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Wenn die eigene Mutter ...

12. Oktober 2011 um 10:19 Letzte Antwort: 10. September 2016 um 20:50

an einer Essstörung leidet, kann es möglich sein das es unbewusst auf die Kinder übertragen wird?
Es ist ja schließlich keine Krankheit die sich überträgt
Aber wenn Kinder mitbekommen, dass die Mutter wenig bis gar nichts isst, wäre es möglich das sie auch keinen Appettit haben?

Man hört ja auch immer in Dokumentationen, dass Kinder es sich aneignen falsch zu essen oder das sie durch die Eltern falsch ernährt werden.

Würde mich brennend interessieren, ob jemand das schon mal erlebt hat

Freu mich über eure Posts

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12. Oktober 2011 um 16:34

Mutter /Schwester auch betroffen
Hey Maylin!

Bei mir war es leider auch so das meine Mutter an Bulimie litt und das nicht nur 2,3 Jahre ich möchte meinen es waren mindestens 10!Als ich ein kleines Kind war habe ich sie regelmäßig erbrechen gehört und klar was hat sie mir erzählt "Mein Schatz,der Mama geht es nicht gut ,die Mama hat was falsches gegessen !"Klar wo ich älter wurde wusste ich das es nicht daran lag sondern andere Gründe hatte!
Ich war ms ziemlich stark sogar,meine Schwester hat seit 2 Jahren Bulimie und ist grad in Therapie!
Soviel dazu .....eigentlich ist die ganze Familie essgestört,selbst mein Dad achtet penibel auf sein Gewicht und isst auch mal einen Tag nur Obst und Gemüse wenns ihm zuviel wird !
Dennoch sage ich ich habs geschafft und ich will nie wieder rein in den Teufelskreis des Hungerns ,aber Sorgen um meine Schwester mache ich mir ständig !Wenn wir den Abend zusammen verbringen,gehen essen und haben Spaß hoffe ich immer das meine Nähe ihr gut tut und sie das erbrechen unterlassen kann!
Mir wird unterbewusst regelrecht schlecht wenn sie sagt ich geh kurz zur Toilette und braucht länger als 10 Minuten!
Dennoch ich unterstütze sie in ihrer Therapie ,ich will das sie es ebenso schafft es ist immer gut wenn man jmd hat mit dem man offen reden kann !Sie macht sehr gute Fortschritte und hat einen starken Willen es zu schaffen ,allein schon wegen den gesundheitlichen Risiken die ihr am Anfang wo sie einfach nur "abnehmen durch erbrechen" wollte nicht bewusst waren!Ach nur ein paar Mal und was war sie ist süchtig geworden .......es ging doch alles so einfach

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12. Oktober 2011 um 16:53

Meine Mutter
hatte auch Magersucht und Bulimie, allerdings vor meiner Zeit, trotzdem hab ich natürlich mitbekommen, dass sie ständig Diäten gemacht hat und meinte, sie wäre zu fett(was sie definitiv nicht ist)!.

Übrigens geht man davon aus, dass ein Teil der ES genetisch bedingt ist (hab sogar mal von 42% gehört)...

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12. Oktober 2011 um 17:57

Meiner Meinung nach...
...nicht zwangsläufig..
Ich kenne eine Frau, die ist seit Jahren magersüchtig und hat vier Kinder, zwei davon sind Töchter, die jetzt in dem Alter sind, in welchem man häufig an einer Essstörung erkrankt und keine von beiden hat irgednwelchen Neigungen zum Hungern o.ä.
Aber auszuschließen ist es denke ich nicht, dass wenn sie jetzt mehrere psychische Belastungen auszuhalten hätten, vl auch in die Essstörung rutschen würden. Aber genauso gut können sie auch Alkoholiker werden, wie ihr Vater....
Ich denke das ist vol Fall zu Fall unterschiedlich und kann man so pauschal nicht beantworten...

