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Wenn das ,,gesund-werden'' unglücklich macht...

22. August 2011 um 21:07

Ich war einige Monate im UG und ich kann mich an keine Zeit erinnern in der es mir besser gieng. Trotzdem begann ich irgendwann wieder mit dem normal essen, oder mein Körper fing damit an weil er dem Druck nicht mehr standhielt. Und ich bin ihm dankbar. Aber seit ich wieder normalgewichtig bin, und ein einigermassen geregeltes Essverhalten habe, kann mich nichts und niemand mehr aus dieser trüben Stimmung herausziehen. Es ist nicht einmal unbedingt die Gewichtszunahme an sich sondern der Verlust dieser Leere, der Kontrolle, und den positiven Gefühlen der Macht die damit hergehen. Diese Energie die ich hatte und ich weiss nicht wie ich es erklären soll aber es fühlt sich so an als hätte ich mit der ESS auch mein Leben ein stückweit verloren. Ich bin glücklich verliebt, habe einen tollen Job, eine geniale Wohnung, eine wundervolle Familie, viele Freunde so dass es schon fast kitschig ist, und ich fühle mich dennoch beschissen weil da wo diese ESS war, jetzt einfach ein leeres und unausgefülltes Loch in meinem Leben ist, welches anscheinend durch nichts auch nur ansatzweisse gefüllt werden kann... Kann ich denn nur krank glücklich sein oder wie!?

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22. August 2011 um 22:08

...
mr wurde mal gesagt, dass Gewichtszunahme und die Besserung der Stimmung zwei verschiedene paar Schuhe sind und gar nicht, wie manche Therapeuten und Ärzte gerne behaupten zusammen kommt (also Gewichtszunahme und LEbensfreude)...
Man muss an beiden Baustellen gleichzeitig arbeiten!
Hast du denn einen Therapeuten oder hast du andere Hilfe von außen?

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22. August 2011 um 23:49

Ich kenne das Gefühl^^
Sehr schön gesagt lulufee 19 ,wenn es hier einen gefällt mir Button geben würde hätte ihn in geklickt =).

Das Gewicht alleine macht nur die Hälfte aus.
Versuche doch mal herauszufinden,was dich so bedrückt,außer der Leere die von der Es zurückgeblieben ist.
Es steckt sicherlich noch etwas anderes dahinter..
Auch,wenn du es vielleicht nicht gleich weist und mich vielleicht auch für bescheuert hältst.
Versuche mal den Wahren Grund dafür heraus zu finden...

Und ob du hilfe von außen hast würde ich auch gerne wissen =)
Liebe Grüße

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22. August 2011 um 23:55


Hab nochwas vergessen ..xD
Essstörungen verdrängen oft Gefühle und stumpfen einen ab,täuschen einem Glücklich sein vor,nur weil die Waage weniger anzeigt oder man die Kontrolle über sich hat.
Aber das Gefühl was dadurch verdrängt wird,wird nicht besser, sondern kommt wieder,sobald das verdrängen,wenn auch nur kurzzeitig aufhört.. (Teufelskreis)
Deshalb suche nach dem Grund,weshalb du so traurig bist,nur wenn man den Grund dafür kennt und lernt damit umzugehen,kann man glücklich sein..
Aber die Essstörung ist keine Lösung,auch wenn es so scheint,es täuscht...

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23. August 2011 um 10:13

Ihr habt ja so Recht, und...
ich würde bei euch beiden auf den Button ,,gefällt mir'' drücken!

lulufee19:
..dann bin ich also der perfekte Beweis dafür dass die Person die dir dass gesagt hat, Recht behält! Zu deiner Frage bezüglich Hilfestellung; Ich habe damals, als ich im UG war, Kontakt mit einem Therapeuten, naja Arzt, aufgenommen, der in der Zwischenzeit zu meinem Freund geworden ist. (Etwas längerer Geschichte) Aber jedenfalls arbeiten wir bezüglich ESS immer noch auf einer rein therapeutischen Ebene miteinander, und es funktioniert ganz gut, denn schliesslich esse ich ja auch wieder normal, nur meine Stimmung leidet...

