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Wie gehen eure Partner mit der ES um?

31. März 2011 um 18:20 Letzte Antwort: 1. April 2011 um 11:43

Hallo an Alle!

Es würde mich mal interessieren, ob eure Partner von der ES wissen und wenn ja, wie sie dazu stehen und wie ihr eure Beziehung trotz ES meistert...

Sprecht ihr offen über eure Ängste.
Denkt ihr manchmal über eine Trennung nach, weil ihr euren Partner nicht unglücklich machen wollt oder wurdet ihr sogar verlassen!

Es interessiert mich aus dem Grund, weil ich ja selbst in einer Beziehung bin, mein Partner von Anfang an von meiner ES wusste und diese Gedanken immer mal wieder kommen...wobei wir beide meine Es recht gut im Griff haben (bin immer noch symptomfrei )

Aber trotz allem sind diese Gedanken hin und wieder da, ob er nicht ohne mich sorgenfreier wäre?!
Andererseits glaube ich, dass wir einander garnicht unglücklich machen können, solange wir uns haben...

Danke schonmal für eure Antworten! PatchSu

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31. März 2011 um 19:13

Hi Patchsu,
ich bin seit 5 Jahren mit meinen Freund zusammen. Ich habe ihm recht früh von meiner ES erzählt. Ich war mir anfangs aber nicht so sicher, ob er die Problematik wirklich versteht. Solange die Krankheit nicht präsent war, hat er das, glaube ich, falsch eingeschätzt wie schlimm es wirklich ist.

Nach 2 Jahren wurde die Bulimie bei mir wieder richtig schlimm, ich hatte auch Burn-out-Symptome. Da hat er auch teilweise mitbekommen, wenn ich mich übergeben habe. Oder wenn ich so depressiv war und nicht mehr leben wollte...

Ich habe ihn sonst nie weinen sehen, nur in diesen Situationen. Ich habe gemerkt, dass er sich total hilflos fühlte. Er hat richtig gelitten, weil er mich so liebt.

Da habe ich auch gedacht, dass er langfristig gesehen besser ohne mich dran ist. Aber er ist bei mir geblieben und teilweise habe ich ihn echt schlecht behandelt (bei mir wurde auch Borderline diagnostiziert, zumindest eine Akzentuierung oder wie die das nennen). Er hat eine Therapie mit mir durchgestanden und hat mich echt unterstützt.

ich habe nie bereut, dass ich mich ihm anvertraut habe. Ich glaube ohne diese Ehrlichkeit wäre unsere Partnerschaft nicht so gut bzw. denke ich, dass es zu einer Beziehung dazugehört, dass der andere so einschneidende Probleme kennt.

Als ich die ES bekam (vor 10 Jahren) war ich auch grade in einer Beziehung. Ich war 18, er 20. Ich wurde anorektisch und er konnte nach einiger Zeoit nicht mehr, er war total überfordert. Ich war dann in einer Klinik am Tegernsee (komme aus Mittelhessen), war also ein gutes Stück von ihm entfernt. Da hat er sich per Telefon von mir getrennt.

Ich habe das nicht ausgehalten, und ich blöde Kuh! habe die Therapie deshalb abgebrochen. Er hatte dann schon was mit einer anbderen angefangen, die er noch von früher aus der Schule kannte...

Nach dem Erlebnis hatte ich schon erstmal Angst meinen Freund von der ES zu erzählen als wir damals zusammen kamen. Ich hatte da ja auch mittlerweile Bulimie, was mir noch peinlicher war als die Anorexie.

Plötzlich fällt mir ecvht viel zu dem Thema ein, ich will dich hier aber auch nicht vollabern.

Manchmal habe ich noch Tage, da habe ich Angst unter Menschen zu gehen, das denke ich immer, die finden mich total dumm, ich bin im Weg, etc. Ich analysiere dann alles was ich sage, was die anderen sagen , das macht mich dann psychisch so fertig, dass ich entweder gar nicht erst zu Verabredungen mitkomme oder dann früher gehe und einc total komisches Verhalten an den Tag lege. Ich weiß nicht, ob ich ihm da peinlich bin, ob er sich für mich schämt. Davor habe ioch Angst.

Jedenfalls ist er genervt wenn ich kurz vor knapp Verabredungen absage, weil ich mich so depressiv fühle. Das kann er eben nicht verstehen, er kennt solche Gefühle ja nicht. Da gibt es schon immermal Stress zwischen uns. Dann stört es ihn schon, dass es mit mir nicht so ganz normal ist.

