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Wer hat das Reizdarmsyndrom? Wie lebt ihr damit?

21. September 2013 um 8:12 Letzte Antwort: 22. September 2013 um 22:04

Guten Morgen!!

Ich habe seit Jahren das RDS (Vererbt bekommen) und suche Menschen, um mich auszutauschen. Wie lebt ihr damit? Was sagt das nähere Umfeld dazu?

Ich bin nun 30 und habe seit mindestens 15 Jahren die Probleme. Bei mir ist das "Problem", dass ich immer eine Toilette in der Nähe haben muss, da ich immer sehr spontan aufs Klo muss. Für unterwegs habe ich immer Imodium mit, falls ich nicht auf Toilette kann. Mein Mann versteht das gar nicht. Er ist ein rationaler Mensch und meint, es wäre nur reine Kopfsache. Ich bilde mir das nur ein. (Allerdings haben das meine Geschwister auch). Ich muss mich immer rechtfertigen...

Ich freue mich auf eure Erfahrungen. Vielleicht habt ihr ja Kompensationstechniken entwickelt??

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21. September 2013 um 19:30


Also das, was du hast (Reizdarmsyndrom) gibt es eigentlich gar nicht
Du hast diffuse Symptome, die niemand deuten kann und deshalb hat man dem Ganzen irgendwann einen Namen verpackt. Du hast also nicht "das Reizdarmsyndrom", sondern irgendwas anderes, das solche Symptome verursacht.

Sehr naheliegend ist es also mal zu überlegen, ob du schlicht und ergreifend irgendwelche Nahrungsmittel nicht verträgst. Dumm ist nur, daß man das nicht oder kaum testen kann (also mit solchen ruckzuck Tests, wie z.B. bei Allergien).
Was man allerdings gut testen kann, ist z.B. eine Glucose-, Fructose-, Lactose- und Galactoseunverträglichkeit.

Das geht über Atemtests. Du trinkst eine Lösung mit der jeweiligen Zuckerart, dann wird gewartet und anschließend mußt du pusten. Ist in der Atemluft Wasserstoff nachweisbar, verträgst du den Zucker nicht.

Das kann übrigens zu heftigen Durchfällen führen

Auch zu testen (allerdings schwieriger - ich weiß es nicht sicher, aber ich glaube, du kämst da um eine Darmspiegelung bzw. Biopsie nicht herum) ist Zölliakie. Also eventuell verträgst du kein Gluten (Weizen, Roggen, Dinkel...)

Und wenn es das alles nicht ist, du also all diese Dinge verträgst, dann hilft nur noch: Alles aufschreiben, was du ißt und notieren, ob Durchfälle kamen oder wie du dich sonst gefühlt hast. Bei Nahrungsmitteln zählt natürlich das gegessene zum Durchfall des nächsten Tages, da die Darmpassage meist um und bei 24h dauert.

Hast du einen Tag dabei, an dem es dir gut geht, dann bleib einfach mal 3-4 Tage bei den entsprechenden Lebensmitteln und überprüfe so, ob dein "guter Zustand" bleibt. Dann hast du eine Essensbasis. Ab dann kannst du EIN neues Lebensmittel dazu nehmen, abwarten. Wenns gut ist, kommt das nächste dazu usw. So kannst du herausfinden, worauf du reagierst.

Zu Lebensmitteln zählen auch Getränke und Gewürze. Auch die also aufschreiben.

Das ist viel Arbeit, sehr nervtötend, aber vielleicht kannst du deinen problemen auf die Schliche kommen und ihnen für immer Adieu sagen.

Viel Erfolg! Zimt

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21. September 2013 um 20:55
In Antwort auf kristi_11897686


Also das, was du hast (Reizdarmsyndrom) gibt es eigentlich gar nicht
Du hast diffuse Symptome, die niemand deuten kann und deshalb hat man dem Ganzen irgendwann einen Namen verpackt. Du hast also nicht "das Reizdarmsyndrom", sondern irgendwas anderes, das solche Symptome verursacht.

Sehr naheliegend ist es also mal zu überlegen, ob du schlicht und ergreifend irgendwelche Nahrungsmittel nicht verträgst. Dumm ist nur, daß man das nicht oder kaum testen kann (also mit solchen ruckzuck Tests, wie z.B. bei Allergien).
Was man allerdings gut testen kann, ist z.B. eine Glucose-, Fructose-, Lactose- und Galactoseunverträglichkeit.

