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Wie weitermachen

8. Dezember 2015 um 18:15

Bin heute richtig am Boden. Nachdem ich vom Gewicht wieder weiter runter bin, durch den Umzug etc habe ich die letzten Tage versucht, meine Kalorien zu erhöhen.
Dabei habe ich erkannt, dass ich in alte Muster verfalle. Ich kann mit essen nicht umgehen. Ich habe mich an jedem zweiten Tag überessen. Erst gesund angefangen, Plan im Kopf und auf dem Papier und dann endete es mit einem endlosen Stopfen, abendlichen Krämpfen etc.
Am Tag darauf dann die bekannte Übelkeit und Krankheitsgefühl, und so halte ich mein Gewicht.
Fazit:
Ich kann mit essen einfach nicht umgehen.
Heute hat ein mit ZartbitterSchokolade überzogener Proteinriegel mit Nüssen ausgelöst, dass ich bis abends gegessen habe. Immer weiter und weiter, schon weit über Bedarf und Sättigung hinaus.
Ich erbreche nicht.
Angeblich habe ich ja keine Bulimie, ich erkenne da aber durchaus bulimische Züge.

Ich weiß mir nicht mehr zu helfen.
Ich will mit Essen nichts mehr zu tun haben.

Werde mich jetzt wieder auf meine "sicheren" Lebensmittel beschränken.

Gewogen habe ich mich die letzten Tage nicht. Es geht mir um diese Belastung.
Fühle mich wie ein Alkoholiker. Nur dass der Alkohol meiden kann... Essen meiden geht ja eher schlecht.


Vielleicht bin ich therapieresistent.

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8. Dezember 2015 um 19:29

Es ist zum resignieren.
Bist du auch noch im Untergewicht ?
Ich hatte immer die Hoffnung, dass es im Normalgewicht besser wird, aber von Klinikbekanntschaften weiß ich leider, dass da einige trotz mittlerweile NG immer noch kein gesundes Mittelmaß haben.

Ich weiß nicht mehr weiter.
Werde das auch meiner alten Therapeutin am Donnerstag so sagen.

Vielleicht muss ich lernen, damit zu ( über ) leben, und eine Taktik finden, die es irgendwie erträglich macht, wie bei anderen chronischen Erkrankungen auch.
An eine Heilung glaube ich in meinem Fall nicht mehr.

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8. Dezember 2015 um 20:50

Guten abend
Hallo ihr Zwei Ich kämpfe nun auch schon seit Tagen Wochen Dank unser lieber MissTiffy sie hat mir die Augen geöffnet.... Nein ich mache kein Minnie Maud sondern ernähre mich oder nähre mich an ausreichend zu essen. Und genau was ihr beschreibt hatte ich auch alles essen und das ungesund oder nichts Essen. Ihr müsst essen egal ob UG oder NG nur so kann es besser werden dadurch werden die Heißhungerattacken weniger indem man sich nichts mehr verbietet und regelmäßig und Ausreichend isst, es ist ein langer harter Weg und ja er tut weh. Bitte haltet durch und versucht gegen die Stimme zu kämpfen es gibt gute und auch schlechte Tage aber das hat jeder Normale Mensch. Versucht die Weihnachtszeit zu genießen!! Ich wünsche euch alles alles Gute LG

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8. Dezember 2015 um 21:52

Das "Überessen" hat zur Folge, dass es mir
jetzt wieder hundsmiserabel geht und ich mich morgen krankmelden muss.
Das kann nicht die Lösung sein

Die youreatopia.com Seiten habe ich jetzt fast alle gelesen.

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8. Dezember 2015 um 21:57

Liebe Schafschubserin,
es kann natürlich sein, dass da eine bulimische Symptomatik mitschleicht. Deshalb ist es jetzt der richtige Weg es in der Thera anzusprechen.

FAs haben eine Funktion. Vielleicht verarbeitest du so Konflikte - also "indem du alles in dich hineinfrisst". Und/oder das Überessen "stopft Löcher", füllt dich aus, schenkt dir Wärme. (Oder alles zusammen und noch viel mehr...?)

Also wenn ich Gefahr laufe einen FA zu haben, dann spüre ich das. Da hat man ein Gewisses Gefühl. Und dann kann man ja trotzdem nicht solange Hungern, bis dieses Gefühl wieder weggeht. Und wenn du dann "das Richtige isst", dann geht's los und ist nicht zu stoppen.
Ich finde es also nicht verkehrt die triggernden LM aus dem Haus zu verbannen um dir selbst wenigstens ein bisschen Sicherheit zu verschaffen. Allerdings darf das nicht heißen, dass du danach diätisch lebst und bspw. den abendlichen Süßkram nicht sinnvoll ersetzt.

Es kann bei dir aber auch eine Mischung sein, da du ja ziemlich am Limit isst und gerade so dein UG hälst. Sodass die FAs natürlich durch körperlich erzeugten Heißhunger entstehen. Oder eben nur der Punkt der Mangelernährung. Man kann das nicht so gewiss sagen. Das ist viel Therapiearbeit und auch eben Abwarten, bis du ins NG zunimmst und dieses hälst - ob es dann so bleibt, dass du dich jeden abend überisst.

