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Warum wehren sich Frauen nicht deutlicher gegen einen Frauenarztbesuch

23. September 2008 um 22:57

Ich habe unten mal ein paar Sätze einkopiert was vielleicht deutlicher macht, was ich nicht verstehe.

Als Beispiel, dass Mädchen ist 15 und will die Pille. Warum kann ich das Ding nicht bei ALDIE kaufen. Wenn im Beipackzettel steht, ein Arztbesuch wird empfohlen, in Ordnung. Warum überläßt mann diese Entscheidung nicht dem einzelnen?

Meine Frau empfand jeden der Besuche als entwürdigend.

Ich habe mich unter anderem auch deshalb sehr früh sterilisieren lassen.

Was ist das für ein Argumennt, der Frauenarzt sieht das täglich, der macht sich keine anderen Gedanken.

Ich seh meine Frau auch täglich und mach mir nach 20 Jahren durchaus andere Gedanken.

Natürlich weis ich genau, was bei den ersten Untersuchungen vor sich geht und es nichts "schlimmes" ist.

Warum soll aber der einzelne nicht entscheiden was er will und was nicht? Er wird aber gezwungen wegen der Pille hinzugehen.

Nein mir hat die Darmspiegelung keinen Spaß gemacht und sie wird auch keinem Homosexuellen je Spaß machen, genau wie keiner Frau der Besuch und die Untersuchung beim Frauenarzt einen erotischen Kick bescheren wird.

Ich werde nicht noch mal zur Vorsorge zur Spiegelung gehen, es ist einfach unwürdig, schon die Vorbereitung.


Übrigens sind längst nicht alle Untersuchungen so " harmlos" wie es immer beschrieben wird bei den ersten, darüber schreibt aber keiner mehr.


Die Notwendigkeit vieler Dinge ist besonders in diesem Bereich sehr zweifelhaft.


Eine OP Vorbereitung ist bei vielen Kliniken stark unterschiedlich und von großen unterschiedlichen Belastungen für den Betroffenen.

Es ist wie beim Zahnarzt, bei dem einen kostet es 200 Euro der andere meint, nur mit 5000 Euro liege ich richtig.
Dazu kann ich mir keinen Zahnarzt vorstellen, der keine sadistische Ader hat, sonst hätte er nie den Beruf ergriffen.

Da kann ich selbst entscheiden, inder Gynäkologie muss ich mich auf die Aussagen fast immer verlassen.

Ihr merkt mein Vertrauen zu Ärzten ist gering, liegt sicher daran, dass ich beruflich viel damit zu tun habe.







Eine kritische Würdigung ("critical appraisal") des Nutzens von Medizin mittels moderner wissenschaftlicher Methoden wirft eine Reihe von Fragen auf. In den letzten Jahren haben Untersuchungen zur Nutzen-Risiko-Bilanz medizinischer Massnahmen zunehmend zu ernüchternden Ergebnissen geführt.

Unter zahlreichen medizinischen Interventionen ohne "Netto-Nutzen" befinden sich auffällig viele, die an Frauen durchgeführt werden und meist den Charakter von "Massen-Medizin" aufweisen. Dazu gehören die "regelmässigen Untersuchungen beim Frauenarzt" wie die Brustkrebs-Früherkennung, der häufige Gebärmutterhals-Abstrich, ebenso wie häufige Schwangerschaftsuntersuchungen und der Routine-Ultraschall.

Von ungeprüftem Nutzen sind das Osteoporose-Screening und die prophylaktische Hormonbehandlung in der Menopause. Überflüssige Operationen finden sich vorwiegend in der Gynäkologie, und Cholesterinsenker werden bei Frauen manchmal noch häufiger verschrieben als bei Männern, obwohl gerade bei Frauen ein Cholesterinscreening jeder wissenschaftlichen Basis entbehrt. Eine koronarschützende Wirkung ist bei Frauen nicht nachgewiesen und ein "Netto-Schaden" durch Cholesterinsenker anzunehmen.

In der Tat erscheint die "moderne und gesundheitsbewusste Frau" von der Notwendigkeit regelmässiger gynäkologischer Untersuchungen, einer prophylaktischen Hormoneinnahme und der Überflüssigkeit der Gebärmutter überzeugt; modern geworden ist neuerdings auch die rechtzeitige Sorge um die Knochen und um die frühzeitige gynäkologische Kontrolle der Töchter. Welche kulturellen Begriffe tragen zum Verständnis dieser Situation bei? Ist es das "Patriarchat", welches dahinter steht, und wie wird dieses aufrechterhalten? Existiert daneben ein "Matriarchat" der Überbemutterung, und wie sind Bevaterung und Bemutterung voneinander abhängig? Besteht eine Machtanmassung der Männer oder sind es die Frauen, welche Entscheidungen den Vaterfiguren überlassen?

Wie sind es Menschen in unserer Kultur gewohnt, männliche und weibliche Anteile in ihrer Person zu erkennen und deren Zusammenspiel zu verstehen? Was können schliesslich unkonventionelle Therapie-Schulen zum Verständnis beitragen, und welche neuen Forschungsfragen ergeben sich daraus? Es kann vermutet werden, dass der urban geprägte Mensch mit seiner Verfügbarkeit hoher technischer Errungenschaften unbemerkt vom Wunsch übernommen worden ist, es könne ein Leben ohne Leid und Tod geben. Das natürliche Wechselspiel zwischen Gewissheit und Ungewissheit (zwischen Männlichem und Weiblichem) endet in einem Festhalten an einer scheinbaren Gewissheit - in einem Festklammern an messbaren Ergebnissen technischer Mittel, auch dann, wenn diese keinen Schutz und keine Hilfe mehr bieten.

Das erfolgreiche Bestehen von Ungewissheit hingegen erfordert andere "Techniken" als die Maschinentechnik, es erfordert Unabhängigkeit und Mut, im Grunde genommen "weibliche" Eigenschaften. Es sind zugleich menschliche Eigenschaften, die zwar kulturell gefördert, aber von jeder und jedem einzelnen selbst erworben werden müssen. Leider - oder glücklicherweise - kann die eigene Fähigkeit, Unsicherheit zu bestehen, nicht von einer Fremdperson oder einer gewissen sozialen Gruppe eingefordert werden. Das "politische Programm" besteht vielmehr in der Errichtung einer Kultur, in welcher diese Fähigkeit wieder geübt werden kann.

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24. September 2008 um 13:47

Ähem...
Du, keiner zwingt eine Frau, sich von einem Frauenarzt oder einer Ärztin untersuchen zu lassen.
Man kann auch mit dem Kondom verhüten und dann muss auch niemand zum Arzt gehen.
Es gibt dort aber halt Untersuchungen, die der Gesundheit der Frau dienen (ähnlich wie die Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt) - die MUSS aber auch keine Frau wahrnehmen.

Im übrigen verstehe ich Deinen Beitrag nicht ganz.
Was hat der denn hier zu suchen??

Trotzdem viele Grüße,
Lizzy

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