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Will endlich aus der Bulimie raus

25. Februar 2013 um 21:45

Hallo. Bin 19 Jahre und leide seit ca. 4 Jahren an Bulimie. Die letzten Monate wurde es immer schlimmer. Habe täglich FA. Ich hab da noch nie mit jmd drüber geredet. Meine Familie und Freunde sind völlig ahnungslos.
Ich merke das es mir damit immer schlechter geht und will es endlich schaffen ohne die ES zu leben. Gibt es vielleicht jmd der es geschafft hat oder dem es ähnlich geht? Muss da mit jemandem drüber reden.
Liebe Grüße

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27. Februar 2013 um 14:27

Du machst mich echt wütend,
nein warte, eigentlich tust du mir leid !!!
Bin der Meinung, das ist das falsche Forum für dich , andere Menschen scheinen dir völlig egal zu sein. Glaube,du brauchst dringend therapheutische Hilfe und Betreuung !

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27. Februar 2013 um 19:04

Krass
Dass der net mitbekommen hat das qas net stiimmt was istvdas fuern freund

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27. Februar 2013 um 22:51

Bulimie besiegt
Hi,
Ich litt fast 11jahre an esstörungen wie zb auch Bulimie, dazwischen Diäten, Heilfasten u dann wieder wochenlanges binge eating.
Mein niedrigstes Gewicht war 51kg, das höchste war mal kurzzeitig 80kg bei einer größe von 1.69m.
Im schnitt wog ich die meiste zeit so wie jetzt, 62kg. Das Gewicht halte ich jetzt ohne zuzunehmen.

Also, Bulimie war bei mir wie gesagt ein großes Thema, habe es aber immer eher phasenweise gemacht, das kotzen. Wochenlang jeden Tag, dann wieder ein paar Monate nicht. Total eskaliert ist es in einem all in clusiv Urlaub, da habe ich frühs normal gegessen u Mittag u Abends dann total gefressen, geko....u dann gleich wieder ans Buffet u wieder geko ....
Und im Alltag dann auch geplante fresseinkäufe...das aber auch schon davor..
Ich wollte einfach immer dünn sein. Naja.
U das essen u danach kot...hat mir geholfen die Kontrolle zu bewahren.
Hatte auch lange diätphasen u auch Heilfasten, mehrmals 20tage nur Tee...

Heute bin ich clean. Esse alles was ich will.
Halte mein Gewicht.
Dünn sein wird immer ein Thema sein. Aber damit muss man leben. U schlank bin ich ja. 62kg wie gesagt ...

Und jetzt erzähle ich wie ichs geschafft habe.
Es war ein Prozess, der sich nach u nach entwickelt hat.
Ich habe keine Therapie gemacht, rate davon aber auch nicht ab.
Es gab auch keinen festen Tag, wo ich gesagt habe, "jetzt nichtmehr ". Nein.
Ich habe mich nichtmehr verurteilt, es zugelassen dass es so ist. U festgestellt, dass ich mittendrin war, weil ich mich so dermaßen darauf konzentriert habe. Die ES war ein rießen teil meines Tages. U wenn man es erstmal angenommen hat, muss man schauen, was man mir der ES überhaupt unterdrückt. Denn das ist ein großer Punkt. Hungern u kotzen u übermäßiges essen ist Kompensation! !! (Traumtas, Langeweile im leben-hört sich komisch an, aber man identifiziert sich damit irgendwann, es gehört zum Alltag u man weis garnicht mehr, wie es
ohne ist)
Was fehlt mir als Person im leben? Warum will ich dünn sein?(mangelndes selbstbewusstsein? Will ich "verschwinden"? Schönheitsideale?)
Was empfinde ich beim fressen u kotzen (Kontrolle, durchs kotzen, Kontrolle übers leben, mich lebendig fühlen...oh ja.)