Celleline:
Ja, vielleicht steckt etwas dahinter. Bestimmt sogar nur kann ich es im Moment nicht erkennen. Ich denke hald einfach, dass durch dass das die ESS vorher ein so grosser Raum in meinem Leben, Alltag eingenommen hat, ist da jetzt ein Loch. Dazu kommt dass ich mich während der Zeit mit der ESS mit vielen anderen Problem rumzuschlagen hatte; Trennung von meinem Mann, Wohnungswechsel, Examen etc. Und jetzt hat sich alles zum positiven gewendet und damit kann ich so schön es auch ist, schlicht weg nicht umgehen. Mein Freund meinte dass man sich der Mensch eben schnell auch an die negativen Umstände gewöhnt, und auch sie dass Leben ausfüllen und ihm eine Strktur geben, so schrecklich sie auch sind, und wenn diese Probleme dann plötzlich nicht mehr da sind, trotz der Erleichterung eine Leere entsteht die man erst wieder lernen zu füllen braucht. Ich glaube auch dass sobald das Glück auf mich zukommt, ich zu flüchten versuche, und es mich in die Welt der Probleme zurückzieht, weil ich mich da besser auskenne. Wie seltsam sind wir Menschen eigentlich?

Sehnsucht91

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23. August 2011 um 12:05

Hay..
Ich verstehe,wenn du sagst,dass man sich an das Schlecht fühlen und an probleme etc. gewöhnt..
Ich hab damit selbst erfahrung =(..
Es ist schwer sich an das neue,ungewohnte Leben zu gewöhnen,da vieles einfach anders ist und man nicht weiß,wie man damit umgehen soll.Es ist alles neuland,da man solange vor seinen wahren Gefühlen davongelaufen ist..
Man lebte mit Problemen und lernte damit "umzugehn",aber es geht auch anders,schöner =)..
Du musst erkennen,dass glücklich sein und ein problemfreieres Leben schöner ist und man es genießen kann.
Das dauert seine Zeit,aber ich bin mir sicher zu wirst es erkennen und glücklich und stolz sein, ohne Es ein glückliches und zufriedenes Leben zu führen..
Wenn du die Gründe für dein Unglücklich sein nicht weist,dann versuche mal genauer auf deine Gefühle zu achten in sämtlichen Situationen...Vielleicht merkst du dann,welche Situationen die unglücklich machen und kannst dagegen angehen ?..
Ich wüsche dir ganz viel Kraft =)
Liebe Grüße

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23. August 2011 um 20:23

..
ja du hast völlig recht mit dem was du sagst milu..
Trifft es bei mir z.t auch ganz gut =(..

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24. August 2011 um 7:43

Ihr seid toll !
milu1111:
Du bekommst von mir einen Oskar für die richtigen Worte. Ich bin immer froh wenn es jemand schafft, obwohl ich selber eigentlich auch ganz wortgewandt bin, dass in Worte zu fassen was ich fühle. ,,Es reißt ein Loch in die eigene Individualität. '' - Ja das genau, das ist es! Ich weiss nicht mehr wer ich bin ohne die ESS, ich komme mir nicht mehr als Individium vor, als etwas eigenständiges sondern habe das Gefühl jetzt ein Teil der Masse zu sein obwohl dass wiederum ja eigentlich genau der Grund war weshalb ich wieder mit dem essen begonnen habe. Weil es langweilig wurde und ich plötzlich fand, krank sein kann jeder, aber es wieder schaffen gesund zu werden nicht. Das ist etwas viel bewundernswerteres, und ja, jetzt habe ich das Dillema

celleline:

Ja, ich werde versuchen mehr in mich reinzuhören und beobachten wann die Stimmung kippt. Ich glaube die ESS war halt auch ein Stückweit eine Kompensation. Gestern zum Biespiel habe ich ganz plötzlich, während dem Muffin backen, einfach zu weinen begonnen. Ich hatte keine Ahnung weshalb, aber ich konnte mich erinnern dass ich während der ESS kaum wenite obwohl ich damals allen Grund dazu gehabt hätte und mein Leben echt auf der Kippe stand und zwar in allen Lebenslagen. Aber irgendwie war ich durch die ESS emotional wohl kaum erreichbar und funktionierte einfach nur noch. Und Gestern nach dem weinen war ich so happy, weil ich das erste Mal das Gefühl hatte wieder Mensch zu sein ohne abgestumpften Gefühlen. Naja, dass allso mein Glücksmoment von Gestern

Danke euch zwei, ihr macht mir echt Mut !!! Und etwas positives hat so eine Essstörung ja doch: Man setzt sich ziemlich intensiv mit sich, dem Leben und der ganzen Welt ausseinander was der Menschwerdung bestimmt zu gute kommt

Eine Umarmung und viel Kraft zurück!

Sehnsucht91

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24. August 2011 um 16:37
In Antwort auf rika_12865830

...
mr wurde mal gesagt, dass Gewichtszunahme und die Besserung der Stimmung zwei verschiedene paar Schuhe sind und gar nicht, wie manche Therapeuten und Ärzte gerne behaupten zusammen kommt (also Gewichtszunahme und LEbensfreude)...
Man muss an beiden Baustellen gleichzeitig arbeiten!
Hast du denn einen Therapeuten oder hast du andere Hilfe von außen?

Körper und Stimmung
Vergessen wird hier wohl auch, dass Untergewicht durchaus den Körper und die Seele in eine euphorische Stimmungssituation katapultieren kann. Der Körper stößt Adrenalin aus, das ist ein wenig, wie bei Panik oder bei dramatischen Verletzungen..

hab mal geguckt, siehe hier:

Zu Beginn der Fastenkur versetzen verschiedene Botenstoffe den Körper in Alarmbereitschaft - auch das ein Erbe aus der Zeit der Jäger und Sammler. Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol werden vermehrt ausgeschüttet, damit der Urmensch im Notfall vor der Säbelzahnkatze zu fliehen vermag.

Nach wenigen Tagen aber taucht ein anderes Botenstoffsystem das Gehirn in eine Art Glücksbad. Viele Fastende berichten dann von Hochgefühlen, großer Ausgeglichenheit, von Gedanken ungekannter Schärfe. Die Erklärung: Durch längere Nahrungsknappheit verringert sich die Zahl der Transporter für das Glückshormon Serotonin im Gehirn; der Neurotransmitter bleibt dadurch viel länger verfügbar. Viele Antidepressiva wirken nach dem Prinzip der verringerten Wiederaufnahme von Serotonin.
...
Bei Petra Jansing, 47, hat das Hungern gewirkt. "Ich hatte schon beim ersten Mal eine riesige Energie, bin stundenlang durch den Wald gelaufen und brauchte kaum Schlaf", erinnert sich die Unternehmensberaterin aus dem nordrhein-westfälischen Rhede.
....
Quelle: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-77745598.html

Ich muss allerdings sagen, nach langen Zeiten depressiver Leere (in dene man manchmal immer noch nicht ganz gesund ist, obwohl man sich schon besser fühlt )

ging es mir tatsächlich nun, mit gesundem Körper richtig richtig gut. -- auch wenn es mal Scheiße geht

Es hat auch lange gedauert, bis ich eine tatsächliche echte RUHE wieder empfinden konnte!!!

Das geht wirklich nicht von heute auf morgen.. Und dies alles kann sich durchaus auf die STIMMUNG schlagen! In jeder Phase, in der man dabei ist, sich da wieder raus zu boxen!!