Ich hatte immer schreckliche Ess-Brech-Phasen und irgendwann "gings wieder" und es wurden weniger, oder blieben vielleicht auch aus. In den anderen Phasen hab ich mich "ernährt" wie eine Bekloppte. Also im Endeffekt auch total unterernährt.

Ich denke auch nicht, dass du therapieresistent bist. Eher, dass du vermutlich schon viel zu viel Therapie hinter dir hast, alles schon zum 1000. Mal besprichst und "jetzt immernoch nix hilft." Die Liebe Susi sagte, dass Therapie ein wichtiger Bestandteil war, aber du auch selbst ganz viel an dir arbeiten musst - aber das kann sie dir bei Gelegenheit selbst viel, viel besser erklären.
Und aus meiner Praxis kenne ich auch "übertherapierte" Betroffene. Es ist überhaupt niemals damit getan zur Thera zu gehen, in die Klinik zu gehen und dann wirst du sanft aus der Krankheit getragen. Der Alltag ist dein tägliches Schlachtfeld auf dem du dich erproben musst, deine neuen Erkenntnisse üben, üben, üben musst um dich von ihrer Richtigkeit zu überzeugen und sie zu festigen.
Ich denke einfach, dir fehlt irgendwas, um aus dem ganzen Stoff den du da angesammelt hast, dein "Schiff" zu zimmern um diese Insel zu verlassen.
(Bitte hier nicht in einen "Ich bin Schuld/inkompetent" Gedankengang gehen. Das ist weder wahr, noch konstruktiv. )

Ob du gesund wirst, oder lernen musst mit einer chronischen Krankheit zu leben und umzugehen (was sich von den Kompetenzen her recht ähnlich ist), kann dir keiner sagen.

Vielleicht ist es auch einfach Zeit für dich, dich ins Kalte Wasser zu werfen. Wenn du dich überessen "kannst", dann kannst du es auch schaffen, dich vernünftig zu ernähren und ins NG zuzunehmen. Wag dich doch mal hin und finde heraus, ob es dann aufhört? Ab morgen Vollfettprodukte, Nüsse und Obst, statt Süßkram.
Es geht immer irgendwie weiter und es liegt in deiner Hand - auch wenn es sich vermutlich nicht immer so anfühlt.

Persönlicher Tipp: Sahnejoghurt und Kaki (vllt noch Zimt drauf) Damit kann das NG kommen.
(Aber nicht die Kaki schälen, wenn eine gefüllte Teetasse in der Nähe ist, in die die Kaki reinpasst... nur so als Tipp.... )

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8. Dezember 2015 um 22:32
In Antwort auf blamimibla

Liebe Schafschubserin,
es kann natürlich sein, dass da eine bulimische Symptomatik mitschleicht. Deshalb ist es jetzt der richtige Weg es in der Thera anzusprechen.

FAs haben eine Funktion. Vielleicht verarbeitest du so Konflikte - also "indem du alles in dich hineinfrisst". Und/oder das Überessen "stopft Löcher", füllt dich aus, schenkt dir Wärme. (Oder alles zusammen und noch viel mehr...?)

Also wenn ich Gefahr laufe einen FA zu haben, dann spüre ich das. Da hat man ein Gewisses Gefühl. Und dann kann man ja trotzdem nicht solange Hungern, bis dieses Gefühl wieder weggeht. Und wenn du dann "das Richtige isst", dann geht's los und ist nicht zu stoppen.
Ich finde es also nicht verkehrt die triggernden LM aus dem Haus zu verbannen um dir selbst wenigstens ein bisschen Sicherheit zu verschaffen. Allerdings darf das nicht heißen, dass du danach diätisch lebst und bspw. den abendlichen Süßkram nicht sinnvoll ersetzt.

Es kann bei dir aber auch eine Mischung sein, da du ja ziemlich am Limit isst und gerade so dein UG hälst. Sodass die FAs natürlich durch körperlich erzeugten Heißhunger entstehen. Oder eben nur der Punkt der Mangelernährung. Man kann das nicht so gewiss sagen. Das ist viel Therapiearbeit und auch eben Abwarten, bis du ins NG zunimmst und dieses hälst - ob es dann so bleibt, dass du dich jeden abend überisst.

Ich hatte immer schreckliche Ess-Brech-Phasen und irgendwann "gings wieder" und es wurden weniger, oder blieben vielleicht auch aus. In den anderen Phasen hab ich mich "ernährt" wie eine Bekloppte. Also im Endeffekt auch total unterernährt.

