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Weiß nicht mehr weiter: Er kommt mit seiner "Unlust" nicht klar

23. Dezember 2006 um 13:43 Letzte Antwort: 9. Januar 2007 um 9:58

Hallo ihr Lieben,
langsam weiß ich nicht mehr weiter. Letzte Nacht ist mal wieder alles eskaliert, so dass mein Göttergatte sogar auf dem Sofa geschlafen hat ...

Die Basics:
Wir sind gut eineinhalb Jahre zusammen. Er ist dreizehn Jahre älter als ich, dh. über 40. Seit zwei Monaten wohnen wir zusammen. Wir lieben uns und wollen nächstes Jahr heiraten.

Die Beziehung:
Sex war schon immer ein großes und problembehaftetes Thema in unserer Beziehung. Die ersten 2-3 Monate hatte wir im Grunde genommen gar keinen Sex (!!!). Wir hatten uns eigentlich auch immer mehr gestritten als alles andere und im Nachhinein frag ich mich, wie ich das damals durchgehalten hatte. Schließlich sind ja alle anfangs immer super verliebt und glücklich und dann erst kommen die Probleme. Naja, bei uns war es eben umgekehrt. Inzwischen bin ich froh dass es so gelaufen ist, da wir in den ersten Monaten schon soviel "Sch..." durchgemacht haben, wir uns soviel angeschrieen haben, soviel Tränen geflossen sind, wir uns theoretisch sooft getrennt haben, dass wir danach auch wirklich wussten, was wir an dem anderen haben. Dass alles so lief, lag allerdings an ihm. Nach fünfjährigem Singledasein hatte er sich schon so darauf eingestellt eh keine Frau mehr zu finden, mit der er den Rest seines Lebens verbringen und Kinder haben will, dass er mich überhaupt nicht an sich ranlassen wollte. Er war im Grunde ständig in Habachtstellung und im Bett lief natürlich nichts; er war einfach nicht bereit oder konnte nicht realisieren, dass ich tatsächlich die Frau bin, auf die er gewartet hat Eigentlich hatte ich alles auch ein paar Mal hingeschmissen, dh. genau das getan, bei dem ich dachte danach wird Schluss sein, z.B.: mitten in einer Diskussion am Telefon auflegen ... Natürlich hat er nie Schluss gemacht, aber er hat jedes Mal gesagt: "Noch einmal und das wars!" Das passierte so ungefähr 4-5 Mal

Kurzum: Irgendwann hat es bei ihm Klick gemacht und er hat kapiert, dass ich die Frau für ihn bin, dass er nur so ein Riesenarsch war, weil er nicht wahrhaben wollte, dass er verliebt ist, etc. Wir haben trotzdem immer noch abundzu heftige Streits, aber es hat alles nicht mehr die Dimension wie früher.