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24. August 2011 um 20:49
In Antwort auf tomte_12356604

Ihr seid toll !
milu1111:
Du bekommst von mir einen Oskar für die richtigen Worte. Ich bin immer froh wenn es jemand schafft, obwohl ich selber eigentlich auch ganz wortgewandt bin, dass in Worte zu fassen was ich fühle. ,,Es reißt ein Loch in die eigene Individualität. '' - Ja das genau, das ist es! Ich weiss nicht mehr wer ich bin ohne die ESS, ich komme mir nicht mehr als Individium vor, als etwas eigenständiges sondern habe das Gefühl jetzt ein Teil der Masse zu sein obwohl dass wiederum ja eigentlich genau der Grund war weshalb ich wieder mit dem essen begonnen habe. Weil es langweilig wurde und ich plötzlich fand, krank sein kann jeder, aber es wieder schaffen gesund zu werden nicht. Das ist etwas viel bewundernswerteres, und ja, jetzt habe ich das Dillema

celleline:

Ja, ich werde versuchen mehr in mich reinzuhören und beobachten wann die Stimmung kippt. Ich glaube die ESS war halt auch ein Stückweit eine Kompensation. Gestern zum Biespiel habe ich ganz plötzlich, während dem Muffin backen, einfach zu weinen begonnen. Ich hatte keine Ahnung weshalb, aber ich konnte mich erinnern dass ich während der ESS kaum wenite obwohl ich damals allen Grund dazu gehabt hätte und mein Leben echt auf der Kippe stand und zwar in allen Lebenslagen. Aber irgendwie war ich durch die ESS emotional wohl kaum erreichbar und funktionierte einfach nur noch. Und Gestern nach dem weinen war ich so happy, weil ich das erste Mal das Gefühl hatte wieder Mensch zu sein ohne abgestumpften Gefühlen. Naja, dass allso mein Glücksmoment von Gestern

Danke euch zwei, ihr macht mir echt Mut !!! Und etwas positives hat so eine Essstörung ja doch: Man setzt sich ziemlich intensiv mit sich, dem Leben und der ganzen Welt ausseinander was der Menschwerdung bestimmt zu gute kommt

Eine Umarmung und viel Kraft zurück!

Sehnsucht91


die Menschwerdung ... das ist das schönste Worte das ich seit Monaten gelesen habe. Und ich bin Buchhändlerin!

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24. August 2011 um 22:31

FA in Glücksmoment
Hmmm bin heute echt gut in den Tag gestartet doch dann hatte ich jetzt gerade wieder einmal eine kleinere FA. Ein paar Wochen lange hatte ich diese fast täglich, nun schaffe ich es immerhin schon ein paar Tage normal zu essen. Ich versuche es dehalb gerade so ,,locker'' wie möglich zu nehmen, denn zusätzlichen Druck würde dann wohl noch heftiger auf meine negative Stimmung schlagen. Das seltsame daran war wie immer, dass ich gerade super glücklich mit mir, dem Leben, und der Welt war. Und dann kam die FA. Und dass ist immer so. Bei normaler Stimmung schaffe ich es auch ein normales Essverhalten an den Tag zu legen, doch sobal ich in ein ,,hoch'' komme, sprich so etwas wie ein Glücksmoment habe, laufe ich wie ferngesteuert zum Kühlschrank und beginne zu essen. Ich weiss nicht ob ich diesem Moment einfach denke, mein Leben ist so perfekt, also kann ich doch auch gerade einfach essen was ich möchte, oder wieso dass so ist. Jedenfalls ist es bei mir keinesfalls Frustessen, sondern eher ,,Glücksessen''. Hmm und die Lösung wäre jetzt dass ich einfach nicht mehr glücklich bin? gefällt mir gar nicht


renella:

Ja, dass selbe hab ich in einem anderen Beitrag auch schon erwähnt. Und ich kann mit Sicherheit sagen, dass die Folgen des Hungerns genau so faszinierend sind; Das reine Adrenalin, das den Körper durchflutet - man ist high, kann nicht schlafen, ist voller frenetischer, schwankender Energie - und die erhöhte Intensität des Erlebens, die mit der Essstörung einhergeht. Zuerst schmeckt und riecht alles intensiver, der Tastsinn ist erheblich sensibler als sonst, man hat deutlich mehr Energie und Antriebskraft, ist übermässig konzentriert und zielstrebig. Ausserdem hat man das sehr intensive Gefühl der Macht.