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27. Februar 2013 um 23:26
In Antwort auf mariella2512

Bulimie besiegt
Hi,
Ich litt fast 11jahre an esstörungen wie zb auch Bulimie, dazwischen Diäten, Heilfasten u dann wieder wochenlanges binge eating.
Mein niedrigstes Gewicht war 51kg, das höchste war mal kurzzeitig 80kg bei einer größe von 1.69m.
Im schnitt wog ich die meiste zeit so wie jetzt, 62kg. Das Gewicht halte ich jetzt ohne zuzunehmen.

Also, Bulimie war bei mir wie gesagt ein großes Thema, habe es aber immer eher phasenweise gemacht, das kotzen. Wochenlang jeden Tag, dann wieder ein paar Monate nicht. Total eskaliert ist es in einem all in clusiv Urlaub, da habe ich frühs normal gegessen u Mittag u Abends dann total gefressen, geko....u dann gleich wieder ans Buffet u wieder geko ....
Und im Alltag dann auch geplante fresseinkäufe...das aber auch schon davor..
Ich wollte einfach immer dünn sein. Naja.
U das essen u danach kot...hat mir geholfen die Kontrolle zu bewahren.
Hatte auch lange diätphasen u auch Heilfasten, mehrmals 20tage nur Tee...

Heute bin ich clean. Esse alles was ich will.
Halte mein Gewicht.
Dünn sein wird immer ein Thema sein. Aber damit muss man leben. U schlank bin ich ja. 62kg wie gesagt ...

Und jetzt erzähle ich wie ichs geschafft habe.
Es war ein Prozess, der sich nach u nach entwickelt hat.
Ich habe keine Therapie gemacht, rate davon aber auch nicht ab.
Es gab auch keinen festen Tag, wo ich gesagt habe, "jetzt nichtmehr ". Nein.
Ich habe mich nichtmehr verurteilt, es zugelassen dass es so ist. U festgestellt, dass ich mittendrin war, weil ich mich so dermaßen darauf konzentriert habe. Die ES war ein rießen teil meines Tages. U wenn man es erstmal angenommen hat, muss man schauen, was man mir der ES überhaupt unterdrückt. Denn das ist ein großer Punkt. Hungern u kotzen u übermäßiges essen ist Kompensation! !! (Traumtas, Langeweile im leben-hört sich komisch an, aber man identifiziert sich damit irgendwann, es gehört zum Alltag u man weis garnicht mehr, wie es
ohne ist)
Was fehlt mir als Person im leben? Warum will ich dünn sein?(mangelndes selbstbewusstsein? Will ich "verschwinden"? Schönheitsideale?)
Was empfinde ich beim fressen u kotzen (Kontrolle, durchs kotzen, Kontrolle übers leben, mich lebendig fühlen...oh ja.)

Jetzt gehts weiter
Also. Bei mir war es dann so,
-keine traumatas

Sondern der Wunsch immer dünn zu sein, kam durch meine 1. Diät aus Neugierde. Ich war nie dick aber mit ein paar Kilos weniger sah halt alles geiler an mir aus. Das wars!

Damit hab ich dann alles losgetreten.
habe dann wie gesagt gehungert, gefressen, gekotzt, wieder gehungert.
Bei mir ging es schlicht u ergreifend darum, Kontrolle zu haben u dann kam noch die Routine dazu über die Jahre.
Doch der Körper ist nicht dumm.
Hungerst du, bekommst du iwann FAs....der körper braucht nahrung u dann kommt der Kopf u sagt: kotz doch einfach...dann ist der Kopf wieder mal stark u du hungerst ne weile u dann kommt wieder der Körper mit FAs usw. Eine rießen Spirale ...
U ihr fragt oft im Forum "wieso bekomme ich FAs.."

