Wenn du mit deiner Therapeutin nicht klar kommst, dann such dir neben der laufenden Therapie einen neuen Platz, zu dem du dann wechseln kannst.
Was ich bei sehr übergewichtigen Leuten bemerkt habe ist, dass sie immer von einem Extrem ins Andere wechseln. Zuerst gibts sehr viel Fettiges und dann plötzlich der Wille zum Abnehmen, wo sie sich so sehr selbst foltern, sodass sie nach ein paar Tagen wieder in einen Heißhunger verfallen und am Ende mehr draufhaben als vorher.
Das Einzige, was wirklich funktioniert, ist halt eine dauerhafte Ernährungsumstellung - aber das wirst du ja auch wissen. Kalorien zählen, Bewegung und eine Ernährung, die du auf Dauer (!) durchziehen kannst. Kein Ananas-Diät- oder FDH-Mist, auch diese ganzen Diäten wo du angeblich an irgendwelchen Tagen alles essen kannst, was du willst, das ist alles für die Mülltonne. Du musst lernen, wie du dich ernähren kannst, sodass du satt wirst und auch mal sündigen kannst.
Pizza, Fast Food und das ganze Zeug, das du wahrscheinlich grad gewohnt bist, musst du bewusst einbauen. Dafür gibts dann zu Mittag halt sehr viel Gemüse und weniger Kohlenhydrate. Die gezählten Kalorien werden dir zeigen, wie du jeden Tag gestalten kannst. Es gibt auch nix Besseres als mal 200 Kalorien übrig zu haben und dann mal einen Schokoriegel zu essen.
Und fang langsam am: Zähl jetzt mal die Kalorien, so wie du normalerweise isst. Und nach zwei Wochen oder so iss 100 Kalorien weniger. Zwei Wochen später wieder 100 Kalorien weniger.. bis du merkst, dass du abnimmst und diese Kalorienzahl wird dann dein tägliches Ziel sein, bis du stagnierst - dann werden es nochmal 100 Kalorien weniger, weil du dann schon ein bisschen was abgenommen hast und weniger Kalorien brauchst.
Was mich besonders motiviert hat, als ich abgenommen habe: Ich habe mir bei allen fünf Kilo Minus (also ca. alle drei Monate, abnehmen muss langsam passieren!!) neue Kleidung gekauft als Belohnung. Das war immer das Allerbeste
Irgendwann merkt man dann, wie man merklich in kleinere Größen passt.
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