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Welche Klinik? Tagesablauf? Sonstiges?

Letzte Nachricht: 22. Mai 2011 um 22:39
F
foline_11989105
22.05.11 um 8:30

Hey ihr Lieben,
wie ihr sicherlich in meinem vorherigen Beitrag gelesen habt, habe ich mich dafür entschieden, wegen meiner Bulimie, in eine Klinik zu gehen, weil dieser Vorschlag mir auch von meiner Therapeutin vorgeschlagen wurde.
Deswegen werde ich sie am Montag sofort anrufen und ihr meine Entscheidung berichten damit alles so schnell wie möglich in die Wege geleitet wird.

Nun hab ich einige Fragen:
Welche Kliniken könnt ihr empfehlen? (Gelsenkirchen/Essen/Bottrop..so der Umkreis)
Was muss ich vorher erledigen?
(Überweisungen vom Arzt, ect.)
Wie sieht so ein Tagesablauf aus?
Werd ich dauerhaft überwacht?
(Ich hab Bulimie und mache zwanghaft 5 stunden sport TÄGLICH!)
Darf ich trotz des Sportzwangs dort Sport machen?
Wie ist es mit dem Essen?
Werd ich gezwungen oder bewacht?
Sind die ESler auf den Zimmern gemischt?
(hab Angst das die Magersüchtigen mich triggern, da ich ÜG hab)


Fragen über Fragen

Würde mich über Erfahrungsberichte freuen..

eure Brody

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F
fran_12730362
22.05.11 um 17:19

Huhu...
ich war zweimal in der LVR Klinik in Essen.
Auch, wegen Essstörungen.
Das letzte Mal bis zum 15.03.11.
Bei beiden Aufenthalten kam ich schnell rein, und hatte keine grosse Wartezeit.
Es ist eine öffentliche Klinik und gehört zur Uniklinik Essen, auf dessen Gelände sie sich auch befindet.
Die Verkehrsanbindung ist gut, zur Klinik gehört auch noch der nebenliegende Gruga Park.

Das erste Mal war ich von Juli bis November 2010 dort, wegen Magersucht und Untergewicht im sogenannten A-Vertrag.
Der ist weitaus strenger als der B-Vertrag.
Als A-ler bleibt man MINDESTENS vier Monate in der Klinik, in unterschiedlichen Phasen.

Das zweite Mal war ich mit unterem Normalgewicht vom 01.02.11 - 15.03.11 dort.
Ich bin in eine Mischform aus Anorexie und Bulimie gefallen, in der ich immer noch bin.
Da lernte ich dann den B-Vertrag kennen.

Da du sicherlich nicht im A-Vertrag kommst (da kommen nur die Untergewichtigen rein) berichte ich dir vom B-Vertrag:

Dieser ist grundsätzlich 6 Wochen lang, kann aber auf maximal 12 Wochen verlängert werden.
Jede Phase dauert zumindest 2 Wochen.

In den ersten zwei Wochen darfst du als B-ler alleine raus gehen, auch ausserhalb der Klinik, aber nur zwei Stunden täglich.
Das WE verbringst du in der Klinik.
DAS Mittagessen wird unter Bewachung einer Schwester als gemischte Gruppe (das heisst A-ler und B-ler) eingenommen in der Küche der Station.
Nach dem Mittagsmahl findet (meistens) einen dreissigminütige Nachruhe statt.
Dazu geht man samt Schwester in den siebten Stock (also eine Etage höher) in den Bewegungsraum, man legt sich hin und macht mit Entspannungsmusik halt dreissig Minuten Pause.

Das Frühstück und das Abendessen werden von einem am Mittwoch gewählten Dienst aufgedeckt in Büffet-Form.
Das heisst, du musst dir dá selbstständig die mit der Schwester abgesprochene Menge an Brötchen, Brot und Belag nehmen.
Beim Frühstück sitzt auch das andere Setting mit dabei, das sind Personen, die auch psychosomatische Probleme haben, aber in Tagesklinikform behandelt werden.