Lieber Gruss Sehnsucht91

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28. August 2011 um 11:47

Es geht besser. Gelegentlich.
Ich habe es vorgestern geschafft endlich jemandem von meiner ESS zu erzählen. Sprich der Mann der die Nacht bei mir verbrachte, ist im Bad auf meine Ansammlung von Abführmittel gestossen und hat mich natürlich darauf angesprochen. Ich versuchte erst gar nicht irgendetwas zu erklären, sondern erzählte ganz offen aus der damaligen Zeit; Von meiner Angst der Kallorienanzahl einer Tomate, dem getrieben Sport tbis zur fast vollständigen Erschöpfung, dem zwei Stündigen Weg denn ich demals auf mich nahm um an meine Abführmittel zu kommen, und und und...Vorallem aber überwindete ich mich ihm zu erzählen, dass ich die damalige Zeit vermisse, dass ich mich schrecklich fühle ohne meine ESS und von der entstandenen Leere seither. Ich fühlte mich nach diesem Gespräch ziemlich erleichtert, da ich langsam aber sicher nicht mehr die Kraft hatte, so zu tun als würde mir dass essen jetzt leicht fallen und ich mich wohl fühlen in meinem Körper. Trotzdem bin ich unbeirrt darin, weiterhin ein gesundes und normals Essverhalten anzustreben!

PS: Ich bin Vorgestern das erste Mal seit zwei Monaten wieder auf die Waage gestanden. Das letzte Mal als ich mich gewogen hatte da zeigte die Wage 50.7Kg an. Und weil ich seither nur noch gefressen und eine FA nach der anderen hatte vermutete ich strak dass ich jetzt mindestens 60kg habe. Umso erfreut war ich dann als die Wage 57.5 anzeigte... Klar, 8kg zunehmen in nur 2 Monaten ist überhupt kein Anlass zur Freude, aber da dieses Gewicht genau dem entspricht, welches ich hatte bevor ich zu hungern begann -sprich vor der ESS- bin ich doch wenigstens ansatzweisse erleichtert.

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28. August 2011 um 15:57
In Antwort auf tomte_12356604

FA in Glücksmoment
Hmmm bin heute echt gut in den Tag gestartet doch dann hatte ich jetzt gerade wieder einmal eine kleinere FA. Ein paar Wochen lange hatte ich diese fast täglich, nun schaffe ich es immerhin schon ein paar Tage normal zu essen. Ich versuche es dehalb gerade so ,,locker'' wie möglich zu nehmen, denn zusätzlichen Druck würde dann wohl noch heftiger auf meine negative Stimmung schlagen. Das seltsame daran war wie immer, dass ich gerade super glücklich mit mir, dem Leben, und der Welt war. Und dann kam die FA. Und dass ist immer so. Bei normaler Stimmung schaffe ich es auch ein normales Essverhalten an den Tag zu legen, doch sobal ich in ein ,,hoch'' komme, sprich so etwas wie ein Glücksmoment habe, laufe ich wie ferngesteuert zum Kühlschrank und beginne zu essen. Ich weiss nicht ob ich diesem Moment einfach denke, mein Leben ist so perfekt, also kann ich doch auch gerade einfach essen was ich möchte, oder wieso dass so ist. Jedenfalls ist es bei mir keinesfalls Frustessen, sondern eher ,,Glücksessen''. Hmm und die Lösung wäre jetzt dass ich einfach nicht mehr glücklich bin? gefällt mir gar nicht


renella:

Ja, dass selbe hab ich in einem anderen Beitrag auch schon erwähnt. Und ich kann mit Sicherheit sagen, dass die Folgen des Hungerns genau so faszinierend sind; Das reine Adrenalin, das den Körper durchflutet - man ist high, kann nicht schlafen, ist voller frenetischer, schwankender Energie - und die erhöhte Intensität des Erlebens, die mit der Essstörung einhergeht. Zuerst schmeckt und riecht alles intensiver, der Tastsinn ist erheblich sensibler als sonst, man hat deutlich mehr Energie und Antriebskraft, ist übermässig konzentriert und zielstrebig. Ausserdem hat man das sehr intensive Gefühl der Macht.


Lieber Gruss Sehnsucht91

?
Verstehe ich nicht ganz, wieso wäre denn nun die Lösung "nicht mehr glücklich zu sein"? Müsstest du nicht gegensätzliche Schlüsse ziehen, wenn du aus der ES raus willst?!
Was heißt FA?
Wie gesagt, bin hier noch relativ neu und kenn die Abkürzungen noch nicht

Du isst dann wahrscheinlich mehr, genau, weil du endlich zufrieden mit dir bist und mal deinen Kopf ausschaltest. DAS IST DOCH SUPER!!

Noch mal, erkläre mir, bereitet es dir dann Angst, dass du zum Kühlschrank gehst?

Du schilderst so schön, dass du doch wieder mit deiner 60kg- Marke kämpfst, dann verstehe ich das nicht.

P.S: schau nicht zu oft auf die Waage!
Und, wahrscheinlich ist das ja schon ne weile her, das du aufgehört hast du essen. Du bist also, größer und älter geworden. natürlicher maßen müsstest du auch mehr wiegen. Weißt du richtige Frauenkörper sind normal rund..etc..

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29. August 2011 um 10:50
In Antwort auf renellla

?
Verstehe ich nicht ganz, wieso wäre denn nun die Lösung "nicht mehr glücklich zu sein"? Müsstest du nicht gegensätzliche Schlüsse ziehen, wenn du aus der ES raus willst?!
Was heißt FA?
Wie gesagt, bin hier noch relativ neu und kenn die Abkürzungen noch nicht

Du isst dann wahrscheinlich mehr, genau, weil du endlich zufrieden mit dir bist und mal deinen Kopf ausschaltest. DAS IST DOCH SUPER!!

Noch mal, erkläre mir, bereitet es dir dann Angst, dass du zum Kühlschrank gehst?

Du schilderst so schön, dass du doch wieder mit deiner 60kg- Marke kämpfst, dann verstehe ich das nicht.

P.S: schau nicht zu oft auf die Waage!
Und, wahrscheinlich ist das ja schon ne weile her, das du aufgehört hast du essen. Du bist also, größer und älter geworden. natürlicher maßen müsstest du auch mehr wiegen. Weißt du richtige Frauenkörper sind normal rund..etc..

Renellla...
Na das mit der Lösung, dass ich demfall wieder unglücklich werden sollte ist so zu verstehen, dass ich immer dann FA (Fressatacken) habe, wenn ich glücklich bin, sprich es mir gut geht, deshalb würde es bei mir essenstechnisch besser laufen wenn ich wieder ein Tief hätte, was natürlich auch nicht wirklich Sinn und Zweck der Sache ist. Ja, ich habe Angst wenn ich zum Kühlschrank laufe, davor die Kontrolle zu verlieren, nähmlich. Und nein, ich habe zu hungern begonnen als ich bereits ausgewachsen war und deshalb ist es ganz klar dass ich wirklich vom vielen Essen in so kurzer Zeit so viel zugenommen habe. Dazu muss aber gesagt werden dass ich in den Wochen zuvor wirklich fast gar nichts mehr gegessen habe... Und natürlich ist mir bewusst dass richtige Frauenkörper normal etwas ründlich sind etc. Aber es geht mir ja auch nicht unbedingt um die zugelegten Kilos sondern den Verlust der ESS die mir alleine gehörte, die mich ausmachte, mir Identität und Macht gab. Das vermisse ich, nicht die Hosen die mir jetzt nicht mehr passen. Okay - zugegeben - die manchmal auch

