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Wie soll ich damit umgehen?

16. Dezember 2005 um 16:02 Letzte Antwort: 19. Dezember 2005 um 11:47

Bei meiner Oma (67) wurde vor drei Wochen ein schwarzer Schatten auf der Lunge entdeckt.Es hies dann eine kurze Zeit später dass der eigentliche Tumor wohl in den Bronchien liegt und sich auch Metastasen in Hirn und Lunge gebildet haben.Als ich dies erfuhr hab ich mich seitdem darauf eingestellt dass sie wohl nicht mehr sehr lange unter uns weilen wird, obwohl ich immer noch nicht genau wusste wie ich nun zum anderen damit umgehen sollte.Als ich das letzte Mal im Kh war um sie zu besuchen machte sie einen guten Eindruck und meinte es würde ihr gut gehen, die Ärzte meinten sie glaubten die Metastasen im Hirn "im Griff" zu haben, dennoch konnten meine Oma und ich es nicht glauben, da sie schon wieder anfing zu weinen.Ich hab trotzdem immer gehofft.Gestern hab ich nun erfahren dass sie entlassen wurde aber die Ärtzin zu meiner Mum sagte, dass ihr Hirn und Körper bald total verkrebst sei und sie höchstens noch bis den kommenden Sommer zu leben hätte.Ich bin darüber oft so traurig dass ich nicht mal mehr weinen kann und es oft umschlägt in totale Verständnislosigkeit bzw. einen Schockzustand gegenüber dem was in ihr passiert.Ich finde es schlimm dass meine Ahnung die ich bereits hatte sich nun wirklich bestätigt.Ich kann damit nicht wirklich umgehen...es ist die Hölle für mich, einfach zum verzweifeln.
Nun frag ich mich was wohl noch passiert?Letztendlich wird sie wohl mehr an den Metastasen im Hirn statt des eigentlichen Lungenkrebses sterben.
Nur wie?Wird man sie mit Schmerzmitteln zu pumpen bis zur Besinnungslosigkeit oder schläft sie "friedlich" ein und erwacht nicht mehr?Ist diese Möglichkeit denn überhaupt noch gegeben?Ich hab Angst um sie auch wenn es dass nicht mehr bringt.Ich sehe den Tod auch nicht unbedingt als etwas schreckliches an sondern vielmehr als etwas sehr natürliches was dazu gehört.Es ist nicht der Tod den die meisten fürchten sondern vielmehr der Weg dahin....dass ist es auch was mich so beschäftigt.
Mir kommt es so vor dass ich statt sie all dies erleiden müsste und ich habe Angst vor dem Weg zu diesen "Ziel",wenn man den unausweichlichen Tod so bezeichnen mag...ich will nicht, dass sie leidet und ich möchte nicht dass es so schlimm wird dass das "Leben" oder vielmehr das was es einmal war, nur noch zu einer fast endlosen Qual umschlägt.Kein Lebewesen hat es verdient so zu krepieren.....
Wie wird es nun weitergehen? Mit was könnte man rechnen?Besteht die Möglichkeit das sie noch in Frieden sterben kann ohne das sie vorher durch die Hölle muss?
Bitte entschuldigt den langen Text aber ich musste mir und meinen Gedanken endlich einmal Luft verschaffen da es mir schwer fällt im Moment an andere Dinge zu denken.....


Liebe Grüße...

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19. Dezember 2005 um 11:47

Puh..
es ist irgendwo schwierig Dir jetzt Antworten zu geben. Man hofft immer wieder das die betroffene Person die Ausnahme ist, die die wieder gesund wird. Aber meist sieht es doch dann anders aus. Es wird mit Sicherheit kein leichter Weg werden für sie und für euch als Familie.

schau mal unter www.krebskompass-forum.de rein. Da sind alles Betroffene die das durchmachen oder durchgemacht haben. Das hat mir persönlich etwas weitergeholfen.

Ich wünsche Dir sehr viel Kraft für die schwere Zeit und genieße jeden Tag!

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