Es hört sich schlimm an, dass da nicht Essgestörte dabei saßen, aber ich fand das sogar gut, so konnte man schauen, was denn eine normale Portion bedeutet.

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M
maisie_12326230
22.05.11 um 17:29

Hi
leider hat dir noch keiner geantwortet. Ich kann dir vonn mir nur erzählen wies mit dem antrag war (auf den rest warte ich im moment)
Ich habe zuerst mit meiner Krankenkasse (bei mit TK, sehr hilfsbereit) telefoniert und die haben mir daraufhin ein formular geschickt, welches ich bei meiner hausärztin ausgefüllt habe.
Am Donnerstag kam die rückmeldung dass sie die kosten übernehmen und ich soll mich jetzt mit der klinik in verbindung setze, zwecks termin.

die restlichen fragen schwirren momentan auch in meinem kopf, habe ebenfalls bulimie und im moment ziemliche angst vor der therapie. Vorallem deine Angst wegen Leuten mit Magersucht kann ich gut verstehen...
Ich wünsch dir alles gute, am besten ist glaube ich wirklich du fragst einfach bei deiner krankenkasse nach auch mit welchemn kliniken die kooperieren, das hilft dir evtl. bei der auswahl
liebe grüße

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F
fran_12730362
22.05.11 um 17:47
In Antwort auf fran_12730362

Huhu...
ich war zweimal in der LVR Klinik in Essen.
Auch, wegen Essstörungen.
Das letzte Mal bis zum 15.03.11.
Bei beiden Aufenthalten kam ich schnell rein, und hatte keine grosse Wartezeit.
Es ist eine öffentliche Klinik und gehört zur Uniklinik Essen, auf dessen Gelände sie sich auch befindet.
Die Verkehrsanbindung ist gut, zur Klinik gehört auch noch der nebenliegende Gruga Park.

Das erste Mal war ich von Juli bis November 2010 dort, wegen Magersucht und Untergewicht im sogenannten A-Vertrag.
Der ist weitaus strenger als der B-Vertrag.
Als A-ler bleibt man MINDESTENS vier Monate in der Klinik, in unterschiedlichen Phasen.

Das zweite Mal war ich mit unterem Normalgewicht vom 01.02.11 - 15.03.11 dort.
Ich bin in eine Mischform aus Anorexie und Bulimie gefallen, in der ich immer noch bin.
Da lernte ich dann den B-Vertrag kennen.

Da du sicherlich nicht im A-Vertrag kommst (da kommen nur die Untergewichtigen rein) berichte ich dir vom B-Vertrag:

Dieser ist grundsätzlich 6 Wochen lang, kann aber auf maximal 12 Wochen verlängert werden.
Jede Phase dauert zumindest 2 Wochen.

In den ersten zwei Wochen darfst du als B-ler alleine raus gehen, auch ausserhalb der Klinik, aber nur zwei Stunden täglich.
Das WE verbringst du in der Klinik.
DAS Mittagessen wird unter Bewachung einer Schwester als gemischte Gruppe (das heisst A-ler und B-ler) eingenommen in der Küche der Station.
Nach dem Mittagsmahl findet (meistens) einen dreissigminütige Nachruhe statt.
Dazu geht man samt Schwester in den siebten Stock (also eine Etage höher) in den Bewegungsraum, man legt sich hin und macht mit Entspannungsmusik halt dreissig Minuten Pause.

Das Frühstück und das Abendessen werden von einem am Mittwoch gewählten Dienst aufgedeckt in Büffet-Form.
Das heisst, du musst dir dá selbstständig die mit der Schwester abgesprochene Menge an Brötchen, Brot und Belag nehmen.
Beim Frühstück sitzt auch das andere Setting mit dabei, das sind Personen, die auch psychosomatische Probleme haben, aber in Tagesklinikform behandelt werden.

