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Warum wir rauchen (eine wissenschaftliche Erklärung)

25. Mai 2016 um 1:18

(Die Entscheidung, mit dem Rauchen anzufangen ist wahrscheinlich die meisten lebensverändernde Entscheidung, die meisten von uns treffen werden.)

Warum rauchen eigentlich so viele Menschen, wo sich die meisten intelligent genug und zweifellos gut informiert sind über die zahlreichen Gefahren des Rauchens? Die einfachste Antwort heißt - weil es einfach ein gutes Gefühl gibt zu rauchen.

Ich kann dafür verbürgen; verdammt gut! In weniger als 10 Sekunden nach dem ersten Zug geht das Nikotin in den Blutstrom über und erreicht so wenig später das Gehirn. Das gerade aufgenommene Nikotin fängt an, einen der wichtigsten Neurotransmitter (Acetylcholin) nachzuahmen. Diese Wirkung kurbelt den Hirnstoffwechsel an, Adrenaline und Noradrenaline verursachen eine schnellere Reizweiterleitung und erhöhen den Blutfluss im Gehirn. Der Raucher fühlt sich energiegeladener und konzentrierter. Innerhalb von 20 bis 30 Minuten nach der letzten Zigarette jedoch lässt dieser Energieschub merklich schnell nach. Der Raucher hat aber gelernt, dass erneute Nikotinzufuhr das alte, gute Gefühl schnell wieder zurückbringt. Diese psychologische Abhängigkeit ist ein Hauptfaktor, der selbst aufhörwillige Personen nicht vom Rauchen loskommen lässt, weil Nikotin eben als so leistungssteigernd und gut tuend erlebt wird.


Ein anderer Grund, warum viele von uns weiter rauchen, ist, dass wir dadurch Stress einfach besser bewältigen, obwohl wir wissen, dass das Rauchen riskant und gefährlich ist. Viele von uns müssen tagaus und tagein Familie und einen harten Job unter einen Hut kriegen. Sich zwischendurch eine Zigarette zu gönnen schafft einfach ein bisschen Ruhe und Freiraum und wird manchmal zur einzigen Ersatzbefriedigung.
Viele von uns - und ich weiß, wovon ich schreibe - finden zudem, dass Rauchen hilft schlank zu bleiben und auch das ist ein Stückchen wahr.

Nikotin beschleunigt die Körperfunktionen, besonders auch den Energieumsatz der Nahrung. Raucht man nicht mehr, wird der Stoffwechsel verlangsamt, die Nahrung langsamer verbrannt und die hässlichen Pfunde fangen an sich an vielen Körperstellen anzulagern. Diese Horrorvorstellung ist für viele von uns schon Grund genug mit dem Rauchen fortzufahren.

(Über mich persönlich) Manchmal
fühle ich mich wie die Entscheidung, eine Raucherin zu sein, war für mich getroffen. Ich kam aus einer Familie,

in der jeder geraucht. Einschließlich meine Cousinen, der nur ein paar Jahre alter als ich waren. Ich war ständig um Zigarettenrauch. Rauchen schien immer wie typische Verhalten der Erwachsenen, und ich immer davon ausgegangen, dass ich auch eines tages rauchen würde. Als ich mit 12 Jahren meine Mutter fragte, ob ich einer ihrer Zigaretten versuchen könnte, sie hatte kein Problem dabei, und bald rauchte ich regelmäßig; niemand erklärte die möglichen Risiken und Folgen des Rauchens, oder die Macht der Sucht, die schnell folgen würden. Als ich diese Dinge endlich verstand, war ich schon ein Erwachsener, eine überzeugte Raucherin, und völlig abhängig von meinen Zigaretten. Während der 15 Monate, die ich rauchfrei war, genoss ich die Freiheit von der Sucht, die war herrlich, aber, ich fühlte mich weniger als Inhalt.

Sobald ich wieder mit dem Rauchen anfing, zuerst war ich in mir selbst enttäuscht, und ich fühlte mich wie ein Versager, aber, oh Gott, wie gut es fühlte, wieder zu rauchen! Ich bin mir zweifellos der Gesundheitsrisiken des Rauchens bewusst. Ich verlor beide
meiner Elternteile und meinen Ehemann auf das Rauchen bedingte Krankheiten. Dennoch habe ich weder den Wunsch noch die Absicht aufzuhören. Ich bekenne sogar, dass ich süchtig bin und aufzuhören für mich absolut
nicht in Frage kommt.

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