Sex:
Wie schon geschrieben, war Sex von anfang an schwierig. Nachdem wir aber über den Berg waren, lief es plötzlich auch im Bett. Wir hatten guten Sex, aber eher "ungewöhnlich", dh. sogut wie nie koital. Ich nehme die Pille aus Prinzip nicht mehr, wobei er mich schon so kennengelernt hat. Also verhüten wir mit Kondom, was für ihn auch kein Problem ist, trotzdem will er so gut wie nie koitalen Sex ...
Die ganze "Prozedur" läuft dann meistens wie folgt ab: Den Anfang macht immer er (!!!), wenn ich anfange blockt er ab. Dann kümmert er sich immer erst um mich, dann umgekehrt, Hilfsmittel erlaubt. Und so ist es jedes Mal. Es ist auch nicht schlecht, es ist schön und befriedigend für mich, aber auch nicht mehr besonders spannend.
Inzwischen bin ich wohl selbst auch ein bißchen Sexmuffel geworden, sicherlich auch bedingt durch viel Arbeit, so dass ich abends oft zu müde bin (ähnlich wie eine Frau einige Beiträge vor mir geschrieben hat).
Er hat die letzte Zeit auch immer weniger Lust, aber bei ihm ist es schlimmer, vor allem weil er sich selbst sehr unter Druck setzt. Vielleicht ist das bei Männern so: Sie meinen, sie müssten es im Bett halt bringen, oder was weiß ich.
Die letzten drei Male (zwischen denen jeweils Wochen lagen!!!) endeten mit den Sätzen von ihm: "Das war irgendwie komisch." Oder: "Das war irgendwie nichts." Oder gestern: "Das war mal wieder scheiße!"
Meine Reaktionen vielleicht auch nicht ungewöhnlich, denn natürlich habe ich das erstmal auf mich bezogen, dh.: War ich scheiße? Seine Antworten: "Nein, natürlich nicht, ich weiß auch nicht was los ist, irgendwie ist das alles nicht mehr so wie früher. Vielleicht stimmt der Satz ja: Essen ist der Sex des Alters, denn wenn mir heute einer die Wahl geben würde zwischen zwei scharfen Blondinen und nem Riesenschnitzel, würde ich ohne mit der Wimper zu zucken das Schnitzel nehmen." Das waren so zusammengefasst die Reaktionen beim 1. und 2. Mal. Wir haben geschmunzelt und sind Arm in Arm eingeschlafen.
Gestern allerdings eskalierte alles. Nach seinem Schlusssatz ("Das war mal wieder scheiße"), war ich wirklich angepisst und habe mich weggedreht. Er darauf hin, in einem für mich befehlshaberischen Ton: "Dreh Dich bitte wieder um, dreh Dich jetzt bitte wieder um. Ich bin schon frustriert genug!" Den Ton kann man ja leider nicht schreiben, aber er klang agressiv und total angenervt. Nach dem dritten Mal schrie er dann schon und irgendwann ist er ins Wohnzimmer mit den Worten: "Wenn ich Dich mal brauche bist Du nicht für mich da! Da will ich einmal über meine Gefühle mit Dir sprechen und Du drehst Dich einfach nur weg!" Hört sich jetzt vielleicht ganz witzig und süß an, aber ihm wars wirklich ernst. Er verbrachte die Nacht im Wohnzimmer und heute morgen herrschte Eiseskälte. Auf Diskussionen hatte er keinen Bock, sondern wollte nur ne Entschuldigung und dass ich mich in Zukunft nicht von ihm abwende, wenn er mit mir über seine Gefühle sprechen will. 2. Option: Beziehung sofort beenden!
Ich hingegen fand sein Verhalten völlig unangebracht und überzogen. Langsam kann ich einfach nicht mehr hören, wie unbefriedigt er nach jedem Orgasmus ist. Rational weiß ich, dass es nicht an mir liegt, spurlos prallt das auch nicht an mir ab, außerdem bin ich viel zu impulsiv um auf solche Aussagen nicht zu reagieren. Ich habe ihn schon sooft gefragt, was denn los sei, aber es kam immer nur: "Ach ich weiß nicht. ..." Punkt. Was soll ich denn da noch sagen? Etliche Male habe ich ihm schon geraten, dass er sich professionelle Hilfe sucht, oder mal mit einem Freund spricht, doch dazu ist er wahrscheinlich zu stolz. Aber was soll ich denn noch tun? Ich bin wirklich sehr verständnisvoll und geduldig, ansonsten hätte ich der Beziehung schließlich von Anfang an keine Chance gegeben. Doch langsam weiß ich nicht mehr weiter. Ich fühle mich auch von ihm mit seinen Problemen allein gelassen. Es ist als ob er sie mir übergibt und darauf hofft, dass ich sie löse.
Ich kann mir auch gar nicht vorstellen, wo sein Problem liegt, und wenn von ihm immer nur kommt: "Ach ich weiß nicht ..." kann ich ihm auch nichts raten.
Geht es oder ging es anderen von euch ähnlich wie mir? Wie geht man/frau denn mit so einer Situation um?

Danke, wer bis hierhin durchgehalten hat

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23. Dezember 2006 um 22:43

Nun sollte ich dir doch mal antworten...
dein Freund begehrt dich nicht mehr richtig, er kann auch nicht richtig mit dir "kohabitieren" oder einfach bumsen! das frustriert ihn, weil es natürlich nicht richtig läuft! Warum lässt du ihn nicht / warum will er nicht normal "eindringen"? Was hat er für Ängste ? Mit dem Heiraten würde ich vorsichtig sein!! Nun ein Vorschlag zum Kitten deiner Beziehung: lob ihn, das er interessant riecht, das du bei ihm Phantasien entwickelst, das er toll für dich gebaut ist, das du verrückte Sachen mit ihm machen könntest, verführe ihn zu einer echten Nummer!

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9. Januar 2007 um 9:58

Traurig
Liebe Femina,
das hört sich alles sehr traurig an,
so wie Du es beschreibst, glaube ich nicht,
dass daraus eine gute Beziehung auf Dauer
werden kann. Es tut mir leid, dass ich Dir
das so schreiben muss, aber aussenstehend, sieht man das realistischer, trenne Dich lieber jetzt, als später, dann ist alles viel schlimmer.

grüsse Regentag

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