Es hört sich schlimm an, dass da nicht Essgestörte dabei saßen, aber ich fand das sogar gut, so konnte man schauen, was denn eine normale Portion bedeutet.

Zu Fr+h auf Enter gedrückt...
sorry...
ALso es gibt dort einen festgelegten Stundenplan.
Zweimal die WOche Gruppentherapie, zweimal Einzeltherapie und einmal die Woche Genussgruppe.
Genussgruppe: Da macht man was, was gut tut, zum Beispiel haben wir ab und an gebastelt und einmal auch selbstgemachte GEsichtsmasken aufgelegt.
Freitags gibt es immer Kaffeetaffel, für die jeweils zwei Personen aus beiden Settings (also insgesamt vier Personen) zwei Kuchen backen.
Auch das wird am Mittwoch in der Stationsversammlung bestimmt.

Wenn du dann zwei Wochen lang regelmässig gegessen hast und nicht mehr abgenommen hast als innerhalb deiner Tolergranzgrenze (Meist zwei Kilo bezogen auf das Aufnahmegewicht) bzw. das GEwicht gehalten hast, so kommst du in die zweite Stufe.

Da darfst du als B-ler dann in der Mensa mit anderen von der Station zu Mittag essen und die zwei Stunden Ausgangsgrenze entfällt.
Ab Stufe zwei hast du dann nach Absprache mit den Therapeuten Bewegungstherapie und Gestaltungstherapie.
Zudem noch einmal die Woche Kochgruppe.
Da wird dann zusammen mit einer Schwester ein selbst ausgesuchtes Rezept gekocht und auch gegessen, vorraussgesetzt das Gericht ist ausgewogen und gesund.

Eignene Lebensmittel mitzubringen ist für das Essstörungssetting strengstens verboten.
Auch wirst du dort nicht abnehmen dürfen, weil dies zu triggernd wirken würde auf andere.
Es gibt Zwei- und Dreibettzimmer, jedoch werden meist nur zwei Personen maximal zusammnengelegt.

Bevorzugterweise werden A-ler und B-ler gemischt auf die Zimmer verteilt, weil so vermieden werden soll, dass sich welche mit gleicher Störung stark triggern.
Jedes Zimmer hat sein eigenes Bad.
An sich ist die Ausstattung okay, aber man merkt dem Gebäude an, dass es seit den 70-ern intensiv genutzt wurde, weil es immer wieder mal das ein oder andere kleine Problem gibt.
Aber die sind nicht gravierend.

Rauchen ist erlaubt, aber nicht auf der Station selbst, sondern unten am Eingang.
Ob du dich bewegen darfst musst du absprechen.
Ich durfte es am Anfang trotz B-Vertrag nicht, weil ich eben unteres Normalgewicht hatte und mein Gewicht erstmal nach unten rasste, obwohl ich aß.
Erst, als sich mein Stoffwechsel beruhigt hat (ich habe vor der Klinik VIEL Sport gemacht und alles getan , um den Stoffwechsel anzuregen) durfte ich nach Absprache Joggen gehen.
In Stufe zwei darfst du von Samstag nach dem Früchstück bis Sonntag Abend nach Hause, zur Belastungserprobung.

Die letzte Stufe ist dann die tagesklinische, dass bedeutet, du nimmst Frühstück und Mittag in der Klinik ein, das Abendessen zu Hause und du bist am WE wieder ganz zu HAuse.
Auch übernachtest du ab da wieder daheim.
Die meisten verlängern die tagesklinische Phase von zwei auf vier Wochen.

Falls du ein Problem mit Abführmitteln, Entwässerungsmitteln usw. hast, dann sollte man das unbedingt vorher erwähnen.
In der Nähe der Klinik gibt es einige Geschäfte , aber wie erwähnt, eigene Lebensmittel und oben genannte Mittelchen sind strengstens verboten.
Im Zweifel nehmen sie dir Blut ab und falls da was festgestellt wird droht Ärger.