Ich denke auch nicht, dass du therapieresistent bist. Eher, dass du vermutlich schon viel zu viel Therapie hinter dir hast, alles schon zum 1000. Mal besprichst und "jetzt immernoch nix hilft." Die Liebe Susi sagte, dass Therapie ein wichtiger Bestandteil war, aber du auch selbst ganz viel an dir arbeiten musst - aber das kann sie dir bei Gelegenheit selbst viel, viel besser erklären.
Und aus meiner Praxis kenne ich auch "übertherapierte" Betroffene. Es ist überhaupt niemals damit getan zur Thera zu gehen, in die Klinik zu gehen und dann wirst du sanft aus der Krankheit getragen. Der Alltag ist dein tägliches Schlachtfeld auf dem du dich erproben musst, deine neuen Erkenntnisse üben, üben, üben musst um dich von ihrer Richtigkeit zu überzeugen und sie zu festigen.
Ich denke einfach, dir fehlt irgendwas, um aus dem ganzen Stoff den du da angesammelt hast, dein "Schiff" zu zimmern um diese Insel zu verlassen.
(Bitte hier nicht in einen "Ich bin Schuld/inkompetent" Gedankengang gehen. Das ist weder wahr, noch konstruktiv. )

Ob du gesund wirst, oder lernen musst mit einer chronischen Krankheit zu leben und umzugehen (was sich von den Kompetenzen her recht ähnlich ist), kann dir keiner sagen.

Vielleicht ist es auch einfach Zeit für dich, dich ins Kalte Wasser zu werfen. Wenn du dich überessen "kannst", dann kannst du es auch schaffen, dich vernünftig zu ernähren und ins NG zuzunehmen. Wag dich doch mal hin und finde heraus, ob es dann aufhört? Ab morgen Vollfettprodukte, Nüsse und Obst, statt Süßkram.
Es geht immer irgendwie weiter und es liegt in deiner Hand - auch wenn es sich vermutlich nicht immer so anfühlt.

Persönlicher Tipp: Sahnejoghurt und Kaki (vllt noch Zimt drauf) Damit kann das NG kommen.
(Aber nicht die Kaki schälen, wenn eine gefüllte Teetasse in der Nähe ist, in die die Kaki reinpasst... nur so als Tipp.... )

Liebe blamimibla
Ich habe diverse skills erlernt, um FAs zu verhindern, und auch vereinbart, dass ich triggernde Lebensmittel (Süßigkeiten und Weizenmehlprodukte) meiden soll, was mir überhaupt nicht schwer fällt.
Das klappte alles gut.

Nur durch den mir selbst auferlegten Zwang, mir nichts mehr zu verbieten, ist diese Welle wieder losgelöst worden.

Ich ärgere mich selbst darüber, denn eigentlich weiß ich schon, was mir gut tut und was Gift für mich ist.

Natürlich kann ich mit meinem Minimalismus Essen nicht zunehmen und da würden sich tatsächlich Vollfettprodukte anbieten. Die gibt es ja auch zuckerfrei...

Das Thema NG ist aber eben großes Thema und richtige Therapie habe ich nicht mehr. Ich bezahle meine alte Therapeutin nun noch ein paar Stunden privat.

Bin zur Zeit auch sehr depressiv und habe Probleme mit Zwängen, das verschlimmert alles und ich muss mal sehen, an welcher Baustelle ich wieder beginne, "Klarschiff" zu machen. Denn durch das Essen kommen ja auch die Emotionen wieder, und nicht nur die positiven

Neues Jahr, neues Glück

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8. Dezember 2015 um 23:07

Die erste baustelle
sollte das Gewicht sein. du musst in ein stabiles normalgewicht kommen um therapiert werden zu können. die Fas, genauso wie das hungern und die zwänge usw. können erst in einem ng therapiert werden. das ist leider die Wahrheit. auch wenn man es nicht sehen will..

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8. Dezember 2015 um 23:41
In Antwort auf schafschubserin

Liebe blamimibla
Ich habe diverse skills erlernt, um FAs zu verhindern, und auch vereinbart, dass ich triggernde Lebensmittel (Süßigkeiten und Weizenmehlprodukte) meiden soll, was mir überhaupt nicht schwer fällt.
Das klappte alles gut.

Nur durch den mir selbst auferlegten Zwang, mir nichts mehr zu verbieten, ist diese Welle wieder losgelöst worden.

Ich ärgere mich selbst darüber, denn eigentlich weiß ich schon, was mir gut tut und was Gift für mich ist.

Natürlich kann ich mit meinem Minimalismus Essen nicht zunehmen und da würden sich tatsächlich Vollfettprodukte anbieten. Die gibt es ja auch zuckerfrei...

Das Thema NG ist aber eben großes Thema und richtige Therapie habe ich nicht mehr. Ich bezahle meine alte Therapeutin nun noch ein paar Stunden privat.

Bin zur Zeit auch sehr depressiv und habe Probleme mit Zwängen, das verschlimmert alles und ich muss mal sehen, an welcher Baustelle ich wieder beginne, "Klarschiff" zu machen. Denn durch das Essen kommen ja auch die Emotionen wieder, und nicht nur die positiven

Neues Jahr, neues Glück

Klingt...
als könntest du dich nicht entscheiden, ob du jetzt tatsächlich den Weg in die Gesundheit ansteuern willst, oder ob du lernen willst mit der Krankheit zu leben!?
Ich komme darauf, weil du ja Ressourcen hast um diese Symptomatik zu umschiffen. Aber gleichzeitig hast du den Wunsch frei davon zu Leben.

Vielleicht ist das ein guter Ansatz für deine künftige Arbeit?
Mit welchen Therapieverfahren hast du bisher eigentlich gearbeitet? (Tiefenpsychologie, Verhaltenstherapie, systemische, Psychoanalyse...?)