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12. Oktober 2011 um 18:53

Bei mir..
ist meine Mutter ebenso essgestört und meine Schwester war es auch.
Meine Mum diätet scho ihr ganzes Leben lang. Ich bin also mit dem Wissen große geworden, das man nur gut ist wenn man dünn ist. Bei ihr gibt es immer diese wechselnden Phasen zwischen Binge und Weight Watchers.
Meine Schwester ist mir 12 Jahren an Magersucht erkrankt. Durch meinen Vater. Er hat sie schon die ganze Kindheit fertig gemacht (nicht nur sie..auch meine Mum und ich litten unter seinen Beschimpfungen.."Fettes Schwein..stopf doch noch mehr" war da noch das harmloseste).
Daraufhin hungerte sie sich auf 32kg runter..nun ist sie aber 22 und völlig geheilt. Sie hat es noch rechtzeitig aus der Spirale geschafft.
Meine Mum sieht ihre ES nicht wirklich ein.
Ich bin also im täglichen "Gewichtskampf" mit ihr und will sie unterbieten.
Wunderbarer Alltag der hier herrscht.

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12. Oktober 2011 um 19:09
In Antwort auf foline_11989105

Bei mir..
ist meine Mutter ebenso essgestört und meine Schwester war es auch.
Meine Mum diätet scho ihr ganzes Leben lang. Ich bin also mit dem Wissen große geworden, das man nur gut ist wenn man dünn ist. Bei ihr gibt es immer diese wechselnden Phasen zwischen Binge und Weight Watchers.
Meine Schwester ist mir 12 Jahren an Magersucht erkrankt. Durch meinen Vater. Er hat sie schon die ganze Kindheit fertig gemacht (nicht nur sie..auch meine Mum und ich litten unter seinen Beschimpfungen.."Fettes Schwein..stopf doch noch mehr" war da noch das harmloseste).
Daraufhin hungerte sie sich auf 32kg runter..nun ist sie aber 22 und völlig geheilt. Sie hat es noch rechtzeitig aus der Spirale geschafft.
Meine Mum sieht ihre ES nicht wirklich ein.
Ich bin also im täglichen "Gewichtskampf" mit ihr und will sie unterbieten.
Wunderbarer Alltag der hier herrscht.

Brody...
...hast du dir schonmal überlegt zu Hause auszuziehen? das ist doch so kein Umstand! Und wenn du den Absprung auch schaffen willst, solltest du wirklich da raus!
Liebe grüße

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12. Oktober 2011 um 19:29
In Antwort auf rika_12865830

Brody...
...hast du dir schonmal überlegt zu Hause auszuziehen? das ist doch so kein Umstand! Und wenn du den Absprung auch schaffen willst, solltest du wirklich da raus!
Liebe grüße

Ja...
ich habe es mir schon überlegt aber ich könnte es mir nicht finanzieren und meine Mum mir auch nicht..
müsst jetzt aber nur noch das eine Jahr in der Schule rumbekommen und dann verdien ich erstmal mein eigenes Geld..zwar nicht soooviel aber für eine kleine Single-Wohnung würde es schon reichen.

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12. Oktober 2011 um 20:28
In Antwort auf foline_11989105

Ja...
ich habe es mir schon überlegt aber ich könnte es mir nicht finanzieren und meine Mum mir auch nicht..
müsst jetzt aber nur noch das eine Jahr in der Schule rumbekommen und dann verdien ich erstmal mein eigenes Geld..zwar nicht soooviel aber für eine kleine Single-Wohnung würde es schon reichen.

Betreutes Wohnen....
... das war auch mein Problem, aber beim betreuten Wohnen sieht die Lage anders aus. Ich zum Beispiel wohne in einer Wg für Essgestörte, das ist echt meine letzte Rettung... Und vlt würde es dir ja helfen, jedenfalls wäre es besser für dich, als zu Hause zu bleiben... :/

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12. Oktober 2011 um 20:39
In Antwort auf rika_12865830

Betreutes Wohnen....
... das war auch mein Problem, aber beim betreuten Wohnen sieht die Lage anders aus. Ich zum Beispiel wohne in einer Wg für Essgestörte, das ist echt meine letzte Rettung... Und vlt würde es dir ja helfen, jedenfalls wäre es besser für dich, als zu Hause zu bleiben... :/


Ich hab es auch schon versucht. Habe mich beim Jugendamt gemeldet und hatte ein Gespräch in einer Beratungsstelle. Die haben mir gesagt das ich nicht "krank genug" bin um das bezahlt zu bekommen. Habe sogar eine Notwendigkeitsbescheinigung aus der Klinik bekommen.
Hilft nichts.
Deswegen hab ich die Hoffnung, da was zu bekommen schon aufgegeben.

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14. Oktober 2011 um 0:36

Danke
Für eure liebevollen Antworten!

und brody ich weiß wie es sich anfühlt wenn der Vater immer genau schaut was, wo und wann du etwas zu essen zu dir nimmst.
Ich kenne diese Qualen nur zu gut.

