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WG für Magersüchtige ? :/

16. Januar 2016 um 7:04 Letzte Antwort: 2. Februar 2016 um 10:37

Hey Leute ,

ich bin nun seit zweieinhalb Monaten in der KuJP. Vom denken hat sich bei mir immer noch nicht ganz so viel getan. Ich habe seit bereits 5 Wochen eine Nasensonde die mich unterstützten soll. Doch so richtig weiter kommen wir hier langsam auch nicht mehr. Jetzt wurde in den Raum geworfen das ich unter diesen Umständen nicht nach Hause kann und für mich eventuell eine therapeutische Wohngruppe für Magersüchtige gesucht werden soll/kann. Das steht noch nicht fest,aber ich habe die Auflage von meiner Mutter bis Montag 800 Gramm zuzunehmen, sonst darf ich nicht mehr nach Hause. Dabei kann ich das jetzt schlecht beeinflussen, da ich ja nach dem Plan Esse mit 2250 kcal und zwei Mahlzeiten bekomme ich noch sondiert von 6. Sport darf ich eh nicht machen und bewegen tue ich mich auch kaum. Was haltet ihr davon ? :/
Hat jemand Erfahrungen mit solchen WG ?

LG

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16. Januar 2016 um 10:59

Libe Account,
ich hab in einer therapeutischen Wohneinrichtung für ES gearbeitet, meine also dir einiges dazu erzählen zu können.

Es ist wirklich eine gute Sache! Die Einrichtung schließt die Lücke zwischen Klinik und selbstständigem Leben. Du wirst dort esstherapeutisch, psychotherapeutisch und pädagogisch begleitet. Du hast also in der Regel 3 Bezüge.

Man wohnt mind. mit 1 oder mehreren Frauen in einer WG und das wirklich recht selbstständig. Die Mahlzeiten sind in der Regel betreut, aber können selbstständig eingenommen werden, wenn auf dich Verlass ist, du ein stabiles NG hast und so.

Gleichzeitig bist du dazu angehalten auch Alltag zu haben, also Schule, Ausbildung, Studium, Praktikum, Ehrenamt. Etwas das passt und in deinem Interesse liegt.

Gegessen wird weiterhin nach Plan - hier wird häufig der Klinikplan übernommen, du bestimmst die LM natürlich mit. Falls du jetzt bspw. keine Lust mehr auf Brot hast und stattdessen lieber Müsli frühstücken willst, kann das problemlos angepasst werden. Da bist du also nicht so eingeschränkt.
Dort wo ich gearbeitet habe, war das Mittagessen vom Haus gekocht. Es gab abwechslungsreiches Essen, immer mit vegetarischer Alternative und am Wochenende gabs Kochangebote mit der Ernährungstherapeutin.

Je nachdem wie die Einrichtung gestrickt ist, gibt's noch Gruppentherapie, Ressourcen wie Kunsraum, etc.

Du wirst im Endeffekt ein normales WG Leben haben mit allen Vor- und Nachteilen und den damit verbundenen Aufgaben.

Was auch immer du für Fragen hast, frag mich jederzeit.

Ich empfehle solche Einrichtungen wirklich sehr. Vor allem, da das Zurückgehen in die Familie wieder sehr schädlich ist bei den meisten.

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16. Januar 2016 um 13:46
In Antwort auf blamimibla

Libe Account,
ich hab in einer therapeutischen Wohneinrichtung für ES gearbeitet, meine also dir einiges dazu erzählen zu können.

Es ist wirklich eine gute Sache! Die Einrichtung schließt die Lücke zwischen Klinik und selbstständigem Leben. Du wirst dort esstherapeutisch, psychotherapeutisch und pädagogisch begleitet. Du hast also in der Regel 3 Bezüge.

Man wohnt mind. mit 1 oder mehreren Frauen in einer WG und das wirklich recht selbstständig. Die Mahlzeiten sind in der Regel betreut, aber können selbstständig eingenommen werden, wenn auf dich Verlass ist, du ein stabiles NG hast und so.

Gleichzeitig bist du dazu angehalten auch Alltag zu haben, also Schule, Ausbildung, Studium, Praktikum, Ehrenamt. Etwas das passt und in deinem Interesse liegt.