Ich weiß nicht, ich möchte dir eigentlich zu einer therapeutischen Begleitung raten, weil du probierst dich irgendwie aus, bist da aber nicht in festen Händen (oder doch?). Aber du schließt das ja als Option aus. Hmmm. Finde ich schwierig. Wie nix halbes und nix ganzes. Und das ist auch eben guter Nährboden für die Krankheit.

Inwiefern bist du eigentlich umgezogen? Welche Hintergründe hat das?

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9. Dezember 2015 um 7:10
In Antwort auf blamimibla

Klingt...
als könntest du dich nicht entscheiden, ob du jetzt tatsächlich den Weg in die Gesundheit ansteuern willst, oder ob du lernen willst mit der Krankheit zu leben!?
Ich komme darauf, weil du ja Ressourcen hast um diese Symptomatik zu umschiffen. Aber gleichzeitig hast du den Wunsch frei davon zu Leben.

Vielleicht ist das ein guter Ansatz für deine künftige Arbeit?
Mit welchen Therapieverfahren hast du bisher eigentlich gearbeitet? (Tiefenpsychologie, Verhaltenstherapie, systemische, Psychoanalyse...?)

Ich weiß nicht, ich möchte dir eigentlich zu einer therapeutischen Begleitung raten, weil du probierst dich irgendwie aus, bist da aber nicht in festen Händen (oder doch?). Aber du schließt das ja als Option aus. Hmmm. Finde ich schwierig. Wie nix halbes und nix ganzes. Und das ist auch eben guter Nährboden für die Krankheit.

Inwiefern bist du eigentlich umgezogen? Welche Hintergründe hat das?

Die Therapeutin, bei der ich viele Jahre in Behandlung war,
ist in Ruhestand gegangen. Sie bietet aber noch ein paar Monate Stunden an, die sind jedoch selbst zu bezahlen. Bei sich zuhause. Sie hat tiefenpsychologisch gearbeitet.
Davor war ich bei einem Verhaltenstherapeuten. Auch in den Kliniken wurde verhaltenstherapeutisch angesetzt.
Ich finde momentan leider keinen neuen Therapeuten, stehe zwar auf ein paar Wartelisten, viele haben mich jedoch auch abgelehnt.

Ich will gesund werden aber kann mich nicht mit mehr als oberes UG ertragen (den Grund dafür haben wir wenigstens in der Therapie gefunden) und ich drücke mit dem Hungern Traumasachen weg. Es ist eine Sucht...

Der Umzug war im selben Ort, habe aber seit der Scheidung mehrere Jahre in einer Mietwohnung mit schlechtem Verhältnis zum Vermieter gewohnt und bin nun endlich wieder in ein Haus gezogen. Ich kann mich wieder frei entfalten, privat und beruflich, und fühle mich besser.
Allerdings war es viel Arbeit, da kein Neubau, sondern älteres Bauernhaus mit Nebengebäuden und ich habe dabei "Substanz gelassen", mit dem Essen sehr geschludert und bin wieder auf 46 kg runter.
Diffuse Ängste, Zwangsgedanken, alles wieder da. Habe aber immerhin "Handwerkszeug" gelernt, wie einigermaßen damit umzugehen.

Heute geht's mir wie erwartet durch das Überfressen so schlecht, dass ich mich krankmelden muss. Für mich ist Youreatopia / Minnie Maude definitiv keine Option.

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9. Dezember 2015 um 9:48

Sicher gibt es den.
Es gibt aber auch die logische Konsequenz, dass nach dem Fressen ungewohnter Mengen bestimmte körperliche Unannehmlichkeiten folgen.
Ich weiß nicht, was du mir damit sagen willst.
Selbst mein Hund reagiert mit Durchfall, wenn er mal unbeabsichtigt irgendwo große Mengen "plündern" kann oder auf einem Grillfest vollgestopft wird.
Und, nein, das übertrage ich nicht auf ihn.

Es ist doch schön, wenn du in Minnie Maude deinen Weg gefunden hast und ich wünsche dir das von Herzen.
Ich sage einfach ganz offen, dass ich (!) davon nichts halte.

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9. Dezember 2015 um 11:41
In Antwort auf schafschubserin

Die Therapeutin, bei der ich viele Jahre in Behandlung war,
ist in Ruhestand gegangen. Sie bietet aber noch ein paar Monate Stunden an, die sind jedoch selbst zu bezahlen. Bei sich zuhause. Sie hat tiefenpsychologisch gearbeitet.
Davor war ich bei einem Verhaltenstherapeuten. Auch in den Kliniken wurde verhaltenstherapeutisch angesetzt.
Ich finde momentan leider keinen neuen Therapeuten, stehe zwar auf ein paar Wartelisten, viele haben mich jedoch auch abgelehnt.

Ich will gesund werden aber kann mich nicht mit mehr als oberes UG ertragen (den Grund dafür haben wir wenigstens in der Therapie gefunden) und ich drücke mit dem Hungern Traumasachen weg. Es ist eine Sucht...