Auch solltest du es erwähnen, wenn du ein Problem mit Selbstverletzendem Verhalten hast, damit die auf der Station dann schon mal drauf eingestellt sind.
Verboten ist auch das grundsätzlich nich, aber es darf nicht ständig in der chirurgischen Notfallambulanz enden.
Und es findet nach jedem Vorfall ein GEspräch statt.

Bei mir z.B. war abgemacht, dass ich es auf keinen Fall so mache, dass ich zur Notstation muss, weil sonst mein Aufenthalt beendet gewesen wäre.
Sie hatten da bei mir ja schon Erfahrung durch meinen ersten Aufenthalt.....

Allgemein ist diese Klinik sehr auf Eigenverantwortung ausgeleget, was ich aber sehr gut finde.
Man MUSS es wollen, sonst geht es nicht.

Es gibt ein Kartensystem, einmal grün, gelb und rot.
Das tritt ein, wenn du abnimmst unter der Toleranzgrenze, z.B.
erst bekommst du die grüne, eine Woche später dann die Gelbe, falls du dein Toleranzgewicht nicht hast und dann die rote - die bedeutet den Rausschmiss aus der Klinik.

Es gibt dort natürlich Regeln, aber die sind vergleichsweise noch lockerer als bei anderen Kliniken.
Eben weil dort darauf gesetzt wird, dass man auch wirklich WILL.

LG

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F
foline_11989105
22.05.11 um 18:53
In Antwort auf fran_12730362

Zu Fr+h auf Enter gedrückt...
sorry...
ALso es gibt dort einen festgelegten Stundenplan.
Zweimal die WOche Gruppentherapie, zweimal Einzeltherapie und einmal die Woche Genussgruppe.
Genussgruppe: Da macht man was, was gut tut, zum Beispiel haben wir ab und an gebastelt und einmal auch selbstgemachte GEsichtsmasken aufgelegt.
Freitags gibt es immer Kaffeetaffel, für die jeweils zwei Personen aus beiden Settings (also insgesamt vier Personen) zwei Kuchen backen.
Auch das wird am Mittwoch in der Stationsversammlung bestimmt.

Wenn du dann zwei Wochen lang regelmässig gegessen hast und nicht mehr abgenommen hast als innerhalb deiner Tolergranzgrenze (Meist zwei Kilo bezogen auf das Aufnahmegewicht) bzw. das GEwicht gehalten hast, so kommst du in die zweite Stufe.

Da darfst du als B-ler dann in der Mensa mit anderen von der Station zu Mittag essen und die zwei Stunden Ausgangsgrenze entfällt.
Ab Stufe zwei hast du dann nach Absprache mit den Therapeuten Bewegungstherapie und Gestaltungstherapie.
Zudem noch einmal die Woche Kochgruppe.
Da wird dann zusammen mit einer Schwester ein selbst ausgesuchtes Rezept gekocht und auch gegessen, vorraussgesetzt das Gericht ist ausgewogen und gesund.

Eignene Lebensmittel mitzubringen ist für das Essstörungssetting strengstens verboten.
Auch wirst du dort nicht abnehmen dürfen, weil dies zu triggernd wirken würde auf andere.
Es gibt Zwei- und Dreibettzimmer, jedoch werden meist nur zwei Personen maximal zusammnengelegt.

Bevorzugterweise werden A-ler und B-ler gemischt auf die Zimmer verteilt, weil so vermieden werden soll, dass sich welche mit gleicher Störung stark triggern.
Jedes Zimmer hat sein eigenes Bad.
An sich ist die Ausstattung okay, aber man merkt dem Gebäude an, dass es seit den 70-ern intensiv genutzt wurde, weil es immer wieder mal das ein oder andere kleine Problem gibt.
Aber die sind nicht gravierend.

