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Warum sind wir essgestört?

18. August 2014 um 16:38

Ich möchte hier eine Diskussion eröffnen zu den Hintergründen und Ursachen von Essstörungen...

Gerne möchte ich dieser Hauptfragestellung nachgehen:
-Warum denkst du, dass du essgestört bist?

Bei mir war eigentlich alles perfekt. Ich hatte eine tolle Kindheit und habe viel draussen gespielt. Mein Vater hat mich früher manchmal (nicht oft!!!) geschlagen. Dies habe ich aber nie als wirklich schlimm empfunden, ich kann euch nicht sagen warum. Aber ich habe ihn dennoch geliebt und habe deshalb nicht gelitten. Meine Mutter hat mich immer total umsorgt. Manchmal habe ich irgendwie das Gefühl, dass es zu viel war und immer noch zu viel ist.
Sie macht sich die ganze Zeit Sorgen um mich.
Vielleicht ist es das?

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18. August 2014 um 16:58

Also
bei mir ist es auch so das ich ne Mutter habe die sich krass sorgt umsorgt einen teilweise wie ein Baby behandelt und sehr gluckenhaft ist und das auch jetzt noch mit 30 Jahren.. Fühl mich da oft als wär ich 12...

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18. August 2014 um 17:02

Omg
Elfe.. das ist ja krass zu hören. Kannst du ein bisschen erzählen wie sie dich umsorgt?

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18. August 2014 um 17:10
In Antwort auf blumenkind009

Omg
Elfe.. das ist ja krass zu hören. Kannst du ein bisschen erzählen wie sie dich umsorgt?

Also
schreib dir dazu mal ne Pn später

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18. August 2014 um 23:41

Ich
wurde in Bremen geboren (Hausgeburt). Meine Mutter war die erste Zeit (ca. 1 Woche) unterwegs- ich war also unterversorgt. Wurde dann bei einer Bekannten abgegeben (bzw. vor der Haustür abgesetzt), die sich nicht um mich kümmern konnte / wollte. Daraufhin kam ich in eine Übergangspflegestation. Da ich natürlich Hunger hatte (und Angst, wieder verlassen zu werden), schrie ich - wurde total überfüttert, musste erbrechen; dennoch bekam ich immer mehr.
Als ich 6 monate alt war, sah mich meine Pflegemutter und war total entzückt (ich strahlte sie an).
Da ich Angst hatte, wieder verlassen zu werden (nach dem Motto: ,,Du bist nichts wert), konnte meine Pflegemutter keinen Meter weggehen, ohne dass ich in Tränen ausbrach.
Trotz allem hatte ich eine wirklich schöne (unbeschwerte) Kindheit. Ich wurde genau so behandelt wie meine Halbschwester (niemand wurde bevorzugt).

Der tatsächliche Auslöser war also kurz nach meiner Geburt. Ende 13/ Anfang 14 (bzw. 15) kam alles jedoch wieder hoch, wegen Mobbing. (Wenn es mir schlecht geht, kann ich mich einfach nicht leiden (fühle mich wertlos). Obwohl mich mein Partner sehr lieb hat, habe ich Angst, wieder verlassen zu werden (und zu vereinsamen). Zudem nehme ich alles persönlich (wenn man immer wieder die selben negativen Dinge erlebt, fängt man irgendwann an, das zu glauben und später sitzt das alles so tief in einem drin, dass man sich sofort an frühere Erlebnisse erinnert- alles kommt wieder hoch). Dann entstehen oft die Gedanken: `Keiner liebt mich / ich bin einfach nur widerwärtig / bin nie genug für andere (was ja nicht stimmt). So entsteht ein Teufelskreis, den man nur schwer durchbrechen kann.
Dieses Frustessen (was ich immer noch habe, allerdings schaffe ich es, nicht mehr zu erbrechen), liegt an früher (Säugling), wegen den Erbanlagen (meine Mutter hat kaum noch Zähne; wahrscheinlich erbricht sie), um ,,glücklich zu sein (und mal nicht zu grübeln- essen macht glücklich).
Meine Pflegemutter hatte sogar mal mit der Klassenlehrerin telefoniert (und einige der Mütter von den mobbenen Mitschülern angerufen). Leider hat das nicht gebracht.
Ich habe immer alles runtergeschluckt und mache es heute noch. Ich wünschte echt, ich wäre mal stark, mich endlich mit Worten zu wehren.

Vielleicht hilft dir das ein bisschen
LG. Biene

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