Der Umzug war im selben Ort, habe aber seit der Scheidung mehrere Jahre in einer Mietwohnung mit schlechtem Verhältnis zum Vermieter gewohnt und bin nun endlich wieder in ein Haus gezogen. Ich kann mich wieder frei entfalten, privat und beruflich, und fühle mich besser.
Allerdings war es viel Arbeit, da kein Neubau, sondern älteres Bauernhaus mit Nebengebäuden und ich habe dabei "Substanz gelassen", mit dem Essen sehr geschludert und bin wieder auf 46 kg runter.
Diffuse Ängste, Zwangsgedanken, alles wieder da. Habe aber immerhin "Handwerkszeug" gelernt, wie einigermaßen damit umzugehen.

Heute geht's mir wie erwartet durch das Überfressen so schlecht, dass ich mich krankmelden muss. Für mich ist Youreatopia / Minnie Maude definitiv keine Option.

Traumatherapie?
Hast du schonmal eine Traumatherapie gemacht, mit allen Intervallen?

Es ist wirklich ein Teufelskreis. In der Regel wird man nur im NG aufgenommen und es wird abgebrochen nach einer Abnahme. Deshalb ist dir das verwährt. Gleichzeitig beschreibst du, dass die Schwierigkeiten zuzunehmen und dich zu ernähren an deinem Trauma und den Folgen liegen.

Gibt es Kliniken, die für beides gewappnet sind?

Ich "kenne" nur eine Trauma-Klinik in Dresden, die wirklich großartig sein soll. Extrem großes therapeutisches Angebot.
Aber der Fokus liegt bei der Selbstverantwortung. Es gibt zwar eine "Essgruppe", aber da hilft dir keiner bzw. zwingt dich niemand zum Essen.

Ich hoffe, dass sich im Frühjahr einige Plätze ergeben, sodass du eine_n geeignete_n Therapeut_in findest.

MM sehe ich ebenfalls kritisch. In der Regel schreiben dann immer alle, dass sie sich jetzt nichts mehr verbieten und fressen sich dann gläserweise Nutella rein, anstatt Essen zu lernen und zuzunehmen.
Habe die Befürchtung, dass dein Gewicht abstürzen wird, wenn du keine FAs mehr hast. Wie siehst du das?
Normale Portionen zu essen scheint ja grundsätzlich nicht dein Problem zu sein, sondern eher die Zahl.
Wenn du es schaffen würdest ins untere NG zuzunehmen und zu halten, dann hättest du ganz andere Optionen. Ich wünsche dir die Kraft und den Willen das zu schaffen.

Vielleicht kannst du dein neues Zuhause auch einfach nutzen, um krankheitstechnisch auszusortieren und bestimme Dinge, die du dir vorstellen kannst, vor die Tür zu setzen und dich von ihnen zu trennen. Dazu könntest du einen symbolischen Karton packen und ihn wegwerfen.

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9. Dezember 2015 um 12:46

Ich habe mich in der Vergangenheit schon mit Minnie Maude bzw
Youreatopia beschäftigt, und - ich habe den Inhalt durchaus verstanden.
Das geht mir jetzt zu weit.
Akzeptier doch einfach, dass es nicht jedermanns Ding ist.
Finde es ziemlich dreist, dann mit Anmaßungen zu kommen, ich hätte es nicht verstanden.

Es ist wirklich gut jetzt.

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9. Dezember 2015 um 12:58
In Antwort auf blamimibla

Traumatherapie?
Hast du schonmal eine Traumatherapie gemacht, mit allen Intervallen?

Es ist wirklich ein Teufelskreis. In der Regel wird man nur im NG aufgenommen und es wird abgebrochen nach einer Abnahme. Deshalb ist dir das verwährt. Gleichzeitig beschreibst du, dass die Schwierigkeiten zuzunehmen und dich zu ernähren an deinem Trauma und den Folgen liegen.

Gibt es Kliniken, die für beides gewappnet sind?

Ich "kenne" nur eine Trauma-Klinik in Dresden, die wirklich großartig sein soll. Extrem großes therapeutisches Angebot.
Aber der Fokus liegt bei der Selbstverantwortung. Es gibt zwar eine "Essgruppe", aber da hilft dir keiner bzw. zwingt dich niemand zum Essen.

Ich hoffe, dass sich im Frühjahr einige Plätze ergeben, sodass du eine_n geeignete_n Therapeut_in findest.

MM sehe ich ebenfalls kritisch. In der Regel schreiben dann immer alle, dass sie sich jetzt nichts mehr verbieten und fressen sich dann gläserweise Nutella rein, anstatt Essen zu lernen und zuzunehmen.
Habe die Befürchtung, dass dein Gewicht abstürzen wird, wenn du keine FAs mehr hast. Wie siehst du das?
Normale Portionen zu essen scheint ja grundsätzlich nicht dein Problem zu sein, sondern eher die Zahl.
Wenn du es schaffen würdest ins untere NG zuzunehmen und zu halten, dann hättest du ganz andere Optionen. Ich wünsche dir die Kraft und den Willen das zu schaffen.

Vielleicht kannst du dein neues Zuhause auch einfach nutzen, um krankheitstechnisch auszusortieren und bestimme Dinge, die du dir vorstellen kannst, vor die Tür zu setzen und dich von ihnen zu trennen. Dazu könntest du einen symbolischen Karton packen und ihn wegwerfen.