Rauchen ist erlaubt, aber nicht auf der Station selbst, sondern unten am Eingang.
Ob du dich bewegen darfst musst du absprechen.
Ich durfte es am Anfang trotz B-Vertrag nicht, weil ich eben unteres Normalgewicht hatte und mein Gewicht erstmal nach unten rasste, obwohl ich aß.
Erst, als sich mein Stoffwechsel beruhigt hat (ich habe vor der Klinik VIEL Sport gemacht und alles getan , um den Stoffwechsel anzuregen) durfte ich nach Absprache Joggen gehen.
In Stufe zwei darfst du von Samstag nach dem Früchstück bis Sonntag Abend nach Hause, zur Belastungserprobung.

Die letzte Stufe ist dann die tagesklinische, dass bedeutet, du nimmst Frühstück und Mittag in der Klinik ein, das Abendessen zu Hause und du bist am WE wieder ganz zu HAuse.
Auch übernachtest du ab da wieder daheim.
Die meisten verlängern die tagesklinische Phase von zwei auf vier Wochen.

Falls du ein Problem mit Abführmitteln, Entwässerungsmitteln usw. hast, dann sollte man das unbedingt vorher erwähnen.
In der Nähe der Klinik gibt es einige Geschäfte , aber wie erwähnt, eigene Lebensmittel und oben genannte Mittelchen sind strengstens verboten.
Im Zweifel nehmen sie dir Blut ab und falls da was festgestellt wird droht Ärger.

Auch solltest du es erwähnen, wenn du ein Problem mit Selbstverletzendem Verhalten hast, damit die auf der Station dann schon mal drauf eingestellt sind.
Verboten ist auch das grundsätzlich nich, aber es darf nicht ständig in der chirurgischen Notfallambulanz enden.
Und es findet nach jedem Vorfall ein GEspräch statt.

Bei mir z.B. war abgemacht, dass ich es auf keinen Fall so mache, dass ich zur Notstation muss, weil sonst mein Aufenthalt beendet gewesen wäre.
Sie hatten da bei mir ja schon Erfahrung durch meinen ersten Aufenthalt.....

Allgemein ist diese Klinik sehr auf Eigenverantwortung ausgeleget, was ich aber sehr gut finde.
Man MUSS es wollen, sonst geht es nicht.

Es gibt ein Kartensystem, einmal grün, gelb und rot.
Das tritt ein, wenn du abnimmst unter der Toleranzgrenze, z.B.
erst bekommst du die grüne, eine Woche später dann die Gelbe, falls du dein Toleranzgewicht nicht hast und dann die rote - die bedeutet den Rausschmiss aus der Klinik.

Es gibt dort natürlich Regeln, aber die sind vergleichsweise noch lockerer als bei anderen Kliniken.
Eben weil dort darauf gesetzt wird, dass man auch wirklich WILL.

LG

Dankeschön..
für eure Antworten und danke vorallem an diese seeehr ausführliche Antwort von fallensoul
Ich hab auch schon sehr viel positives über diese Klinik in Essen gehört und das ganze Programm da hört sich echt super an..
irgendwie freu ich mich schon richtig drauf und ich glaube das ist ein gutes Zeichen
wie bist du denn Anfangs mit den Mitpatienten klargekommen?
Habe etwas Angst dort villt nicht sofort "mit eingebunden" zu werden weil man ja "neu dazukommt"
Ich darf nicht abnehmen? Auch nicht wenn ich im ÜG bin?
Wär ja ganz schön blöd wenn ich mein fettes Gewicht da halten müsste nur um die anderen nicht zu triggern
mir würde es ja auch schon reichen wenigsten auf das normalgewicht zu kommen und ich glaube bei dem normalen Essen was ich dort bekomme, werd ich sowieso abnehmen oder?


Liebste Grüße

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Kannst du deine Antwort nicht finden?

