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Welcher Weg?

15. Juni 2012 um 10:06 Letzte Antwort: 15. Juni 2012 um 19:32

Hallo ihr da draußen,

hoffe jemand kann mir einen hilfreichen Tipp geben. Ich bin alleinerziehend mit einer 12 jährigen Tochter, habe über 20 Jahre schon Essstörungen, unzählige Therapieversuche, auf und ab.... große Gewichtsschwankungen, Bulimie... In den letzten Monaten habe ich 22 kg abgenommen, wiege soviel wie meine Tochter. Meine Tochter fängt nun auch an sich mehrmals am Tag zu wiegen, fragt mich mehrmals am Tag ob sie zu dick ist, ob dieses oder jenes zu dick macht, meidet Lebensmittel an einigen Tagen, vergleicht sich mit anderen Stars und fragt ob sie dicker ist...
Ich muss etwas ändern, das ist mir klar. Meine Tochter soll nicht essgestört sein, ich wünsche mir für sie Gesundheit! Nun frage ich mich, welcher Weg der Richtige ist. Ich bin vollkommen allein mit meiner Tochter, habe keine Freunde und keine Familie die sich kümmern würde. Ambulant ist es schwierig, weil die Therapeuten wo ich war, sagten dass es nicht intensiv genug sei. Habe überlegt mit Tagesklinik, aber da gibt es keine in Berlin die auf Essstörungen spezialisiert ist, Wiegmann Klinik gibt es, aber da gibt es keine spezielle Behandlung für Essstörungen und denke mal Psychoanalyse bringt mich da auch nicht weiter. Ein anderer Weg wäre eine Klinik für Essstörungen. Da meine Tochter nach den Sommerferien auf die Oberschule kommt, will sie dort nicht fehlen und endlich Freundschaften schließen (sie hat aktuell keine Freunde und leidet darunter und die Oberschule ist ihr absoluter Traum und ihre Chance, die will ich ihr nicht nehmen). Könnte daher mit dem Jugendamt reden, ob es Wege gibt z.B. Wohngruppe für die Zeit der Klinik. Am liebsten wäre mir da etwas in und um Berlin, dass ich meine Tochter so viel wie möglich sehen kann. Aber die Konzepte gefallen mir da nicht oder die Bewertungen schrecken ab. Insgesamt macht eine Klinik mir auch Angst,. Ich will wirklich endlich gesund werden und dass die Therapie perfekt ist, egal wo diese Therapie ist. Aber auch da bin ich unsicher, weil ich, egal welche Klinik es ist, negatives im Internet lese.
Ach, es ist schwer eine Entscheidung zu treffen. Lieber teilstationär eine Klinik die nicht speziell für Essstörungen ist oder lieber eine Klinik für Essstörungen? Aber würde meine Tochter soooo sehr vermissen und meine Tochter auch mich und dann haben wir noch einen Kater, wüsste nicht wohin mit ihn und Pensionen sind so teuer.

Kennt vielleicht auch jemand Alternativen in Berlin?
Verzweifelte und liebe Grüße!

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15. Juni 2012 um 19:25

Ach herrje...
Das hört sich hart an!!
Leider wohne ich nicht in berlin und kenn mich da auch nicht aus.
Komme aus der ganz anderen richtung (NRW)...

Ich wollte dir trotzdem schreiben weil ich dir sagen wollte, dass ich dir bzw euch , ganz ganz viel Kraft und Mut wünsche ubd ich wirklich hoffe dass ihr das zusammen hinbekommt (ohne dass deine Tochter essgestört wird).
Viel viel Glück und ich hoffe dass ihr bald was passendes findet, wie man dich therapieren kann!

LG

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15. Juni 2012 um 19:32

Vielleicht solltet ihr..
zuerst mal gemeinsam ein offenes Beratungsgespräch führen, bei Berlin speziell käme mir da http://www.dick-und-duenn-berlin.de in den Sinn. Ich glaube, dass es wirklich sehr wichtig ist, darüber zu reden, damit deine Tochter auch erkennt, in welcher Lage ihr euch befindet und damit es ihr nicht irgendwann auch so geht, dass sie auf zwanzig Jahre Gewichtskontrolle zurückblickt. Die oben genannte Organisation bietet meines Wissens nach auch Familienberatungen etc an. Vielleicht kannst du dich da mal umschauen.
Ich drücke dir und deiner Tochter beide Daumen und wünsch euch alles erdenkliche Gute, damit ihr das zusammen hinkriegt!

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