Das geht über Atemtests. Du trinkst eine Lösung mit der jeweiligen Zuckerart, dann wird gewartet und anschließend mußt du pusten. Ist in der Atemluft Wasserstoff nachweisbar, verträgst du den Zucker nicht.

Das kann übrigens zu heftigen Durchfällen führen

Auch zu testen (allerdings schwieriger - ich weiß es nicht sicher, aber ich glaube, du kämst da um eine Darmspiegelung bzw. Biopsie nicht herum) ist Zölliakie. Also eventuell verträgst du kein Gluten (Weizen, Roggen, Dinkel...)

Und wenn es das alles nicht ist, du also all diese Dinge verträgst, dann hilft nur noch: Alles aufschreiben, was du ißt und notieren, ob Durchfälle kamen oder wie du dich sonst gefühlt hast. Bei Nahrungsmitteln zählt natürlich das gegessene zum Durchfall des nächsten Tages, da die Darmpassage meist um und bei 24h dauert.

Hast du einen Tag dabei, an dem es dir gut geht, dann bleib einfach mal 3-4 Tage bei den entsprechenden Lebensmitteln und überprüfe so, ob dein "guter Zustand" bleibt. Dann hast du eine Essensbasis. Ab dann kannst du EIN neues Lebensmittel dazu nehmen, abwarten. Wenns gut ist, kommt das nächste dazu usw. So kannst du herausfinden, worauf du reagierst.

Zu Lebensmitteln zählen auch Getränke und Gewürze. Auch die also aufschreiben.

Das ist viel Arbeit, sehr nervtötend, aber vielleicht kannst du deinen problemen auf die Schliche kommen und ihnen für immer Adieu sagen.

Viel Erfolg! Zimt

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22. September 2013 um 22:04
In Antwort auf kristi_11897686


Also das, was du hast (Reizdarmsyndrom) gibt es eigentlich gar nicht
Du hast diffuse Symptome, die niemand deuten kann und deshalb hat man dem Ganzen irgendwann einen Namen verpackt. Du hast also nicht "das Reizdarmsyndrom", sondern irgendwas anderes, das solche Symptome verursacht.

Sehr naheliegend ist es also mal zu überlegen, ob du schlicht und ergreifend irgendwelche Nahrungsmittel nicht verträgst. Dumm ist nur, daß man das nicht oder kaum testen kann (also mit solchen ruckzuck Tests, wie z.B. bei Allergien).
Was man allerdings gut testen kann, ist z.B. eine Glucose-, Fructose-, Lactose- und Galactoseunverträglichkeit.

Das geht über Atemtests. Du trinkst eine Lösung mit der jeweiligen Zuckerart, dann wird gewartet und anschließend mußt du pusten. Ist in der Atemluft Wasserstoff nachweisbar, verträgst du den Zucker nicht.

Das kann übrigens zu heftigen Durchfällen führen

Auch zu testen (allerdings schwieriger - ich weiß es nicht sicher, aber ich glaube, du kämst da um eine Darmspiegelung bzw. Biopsie nicht herum) ist Zölliakie. Also eventuell verträgst du kein Gluten (Weizen, Roggen, Dinkel...)

Und wenn es das alles nicht ist, du also all diese Dinge verträgst, dann hilft nur noch: Alles aufschreiben, was du ißt und notieren, ob Durchfälle kamen oder wie du dich sonst gefühlt hast. Bei Nahrungsmitteln zählt natürlich das gegessene zum Durchfall des nächsten Tages, da die Darmpassage meist um und bei 24h dauert.

Hast du einen Tag dabei, an dem es dir gut geht, dann bleib einfach mal 3-4 Tage bei den entsprechenden Lebensmitteln und überprüfe so, ob dein "guter Zustand" bleibt. Dann hast du eine Essensbasis. Ab dann kannst du EIN neues Lebensmittel dazu nehmen, abwarten. Wenns gut ist, kommt das nächste dazu usw. So kannst du herausfinden, worauf du reagierst.

Zu Lebensmitteln zählen auch Getränke und Gewürze. Auch die also aufschreiben.

Das ist viel Arbeit, sehr nervtötend, aber vielleicht kannst du deinen problemen auf die Schliche kommen und ihnen für immer Adieu sagen.

Viel Erfolg! Zimt

Genauso
sehe ich das auch.
Du verträgst ein Lebensmittel nicht, genetisch bedingt (weil es die ganze Familie hat) und musst nur herausfinden, was es ist.
Tipp: Weizen.

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