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Wer hat Erfahrungen mit einem Psychölogen bei Essstörungen

26. April 2005 um 9:47 Letzte Antwort: 18. Mai 2005 um 11:08

hallo.ich weis das es in diesem forum schon sehr viele diskusionen über dieses thema gibt aber ich hoffe ihr antwortet mir trotzdem.also vor ein paar jahren fing das an das ich mein gewicht stak reduziert habe.ich musste wieder anfangen zu essen weil meine eltern mit zwangseinlieferung drohten.bis heute habe ich meine essstörung nicht überwunden, im gegenteil sie wurde schlimmer.es sieht mir keiner an das ich krank bin, da ich mitlerweile gut zugenommen hab(59kg bei1.74).dennoch fühle ich mich sehr unwohl würde am liebsten wieder alles weghungern.dann gibt es solche phasen wo ich kaum etwas esse und die andere phasen ist wenn ich unter stress stehe oder sorgen hab ,dann bekomme ich fress-brech-anfälle.das macht einen schon ganz schön kaputt.vorallem tut mir mein freund so leid der das alles miterleben muss.ich habe auch große angst das er mich deswegen irgendwann verlässt.ein guter freund hilft mir sehr was meine essstörung angeht ,mit ihm kann ich reden.allerdings meinte er vor ein paar monaten das er mir zuhören aber nicht helfen kann.er suchte einen psychologen raus und wir gingen hin.als wir davor standen bekamm ich es mit der angst zu tun und wäre am liebsten abgehauen.mein "glück" war das er an diesem tag geschlossen hatte.ich habe festgestellt als wir davor standen das es für mich unvorstellbar wäre mit einem fremden menschen über meine probleme ängste und sorgen zu sprechen.außerdem kann er sich doch nicht in meine lage versetzen oder?ich bin hin und her gerissen weil einerseits möchte ich gerne hilfe anderer seits hab ich angst.

wäre lieb wenn ihr antwortet
danke emily

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18. Mai 2005 um 11:08

Therapie ist das Beste, was Du für Dich tun kannst!
Hallo, Emily!

Dein Eintrag ist schon eine Weile her und ich weiß nicht wie es Dir inzwischen geht.... Ich habe ihn gerade erst entdeckt und ich hoffe, dass Du inzwischen vielleicht schon Unterstützung gefunden hast.
Ich kann Dich sehr, sehr, sehr gut verstehen, denn ich selber habe bereits seit mehr als 15 Jahren eine Essstörung und das Einzige, was mir geholfen hat, sie einigermassen und zeitweise sogar völlig in den Griff zu bekommen, war eine Therapie. Ich war erst kurz in ambulanter Therapie bei einer wirklich tollen Therapeutin, die mich dann - Gott sei Dank! - in eine psychosomatische Klinik vermittelt hat, wo ich ungefähr 4 Monate gewesen bin und die entscheidenden Fortschritte gemacht habe. Anschließend habe ich bei der Therapeutin meine ambulante Therapie 2 Jahre lang fortgesetzt und erst durch einen Umzug in eine andere Stadt, der leider notwendig wurde, wurde die Therapie beendet.
Seitdem geht es mir wieder etwas schlechter und ich suche hier vor Ort seit einiger Zeit eine neue Therapeutin.

Zusammenfassend kann ich Dir sagen, dass diese Therapie mir aus meiner Sicht im übertragenen und im wörtlichen Sinn das Leben gerettet hat und das Beste war, was mir passieren konnte!
Die Zeit nach der Klinik bis zum Ende meiner Therapie war die Zeit in meinem Leben, in der ich mich vollkommen frei und glücklich gefühlt habe.

Aber ich kann Deine Angst gut verstehen.
Ich hatte auch große Angst.
Angst vor so vielen verschiedenen Dingen.
Ich hatte Angst davor, vielleicht festzustellen, dass mir niemand helfen kann und damit dann auch noch die letzte Hoffnung zu verlieren.....
Ich hatte Angst davor, nicht ernstgenommen zu werden, weil ich damals nicht stark untergewichtig, sondern

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