Habe eine Stationäre Traumatherapie hinter mir
die allerdings nicht besonders gut war.

Vor dem Umzug habe ich schon mal gründlich Entrümpelt ! Innerlich... Genau wie du es sagst
Manche Angewohnheiten sind hier nicht mehr mit eingezogen.

Ja, ohne FAs könnte mein Gewicht noch etwas fallen.

Ich ziehe mich jetzt aber eine Zeitlang aus diesem Forum zurück, da ich extrem genervt bin, dass man mir einzureden versucht, Minnie Maud bzw die Youreatopia Seiten müssen endlich in meinem Hirn ankommen, um gesund zu werden.
Ich will nicht zu etwas bekehrt werden, von dem ich weiß, dass es nichts für mich ist.
Das ist langsam einfach too much.
Siehe Beiträge hier in diesem Thread.
Danke für eure Hilfe, liebe blamimibla und viele andere.
Ich werde ab und zu weiter hier lesen, aber mich mit schreiben die nächste Zeit bedeckt halten.
Wünsche jedem einzelnen hier alles Gute für seinen Weg.

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9. Dezember 2015 um 14:02
In Antwort auf schafschubserin

Habe eine Stationäre Traumatherapie hinter mir
die allerdings nicht besonders gut war.

Vor dem Umzug habe ich schon mal gründlich Entrümpelt ! Innerlich... Genau wie du es sagst
Manche Angewohnheiten sind hier nicht mehr mit eingezogen.

Ja, ohne FAs könnte mein Gewicht noch etwas fallen.

Ich ziehe mich jetzt aber eine Zeitlang aus diesem Forum zurück, da ich extrem genervt bin, dass man mir einzureden versucht, Minnie Maud bzw die Youreatopia Seiten müssen endlich in meinem Hirn ankommen, um gesund zu werden.
Ich will nicht zu etwas bekehrt werden, von dem ich weiß, dass es nichts für mich ist.
Das ist langsam einfach too much.
Siehe Beiträge hier in diesem Thread.
Danke für eure Hilfe, liebe blamimibla und viele andere.
Ich werde ab und zu weiter hier lesen, aber mich mit schreiben die nächste Zeit bedeckt halten.
Wünsche jedem einzelnen hier alles Gute für seinen Weg.

Liebe Schafschubserin,
schade, dass du gehst. Aber vielleicht ist es auch eine Chance, die dir gut tun wird. Ich wünsche dir, dass du die Zeit konstruktiv nutzen kannst.



Und ja, ich würde mir auch wünschen, dass 1x Nein zu MM reichen würde.

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9. Dezember 2015 um 14:56

Liebe Schafschubserin,
an diesem Punkt war ich vor ein paar Jahren auch. Nachdem ich nach 13 Jahren Anorexie (komplexe Hintergründe, Beginn bereits mit 11 Jahren) endlich eine Therapie begonnen hatte, fiel es mir unglaublich schwer beim Essen wieder die Balance zu finden und peu a peu zuzunehmen.
Gefühlt hat die Wiedereingliederung von "verbotenen Lebensmitteln" bei mir damals auch zu unkontrolliertem Essen geführt. Im Nachhinein kann ich jedoch sagen, auch wenn die Mengen mir damals enorm erschienen und es mir körperlich oft sehr schlecht ging dadurch, ganz normal waren (meist so um die 2000 kcal am Tag). Mein Kopf hat damals nur wegen der ungewohnten Mengen und der "verbotenen Lebensmittel" vollkommen verrückt gespielt.

Mein Weg raus war ein sehr langwieriger (hat etwa drei Jahre gedauert, bis ich ein unverkrampftes Verhältnis und ein gesundes Essverhalten entwickelt habe). Allerdings sieht meine Ernährung noch heute ziemlich gesund aus (überwiegend Vollkornprodukte, sehr viel Gemüse, Kartoffeln, Salat, Haferbrei, Obst, aber auch ab und an Schoki, Chips oder Weizenbrötchen). Bevor jetzt irgendjemand aufschreit, dass wäre "orthorektisch": Ich fühle mich mit dieser Ernährung einfach wohler, gesünder und die Sachen schmecken mir wirklich am besten UND ich habe gelernt, dass man von diesen Nahrungsmitteln halt entsprechende Mengen essen muss, um das Gewicht zu halten.

Dies wären auch meine Tipps an dich liebe Schafschubserin, bzw. die Dinge, die bei mir geholfen haben als Anregung:

- NIEMALS (wirklich nie, auch wenn es bedeuten sollte morgens um 4 Uhr zu frühstücken) eine der drei Hauptmahlzeiten auslassen, da dies zumindest bei mir dazu führt, dass die Gefahr besteht, in alte Muster zurückzufallen

- reichhaltig frühstücken (mein Frühstück hat ca. 500 kcal) hilft mir (auch wenn es vielleicht paradox klingt) den Rest des Tages ebenfalls ausreichend zu essen

- ausreichend gesunde Lebensmittel essen (wirklich ausreichend, das bedeutet etwa 2000 kcal ohne Sport und entsprechend mehr mit Sport) und Schoki / Kuchen etc. als PLUS zu betrachten (Nein, ich nehme davon nicht zu, bin sogar erschreckenderweise sieben Jahre nachdem ich gewagt habe, eine Therapie zu beginnen, noch immer im leichten UG)