A
an0N_1274654799z
22.05.11 um 18:55

Schön kliniken roseneck kann ich dir
empfehlen... die sind am chiemsee. musst dich frühzeitig anmelden und alles hinschicken und dann auf einen platz warten. manchmal wird auch schneller einer frei, wenn du spontan sein kannst...

es ist da auch von der natur her sehr schön und beruhigend... weit weg von allem...

http://www.schoen-kliniken.de/ptp/kkh/ros/

ruf da morgen einfach mal an, die sind sehr hilfsbereit und freundlich und werden alle deine fragen beantworten.

alles gute!

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F
fran_12730362
22.05.11 um 21:45
In Antwort auf foline_11989105

Dankeschön..
für eure Antworten und danke vorallem an diese seeehr ausführliche Antwort von fallensoul
Ich hab auch schon sehr viel positives über diese Klinik in Essen gehört und das ganze Programm da hört sich echt super an..
irgendwie freu ich mich schon richtig drauf und ich glaube das ist ein gutes Zeichen
wie bist du denn Anfangs mit den Mitpatienten klargekommen?
Habe etwas Angst dort villt nicht sofort "mit eingebunden" zu werden weil man ja "neu dazukommt"
Ich darf nicht abnehmen? Auch nicht wenn ich im ÜG bin?
Wär ja ganz schön blöd wenn ich mein fettes Gewicht da halten müsste nur um die anderen nicht zu triggern
mir würde es ja auch schon reichen wenigsten auf das normalgewicht zu kommen und ich glaube bei dem normalen Essen was ich dort bekomme, werd ich sowieso abnehmen oder?


Liebste Grüße


Ich war ja nun zweimal die Neue und kann sagen, am Anfang ist es vielleicht etwas schwierig, ja aber man gewöhnt sich sehr schnell da ein und Leute, mit denen man gut klar kommt, findet man immer.
An sich bin ich eine sehr scheue und schüchterne Person und trotzdem habe ich bei beiden Malen sehr schnell Anschluss gefunden.

Das du dich freust, ist wirklich schon mal gut, dass kann man als gutes Omen für die Therapie werten.
Früher oder später fühlt man sich dort wirklich wohl, ich habe es schnell als zweites Zuhause angenommen, und mich pudelwohl gefühlt, und das ist bei mir ein Wunder.

Ja, das mit dem Übergewicht ist eine Sache, bei meinem ersten Aufenthalt war auch eine sehr liebe, leicht übergewichtige Person dabei mit Bulimie.
Bei ihr haben sie erstmal drauf geachtet, dass sie wirklich regelmässig isst und somit Essanfälle / Übergebensanfälle vermieden wurden.
Bis zu einer gewissen Toleranzgrenze durfte sie abnehmen, aber dann war es gut.
Erstmal sollte sie wieder ein gesundes Essverhalten lernen.
Gesund abgenommen hat sie dann wohl nach diesem Aufenthalt (was ich bewundere, weil sie vor der Bulimie an Magersucht litt und untergewichtig war, da ist ja immer die Gefahr da, zurückzufallen), aber sie hats geschafft.

Früher wurde dort auch Adipositas mit behandelt, aber das wurde abgeschaffen, weil sie mit der Mischung Adipositas+Magersucht+Bulimie auf einer Station schlechte Erfahrungen gemacht haben.
Deswegen sehen sie es auch nicht gerne, wenn jemand nur abnimmt da.
Du kannst ja trotzdem dort mit den Therapeuten sprechen, sie sind sehr nett.

Internet ist da übrigens erlaubt und Laptop.
Man kann bei dem sehr netten Sozialarbeiter dort kostenlos einen W-Lan Zugang beantragen.
Damit kann man sich dann einloggen in sein eigenes Konto und surfen wie man will.
Das hat man ja auch nicht in allen Kliniken.
Handy ist auch gestattet.
Du siehst, sie sind dort sehr human, aber dafür muss man sich selbst dann auch manchmal am Riemen reißen und es durchziehen.
in manchen Kliniken wird man ja erstmal regelrecht abgeschottet, was für mich der reinste Horror gewesen wäre.