Gegessen wird weiterhin nach Plan - hier wird häufig der Klinikplan übernommen, du bestimmst die LM natürlich mit. Falls du jetzt bspw. keine Lust mehr auf Brot hast und stattdessen lieber Müsli frühstücken willst, kann das problemlos angepasst werden. Da bist du also nicht so eingeschränkt.
Dort wo ich gearbeitet habe, war das Mittagessen vom Haus gekocht. Es gab abwechslungsreiches Essen, immer mit vegetarischer Alternative und am Wochenende gabs Kochangebote mit der Ernährungstherapeutin.

Je nachdem wie die Einrichtung gestrickt ist, gibt's noch Gruppentherapie, Ressourcen wie Kunsraum, etc.

Du wirst im Endeffekt ein normales WG Leben haben mit allen Vor- und Nachteilen und den damit verbundenen Aufgaben.

Was auch immer du für Fragen hast, frag mich jederzeit.

Ich empfehle solche Einrichtungen wirklich sehr. Vor allem, da das Zurückgehen in die Familie wieder sehr schädlich ist bei den meisten.

Lieben Dank
Für deine tolle und ausführliche Antwort. Das hat mir gerade ne Menge Angst genommen. Manchmal denke ich auch das es besser ist von zu Hause weg zu ziehen, einfach für meine Entwicklung. Ich habe auch große Angst in meinem noch labilen Zustand all das Gewicht wieder abzunehmen und meine Mama ist mir da auch keine große Hilfe. Ich will sie da ja auch gar nicht so mit rein ziehen. Aber vielleicht brauche ich einen ganz neuen Tapetenwechsel. Ich habe heute 650 Gramm zugenommen also fehlen mir bis Montag noch 150 Gramm. Ich habe mich gestern echt zusammen gerissen und "heimlich" mehr gegessen,denn außer diesem Plan darf ich nichts anderes essen. Ich bin jemand der die sogenannte Stränge etwas braucht glaube ich. Allerdings bin ich sehr unselbstständig und ich weiß nicht ob freies Essen so gut für mich ist.

Was passiert wenn man in so einer Einrichtung abnimmt und das Essen verweigert ? Gibt es da auch Ausgangssperre oder ähnliches ?
Ich habe auch immer Angst vor neuen Menschen und ich habe auch ziemlich Angst das es irgendwie triggernt ist wenn andere das selbe Problem haben. Denn auf meiner Station bin ich hier zur Zeit die einzige mit einer Essstörung. Mir fehlen noch immer 5 kg bis ich das Zielgewicht erreicht habe. Jedoch ist die Frage wie Lange das hier noch weiter gehen kann da ich eben fast drei Monate hier bin.


Danke

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16. Januar 2016 um 15:26
In Antwort auf eva_11868365

Lieben Dank
Für deine tolle und ausführliche Antwort. Das hat mir gerade ne Menge Angst genommen. Manchmal denke ich auch das es besser ist von zu Hause weg zu ziehen, einfach für meine Entwicklung. Ich habe auch große Angst in meinem noch labilen Zustand all das Gewicht wieder abzunehmen und meine Mama ist mir da auch keine große Hilfe. Ich will sie da ja auch gar nicht so mit rein ziehen. Aber vielleicht brauche ich einen ganz neuen Tapetenwechsel. Ich habe heute 650 Gramm zugenommen also fehlen mir bis Montag noch 150 Gramm. Ich habe mich gestern echt zusammen gerissen und "heimlich" mehr gegessen,denn außer diesem Plan darf ich nichts anderes essen. Ich bin jemand der die sogenannte Stränge etwas braucht glaube ich. Allerdings bin ich sehr unselbstständig und ich weiß nicht ob freies Essen so gut für mich ist.

Was passiert wenn man in so einer Einrichtung abnimmt und das Essen verweigert ? Gibt es da auch Ausgangssperre oder ähnliches ?
Ich habe auch immer Angst vor neuen Menschen und ich habe auch ziemlich Angst das es irgendwie triggernt ist wenn andere das selbe Problem haben. Denn auf meiner Station bin ich hier zur Zeit die einzige mit einer Essstörung. Mir fehlen noch immer 5 kg bis ich das Zielgewicht erreicht habe. Jedoch ist die Frage wie Lange das hier noch weiter gehen kann da ich eben fast drei Monate hier bin.