So, hat man erstmal wie gesagt erkannt, dass man nicht gegen den Körper arbeiten kann, sondern MIT ihm, ist die erste Hürde gepackt.
Das heißt nun, versuchen immer mehr auf den Körper zu hören u gleichzeitig die rießen Aufmerksamkeit für die ES von ihr abzuziehen. Denn wir wissen ja, alles worauf ich Aufmerksamkeit richte, vergrößert sich

Also 1. Versuchen "normal zu essen", soweit es geht. Keine kalos zählen, essen wenn man Hunger hat, wenn man satt ist aufhören!!!!
Kommt es ab u zu zu FAs mit oder ohne kotzen, es akzeptiern u nicht verurteilen.
Auf den Körper hören

2.Aufmerksamkeit abziehen von der ES u das leben sinnvoll gestalten. Sich mit Ausbildung, schule, Freunde beschäftigen. Hobbys, gerne auch Sport etc.

Es geht nicht darum, von alles in ner woche zu schaffen, das ist ein schleichender Prozess. Es fällt einem dann hinterher immer mehr auf, "ich beschäftige mich damit kaum noch? Hm witzig"

Und ganz wichtig, den Körper akzeptieren. Ich weis es fällt schwer, aber man kann es schaffen. Außerdem, man kann zb. Sport machen zum optimieren der Figur, sich toll pflegen, schauen welche Klamotten die Figur hervorheben, den Typ verändern mit einer tollen haarfarbe etc. Das heißt sich selbst kennen lernen, sich neu erfinden und sich selbst lieben lernen.

Mir hat es geholfen. Natürlich kann ich euch jetzt nicht sofort überzeugen, ihr müsst es selbst wollen, aber probiert es.

:*

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27. Februar 2013 um 23:47

Hi gina
Danke erstmal.
Du schaffst das auch!!!
-Verdauung war immer normal
-normales Hunger u Sättigungsgefühl hab ich wieder. Würde jetzt nicht sagen, dass es ne gewisse zeit dauert, sondern du merkst das irgendwann mit einem schlag, "huch, okee "
Ich merke jetzt auch ob ich Hunger hab oder nur einfach so essen will. U wenn ich satt bin oder mal zu viel gegessen habe.
Ich bin jetzt sowieso der Meinung, iss alles was du magst, aber bei Hunger u nur bis du satt bist. Ab u an aus langweile ist noch ok, aber man macht es immer weniger iwann.
Und so nimmt man auch nicht zu.
Vergiss lightprodukte u iss Obst u Gemüse nur, wenn du es wirklich willst. Dein Körper sagt dir was er will
- ja all inclusiv, zumindest damals war krass. U ich hatte nach dem k...net mal verschmierte Augen, war da so routiniert..naja, nix worauf man stolz sein kann.
War da auch nurnoch fertig abends
-zum Thema freund, meiner hat geahnt u bissl davon gewusst, aber das meiste hab ich verheimlicht.
Hab durch mein verhalten damals viel kaputt gemacht, war immer nur körperlich anwesend. Geistig bei der ES u natürlich fast nur im inet u Büchern über Diäten usw.

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28. Februar 2013 um 10:21
In Antwort auf mariella2512

Bulimie besiegt
Hi,
Ich litt fast 11jahre an esstörungen wie zb auch Bulimie, dazwischen Diäten, Heilfasten u dann wieder wochenlanges binge eating.
Mein niedrigstes Gewicht war 51kg, das höchste war mal kurzzeitig 80kg bei einer größe von 1.69m.
Im schnitt wog ich die meiste zeit so wie jetzt, 62kg. Das Gewicht halte ich jetzt ohne zuzunehmen.

Also, Bulimie war bei mir wie gesagt ein großes Thema, habe es aber immer eher phasenweise gemacht, das kotzen. Wochenlang jeden Tag, dann wieder ein paar Monate nicht. Total eskaliert ist es in einem all in clusiv Urlaub, da habe ich frühs normal gegessen u Mittag u Abends dann total gefressen, geko....u dann gleich wieder ans Buffet u wieder geko ....
Und im Alltag dann auch geplante fresseinkäufe...das aber auch schon davor..
Ich wollte einfach immer dünn sein. Naja.
U das essen u danach kot...hat mir geholfen die Kontrolle zu bewahren.
Hatte auch lange diätphasen u auch Heilfasten, mehrmals 20tage nur Tee...