Liebe Grüße,
lescourgettes

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31. März 2011 um 19:15

Ach ja...und noch was
ist etwas heikel, aber ich muss es unbedingt ansprechen...
das leidige Thema der Sexualität!
Ich habe noch immer starke Probleme mit meinem Freund zu schlafen.

Die Lust kommt einfach noch immer nicht zurück und ich habe inzwischen auch Panik davor!!!!
So langsam tut mir mein Freund richtig leid!
Er nimmt es immer hin, aber spricht es auch oft an, dass wir ja so lange nicht....

Was kann ich denn nur tun...sollte ich mich einfach mal zwingen? Aber ist ja auch nicht die optimale Lösung

Warum kann man denn mir einem Mann nicht schlafen wollen, den man so sehr von Herzen liebt???
Ich begreif es nicht-ich begreif mich nicht

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31. März 2011 um 19:35


bin inzwischen zwar wieder single,aber mein partner wusste von anfang an von meiner es.er war schon ziemlich hinterher das ich was aß und in seiner gegenwart bin ich auch nie aufs klo verschwunden...
wenn ich doch mal meine phasen hatte an denen ich nichts essen wollte,gabs fürchterlichen krack..
ich bin da ziemlich dickköpfig und ließ mir da auch nicht gut zureden..
wenn man in einer beziehung ist,finde ich es wichtig das man mit dem partner über alles reden kann auch über solch ernsten sachen..
es zu verschweigen wäre ein zu krasses geheimnis..
wie sie damit umgehen ist ihre entscheidung,aber ich finde sie haben ein recht darauf es zu erfahren..

lg jasmina

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31. März 2011 um 19:38

Zum thema sex:
nach 3 jahren beziehung konnte ich mich immer noch nicht richtig auf den sex einlassen..
wenn man sich in seinem körper nicht wohl fühlt,kann man sowas auch nicht genießen..da verstehe ich dich..

hab mich nach 3 jahren immer noch für meinen körper geschämt...

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31. März 2011 um 19:49
In Antwort auf elodie_12673693

Hi Patchsu,
ich bin seit 5 Jahren mit meinen Freund zusammen. Ich habe ihm recht früh von meiner ES erzählt. Ich war mir anfangs aber nicht so sicher, ob er die Problematik wirklich versteht. Solange die Krankheit nicht präsent war, hat er das, glaube ich, falsch eingeschätzt wie schlimm es wirklich ist.

Nach 2 Jahren wurde die Bulimie bei mir wieder richtig schlimm, ich hatte auch Burn-out-Symptome. Da hat er auch teilweise mitbekommen, wenn ich mich übergeben habe. Oder wenn ich so depressiv war und nicht mehr leben wollte...

Ich habe ihn sonst nie weinen sehen, nur in diesen Situationen. Ich habe gemerkt, dass er sich total hilflos fühlte. Er hat richtig gelitten, weil er mich so liebt.

Da habe ich auch gedacht, dass er langfristig gesehen besser ohne mich dran ist. Aber er ist bei mir geblieben und teilweise habe ich ihn echt schlecht behandelt (bei mir wurde auch Borderline diagnostiziert, zumindest eine Akzentuierung oder wie die das nennen). Er hat eine Therapie mit mir durchgestanden und hat mich echt unterstützt.

ich habe nie bereut, dass ich mich ihm anvertraut habe. Ich glaube ohne diese Ehrlichkeit wäre unsere Partnerschaft nicht so gut bzw. denke ich, dass es zu einer Beziehung dazugehört, dass der andere so einschneidende Probleme kennt.

Als ich die ES bekam (vor 10 Jahren) war ich auch grade in einer Beziehung. Ich war 18, er 20. Ich wurde anorektisch und er konnte nach einiger Zeoit nicht mehr, er war total überfordert. Ich war dann in einer Klinik am Tegernsee (komme aus Mittelhessen), war also ein gutes Stück von ihm entfernt. Da hat er sich per Telefon von mir getrennt.

Ich habe das nicht ausgehalten, und ich blöde Kuh! habe die Therapie deshalb abgebrochen. Er hatte dann schon was mit einer anbderen angefangen, die er noch von früher aus der Schule kannte...

Nach dem Erlebnis hatte ich schon erstmal Angst meinen Freund von der ES zu erzählen als wir damals zusammen kamen. Ich hatte da ja auch mittlerweile Bulimie, was mir noch peinlicher war als die Anorexie.