Danke

Hallo Account,
diese Einrichtungen legen die Verantwortung für deine Genesung in deine Hände.

In "meiner" Einrichtung haben neue Bewohner_innen erstmal 1e Woche in einem deutlich klinischem Setting gegessen, wo ihre Lebensmittel verwahrt waren und sie in andere Räumlichkeiten gehen mussten, zu etwas anderen Zeiten und dort unter Aufsicht der Therapeutin ihre Mahlzeiten Portioniert und eingenommen haben. Wenn du dich in dieser Woche gut anstellst (Esstempo, aufessen, usw.), dann darfst du in deinem "Haus" essen mit deinen Mitbewohnerinnen und dem Dienst. Dort guckt dir allerdings keiner auf den Teller, ob du alles hast. Du kannst also schummeln was das Zeug hält. Gewogen wird 1x die Woche (Wiegerhythmus wird erhöht, wenn du stabiles NG hast und verlässlich isst). Am Wiegetag folgt danach die Gesprächsrunde mit der Esstherapeutin, dann wird die Zu/Abnahme/Gehalten besprochen. Wenn du also wg. nicht einhalten abgenomnen hast, dann wirst du zunächst gefragt, ob du alles gegessen hast. Wenn du bejahst, obwohl du nicht alles gegessen hast, wird eine Planerhöhung gemacht. Oder du gibst dann, oder schon vorher zu, dass du entweder noch das strengere Setting brauchst, oder andere Unterstützung (bspw. "Vorportionieren") um deinen Plan einhalten zu können.

Wenn du ins Untergewicht rutscht darfst du keine Fußwege mehr gehen. Es wird für dich eingekauft und du musst zu deiner Beschäftigung gefahren werden.
Wenn du unter die Anorexiegrenze rutscht, dann wirst du krank geschrieben, hast Dauerbetreuung und wenn du innerhalb von 4 Wochen nicht zugenommen hast, oder sogar abnimmst, wird ein Klinikantrag gestellt.

Meiner Meinung nach wirklich sehr, sehr softe und selbstverantwortliche Konsequenzen.

Sowohl Esstempo, wie auch das Abschätzen und Portionieren wird eingeübt. Es wird viel Wert auf Normalität gelegt, weshalb es dein persönliches Ziel und Ansporn sein soll, dass du gerne mit deinen Mitbewohner_innen am Tisch essen und quatschen magst.

Du hast IMMER (24/7) die Möglichkeit mit dem Dienst (Soz.Päd. oder Psycho.) zu sprechen, und bis zu einer gewissen Uhrzeit sind auch immer Esstherapeut_innen im Haus.

Es folgt also keine Ausgangssperre. Sondern weil du krank bist, wirst du eben krank geschrieben.

Ich finde aber - ganz ehrlich - dass du gar nicht erst drüber nachdenken solltest, ob es künftig okay wäre, mal gar nichts zu essen. Das ist natürlich nicht okay - egal ob du jetzt Zuhause wohnst oder nicht.

Deine Mitbewohner_innen sind mit solchem Verhalten wesentlich ungnädiger als die Therapeut_innen die im Dienst sind. Und du würdest doch auch ganz ehrlich den Betroffenen in der Klinik bei Nahrungsverweigerung den Vogel zeigen, oder?

Bei diesen Einrichtungen gibt es ganz oft mehrstufige Modelle, wo du dich über die Jahre dann in die Eigenständigkeit und natürlich Gesundheit hangeln kannst.
Bspw. wohnst du erst direkt im Haus in einer WG, wo in irgendwelchen Gemeinschaftsräumen auch die Therapeut_innen sind. Dann später kannst du in eine externe Wohnung der Einrichtung ziehen (gehört zur "Maßnahme" und wird also auch vom Amt übernommen! so wie das wohnen in den WGs auch) - du bist zwar noch Angebunden an die Einrichtung, aber schon ein ganzes Stück selbstständiger, brauchst nicht mehr so viel Betreuung, kannst selbstständig Essen und einkaufen, den alltag bewältigen, ohne dass dein Gewicht darunter leidet oder du in Symptomatik fällst. Und ganz zum Schluss kannst du entweder komplett ausziehen in eine ganz eigene Wohnung und dich, wenn du magst, noch ambulant anbinden, oder du wohnst komplett selbstständig, ohne weitere Therapietermine. In der Regel darf man aber immer gern zu Besuch kommen - viele haben dort gute Freund_innen gefunden.