Heute bin ich clean. Esse alles was ich will.
Halte mein Gewicht.
Dünn sein wird immer ein Thema sein. Aber damit muss man leben. U schlank bin ich ja. 62kg wie gesagt ...

Und jetzt erzähle ich wie ichs geschafft habe.
Es war ein Prozess, der sich nach u nach entwickelt hat.
Ich habe keine Therapie gemacht, rate davon aber auch nicht ab.
Es gab auch keinen festen Tag, wo ich gesagt habe, "jetzt nichtmehr ". Nein.
Ich habe mich nichtmehr verurteilt, es zugelassen dass es so ist. U festgestellt, dass ich mittendrin war, weil ich mich so dermaßen darauf konzentriert habe. Die ES war ein rießen teil meines Tages. U wenn man es erstmal angenommen hat, muss man schauen, was man mir der ES überhaupt unterdrückt. Denn das ist ein großer Punkt. Hungern u kotzen u übermäßiges essen ist Kompensation! !! (Traumtas, Langeweile im leben-hört sich komisch an, aber man identifiziert sich damit irgendwann, es gehört zum Alltag u man weis garnicht mehr, wie es
ohne ist)
Was fehlt mir als Person im leben? Warum will ich dünn sein?(mangelndes selbstbewusstsein? Will ich "verschwinden"? Schönheitsideale?)
Was empfinde ich beim fressen u kotzen (Kontrolle, durchs kotzen, Kontrolle übers leben, mich lebendig fühlen...oh ja.)

Bulimie ist eine Krankheit, die man nicht selbst heilen kann
hallo Leute,
erst einmal finde ich es klasse , wie hier manche über ihr Problem schreiben und das ist doch schon der erste Schritt...
Ich selbst hatte 8 Jahre Bulimie und konnte mir das lange Zeit nicht eingestehen
Es begann alles auf einer Kur , da war ich 17 oder 18 und musste 4 Wochen wegen meines Rückens dorthin. Ein Mädel,dass ich dort kennenlernte brachte mich erst auf diese " Idee" soviel essen zu können wie man will und dabei nicht zuzunehmen...im Nachhinein absolut krank , aber damals fand ich es einfach nur faszinierend.
Nach der Kur hatte ich 6 Kilo abgenommen , das kam auch gut an bei Freunden u Familie ( ich war nie wirklich dick , aber eben auch nicht superschlank ) , ich schob es auf das straffe trainingsprogramm und die gesunde Ernährung.
Zuhause ging es dann weiter, massenweise gegessen und gekotzt , immer in andre Geschäfte gefahren um " Stoff " zu bekommen...irgendwann fiel es dann auch meiner Mutter und meinen Schwestern auf , klar das ständige rennen auf die Toilette, der viele Müll und die unnatürlich großen Mengen die ich zu mir nahm.
Ich schwor, ich würde es in den Griff bekommen alles würde sich ändern doch nichts passierte.Ich zog aus und kam nur noch an meinen freien Tagen nach Hause um Konflikten aus den Weg zu gehen. Damals war mein Freund mein einziger Zufluchtspunkt , er hielt trotz der Krankheit zu mir und ertrug meine krassen Stimmungsschwankungen.Mal war ich himmelhoch jauchzend und dann wieder am Boden zerstört.
An meinem absoluten Tiefpunkt hatte ich mich von 60 kg auf knappe 40 kg gekotzt und als ich nicht einmal mehr eine Treppe gehen konnte, ohne Schwindelanfälle zu bekommen wusste ich es war an der Zeit mir helfen zu lassen.
Ich begann eine Therapie bei einer Psychologin , bei der es nicht darum ging sich hinzusetzen und alles haarklein zu diskutieren , sondern ich drückte meine Gefühle und bestimmte Besziehungen in Bildern aus.
Anfangs war es schwer,mich zu öffnen soch es klappte und ich suchte mir möglichst viel Abwechslung und versuchte immer in Gesellschaft zu sein um ja nicht in Versuchung zu kommen.
Noch während meines letzten halben Jahres an der Schule wandte ich mich an meinen Klassenlehrer und erzählte ihm alles, zusammen redeten wir mit der Klasse darüber und jeder wachte beinahe mit Argusaugen über mich . Die Beziehung zu meinem Freund ging schließlich in die Brüche , ich hatte zuviel Stress mit dem Abi und der Sucht...ein halbes Jahr später als ich in der Ausbildung war und immer noch krank,kamen wir wieder zusammen , insgesamt stand er drei Jahre an meiner Seite und ertrug Höhen und Tiefen mit mir.
Nach der Ausbildung beendete ich die Beziehung , der Zoff zuhause und der Druck endlich davon loszukommen machte es kaputt. Er war verletzt und ignorierte mich vollkommen , wechselte die Strassenseite wenn er mich sah. Mein Herz hing noch an ihm , doch mein Verstand sagte mir,dass es besser sei ihn gehenzulassen.
Ich zog 450 km weit weg und hier gelang es mir endlich alles abzuschütteln und loszulassen.Ich fand tolle Freunde in der neuen Arbeit und lenkte mich ab , tobte mich aus ...
Dann kam der Tag im November, an dem meine Mutter bei einem Verkehrsunfall in Tunesien ums Leben kam und ich wurde wieder mit der Vergangenheit konfrontiert.
Meine Schwestern gaben mir die Schuld an ihrem Tod, war ich es doch die die Familie auseinandergebracht hatte wegen meiner " Kotzerei und den ganzen Lügen " .
Ich fühlte mich grauenvoll auf der Beerdigung auch wenn mein Vater mir immer wieder versicherte , es sei nicht meine Schuld gewesen, doch ich bereue bis heute ihr solchen Kummer gemacht zu haben , dass sie keinen anderen Ausweg sah, als sich woanders ein neues Leben aufzubauen .

