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Wissen Alkoholiker dass sie krank sind?

26. November 2010 um 13:08 Letzte Antwort: 28. November 2010 um 18:48

Hey!

Eine wichtige Frage:

Ein Mensch der jeden Tag sehr viel trinkt, agressiv wird und unter wahnsinnigen Schlafstörungen leidet, wenn er nicht trinkt, ist ein Alkoholiker oder?

Was ist aber, wenn er nicht zugibt, dass er ein problem hat und von außen total glücklich ist?
ist das so wie bei Magersüchtigen, die echt nicht Wissen, dass sie krank sind ( anfangs zumindest), oder ist das bei den Alkoholsucht nur eine show, die sie alle spielen, aber genau wissen, dass sie schon ein Problem haben?

bitte um antwort

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27. November 2010 um 2:24

Alkoholkrank
Es ist unwahrscheinlich, dass dieser Mensch sich dessen grundsätzlich bewusst ist.
Es muss auch noch keine akute Abhängigkeit sein, in jedem Fall ist er aber gefährdet.

Trinkt er, um Stress abzubauen? Dann ist sein Verhalten (agressiv, unruhig) eventuell eher seiner Situation geschuldet, dann sollte man da ansetzen. Potential für psychische Abhängigkeit, da der Alkohol ja scheinbar ein Problemlöser ist.

Wenn er noch "den Glücklichen" spielen kann, ist er möglicherweise nicht schwer alkoholkrank, aber wahrscheinlich auf dem besten Weg dahin.

Wenn er jedoch im Rausch keine Grenze mehr kennt und weiter trinkt, obwohl er genug hat, dann ist er alkoholkrank, auch wenn er sich dahinter versteckt, auch mal "ohne" auszukommen. Gleiches kann man annehmen, wenn er auch tagsüber trinkt, um "den Spiegel" zu halten.

Ein Tipp: Nenne ihn nicht Alkoholiker, benutze eher den Begriff alkoholkrank. "Alkoholiker" stempelt ab und mindert die Bereitschaft, mit einem Arzt zu sprechen. Alkoholkrank zu sein bedeutet, dass der Körper unter dem Konsum leidet (Mangelerscheinungen, etc.), da ist die Bereitschaft, zum Arzt zu gehen, größer.

Und damit bessern sich hoffentlich auch Deine Chancen, ihn zu erreichen. Alles Gute dafür.

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27. November 2010 um 9:15

Ja denk schon....
wer merkt denn schon selber, dass er ein suchtproblem hat? die wenigsten, nehme ich an...

das wird immer abegtan mit irgendwelchen ausreden, mit denen sie sich selber belügen.... zb "nein, ich kann jederzeit aufhören", "ich kann nicht schlafen, weil ich zuviel kaffee hatte" etc...

glaube, dass das problem bei alkoholsüchtigen is, dass es sozial nicht so "anerkannt" ist, wie etwa Magersucht.

Alkoholikern tritt man meistens mit einer ganz anderen, nämlich ich würde fast sagen einer abwertenden einstellung gegenüber, während man bei magersüchtigen immer irgendwie mitleidig gegenüber tritt. (oder kommt nur mir das so vor?)

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28. November 2010 um 18:48
In Antwort auf joep_12895841

Alkoholkrank
Es ist unwahrscheinlich, dass dieser Mensch sich dessen grundsätzlich bewusst ist.
Es muss auch noch keine akute Abhängigkeit sein, in jedem Fall ist er aber gefährdet.

Trinkt er, um Stress abzubauen? Dann ist sein Verhalten (agressiv, unruhig) eventuell eher seiner Situation geschuldet, dann sollte man da ansetzen. Potential für psychische Abhängigkeit, da der Alkohol ja scheinbar ein Problemlöser ist.

Wenn er noch "den Glücklichen" spielen kann, ist er möglicherweise nicht schwer alkoholkrank, aber wahrscheinlich auf dem besten Weg dahin.

Wenn er jedoch im Rausch keine Grenze mehr kennt und weiter trinkt, obwohl er genug hat, dann ist er alkoholkrank, auch wenn er sich dahinter versteckt, auch mal "ohne" auszukommen. Gleiches kann man annehmen, wenn er auch tagsüber trinkt, um "den Spiegel" zu halten.

Ein Tipp: Nenne ihn nicht Alkoholiker, benutze eher den Begriff alkoholkrank. "Alkoholiker" stempelt ab und mindert die Bereitschaft, mit einem Arzt zu sprechen. Alkoholkrank zu sein bedeutet, dass der Körper unter dem Konsum leidet (Mangelerscheinungen, etc.), da ist die Bereitschaft, zum Arzt zu gehen, größer.

Und damit bessern sich hoffentlich auch Deine Chancen, ihn zu erreichen. Alles Gute dafür.

DANKE für die Antworten
Erstmal bin ich damit einverstanden, dass man Magersüchtige natürlich eher bemitleidet wie einen Alkoholiker. Aber das verstehe ich auch irgendwie...sie sehen so hilflos aus...)=

Dieses " auf dem besten Weg dorthin"...passt meiner Meinung nicht so ganz.
Um diesen Mensch um den es sich dreht, trinkt schon über 30 Jahren viel...aber
er kennt seine Grenzen, d.h er ist niemals SOOO betrunken, dass er nicht mehr laufen kann oder,,
meiner Meinung nach, ist er schon einiges gewöhnt.
Er triknt auch Tagsüber nicht und ist auch noch in seinem Beruf erfolgreich, aber JEDEN abend ist es das gleiche: Anschuldigungen, Verwirrtheit, manchmal Aggresivität...
Es sind wie 2 verschiedene Menschen...das verwirrt mich um so mehr )=

Was ist denn das für einen Zustand jetzt?
Kann es nach so vielen Jahren regelmäßigem Trinken noch anders werden?
Meine Hoffnungen hab ich aufgegeben,

Vielen Dank trotzdem für weitere Kommentare

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