- einen Essensrhythmus finden, der zu dir und deinem Arbeits- und Lebensrhythmus passt (ich persönlich mag zum Beispiel drei große Hauptmahlzeiten und bin einfach kein Fan von Zwischenmahlzeiten (außer Naschen am späten Abend ), aber das bedeutet halt auch, dass ich wirklich große Portionen esse

Der wichtigste Tipp ist jedoch: Ein paar Monate des Unwohlseins akzeptieren, damit es langfristig besser wird. Zumindest war das meine Erfahrung: Die ersten Monate (hmm, vielleicht sogar das erste Jahr) war mir eigentlich permanent ein bisschen schlecht vom vielen Essen und es hat mich sehr, sehr angestrengt. Aber diese Zeit war es wirklich wert, da ich nun seit Jahren wieder unbeschwert essen kann und ich auch vor langen jobbedingten Auslandsaufenthalten (bei denen ich keinen Einfluss auf die Essenswahl/-zeiten habe) Arbeitsessen, Familienbesuchen, Festessen etc. keine Angst mehr habe.

Das Leben kann so viel unbeschwerter sein, wenn man die schwierige Anfangszeit überwunden hat! Aber für diese Zeit heißt es erstmal: sehr streng mit sich selbst sein, kein "wieder Einschränken" und die Übelkeit und das Unwohlsein einfach akzeptieren.

Ich wünsche dir dafür ganz viel Kraft!
Traumverloren

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9. Dezember 2015 um 20:49
In Antwort auf traumverloren1

Liebe Schafschubserin,
an diesem Punkt war ich vor ein paar Jahren auch. Nachdem ich nach 13 Jahren Anorexie (komplexe Hintergründe, Beginn bereits mit 11 Jahren) endlich eine Therapie begonnen hatte, fiel es mir unglaublich schwer beim Essen wieder die Balance zu finden und peu a peu zuzunehmen.
Gefühlt hat die Wiedereingliederung von "verbotenen Lebensmitteln" bei mir damals auch zu unkontrolliertem Essen geführt. Im Nachhinein kann ich jedoch sagen, auch wenn die Mengen mir damals enorm erschienen und es mir körperlich oft sehr schlecht ging dadurch, ganz normal waren (meist so um die 2000 kcal am Tag). Mein Kopf hat damals nur wegen der ungewohnten Mengen und der "verbotenen Lebensmittel" vollkommen verrückt gespielt.

Mein Weg raus war ein sehr langwieriger (hat etwa drei Jahre gedauert, bis ich ein unverkrampftes Verhältnis und ein gesundes Essverhalten entwickelt habe). Allerdings sieht meine Ernährung noch heute ziemlich gesund aus (überwiegend Vollkornprodukte, sehr viel Gemüse, Kartoffeln, Salat, Haferbrei, Obst, aber auch ab und an Schoki, Chips oder Weizenbrötchen). Bevor jetzt irgendjemand aufschreit, dass wäre "orthorektisch": Ich fühle mich mit dieser Ernährung einfach wohler, gesünder und die Sachen schmecken mir wirklich am besten UND ich habe gelernt, dass man von diesen Nahrungsmitteln halt entsprechende Mengen essen muss, um das Gewicht zu halten.

Dies wären auch meine Tipps an dich liebe Schafschubserin, bzw. die Dinge, die bei mir geholfen haben als Anregung:

- NIEMALS (wirklich nie, auch wenn es bedeuten sollte morgens um 4 Uhr zu frühstücken) eine der drei Hauptmahlzeiten auslassen, da dies zumindest bei mir dazu führt, dass die Gefahr besteht, in alte Muster zurückzufallen

- reichhaltig frühstücken (mein Frühstück hat ca. 500 kcal) hilft mir (auch wenn es vielleicht paradox klingt) den Rest des Tages ebenfalls ausreichend zu essen

- ausreichend gesunde Lebensmittel essen (wirklich ausreichend, das bedeutet etwa 2000 kcal ohne Sport und entsprechend mehr mit Sport) und Schoki / Kuchen etc. als PLUS zu betrachten (Nein, ich nehme davon nicht zu, bin sogar erschreckenderweise sieben Jahre nachdem ich gewagt habe, eine Therapie zu beginnen, noch immer im leichten UG)

- einen Essensrhythmus finden, der zu dir und deinem Arbeits- und Lebensrhythmus passt (ich persönlich mag zum Beispiel drei große Hauptmahlzeiten und bin einfach kein Fan von Zwischenmahlzeiten (außer Naschen am späten Abend ), aber das bedeutet halt auch, dass ich wirklich große Portionen esse

Der wichtigste Tipp ist jedoch: Ein paar Monate des Unwohlseins akzeptieren, damit es langfristig besser wird. Zumindest war das meine Erfahrung: Die ersten Monate (hmm, vielleicht sogar das erste Jahr) war mir eigentlich permanent ein bisschen schlecht vom vielen Essen und es hat mich sehr, sehr angestrengt. Aber diese Zeit war es wirklich wert, da ich nun seit Jahren wieder unbeschwert essen kann und ich auch vor langen jobbedingten Auslandsaufenthalten (bei denen ich keinen Einfluss auf die Essenswahl/-zeiten habe) Arbeitsessen, Familienbesuchen, Festessen etc. keine Angst mehr habe.