Schlussendlich muss ich sagen, hat ihr Tod mir auch gezeigt wie weit einen diese furchtbare Krankheit treibt und ich rate jedem sich in professionelle Hände zu begeben , damit ihr so etwas nicht erleben müsst.Denn ihr zerstört nicht nur euer Leben damit, sondern auch das derer die euch lieben!!!

Sorry für den langen Text, aber es musste einfach mal sein und es tat gut !

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28. Februar 2013 um 14:20

Ja. kenn ich alles.
Bei dir ist es auf jeden Fall auch einmal die Gewohnheit und ein Mangel, sowie innere leere, die du durchs essen ausgleichen möchtest.

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28. Februar 2013 um 14:23
In Antwort auf atiya_12126003

Bulimie ist eine Krankheit, die man nicht selbst heilen kann
hallo Leute,
erst einmal finde ich es klasse , wie hier manche über ihr Problem schreiben und das ist doch schon der erste Schritt...
Ich selbst hatte 8 Jahre Bulimie und konnte mir das lange Zeit nicht eingestehen
Es begann alles auf einer Kur , da war ich 17 oder 18 und musste 4 Wochen wegen meines Rückens dorthin. Ein Mädel,dass ich dort kennenlernte brachte mich erst auf diese " Idee" soviel essen zu können wie man will und dabei nicht zuzunehmen...im Nachhinein absolut krank , aber damals fand ich es einfach nur faszinierend.
Nach der Kur hatte ich 6 Kilo abgenommen , das kam auch gut an bei Freunden u Familie ( ich war nie wirklich dick , aber eben auch nicht superschlank ) , ich schob es auf das straffe trainingsprogramm und die gesunde Ernährung.
Zuhause ging es dann weiter, massenweise gegessen und gekotzt , immer in andre Geschäfte gefahren um " Stoff " zu bekommen...irgendwann fiel es dann auch meiner Mutter und meinen Schwestern auf , klar das ständige rennen auf die Toilette, der viele Müll und die unnatürlich großen Mengen die ich zu mir nahm.
Ich schwor, ich würde es in den Griff bekommen alles würde sich ändern doch nichts passierte.Ich zog aus und kam nur noch an meinen freien Tagen nach Hause um Konflikten aus den Weg zu gehen. Damals war mein Freund mein einziger Zufluchtspunkt , er hielt trotz der Krankheit zu mir und ertrug meine krassen Stimmungsschwankungen.Mal war ich himmelhoch jauchzend und dann wieder am Boden zerstört.
An meinem absoluten Tiefpunkt hatte ich mich von 60 kg auf knappe 40 kg gekotzt und als ich nicht einmal mehr eine Treppe gehen konnte, ohne Schwindelanfälle zu bekommen wusste ich es war an der Zeit mir helfen zu lassen.
Ich begann eine Therapie bei einer Psychologin , bei der es nicht darum ging sich hinzusetzen und alles haarklein zu diskutieren , sondern ich drückte meine Gefühle und bestimmte Besziehungen in Bildern aus.
