sich alles so lange her an.
Doch noch vor ein paar Monaten habe ich sehr verzweifelt hier im Forum gepostet.
Ich bin noch immer nicht gesund,das weiß ich.
Aber ich kann kämpfen und das ist mit extrem viel wert!

Lg,EisblumexXx

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Diskussionen dieses Nutzers
Lust auf mehr Farbe in deinem Leben?
wallpaper