Plötzlich fällt mir ecvht viel zu dem Thema ein, ich will dich hier aber auch nicht vollabern.

Manchmal habe ich noch Tage, da habe ich Angst unter Menschen zu gehen, das denke ich immer, die finden mich total dumm, ich bin im Weg, etc. Ich analysiere dann alles was ich sage, was die anderen sagen , das macht mich dann psychisch so fertig, dass ich entweder gar nicht erst zu Verabredungen mitkomme oder dann früher gehe und einc total komisches Verhalten an den Tag lege. Ich weiß nicht, ob ich ihm da peinlich bin, ob er sich für mich schämt. Davor habe ioch Angst.

Jedenfalls ist er genervt wenn ich kurz vor knapp Verabredungen absage, weil ich mich so depressiv fühle. Das kann er eben nicht verstehen, er kennt solche Gefühle ja nicht. Da gibt es schon immermal Stress zwischen uns. Dann stört es ihn schon, dass es mit mir nicht so ganz normal ist.

Liebe Grüße,
lescourgettes

Dass mit der Angst
unter Menschen zu gehn und früher zu gehen und nicht zu wissen, was man sagen soll, was andere über dich denken...
Ohhh ja, das kenne ich zu 100%-geht mir auch oft so.

Nicht dabei sein, wenn andere zusammen sitzen.... wie oft bin ich doch immer nur bei mir in meinen 4 Wänden, während die anderen zusammen Spaß haben!!!!

Hoffe es wird wieder besser und die Soziale Isolation hat mal ein Ende...
Wie viel Spaß hatte ich früher mit meinen Freunden.
Immer gluckten wir zusammen und ich habe mich nie ausgegrenzt-Susi war einfach immer und überall am Start!
Dafür war ich bekannt-den größten Sch... konnte man IMMER mit mir machen

Ich will das wieder können!!!!!!!

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1. April 2011 um 7:29
In Antwort auf patchsu

Ach ja...und noch was
ist etwas heikel, aber ich muss es unbedingt ansprechen...
das leidige Thema der Sexualität!
Ich habe noch immer starke Probleme mit meinem Freund zu schlafen.

Die Lust kommt einfach noch immer nicht zurück und ich habe inzwischen auch Panik davor!!!!
So langsam tut mir mein Freund richtig leid!
Er nimmt es immer hin, aber spricht es auch oft an, dass wir ja so lange nicht....

Was kann ich denn nur tun...sollte ich mich einfach mal zwingen? Aber ist ja auch nicht die optimale Lösung

Warum kann man denn mir einem Mann nicht schlafen wollen, den man so sehr von Herzen liebt???
Ich begreif es nicht-ich begreif mich nicht

Ja,
das ist auch bei mir ein Problem. Wir führen zudem eine Fernbeziehung und sehen uns nur am Wochenende (Aber erst seit 1 Jahr die Fernbeziehunbg), aber ich fühle mich dann am Wochenende erst recht unter Druck.

Er sagt nichts, er setzt mich diesbezüglich nicht unter DSruck, aber ich selbst, weil er mir da so leid tut.

Wenn wir dann mal an einem WE nicht miteinander schlafen, muss er ja ne ganze Woche wieder warten.

Keine Ahnung wann die Lust wiederkommt, es hängt auch stark von meinem momentanen Körpergefühl zusammen, fühle ich mich gerade dick, dann geht natürlich nichts.

Liebe Grüße,
lescourgettea

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1. April 2011 um 10:08

Naja, mein freund meint...
ich wäre nie essgestört-krank gewesen. warum auch immer. gut, die hardcoreheilfastenzeit hat er mitbekommen aber wenn ich kotzen war nicht.
das problem ist er ist mit dem thema vorher nie in berührung gekommen und ist wohl der typ der bei ner esstörung an skelette denkt.
dabei hab ich jetzt erst eingesehen, dass ich krank war. vorher war der alltag mit der esstörung halt für mich normal, die letzten 9 jahre. dünn sein war das ziel obwohl ich es schon war...

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1. April 2011 um 10:22
In Antwort auf patchsu

Ach ja...und noch was
ist etwas heikel, aber ich muss es unbedingt ansprechen...
das leidige Thema der Sexualität!
Ich habe noch immer starke Probleme mit meinem Freund zu schlafen.