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30. August 2011 um 7:19
In Antwort auf tomte_12356604

Renellla...
Na das mit der Lösung, dass ich demfall wieder unglücklich werden sollte ist so zu verstehen, dass ich immer dann FA (Fressatacken) habe, wenn ich glücklich bin, sprich es mir gut geht, deshalb würde es bei mir essenstechnisch besser laufen wenn ich wieder ein Tief hätte, was natürlich auch nicht wirklich Sinn und Zweck der Sache ist. Ja, ich habe Angst wenn ich zum Kühlschrank laufe, davor die Kontrolle zu verlieren, nähmlich. Und nein, ich habe zu hungern begonnen als ich bereits ausgewachsen war und deshalb ist es ganz klar dass ich wirklich vom vielen Essen in so kurzer Zeit so viel zugenommen habe. Dazu muss aber gesagt werden dass ich in den Wochen zuvor wirklich fast gar nichts mehr gegessen habe... Und natürlich ist mir bewusst dass richtige Frauenkörper normal etwas ründlich sind etc. Aber es geht mir ja auch nicht unbedingt um die zugelegten Kilos sondern den Verlust der ESS die mir alleine gehörte, die mich ausmachte, mir Identität und Macht gab. Das vermisse ich, nicht die Hosen die mir jetzt nicht mehr passen. Okay - zugegeben - die manchmal auch

..
Ich glaube nicht, dass du "Fressattacken" hast, weil es dir euphorisch besser geht, du die Kontrolle verlierst. Du hast wahrscheinlich Fressattacken, weil du doch immer noch unregelmäßig isst und immer noch zeitweise hungerst. Vielleicht nicht mehr so viel wie vorher, aber trotzdem noch.. - ich will dir nicht zu nahe treten, ich weiß es ja im endeffekt nicht. Aber, wenn du wieder gaanz normal essen würdest, hättest du keine Fressattacken. - Die kommen nur, wenn der Körper auch vorher Hungerperioden aushalten musste..
(es sei denn, du erbrichst dich).
Sieh das als ein Mut machen - stell dich deinen "Fressattacken"
Versuche sie an zu nehmen Und genüsslich zu erleben
Als ich da raus bin, habe ich permanent BERGE gegessen.. heute passiet mir das einfach nicht mehr. Weil mein Körper/ich keine Fressattacken mehr brauchen..und ich nicht mehr hungere

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30. August 2011 um 7:21
In Antwort auf renellla

..
Ich glaube nicht, dass du "Fressattacken" hast, weil es dir euphorisch besser geht, du die Kontrolle verlierst. Du hast wahrscheinlich Fressattacken, weil du doch immer noch unregelmäßig isst und immer noch zeitweise hungerst. Vielleicht nicht mehr so viel wie vorher, aber trotzdem noch.. - ich will dir nicht zu nahe treten, ich weiß es ja im endeffekt nicht. Aber, wenn du wieder gaanz normal essen würdest, hättest du keine Fressattacken. - Die kommen nur, wenn der Körper auch vorher Hungerperioden aushalten musste..
(es sei denn, du erbrichst dich).
Sieh das als ein Mut machen - stell dich deinen "Fressattacken"
Versuche sie an zu nehmen Und genüsslich zu erleben
Als ich da raus bin, habe ich permanent BERGE gegessen.. heute passiet mir das einfach nicht mehr. Weil mein Körper/ich keine Fressattacken mehr brauchen..und ich nicht mehr hungere

