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Wie hat es bei euch angefangen?

2. Januar 2009 um 3:26 Letzte Antwort: 20. Januar 2009 um 1:48

Hallo zusammen!
Ich würde gerne mal wissen wie die Magersucht bei denen angefangen hat, die sie jetzt haben.
Ich habe schon einiges darüber gelesen, aber mir ist z.B. noch nicht klar wie man isst wenn es anfängt.
Welche begleiterscheinungen gibt es etc. pp.
Bevor irgendwelche fragen kommen wie: "Bist du Magersüchtig?" möchte ich erstmal lesen was ihr mir schreibt.
Ich danke schon jetzt denen die mir antworten können.
Ich hoffe es ist nicht unverschämt von mir so etwas zu fragen?!
Kata

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2. Januar 2009 um 10:38

Meine Magersucht Hat so angefangen.
Ich war früher Mollig und habe dann beschlossen abzunehmen. Ich habe immer weniger gegessen.
Lg Hannah

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2. Januar 2009 um 12:11

....
Weißt du, es ist nicht unverschämt so etwas zu fragen und ich sage dir ganz ehrlich: das ist der erste schritt sich mit dem kommenden auseinander zu setzen. Wenn man mich heute fragt: " bist du magersüchtig" dann bekommen die Leute eigentlich immer zu hören " Nein,bin ich nicht aber ich war es einmal". Und das kann ich heute mit erhobenen Hauptes sagen,denn ich hab geschafft aus der Krankheit rauszukommen. Ich werde für immer einen gewissen Stempel haben aber das macht mich nur stärker.
Ich war eigentlich nie dick oder übergewichtig,habe auch immer normal gegessen und mich nicht sonderlich darum geschert was andere von mir gehalten oder gedacht haben. Der Grund warum ich damals abgerutscht bin war meine Disziplin und mein Ehrgeiz. Ich war ab Kindesalter schon sportlerin und stand mit 12 Jahren vor dem größten Erfolg. Aber mehr geht immer dachte ich mir,also wurde trainiert vor dem Frühstück, joggen nach der Schule, Krafttraining vor dem eigentlichen Training und dann noch Training. Essen war da nicht mehr so wichtig und diente nur dem Zweck der Lebenserhaltung. Das ganze zog sich knapp 4 Jahre hin. Keine Frage ich habe sportlich viel erreicht,ich habe mir einen Namen gemacht und unseren Verein ganz nach vorn geholt,aber was folgte wart nicht das was ich mir erhofft hatte. dazu kam die Schule,die ich möglichst auch gut abschneiden wollte und so weiter und so weiter....
Ich bin mit 16 mit einem Herzinfakt zusammengebrochen. Ich war mit allem unterversorgt was nur möglich war, Mangelerscheinungen an sämtlichen Vitaminen und Spurenelementen. bei dem Zusammenbruch prallte ich mit der rechten Kopfseite an einen Bordstein und zog mir ein Schädelhirntrauma zu. Ich lag nach der OP knapp 4 Monate im Koma und wurde darüber hinaus weitere 3 monate künstlich ernährt. Ich wurde danach von meinen ärzten und Eltern in eine Klinik eingewiesen und glaub mir ich habe sie dafür gehasst! Ich habe durch diese Krankheit viele Freunde vernachlässigt und merkte plötzlich wie allein ich eigentlich war. Aber das war damals! Heute bin ich bei einer Größe von 173 cm bei einem supertollen Gewicht von 52 kg. Wenn ich vor dem Spiegel stehe gefall ich mir und ich gefalle meinem Mann. Das hat viel Zeit und auch Kraft gefordert,aber es hat sich gelohnt,denn ich weiß jetzt wofür es sich zu leben lohnt. Jeden Morgen sagen meine Kollegen " Wenn du reinkommst dann geht die Sonne auf". verstehst du, egal wie krum und schief unser Leben manchmal geht,es lohnt sich nicht dafür seiner Selbst zu verlieren. Ich habe lange gebraucht um das zu verstehen und hoffe mit meinem schlechten Beispiel vielleicht eine Abschreckung zu sein.
Ich bin heute immer noch ehrgeizig und diszipliniert, stopfe nicht alles in mich rein und geh täglich joggen, ich bin erfolgreich in meinem Beruf und bin dabei sehr glücklich. Das war ein harter Weg bis hierher, den ich im nachhinein auch hätte einfacher haben können.
Für Essstörungen sind nicht immer psychische Probleme verantwortlich,denn ich hatte sie nie.
Aus diesem Grund bin ich seit 4 Jahren auch ehrenamtlich in einer Institution tätig die sich mit untergewichtigen Kindern beschäftigt. Und es macht so einen spass und es gibt einem so viel wenn sich kinder darüber im klaren werden,dass das Leben so viele Überraschungen für sie bereithält...
Sei also immer bedacht auf das was du tust. Wichtig dabei: denke immer zwei schritte voraus und schau auf den horizont und nicht auf die nächsten zehn zentimeter vor deinen Füßen.

LG

P.S.: Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden.

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6. Januar 2009 um 18:54

@Moe
Ich finde dein Kommentar völlig daneben !!! Sie ist gesund und wenn ihr Körper bei 52 kg sagt mir geht es wieder gut dann ist das eben so , warum sollte sie sich selbst belügen , sie klingt mir sehr erwachsen und reif und das sie was aus der MS gelernt hat !!!Ich finde es toll das sie sich jetzt liebt wenn sie in den spiegel schaut !!!

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14. Januar 2009 um 18:41

Danke
Hallo!
Danke für die Antworten.
Jetzt der Grund für meine Frage: Ich hatte in letzter Zeit ständig Probleme überhaupt etwas zu essen. Habe mal 3 Tage nix runtergekriegt, was auch einen Grund hatte, den ich aber hier nicht nennen werde. Desweiteren war meine Schwester meiner meinung nach magersüchtig, und ich will im moment nach einer Schwangerschaft abnehmen (10 kilo maximal). Nun fang ich zwar wieder an mehr zu essen, bin aber immer am überlegen ob ich wirklich etwas essen soll (schon wieder) und was jetzt gesund und nicht so fett ist etc. pp. Denke aber das es normal ist wenn man abnehmen möchte und so denkt. Hatte halt nur angst als ich wirklich tagelang nix essen konnte.
Ich danke für eure Antworten und wünsche denen, die ihre Esstörungen bekämpfen, viel Glück und kraft dabei.
Und ich pass mal lieber auf dass ich keine kriege, war oft genug nahe dran
lg, Kata

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20. Januar 2009 um 1:48

Glückwunsch
Du kannst stolz auf dich sein! Aber die anderen könne ja eigentlich nichts dafür, es ist eine Krankheit, die zu bekämpfen viel Kraft kostet. Ich denke nicht dass es alle toll finden zu hungern....

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