Die Lust kommt einfach noch immer nicht zurück und ich habe inzwischen auch Panik davor!!!!
So langsam tut mir mein Freund richtig leid!
Er nimmt es immer hin, aber spricht es auch oft an, dass wir ja so lange nicht....

Was kann ich denn nur tun...sollte ich mich einfach mal zwingen? Aber ist ja auch nicht die optimale Lösung

Warum kann man denn mir einem Mann nicht schlafen wollen, den man so sehr von Herzen liebt???
Ich begreif es nicht-ich begreif mich nicht

Meinst du wirklich...
die unlust kommt von der esstörung bzw. steht im verhältnis zum gestörten verhältnis zum körper?
könnte schon sein.
Mein einer Kumpel der sich gut mit joga, deeksha und spiritualität auskennt (war auch schon in Indien )
meinte neulich zu mir dass esstörungen wie zb. der starke wunsch dünn zu sein und sexuelle unlust und das besser fühlen ohne nahrung(wie zb. bei mir wärend den heilfastenphasen) vor allem "vergeistlichung" bedeutet. wir wollen uns im warsten sinne des wortes verdünnisieren und mehr und mehr geistlich statt körperlich unterwegs sein. deshalb haben wir probleme mit diesen typisch körperlichen sachen wie essen, sex und unser körper allgemein.
so,hoffe konnte es gut wiedergeben. er kann sowas gut erklären

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1. April 2011 um 10:31
In Antwort auf an0N_1228586099z

Meinst du wirklich...
die unlust kommt von der esstörung bzw. steht im verhältnis zum gestörten verhältnis zum körper?
könnte schon sein.
Mein einer Kumpel der sich gut mit joga, deeksha und spiritualität auskennt (war auch schon in Indien )
meinte neulich zu mir dass esstörungen wie zb. der starke wunsch dünn zu sein und sexuelle unlust und das besser fühlen ohne nahrung(wie zb. bei mir wärend den heilfastenphasen) vor allem "vergeistlichung" bedeutet. wir wollen uns im warsten sinne des wortes verdünnisieren und mehr und mehr geistlich statt körperlich unterwegs sein. deshalb haben wir probleme mit diesen typisch körperlichen sachen wie essen, sex und unser körper allgemein.
so,hoffe konnte es gut wiedergeben. er kann sowas gut erklären

Interessant...
klingt plausibel!
Wer seinen Körper mehr spürt und auch im Einklang mit sich ist, kann auch mehr empfinden (sexuell).

Durch Heilfasten wird das eigene Denken freier und man bekommt einen neuen Zugang zu sich-das wiederum müsste doch auch förderlich sein, das Sexualleben wieder neu erleben zu können, oder?

Ich denke, zwischen Dünnsein wollen (zwanghaft hungern) und den Körper durch Heilfasten zu entgiften, liegen Welten. Es sind zwei komplett unterschiedliche Methoden, die zu Gewichtverlusst führen, da sie jeweils den Fokus auf etwas ganz anderes setzen.

Und Fasten ist ja auch keine Sache, die man einen längeren Zeitraum macht-es ist begrenzt. Hungern allerdings nicht!

Über dieses Thema üsste man mal googeln

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1. April 2011 um 11:43
In Antwort auf patchsu

Interessant...
klingt plausibel!
Wer seinen Körper mehr spürt und auch im Einklang mit sich ist, kann auch mehr empfinden (sexuell).

Durch Heilfasten wird das eigene Denken freier und man bekommt einen neuen Zugang zu sich-das wiederum müsste doch auch förderlich sein, das Sexualleben wieder neu erleben zu können, oder?

Ich denke, zwischen Dünnsein wollen (zwanghaft hungern) und den Körper durch Heilfasten zu entgiften, liegen Welten. Es sind zwei komplett unterschiedliche Methoden, die zu Gewichtverlusst führen, da sie jeweils den Fokus auf etwas ganz anderes setzen.

Und Fasten ist ja auch keine Sache, die man einen längeren Zeitraum macht-es ist begrenzt. Hungern allerdings nicht!

Über dieses Thema üsste man mal googeln

Heilfasten für Menschen mit psychischen Erkrankungen nicht geeignet ...
... auch nicht für eine gegrenzte Zeit, nicht nur für Essgestörte, sondern auch für Menschen mit Burn-Out, Depressionen etc. (weiß ich von einer guten Freundin die an einem Burn-Out-Syndrom leidet und durch die Medikamente, die sie eingenommen hatte, stark zugenommen hat). Und da ich von meiner Therpeutin dazu aufgefordert bin mich mit Mythen der gesunden Ernährung bzw. meine Ansichten dazu auseinanderzusetzen, habe ich mich gerade ein bisschen mit Heilfasten auseinandergesetzt.