Das Leben kann so viel unbeschwerter sein, wenn man die schwierige Anfangszeit überwunden hat! Aber für diese Zeit heißt es erstmal: sehr streng mit sich selbst sein, kein "wieder Einschränken" und die Übelkeit und das Unwohlsein einfach akzeptieren.

Ich wünsche dir dafür ganz viel Kraft!
Traumverloren

Liebe Schafschubserin!
Ich erkenne da sehr vieles wieder, von dem was Traumverloren schreibt...
Die Anfangszeit zur Gesundung, also der Weg aus der Essstörung, war für mich so schlimm, wie der Weg durch die Essstörung hindurch!
Wenn du es wirklich schaffen will, dann musst du dein Ziel vor Augen haben- so stark, dass du immer wieder aufstehst, wenn du fällst.

Der Weg aus der Essstörung ist ein Kampf, es ist einfach so. Aber es wird mit der Zeit leichter...Es muss sich grundsätzlich am Denkverhalten und am Handeln etwas ändern. Du musst oft gegen das ankämpfen, was die Stimme der Essstörung dir sagt.
Ich habe angefangen zu essen, obwohl ich immer wieder an den Punkt gestoßen bin, an dem ich gar nicht mehr verstanden habe, warum ich esse...weil die Essstörung solch einen immensen Raum in mir eingenommen hat, in meinem ganzen Wesen.
Ich wusste gar nicht mehr wer ich überhaupt bin, was ich tu, was Leben ist, wohin ich will?
Erst als ich wieder einen Körper hatte,...eine Figur, Normalgewicht...erst dann konnte ich mich sehen, als Mensch-nicht als Schatten, als Marionette...

Du musst gesund werden wollen, so stark, dass du nicht davor Angst hast, zu fallen...denn es wird immer wieder Rückfälle geben. Ich hatte so viele in der Anfangszeit...dass es mich fast wahnsinnig gemacht hätte.

Den Glauben und Willen zu behalten und einfach immer und immer und immer wieder aufzustehen und weiterzukämpfen...das ist der einzige Weg der dich da raus holt. ABER: dieser Kampf macht dich für dein Leben stark und DU kannst es schaffen, wenn du willst, wenn du es einfach tust.

Du hast nichts zu verlieren - du kannst nur gewinnen...und zwar DEIN Leben!
Alles Liebe!

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9. Dezember 2015 um 20:58
In Antwort auf patchsu

Liebe Schafschubserin!
Ich erkenne da sehr vieles wieder, von dem was Traumverloren schreibt...
Die Anfangszeit zur Gesundung, also der Weg aus der Essstörung, war für mich so schlimm, wie der Weg durch die Essstörung hindurch!
Wenn du es wirklich schaffen will, dann musst du dein Ziel vor Augen haben- so stark, dass du immer wieder aufstehst, wenn du fällst.

Der Weg aus der Essstörung ist ein Kampf, es ist einfach so. Aber es wird mit der Zeit leichter...Es muss sich grundsätzlich am Denkverhalten und am Handeln etwas ändern. Du musst oft gegen das ankämpfen, was die Stimme der Essstörung dir sagt.
Ich habe angefangen zu essen, obwohl ich immer wieder an den Punkt gestoßen bin, an dem ich gar nicht mehr verstanden habe, warum ich esse...weil die Essstörung solch einen immensen Raum in mir eingenommen hat, in meinem ganzen Wesen.
Ich wusste gar nicht mehr wer ich überhaupt bin, was ich tu, was Leben ist, wohin ich will?
Erst als ich wieder einen Körper hatte,...eine Figur, Normalgewicht...erst dann konnte ich mich sehen, als Mensch-nicht als Schatten, als Marionette...

Du musst gesund werden wollen, so stark, dass du nicht davor Angst hast, zu fallen...denn es wird immer wieder Rückfälle geben. Ich hatte so viele in der Anfangszeit...dass es mich fast wahnsinnig gemacht hätte.

Den Glauben und Willen zu behalten und einfach immer und immer und immer wieder aufzustehen und weiterzukämpfen...das ist der einzige Weg der dich da raus holt. ABER: dieser Kampf macht dich für dein Leben stark und DU kannst es schaffen, wenn du willst, wenn du es einfach tust.

Du hast nichts zu verlieren - du kannst nur gewinnen...und zwar DEIN Leben!
Alles Liebe!

...
Es ist wie eine Hürde...wenn du die überwunden hast (und du wirst es spüren, wenn es soweit ist), dann klappt es mit dem Essen, wie von selbst.
Die hartnäckige Vorarbeit ist das Wichtige und Bedeutsame...irgendwann festigt sich dein Verhalten. Zunächst braucht dein Körper ausreichend Nahrung und deine Seele die Zuneigung und Liebe, die sie verdient! Und das von einem Menschen-und zwar nur von dir!!!

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