Trotz meiner eigenen Essensprobleme, hab ich Angst um meine Mutter.
Mehr als um mich

lg

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14. Oktober 2011 um 14:11
In Antwort auf foline_11989105


Ich hab es auch schon versucht. Habe mich beim Jugendamt gemeldet und hatte ein Gespräch in einer Beratungsstelle. Die haben mir gesagt das ich nicht "krank genug" bin um das bezahlt zu bekommen. Habe sogar eine Notwendigkeitsbescheinigung aus der Klinik bekommen.
Hilft nichts.
Deswegen hab ich die Hoffnung, da was zu bekommen schon aufgegeben.

Aber...
....das Jugendamt ist doch gar nicht dafür zuständig, sondern das Sozialamt. Wende dich doch mal an solch eine betreute Wg und die Sozialarbeiter kennen sich da mit der Bürokratie aus... wenn du fragen hast, kannst du dich gerne an mich wenden, ich hab das Prozedere auch gerade hinter mir... Liebe Grüße

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14. Oktober 2011 um 17:01
In Antwort auf foline_11989105


Ich hab es auch schon versucht. Habe mich beim Jugendamt gemeldet und hatte ein Gespräch in einer Beratungsstelle. Die haben mir gesagt das ich nicht "krank genug" bin um das bezahlt zu bekommen. Habe sogar eine Notwendigkeitsbescheinigung aus der Klinik bekommen.
Hilft nichts.
Deswegen hab ich die Hoffnung, da was zu bekommen schon aufgegeben.

Brody
aus deinem Nick schließe ich mal, dass du (fast) 20 bist. Bei mir hat sich das Jugendamt schon geweigert, mit mir zu reden, als ich 18 geworden bin.
Ich würde es mal beim sozialpsychiatrischen Dienst probieren!
Alles Liebe!

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9. September 2016 um 13:19

Beitrag zum Thema "Essgestörte Mütter"
Hallo,

ich bin Redakteurin für ein Reportagemagazin und momentan planen wir einen Beitrag zu essgestörten Müttern. Dabei würde ich mich sehr über Ihre Unterstützung freuen. Wir wollen in dem Beitrag zeigen, dass es bei weitem keine Störung ist, die nur Teenies betrifft oder aus der man "herauswächst". Wir würden gerne Betroffene begleiten, die (vielleicht auch nur dem Anschein nach) mitten im Leben stehen, Familie oder vielleicht auch Beruf meistern. Dabei soll aber auch deutlich werden, dass eine Essstörung ständiger Begleiter bleibt.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir bei der Recherche helfen und professionellen Einblick geben, wie sich die Krankheit auf Mütter auswirkt. Ich würde mich auch freuen, wenn Sie Kontakt zu betroffenen Müttern aufbauen könnten.
Der Beitrag soll am 26.09.2016 im Programm sein. Wenn sich Betroffene dazu äußern möchten, aber Hemmungen mit der Öffentlichkeit haben, können wir leichte Verfremdungen vornehmen.


Ich freue mich von Ihnen zu hören,

Annika

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10. September 2016 um 20:50
In Antwort auf topi_12544747

Beitrag zum Thema "Essgestörte Mütter"
Hallo,

ich bin Redakteurin für ein Reportagemagazin und momentan planen wir einen Beitrag zu essgestörten Müttern. Dabei würde ich mich sehr über Ihre Unterstützung freuen. Wir wollen in dem Beitrag zeigen, dass es bei weitem keine Störung ist, die nur Teenies betrifft oder aus der man "herauswächst". Wir würden gerne Betroffene begleiten, die (vielleicht auch nur dem Anschein nach) mitten im Leben stehen, Familie oder vielleicht auch Beruf meistern. Dabei soll aber auch deutlich werden, dass eine Essstörung ständiger Begleiter bleibt.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir bei der Recherche helfen und professionellen Einblick geben, wie sich die Krankheit auf Mütter auswirkt. Ich würde mich auch freuen, wenn Sie Kontakt zu betroffenen Müttern aufbauen könnten.
Der Beitrag soll am 26.09.2016 im Programm sein. Wenn sich Betroffene dazu äußern möchten, aber Hemmungen mit der Öffentlichkeit haben, können wir leichte Verfremdungen vornehmen.


Ich freue mich von Ihnen zu hören,

Annika

Hallo
habe ihn eine PN geschrieben

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