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Wie soll es bloß weitergehen

23. Mai 2013 um 19:37

Huhu bin seit heute neu hier und hoffe ihr könnt mir helfen.

Zu mir, ich bin 24 Jahre 1,71 groß und Wiege 55 kg. Seit dem ich 15 bin habe ich große Probleme was das essen angeht. Immer mal wieder... Mal ist es ein oder 2 Jahre gut und kommt dann schleichend wieder. Vor 2,5 Monaten habe ich mich (63kg) entschlossen die atkins dieät zu machen. Lief einen Monat Super. Toll abgenommen und nicht auf die kalorienangaben sondern nur auf die KH geachtet. Wie das dann leider immer so ist, Gerät die Abnahme ins Stocken, aber man will ja mehr... Dann habe ich angefangen kalorien zzgl. Zu den KH zu Zählen und ab dann begann ich wieder in dieses lch zu fallen. Z.zt. Esse ich maximal 1.200 kcal eher unter 1000 und mache täglich Sport (berufsbedingt) zu dem fahre ich am Wochenende noch viel Fahrrad. Mittlerweile habe ich starke Schlafstörungen, Wache am Wochenende um 5 oder 6 auf weil ich das Gefühl habe ich muss Sport machen.

Dazu kommt meine Angst vor dem essen. Ich bin eigentlich ein großer Liebhaber von allem was süß ist. Am Wochenende gehe ich durch die Läden um die Süßigkeiten anzugucken. Mein Mann überredete mich letztens einen Eisbecher zu essen und ich musste mein Abendessen und das Frühstück auslassen, das schlechte gewissen hatte ich anders nicht aushalten können. Ich denke jede freie Minute daran, wann ich was esse, wie viel was wiegt, wie viele KH od. Kalorien etwas hat. Ich finde meinen Körper schrecklich. Ziehe weder kurze Hosen noch Kleider an wel ich mich fühle als wenn ich 150kg wiegen würde. Ich kann die Gedanken nicht mehr ertragen, das ewige denken an essen, das bei 25 grad frieren und diese Einschränkung der Lebensqualität.

Vll hat ja jemand Lust sich mit ähnlichem Problem mit mir auszutauschen denn den Gang zum Arzt schaffe ich noch nicht. Dafür habe ich zu sehr vor der Zunahme Angst.

Liebe Grüße und Sorry für das geschriebene Buch

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23. Mai 2013 um 20:22

Hey
Liebe PinkLady...all diese Dinge kommen mir ja so bekannt vor. Ich bin zwar mittlerweile wieder im knappen Normalgewicht, aber habe alle deine Beschreibungen genau so erlebt/durchgemacht. Auch bei dem schönsten Sommerwetter habe ich noch gefroren und wenn meine Freunde in TShirt rumgelaufen sind, hatte ich noch einen Pullover an. Ich habe ebenfalls ständig ans Essen gedacht. Am Abend habe ich schon geplant, was genau ich frühstücke und so weiter. Das hat meine Lebensqualität erheblich eingeschränkt. Ich war total unspontan und habe (wie du mit dem Eisbecher) zum Teil wegen einer "Kaffeeverabredung"(ich wusste da würde man "erwarten", dass ich Kuchen esse) Frühstück und Abendessen ausfallen lassen.
Schlafstörungen habe ich immer noch. Ich kann selbst am Wochenende nicht mehr richtig entspannt ausschlafen. Und ich habe ganz oft das Gefühl ich müsste irgendwas für meine Figur tun/Sport machen.
Einkaufen gehe ich übrigens auch noch sehr gerne. Und ich schaue mir im Supermarkt auch viele Sachen an, die ich nicht kaufe/esse, aber das hat sich in letzter Zeit sehr gebessert. Ich habe mittlerweile gelernt, dass man auch mal gut eine Portion Süßes essen, ohne es irgendwie kompensieren zu müssen. Ich glaube du musst jetzt ganz kleine Schritte machen und dir und deinem Körper ganz viel Zeit geben, sich wieder zu "normalisieren". Hast du dir schonmal Gedanken darüber gemacht, was du wirklich richtig gerne machst? Also bei welchen Aktivitäten (bei dir wohl am besten NICHTS mit Sport ) du mal nicht ans Essen denkst und richtig dein Leben genießt?
Mir hat es geholfen, mehr mit Freundinnen zu unternehmen und mich wieder etwas aus meiner selbstverschuldeten "Einsamkeit" rauszuziehen. Ich sage heute keine Verabredungen mehr ab, nur weil ich Angst habe, da ne Pizza zu essen oder so Du musst jetzt erstmal in kleinen Schritten lernen, das Essen/den Sport wieder als eine Art Nebensache im Leben anzusehen. Klar, sollte man sich damit beschäftigen, gesund zu leben/zu essen/sich fit zu halten - und natürlich auch mal schlemmen und genießen - aber du darfst deinen Lebensalltag nicht nur von Sport/Essen bestimmen lassen.
Ich hoffe du fühlst dich jetzt nicht mehr so alleine mit deinem Problem - rede wenn möglich auch mit deinem Partner darüber und vertraue dich Freunden an - die werden das verstehen und dir helfen/oder zumindest ein offenes Ohr für dich haben! Du bist nicht allein! Ich drück dir die Daumen