Vermutlich werde ich nun in Essen-Heidhausen, eine Abzweigung des LVR-Klinikums Essen, eine Therapie speziell wegen Borderline machen.
Der Therapeut dort hat schon meine Daten bekommen von der Essgestörtenstation, die kennen sich da alle und ich habe mit der Weitergabe kein Problem.

In den Zimmern kann man es sich auch ein wenig schick machen, ich habe beim letzten Mal zum Beispiel ein paar hübsche Postkarten, die ich mir vorher für einen Euro besorgt habe, an die Wand geklebt.
So wirkt es direkt etwas heimischer und nicht wie eine Klinik.
Und Topfpflanzen sind auch nie schlecht, die hauchen den Räumen ebenfalls Leben ein.

Ich habe mich bei beiden Malen sogar so wohl gefühlt, dass ich da gerne noch viel länger geblieben wäre, und hatte nach beiden Malen ein verdammtes "Fernweh" (Naja, fern, Oberhausen ist ja die Nachbarstadt von Essen) dahin... aber das hängt auch mit meinem eigentlichen Zuhause hier zusammen.

Bist du zufällig bei StudiVZ?
Wenn ja, dann könnte ich dir die Kontaktdaten meiner ehemaligen Zimmergenossin geben, sie ist nett, du kannst ruhig ehrlich zu ihr sein und sie kann dich im Laufenden halten, was im Moment so auf der Station los ist.

Jetzt kurz vor den Sommerferien hast du auch besonders gute Chancen, schnell einen Platz zu bekommen, weil viele wegen dem Sommerurlaub absagen und so Plätze frei werden.
So kam ich ja beim ersten Mal schnell rein.
Beim zweiten Mal, weil ich mich direkt an die Chefpsychologin gewandt habe, die mich auch gut kannte.

LG

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F
foline_11989105
22.05.11 um 22:39
In Antwort auf fran_12730362


Ich war ja nun zweimal die Neue und kann sagen, am Anfang ist es vielleicht etwas schwierig, ja aber man gewöhnt sich sehr schnell da ein und Leute, mit denen man gut klar kommt, findet man immer.
An sich bin ich eine sehr scheue und schüchterne Person und trotzdem habe ich bei beiden Malen sehr schnell Anschluss gefunden.

Das du dich freust, ist wirklich schon mal gut, dass kann man als gutes Omen für die Therapie werten.
Früher oder später fühlt man sich dort wirklich wohl, ich habe es schnell als zweites Zuhause angenommen, und mich pudelwohl gefühlt, und das ist bei mir ein Wunder.

Ja, das mit dem Übergewicht ist eine Sache, bei meinem ersten Aufenthalt war auch eine sehr liebe, leicht übergewichtige Person dabei mit Bulimie.
Bei ihr haben sie erstmal drauf geachtet, dass sie wirklich regelmässig isst und somit Essanfälle / Übergebensanfälle vermieden wurden.
Bis zu einer gewissen Toleranzgrenze durfte sie abnehmen, aber dann war es gut.
Erstmal sollte sie wieder ein gesundes Essverhalten lernen.
Gesund abgenommen hat sie dann wohl nach diesem Aufenthalt (was ich bewundere, weil sie vor der Bulimie an Magersucht litt und untergewichtig war, da ist ja immer die Gefahr da, zurückzufallen), aber sie hats geschafft.

Früher wurde dort auch Adipositas mit behandelt, aber das wurde abgeschaffen, weil sie mit der Mischung Adipositas+Magersucht+Bulimie auf einer Station schlechte Erfahrungen gemacht haben.
Deswegen sehen sie es auch nicht gerne, wenn jemand nur abnimmt da.
Du kannst ja trotzdem dort mit den Therapeuten sprechen, sie sind sehr nett.