Habe dazu deshalb gerade eine interessante Pressemitteilung der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V.gefunden, die ich hier leicht gekürzt reinstellen möchte:

"Jedes Jahr stehen viele Todesfälle im Frühjahr im Zusammenhang mit Fasten, "Heilfasten", Nulldiäten oder anderen gefährlichen Crashdiäten, warnt heute Sven-David Müller-Nothmann von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Aachen.Fasten führt neben Vitamin- und Mineralstoffmangelzuständen auch über den Proteinmangel zum Muskelabbau. Davon ist auch der Herzmuskel betroffen, was insbesondere bei Risikopatienten tödlich enden kann, berichtet Müller-Nothmann weiter.Besonders gefährlich ist Fasten für Krebspatienten, Rekonvaleszente, Senioren und andere chronisch Kranke, betont Müller-Nothmann, der auch vor Fastenwandern oder Glaubersalzanwendung warnt.Überhaupt nicht Fasten sollten Diabetiker oder akut Erkrankte und natürlich Schwangere und Stillende sowie psychisch kranke Menschen ( ). Leider unterschätzen viele Menschen die Gefahren des (Heil-)Fastens. Der Begriff "Heilfasten" klingt so gesund: Dabei ist er selbstgewählt und entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage. Mit Fasten kann niemand heilen!
[...] Der fastenbedingte Muskelabbau reduziert den Ruhe-Nüchtern-Umsatz und das führt zum Jo-Jo-Effekt. Vor diesem Hintergrund ist Fasten zur Gewichtsreduktion abzulehnen. Langfristig macht Fasten dick und fördert zudem die Entstehung von Cellulite, formuliert Müller-Nothmann.Fasten reduziert die Abwehrkraft des Organismus und Infektionskrankheiten finden in Fastenden leichte Opfer. Das ist besonders im Frühjahr dramatisch, da die Menschen von Grippe und Erkältungskrankheiten bedroht sind. Besonders schädigend ist Fasten, wenn es mit Darmreinigung durch Glaubersalz kombiniert ist. Die Unwissenschaftlichkeit des Fastens zeigt sich im Entschlackungskult. "Schlacke" ist das Unwort der Ernährungswissenschaft, denn Schlacken fallen im menschlichen Organismus überhaupt nicht an. Hungern - und Fasten ist nichts anderes - ist nicht gesundheitsförderlich, sondern schädlich, betont Ernährungsexperte Müller-Nothmann. Insgesamt ist Fasten vorwiegend aus kommerzieller Sicht für bestimmte Ärzte und Kliniken interessant.Eine ernsthafte wissenschaftliche Auseinandersetzung gibt es nicht.
[...] Bezeichnend ist, dass noch nicht einmal Fastenkliniken in seriösen, international anerkannten wissenschaftlichen Fachzeitschriften publizierte Studien vorweisen können.
Fasten mit Tee, (Mineral-)Wasser, Molke oder Säften bedeutet hungern und führt zu einer Unterversorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen sowie lebenswichtigen Fettsäuren und Aminosäuren, sofern die Fastenphase über einige Tage hinausgeht. [...]. Dass nur Fastenkliniken, Fastenbuch-Autoren und Fastenärzte ihre Methode befürworten, ist bezeichnend. Sinnvoller ist es, im Frühjahr zur dauerhaften Umsetzung guter Vorsätze einfache Regeln wie mehr Gemüse und Obst zu essen, zwei Liter (Mineral-)Wasser zu trinken oder zwei alkoholfreie Tage einzuhalten."

Tja, also ist wohl auch Heilfasten nicht gesund, hatte gerade nach etwas gesucht, was vielleicht für mich ein Neustart in vielerlei Hinsicht sein könnte und mit dem Gedanken des Heilfastens gespielt, weil ich auch dachte das wäre ja was anderes als Hungern. Wenn ihr andere Studien von unabhängiger Seite zum Heilfasten kennt (also nicht von irgendwelchen Fastenkliniken oder entsprechenden Ärzten finanziert) würde mich das sehr interessieren.

Lieben Gruß#
Traumverloren

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