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Wann ist man "geheilt"?

7. März 2016 um 23:15

Hallo,
ich schreibe geheilt absichtlich in Anführungszeichen, denn mich interessiert nicht nur die offizielle Definition, ich würde auch gerne wissen, was ihr unter "von einer Magersucht geheilt" versteht: Wenn man sein Gewicht für eine bestimmte Zeit im Normalgewicht gehalten hat, wenn man sich damit akzeptiert, wenn man sich damit wirklich schön findet, wenn Essen gar kein besonderes Thema mehr ist,...?
Und ist letzteres überhaupt möglich, dass essen wieder völlig normal wird? Dass man wieder wie als Kind essen kann, wenn man Hunger hat, aufhört, wenn man satt ist, und weiß, worauf man gerade Lust hat?
Oder muss man sich auf ewig irgendwie mit dem Essen "arrangieren"?
Ein großes Dankeschön noch an auch alle! Ich lese jetzt schon seit zwei Jahren mit und das allein hilft schon ungemein

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7. März 2016 um 23:16

Oh, und es tut mir leid...
... dass ich andere Essstörungen außen vor lasse. Aber vermutlich ist es da ja wieder anders

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8. März 2016 um 15:14

Liebe xeni,
ich denke es ist ein langer Prozess und du wirst vermutlich nach Jahren plötzlich Dinge loslassen, die du vorher noch gemacht hast.
In nem Video von einem ehem. Magersüchtigen, war es ein totales AHA-Erlebnis, als er sich mit einer Freundin getroffen hat und sie im Verlauf des Treffens eine Frau bemerkt hat, die sehr dünn ist. Und er nicht. Er war dann total berührt, weil er früher immer den Raum sondiert hat, ob er vielleicht der dünnste, oder einer der dünnsten ist. Dann hat er gemerkt, dass es ihm egal ist.

Ich denke viele Dinge wirst du mit einer erfolgreichen Therapie ablegen. Aber manche Macken bleiben einfach, werden in stressigen Zeiten vielleicht etwas "wichtiger" und irgendwann merkst du vielleicht "Hey, ich mache das ja gar nicht mehr".
Bspw. isses dir vielleicht irgendwann egal, ob da Magerquark oder Sahnequark auf dem Tisch steht. Oder ob bei der Freundin die dich zum Frühstück eingeladen hat weiße oder Vollkornbrötchen auf dem Tisch stehen. Es dir egal ist ob du Butter oder Magerine benutzt. Jemand der dir was mitbringen sollte sich vergriffen hat und das "falsche" mitgebracht hat, es dir aber gar nichts ausmacht.

Das ist sehr individuell. Aber wenn es passiert, wirst du es auf jeden Fall merken!

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9. März 2016 um 8:14
In Antwort auf blamimibla

Liebe xeni,
ich denke es ist ein langer Prozess und du wirst vermutlich nach Jahren plötzlich Dinge loslassen, die du vorher noch gemacht hast.
In nem Video von einem ehem. Magersüchtigen, war es ein totales AHA-Erlebnis, als er sich mit einer Freundin getroffen hat und sie im Verlauf des Treffens eine Frau bemerkt hat, die sehr dünn ist. Und er nicht. Er war dann total berührt, weil er früher immer den Raum sondiert hat, ob er vielleicht der dünnste, oder einer der dünnsten ist. Dann hat er gemerkt, dass es ihm egal ist.

Ich denke viele Dinge wirst du mit einer erfolgreichen Therapie ablegen. Aber manche Macken bleiben einfach, werden in stressigen Zeiten vielleicht etwas "wichtiger" und irgendwann merkst du vielleicht "Hey, ich mache das ja gar nicht mehr".
Bspw. isses dir vielleicht irgendwann egal, ob da Magerquark oder Sahnequark auf dem Tisch steht. Oder ob bei der Freundin die dich zum Frühstück eingeladen hat weiße oder Vollkornbrötchen auf dem Tisch stehen. Es dir egal ist ob du Butter oder Magerine benutzt. Jemand der dir was mitbringen sollte sich vergriffen hat und das "falsche" mitgebracht hat, es dir aber gar nichts ausmacht.

Das ist sehr individuell. Aber wenn es passiert, wirst du es auf jeden Fall merken!

Hmmm... Aber meinst du,
man kann jemals wieder völlig unbekümmert und intuitiv essen, so wie man das früher mal gekonnt hat?

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9. März 2016 um 16:03
In Antwort auf simeon_12954658

Hmmm... Aber meinst du,
man kann jemals wieder völlig unbekümmert und intuitiv essen, so wie man das früher mal gekonnt hat?

Nichts ist unmöglich,
und ich glaube fest daran, das ich das wieder können werde.

Du scheinst daran zu zweifeln. Wie kommts?

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9. März 2016 um 18:08
In Antwort auf blamimibla

Nichts ist unmöglich,
und ich glaube fest daran, das ich das wieder können werde.

Du scheinst daran zu zweifeln. Wie kommts?