Internet ist da übrigens erlaubt und Laptop.
Man kann bei dem sehr netten Sozialarbeiter dort kostenlos einen W-Lan Zugang beantragen.
Damit kann man sich dann einloggen in sein eigenes Konto und surfen wie man will.
Das hat man ja auch nicht in allen Kliniken.
Handy ist auch gestattet.
Du siehst, sie sind dort sehr human, aber dafür muss man sich selbst dann auch manchmal am Riemen reißen und es durchziehen.
in manchen Kliniken wird man ja erstmal regelrecht abgeschottet, was für mich der reinste Horror gewesen wäre.

Vermutlich werde ich nun in Essen-Heidhausen, eine Abzweigung des LVR-Klinikums Essen, eine Therapie speziell wegen Borderline machen.
Der Therapeut dort hat schon meine Daten bekommen von der Essgestörtenstation, die kennen sich da alle und ich habe mit der Weitergabe kein Problem.

In den Zimmern kann man es sich auch ein wenig schick machen, ich habe beim letzten Mal zum Beispiel ein paar hübsche Postkarten, die ich mir vorher für einen Euro besorgt habe, an die Wand geklebt.
So wirkt es direkt etwas heimischer und nicht wie eine Klinik.
Und Topfpflanzen sind auch nie schlecht, die hauchen den Räumen ebenfalls Leben ein.

Ich habe mich bei beiden Malen sogar so wohl gefühlt, dass ich da gerne noch viel länger geblieben wäre, und hatte nach beiden Malen ein verdammtes "Fernweh" (Naja, fern, Oberhausen ist ja die Nachbarstadt von Essen) dahin... aber das hängt auch mit meinem eigentlichen Zuhause hier zusammen.

Bist du zufällig bei StudiVZ?
Wenn ja, dann könnte ich dir die Kontaktdaten meiner ehemaligen Zimmergenossin geben, sie ist nett, du kannst ruhig ehrlich zu ihr sein und sie kann dich im Laufenden halten, was im Moment so auf der Station los ist.

Jetzt kurz vor den Sommerferien hast du auch besonders gute Chancen, schnell einen Platz zu bekommen, weil viele wegen dem Sommerurlaub absagen und so Plätze frei werden.
So kam ich ja beim ersten Mal schnell rein.
Beim zweiten Mal, weil ich mich direkt an die Chefpsychologin gewandt habe, die mich auch gut kannte.

LG


Da bin ich ja schonmal beruhigt dass es dort so "friedlich" abläuft.
Klar bin ich in erster Linie auch da um mein Essverhalten zu normalisieren. Wenn die Ärzte sagen dass ich dann nur bis zu einem bestimmte Punkt abnehmen kann, würde ich das vollkommen in Ordnung finden, denn das wichtigste ist ja erstmal "essen lernen"..
vorallem werd ich dabei auch aufpassen müssen, denn bei mir besteht die Gefahr wieder in die MS zu rutschen
bin mir momentan zwar relativ sicher das es sowieso nicht mehr passieren wird, aber ganz ausschließen kann man es ja nie.

Finde es auch gut das man dort auch den Laptop und Handy mitnehmen kann. Dann ist man eben nicht ganz so angeschottet. Obwohl ich glaube, dass ich in der ersten Zeit keinen Kontakt nach Hause aufnehmen werde. Diese Auszeit wird mir gut tun

Ich will nach der Klinik auch ganz sicher nicht zurück nach Hause, sondern in betreutes Wohnen. Da soll es in Essen ja auch eine Anlaufstelle geben.
Ich hab nämlich viel zu viel Angst wieder in die alten Muster zu verfallen..das Risiko will ich nicht eingehen..

Ja ich hab meinVZ.
Werde dir meinen Namen per PN schicken.
Muss ja nicht jeder hier wissen

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