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Was soll ich denn nur tun?

25. September 2010 um 15:22

Hallo allerseits!
Ich bin gerade sehr verzweifelt. Seit ein paar Monaten übergebe ich mich öfters nach dem Essen...
Ich mache mir schon seit Jahren Gedanken um meine Figur, mein Gewicht, fühle mich einfach zu dick (jetzt bin ich 21) obwohl ich Normalgewicht habe.
Alles schlimmer geworden ist es, als ich von einem Aufenthalt in der USA zurück nach Hause kam. Das Verhältnis zu meinen Eltern ist nicht das beste und der Abstand, als ich im Ausland war hat mir psychisch sehr gut getan. Kaum war ich wieder in meinem gewohnten Umfeld ist alles um so schlimmer geworden. Meine Eltern haben sehr hohe Ansprüche an mich bezügl. Studium, Leistung, Mithilfe im Haushalt und wir waren nur noch am streiten. Nie war und bin ich gut genug für sie, ich fühle mich so furchtbar und denke ich bin ein widerwärtiger Mensch =(
Dann hab ich angefangen Essattacken zu haben und mich zu übergeben.Meine Eltern haben das mitbekommen und sich furchtbar aufgeregt, gesagt alles wäre meine SChuld und ich will sie ja nur fertig machen und ins Grab bringen. Das macht mich nur noch mehr traurig und desto mehr hab ich das Bedürfnis zu fressen und mich zu übergeben. Immer und immer wieder. Ich hasse mich dafür und fühle mich gegenüber meinen Eltern so schuldig. Sie sind nicht mehr die jüngsten, mein Vater wird sogar schon bald 70. Oft, wenn ich mich übergebe, hämmert meine Mutter gegen die Toiltettentüre und schreit mich an, ich solle ruhig so weiter machen und mir die "Seele" aus dem Leib kotzen,wie krank ich doch sei und das ich das ja selber alles so wollte, aber ihr sei das völlig egal. Es ist alles so furchtbar...ich weiß einfach nicht mehr weiter.
Vor kurzem bin ich Gott sei Dank ausgezogen, doch nun hab ich wieder ein paar Tage zu Hause verbracht weil es noch einige Dinge zu erledigen gab und es ist wieder mal alles eskaliert. Meine Mutter hat gerade eine Nervenentzündung und hat deshalb starke Schmerzen. Darum fordert sie von mir volle Mithilfe im Haushalt, gibt den ganzen Tag Anweisungen und ist sehr gereizt. Heute ging es mir nicht so gut, da ich innerhalb von einem Tag auf der Waage 2,5kg mehr hatte und ich deshalb total deprimiert war und mich in mein Zimmer zurückzog. Meine Mutter hämmerte natürlich wieder gegen die Türe, ich solle ihr gefälligst mithelfen und das ich kalt und herzlos sei, weil ich nicht genügend helfen würde, obwohl sie krank sei. Ich fühlte mich elend und ekelhaft dick, trotzdem kam ich dann raus um ihr beim kochen (welche Ironie) zu helfen. Sofort fing sie aber wieder an mir unterzuhalten, wie krank ich doch sei und dass wenn ich einmal in der Klinik sei, mich aber nicht besuchen würde usw. Das hat mich wieder sowas von wütend gemacht, dass ich sie angeschrien habe. Darauf ist alles wieder eskaliert...Ich war so gefrustet, wegen meiner Zunahme, wegen meinem Leben, wegen meinen Eltern, ich fühle mich so alleine.
Bin dann in den Supermarkt und hab mir eine riesen Packung Eis gekauft und alles runtergschlungen und mich wieder übergeben. Gleich darauf hab ich wieder angefangen, Brote um Brote in mich reinzuschaufeln, aber jetzt bin ich einfach zu kaputt um mich nochmal zu übergeben. Ich fühle mich so schrecklich. Was kann ich denn nur tun??
Ich hoffe, dass ich jetzt niemanden hier mit meinem Geschreibe nerve, aber mir hat das schon gut getan gerade mir das alles mal von der Seele zu schreiben...

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26. September 2010 um 8:43

Abstand zu den Eltern
Also, erstmal vielen lieben Dank für die netten Antworten.
Ich glaube auch, dass der Auszug von zu Hause im Moment das Beste war was ich tun konnte, damit es mir wieder besser geht.
Natürlich fühle ich mich in gewissem Maß auch irgendwie Schuld daran, dass es meiner Mutter schlecht geht und mir tut es weh, dass ich sie anscheinend nur mit meinem Verhalten verletzte. Aber ich habe jetzt auch verstanden, dass ich an mich denken muss und an meine Gesundheit!
Ich brauche einfach Abstand von ihnen im Moment.
@Doriane: Das mit dem Nicht-Alles-an-sich-ranlassen bzw. Schutzmauern aufbauen, wenn sie wieder einmal mir Schuld um Schuld zuschieben, hat mir meine Therapeutin auch schon geraten, aber irgendwie gelingt mir das nicht so recht, weil ich doch irgendwie nicht will, dass sie so eine schlechte Meinung von mir haben.
Gestern, nachdem wir uns wieder so gestritten haben, habe ich das meiner Mutter auch gesagt, dass ich jetzt einmal denken muss und dass mir das leid tut wie es alles abläuft hier, aber dass es mir nur schlechter geht, wenn ich bei ihnen bin. Daraufhin hat sie mir wieder vorgehalten, dass ich ja sowieso nur an mich denken würde und dass meine Esstörung purer Narzissmus und Egoismus sei und ich das ja alles nur mit Absicht machen würde um sie und meinen Vater eins auszuwischen...in solchen Momenten werde ich wieder so verzweifelt und würde am liebsten wieder kotzen =(
Aber nichts hilf, kein reden gar nichts. Deshalb werde ich eure wirklich sehr hilfreichen Ratschläge befolgen und mich mal längere Zeit nicht mehr bei ihnen blicken lassen, bis ich etwas Abstand gewonnen habe und mich selber wieder gefunden habe!
Vielen lieben Dank!

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