Du siehst, es ist nichts zwanghaftes daran, sondern sehr selbstverantwortlich und das ganze birgt ein großes Potenzial, welches du erfolgreich nutzen kannst.

Ich würde es dir 1000 mal mehr raten als zurück nach Hause zu gehen, das würde wohl eher böse enden. Du solltest dich zu diesem Schritt entschließen und die MS in deine Hände nehmen. Nabel dich ab.

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16. Januar 2016 um 16:22

Hallo Liebes,
Ich kenne mich zwar nicht mit solchen Essstörungen WGs aus, aber ich wohne selber im Betreuten Wohnen. Bei uns gibt es ein paar Esssgestörte, Angststörung, Depressionen usw alles was du dir Vorstellen kannst.

Ich selber finde es sehr gut dort zu wohnen, Zuhause wäre ich nicht klar gekommen und hier lerne ich selbstständig zu Leben und meinen Alltag zu meistern! Die Leute sind alle nett und sie geben dir Zeit dich einzuwohnen, sie bedrängen einen nicht, aber versuchen dich auch kennenzulernen. Mir hilft das sehr, ich esse zwar komplett selbstständig, aber das ist ja offenbar anders in solchen speziellen WGs. Auch das Verhältnis zu meinen Eltern ist viel besser geworden! Ich wollte dir nur sagen, überleg es dir gut, ich hatte auch richtig Angst damals aber es ist richtig gut geworden hier.

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29. Januar 2016 um 7:56

Update!!
Hallo Mädels,ich bin fix und fertig!
Ich bin gestern nach drei Monaten aus der Klinik raus geflogen,da ich nicht genügend mitarbeite. Meine Mutter meinte sie macht das nicht mehr mit. Sie hat mich also auf die Strasse gesetzt. Ich weiß nicht mehr was ich noch tun soll. Ich bin jetzt bei einer Freundin. Wie erwartet klappt es mit dem Essen gar nicht,besser gesagt esse ich gar nichts. Ich habe am Dienstag einen Termin weil dort besprochen werden soll ob ich in eine WG für essgestörte soll, was ich auch sehr befürworte mittlerweile. Allerdings habe ich ganz schlimme Gedanken mittlerweile, ich fühle mich als komplette Versagerin und will nicht mehr leben. Ich will diese Krankheit aber nicht gewinnen lassen. Ich weiß nicht was ich jetzt machen soll. Soll ich mich als Krisenintervention in einer Psychiatrie aufnehmen lassen bis Dienstag ? Soll ich bei meiner Freundin bleiben wo ich weiß das ich nichts essen werde ?
Ich kann einfach nicht mehr :'(

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29. Januar 2016 um 16:53

...
Ich will diesen Platz in einer Gruppe damit ich gesund werden kann. Ich weiß das es an mir liegt und das nur ich das ändern kann! Momentan muss ich sagen sehe ich mich mehr Tod als Lebendig ich schaffe es einfach nicht da raus zu kommen. Meine Gedanken werden immer schlimmer. Ich habe es so sehr versucht zu ändern ich habe es wirklich probiert. Ich Kriege nichts an Essen runter ich probiere es momentan mit Milch trinken. Allerdings will ich nicht mal mehr Wasser trinken. Oh man ich weiß selber nicht was ich will aber ich will nicht an dieser Krankheit sterben :'(

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29. Januar 2016 um 20:25
In Antwort auf eva_11868365

...
Ich will diesen Platz in einer Gruppe damit ich gesund werden kann. Ich weiß das es an mir liegt und das nur ich das ändern kann! Momentan muss ich sagen sehe ich mich mehr Tod als Lebendig ich schaffe es einfach nicht da raus zu kommen. Meine Gedanken werden immer schlimmer. Ich habe es so sehr versucht zu ändern ich habe es wirklich probiert. Ich Kriege nichts an Essen runter ich probiere es momentan mit Milch trinken. Allerdings will ich nicht mal mehr Wasser trinken. Oh man ich weiß selber nicht was ich will aber ich will nicht an dieser Krankheit sterben :'(

Aber du stirbst doch bereits daran...
und du stirbst jeden Moment weiter. Im Moment bist du näher am Tod, als am Leben - wie du selber sagst.