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23. Mai 2013 um 21:19

Huhu
Hallo moehre, vielen dank für deine Worte es tut gut zu wissen das man mit solchen Problemen nicht alleine da steht, bzw. Das es Menschen gibt die genauso empfinden bzw. Empfunden haben. Mir fällt es sehr schwer mich Menschen anzuvertrauen. Die einzige die darüber Bescheid weiß ist meine beste freundin (früher selbst Bulimie in extremen Ausmaßen gehabt) weil ich weiß sie kann das was ich denke oder fühle nachempfinden. Mein Partner hat glaube ich Angst den Problemen ins Gesicht zu sehen. Er sagt zwar immer "du bist irre oder verrückt" kann aber damit überhaupt nicht umgehen. Ich wäre so gerne wieder richtig glücklich. Ich beneide die Leute unendlich, die nicht darüber nachdenken was sie wann essen.

Was macht mich glücklich?! Gute frage. Ich gehe gerne abends weg, tanzen ein bisschen rauskommen. Früher bin ich gerne Cocktails trinken gegangen, aber das kann ich NOCH nicht mit meine, Kopf vereinbaren. Zu viel Zucker usw. Ich frage mich so oft WARUM ich das alles überhaupt mache, nehme mir vor ab dem nächsten Tag mal ein Brötchen morgens zu essen o.ä. Mal ein Eis ohne schlechtes gewissen, bin auch fest entschlossen das durchzuziehen, bis dann der nächste Tag ist und meine guten Vorsätze komplett über den Haufen geworfen werden, weil der Gang auf die Waage mit 100g mehr anzeigen.

Ich freue mich für dich das du den weg "geschafft" hast bzw. Auf dem besten weg ist und hoffe das ich auch bald Fortschritte mache. Bisher ist das irgendwie alles noch so weit weg für mich. Meine größte Angst betrifft den Sommer, da habe ich 4 Wochen Urlaub und viel zu viel zeit mich mit Sport oder essen zu beschäftigen.

Ich wünsche dir noch einen schönen Abend.
Liebe Grüße

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24. Mai 2013 um 18:04

Huhu luxaterna
Finde es auch zum Kotzen das man so Kleinigkeiten wie du schon sagst, Brot essen etc einfach nicht hinbekommt. Was ist denn mit uns nicht richtig?!?!! Heute war wieder ein richtig beschissener Tag bei mir. Habe gestern Abend zum anstoßen eines Geburtstages ein Bier getrunken und so ein schlechtes gewissen das es heute morgen nur ein kleines Frühstück gab und ich 2 Stunden fahrrad fahren MUSSTE. Das ist ja das schlimme, es ist nicht das man jetzt unbedingt fahren will, obwohl es mir Spaß macht, aber ich muss unbedingt was tun damit das schlechte gewissen nicht so laut ist. Freitag ist eh immer ein blöder Tag bei mir denn Samstag ist wiegetag - glücklicherweise habe ich nur am Wochenende eine Waage da ich in der Woche auf Arbeit bin und dort auch schlafe. Eigentlich bin ich froh darüber, ansonsten würde ich jede freie Minute mein Gewicht kontrollieren.

Ich hoffe ihr hattet Heute einen besseren Tag und wünsche euch ein schönes Wochenende

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25. Mai 2013 um 10:19

Die Gewichtsphobie irgendwie beseitigen.
Genau darum geht es bei der Heilung einer Essstörung. Die panische Angst vor der notwendigen Gewichtszunahme hat psychische Ursachen, die es zu finden und zu beheben gilt.Erst wenn man sich der Realität stellt, dass man nicht nur zu dünn sondern psychisch krank ist, hat man eine Chance, wieder gesund zu werden.

LG Nus

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