Anfangs war es schwer,mich zu öffnen soch es klappte und ich suchte mir möglichst viel Abwechslung und versuchte immer in Gesellschaft zu sein um ja nicht in Versuchung zu kommen.
Noch während meines letzten halben Jahres an der Schule wandte ich mich an meinen Klassenlehrer und erzählte ihm alles, zusammen redeten wir mit der Klasse darüber und jeder wachte beinahe mit Argusaugen über mich . Die Beziehung zu meinem Freund ging schließlich in die Brüche , ich hatte zuviel Stress mit dem Abi und der Sucht...ein halbes Jahr später als ich in der Ausbildung war und immer noch krank,kamen wir wieder zusammen , insgesamt stand er drei Jahre an meiner Seite und ertrug Höhen und Tiefen mit mir.
Nach der Ausbildung beendete ich die Beziehung , der Zoff zuhause und der Druck endlich davon loszukommen machte es kaputt. Er war verletzt und ignorierte mich vollkommen , wechselte die Strassenseite wenn er mich sah. Mein Herz hing noch an ihm , doch mein Verstand sagte mir,dass es besser sei ihn gehenzulassen.
Ich zog 450 km weit weg und hier gelang es mir endlich alles abzuschütteln und loszulassen.Ich fand tolle Freunde in der neuen Arbeit und lenkte mich ab , tobte mich aus ...
Dann kam der Tag im November, an dem meine Mutter bei einem Verkehrsunfall in Tunesien ums Leben kam und ich wurde wieder mit der Vergangenheit konfrontiert.
Meine Schwestern gaben mir die Schuld an ihrem Tod, war ich es doch die die Familie auseinandergebracht hatte wegen meiner " Kotzerei und den ganzen Lügen " .
Ich fühlte mich grauenvoll auf der Beerdigung auch wenn mein Vater mir immer wieder versicherte , es sei nicht meine Schuld gewesen, doch ich bereue bis heute ihr solchen Kummer gemacht zu haben , dass sie keinen anderen Ausweg sah, als sich woanders ein neues Leben aufzubauen .

Schlussendlich muss ich sagen, hat ihr Tod mir auch gezeigt wie weit einen diese furchtbare Krankheit treibt und ich rate jedem sich in professionelle Hände zu begeben , damit ihr so etwas nicht erleben müsst.Denn ihr zerstört nicht nur euer Leben damit, sondern auch das derer die euch lieben!!!

Sorry für den langen Text, aber es musste einfach mal sein und es tat gut !

Hi,
Tut mir leid mit deiner Mama.
Gib dir nicht die schuld.

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28. Februar 2013 um 20:59
In Antwort auf rudolf_12511927

Du machst mich echt wütend,
nein warte, eigentlich tust du mir leid !!!
Bin der Meinung, das ist das falsche Forum für dich , andere Menschen scheinen dir völlig egal zu sein. Glaube,du brauchst dringend therapheutische Hilfe und Betreuung !

Meinte
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