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Ach .-.-und das mit der Identität. Höchste Zeit an einer neuen zu arbeiten Schau dich um, fang an dich für neues zu interessieren, verfolge weiter deine Interessen Schule/studieren? .. Eine Identität kommt nicht von alleine. Man ERLEBT sie nur. Daran arbeite ich bis heute

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30. August 2011 um 13:21
In Antwort auf renellla

..
Ich glaube nicht, dass du "Fressattacken" hast, weil es dir euphorisch besser geht, du die Kontrolle verlierst. Du hast wahrscheinlich Fressattacken, weil du doch immer noch unregelmäßig isst und immer noch zeitweise hungerst. Vielleicht nicht mehr so viel wie vorher, aber trotzdem noch.. - ich will dir nicht zu nahe treten, ich weiß es ja im endeffekt nicht. Aber, wenn du wieder gaanz normal essen würdest, hättest du keine Fressattacken. - Die kommen nur, wenn der Körper auch vorher Hungerperioden aushalten musste..
(es sei denn, du erbrichst dich).
Sieh das als ein Mut machen - stell dich deinen "Fressattacken"
Versuche sie an zu nehmen Und genüsslich zu erleben
Als ich da raus bin, habe ich permanent BERGE gegessen.. heute passiet mir das einfach nicht mehr. Weil mein Körper/ich keine Fressattacken mehr brauchen..und ich nicht mehr hungere

Renellla....
Ja dass stimmt schon, ich esse noch immer sehr unregelmässig. Ich habe unzählige Mal versucht regelmässig zu essen aber nach ein paar Tagen ist es vorbei mit der Regelmässigkeit und eine FA kommt. Es ist furchtbar. Im Moment gehts mir gerade etwas besser da paar Tage das erste Mal seit Monaten auf die Waage gestanden bin und meine Befürchtung die 60er Marke erreicht zu haben, sich nicht bestätigt hatte. Ich habe es jetzt auch geschafft seit 4 Tagen,mag sich lächerlich anhören aber für mich ist das ein Erfolg, keiner FA zu verfallen. Und habe in dieser Zeit bereits 2Kg abgenommen, was zeigt wie schlimm und krass meine FA waren. Seit diesen 4 Tagen esse ich sehr wenig stecke natürlich im Dilemma. Einerseits will ich nicht hungern andererseits bekomme ich ein normale ESV einfach nicht geregelt und FA würden folgen. Es ist echt anstrengend !!! Aber ich bewunder dich echt, dass du es so gut im Griff haben zu scheinst! Respekt!

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4. September 2011 um 22:31
In Antwort auf tomte_12356604

Renellla....
Ja dass stimmt schon, ich esse noch immer sehr unregelmässig. Ich habe unzählige Mal versucht regelmässig zu essen aber nach ein paar Tagen ist es vorbei mit der Regelmässigkeit und eine FA kommt. Es ist furchtbar. Im Moment gehts mir gerade etwas besser da paar Tage das erste Mal seit Monaten auf die Waage gestanden bin und meine Befürchtung die 60er Marke erreicht zu haben, sich nicht bestätigt hatte. Ich habe es jetzt auch geschafft seit 4 Tagen,mag sich lächerlich anhören aber für mich ist das ein Erfolg, keiner FA zu verfallen. Und habe in dieser Zeit bereits 2Kg abgenommen, was zeigt wie schlimm und krass meine FA waren. Seit diesen 4 Tagen esse ich sehr wenig stecke natürlich im Dilemma. Einerseits will ich nicht hungern andererseits bekomme ich ein normale ESV einfach nicht geregelt und FA würden folgen. Es ist echt anstrengend !!! Aber ich bewunder dich echt, dass du es so gut im Griff haben zu scheinst! Respekt!

..
Nein, sorry, ich habe da nichts im Griff, - ich lasse los!

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