Naja,
ich esse jetzt schon seit zwei Jahren wieder richtig, habe nach langem Aussetzen wieder (angemessen ) mit Sport angefangen, etc. und habe mich für gesund gehalten, seit ich es geschafft habe, das Kalorienzählen komplett aufzugeben.
Weshalb ich jetzt wieder daran zweifle: Ich esse eigentlich jeden Mittag zuhause ein Stück Kuchen, ein paar Kekse oder ein Eis. Als ich vor ein paar Tagen mit ein paar neuen Freundinnen unterwegs war, habe ich es dann aber absolut nicht geschafft, mittags im Café ein Dessert zu bestellen wie die anderen, sondern habe nur einen Kaffee genommen. Und nun stehe ich vor dem großen Warum Ich habe es einfach nicht geschafft, war wieder wie blockiert...
Ich hatte nie Probleme damit, vor anderen zu essen. Wenn ich gegessen habe, dann vor anderen. Angst, dass die anderen mich für verfressen halten, wäre auch unangebracht, die haben alle große, wunderschöne französische Dessertteller bestellt. Lust gehabt hätte ich definitiv, Eis und Schokolade gehen bei mir immer Vom Übergewicht bin ich weit entfernt, "leisten" hätte ich es mir können.
Also warum warum warum? Warum habe ich es nicht geschafft? Diese Frage beschäftigt mich seitdem die ganze Zeit, aber ich komme auf keinen grünen Zweig. Und musste eben feststellen, dass ich irgendwie wohl doch noch nicht gesund bin.
PS: Wie schreibt man denn hier kursiv?

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9. März 2016 um 22:34
In Antwort auf simeon_12954658

Naja,
ich esse jetzt schon seit zwei Jahren wieder richtig, habe nach langem Aussetzen wieder (angemessen ) mit Sport angefangen, etc. und habe mich für gesund gehalten, seit ich es geschafft habe, das Kalorienzählen komplett aufzugeben.
Weshalb ich jetzt wieder daran zweifle: Ich esse eigentlich jeden Mittag zuhause ein Stück Kuchen, ein paar Kekse oder ein Eis. Als ich vor ein paar Tagen mit ein paar neuen Freundinnen unterwegs war, habe ich es dann aber absolut nicht geschafft, mittags im Café ein Dessert zu bestellen wie die anderen, sondern habe nur einen Kaffee genommen. Und nun stehe ich vor dem großen Warum Ich habe es einfach nicht geschafft, war wieder wie blockiert...
Ich hatte nie Probleme damit, vor anderen zu essen. Wenn ich gegessen habe, dann vor anderen. Angst, dass die anderen mich für verfressen halten, wäre auch unangebracht, die haben alle große, wunderschöne französische Dessertteller bestellt. Lust gehabt hätte ich definitiv, Eis und Schokolade gehen bei mir immer Vom Übergewicht bin ich weit entfernt, "leisten" hätte ich es mir können.
Also warum warum warum? Warum habe ich es nicht geschafft? Diese Frage beschäftigt mich seitdem die ganze Zeit, aber ich komme auf keinen grünen Zweig. Und musste eben feststellen, dass ich irgendwie wohl doch noch nicht gesund bin.
PS: Wie schreibt man denn hier kursiv?

Kursiv? So nen Luxus gibts hier nicht.
Klingt so, als wäre dein Selbstbewusstsein angeknackst gewesen und die Situation mit den Freundinnen, die sich vom Diätwahn anstecken lassen, oder halt einfach nicht der Typ sind, oder tatsächlich schnell zunehmen, hat dich so verunsichert, dass es einen altbekannten, wunden Punkt getroffen hat, der eigentlich sonst gut verheilt war, gestützt und stabil.

Du ernährst dich schon seit 2 Jahren so, du isst nach Gefühl, Lust, Appetit, hast deine Gesundheit dabei aber im Blick. Du verwöhnst deinen Körper mit Sport und deine Seele auch mit einem leckeren Dessert. Du hälst dein Gewicht, du hast eine Essstörung bewältigt.

Was hat sich verändert, dass du an dir selbst wieder Zweifel hegst? Ist dein Selbstbewusstsein jetzt von der Selbstbewertung deiner Freundinnen abhängig? Warum möchtest du so leben/denken? Es war doch vorher alles wunderbar. "Never change a winning team."

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10. März 2016 um 9:01
In Antwort auf blamimibla

Kursiv? So nen Luxus gibts hier nicht.
Klingt so, als wäre dein Selbstbewusstsein angeknackst gewesen und die Situation mit den Freundinnen, die sich vom Diätwahn anstecken lassen, oder halt einfach nicht der Typ sind, oder tatsächlich schnell zunehmen, hat dich so verunsichert, dass es einen altbekannten, wunden Punkt getroffen hat, der eigentlich sonst gut verheilt war, gestützt und stabil.

Du ernährst dich schon seit 2 Jahren so, du isst nach Gefühl, Lust, Appetit, hast deine Gesundheit dabei aber im Blick. Du verwöhnst deinen Körper mit Sport und deine Seele auch mit einem leckeren Dessert. Du hälst dein Gewicht, du hast eine Essstörung bewältigt.

Was hat sich verändert, dass du an dir selbst wieder Zweifel hegst? Ist dein Selbstbewusstsein jetzt von der Selbstbewertung deiner Freundinnen abhängig? Warum möchtest du so leben/denken? Es war doch vorher alles wunderbar. "Never change a winning team."

Du hast da was falsch verstanden...
Die anderen sind eben nicht auf Diätwahn. Alle haben sie was Schönes bestellt. Ich war die einzige, die nichts genommen hat

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10. März 2016 um 11:13
In Antwort auf simeon_12954658

Du hast da was falsch verstanden...
Die anderen sind eben nicht auf Diätwahn. Alle haben sie was Schönes bestellt. Ich war die einzige, die nichts genommen hat

Oh!
Das tut mir leid.

Oh je.

Dennoch... du musst die Vorgeschichte beachten. Was nagt da so langsam und quasi unbemerkt an dir?

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