Jeden Schluck und jeden Bissen verneinst ist ein Ja zum Tod. Du empfängst ihn mit offenen Armen.

Ich sehe dich ebenfalls nicht in der Lage über irgendwas die Verantwortung zu tragen. Ich denke ein richterlicher Beschluss und ein Vormund sind da nicht mehr weit.

Was brauchst du um zu Essen und zu trinken? Was fehlt dir?

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2. Februar 2016 um 8:59

Ach Mädels,
ihr hattet so Recht ! Ich bin sehr stolz auf mich und das ist ein ganz tolles Gefühl
Ich habe mich einfach zusammengerissen und habe die Essstörung eigenhändig in Angriff genommen.
Ich habe aus der Klinik einen Essensplan mitbekommen, aber danke. Der entspricht 2250Kcal. Ich habe versucht mich einigermaßen dran zu halten, so gut es ging. Dadurch habe ich jetzt wieder 800 gramm zugenommen.
Ich selber würde jetzt nicht sagen das mein Gewicht sehr kritisch ist, aber definitiv zu wenig. Ich wurde aus der Klinik mit fast 47 Kg entlassen und liege jetzt wieder bei 45,8kg.
Ich kann nur in eine Gruppe, wenn ich auch "anwesend" bin und dafür kämpfe ich jetzt.Das einzige was ich mich nur Frage, wenn ich es jetzt alleine einigermaßen schaffen sollte, habe ich dann überhaupt noch einen Grund in eine therapeutische WG zu kommen?

Lg.

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2. Februar 2016 um 10:37
In Antwort auf eva_11868365

Ach Mädels,
ihr hattet so Recht ! Ich bin sehr stolz auf mich und das ist ein ganz tolles Gefühl
Ich habe mich einfach zusammengerissen und habe die Essstörung eigenhändig in Angriff genommen.
Ich habe aus der Klinik einen Essensplan mitbekommen, aber danke. Der entspricht 2250Kcal. Ich habe versucht mich einigermaßen dran zu halten, so gut es ging. Dadurch habe ich jetzt wieder 800 gramm zugenommen.
Ich selber würde jetzt nicht sagen das mein Gewicht sehr kritisch ist, aber definitiv zu wenig. Ich wurde aus der Klinik mit fast 47 Kg entlassen und liege jetzt wieder bei 45,8kg.
Ich kann nur in eine Gruppe, wenn ich auch "anwesend" bin und dafür kämpfe ich jetzt.Das einzige was ich mich nur Frage, wenn ich es jetzt alleine einigermaßen schaffen sollte, habe ich dann überhaupt noch einen Grund in eine therapeutische WG zu kommen?

Lg.

Ja, natürlich!
Die Einrichtung wird dich unter der Voraussetzung, dass du zwar aus der Klinik geflogen bist, aber dann selbstständig gegessen und zugenommen hast, sehr viel eher aufnehmen, als wenn du rausgeflogen wärst und nur vor dich hinvegitiert und abgemagert wärst. Selbstverantwortung und der Wille gesund zu werden sind die Grundvoraussetzungen für eine solche Einrichtung, da die Plätze wirklich begrenzt sind, aber die Wartelisten häufig lang.

Nur weil du jetzt isst und zunimmst, bist du ja längst nicht gesund. Du bist ja dennoch hilfsbedürftig. Dass du dich zusammenreißen kannst und essen kannst, wird dir die Arbeit erleichtern, weil du dann einen Punkt weniger abzuarbeiten hast in diesem Sinne, da es einfach läuft.

Es ist großartig, dass du die Zügel an dich genommen hast und alles rumgerissen hast. Ich freue mich sehr für dich.

Tuh dir was Gutes! Belohn dich für deine harte Arbeit. Lade dich ins Kino ein, kauf dir ein schönes Buch, ein neues Parfum, ein Kleidungsstück (aber in deiner Zielgröße bitte ).

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