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Wann fängt eine Essstörung an???

6. Mai 2008 um 19:03 Letzte Antwort: 6. Mai 2008 um 20:51

Hallo, bin zum ersten Mal hier im Chat, mir ist das ganze auch ein bisschen unangenehm. Rede nicht gerne über dieses Thema, ich weiß auch gar nicht ob das hier rein gehört. Bei mir ist es so, dass ich mir ständig
Gedanken über das Essen machen von Morgens bis Abends... Tausend Diäten habe ich schon hinter mir. Ich versuche so wenig wie möglich zu essen, an manchen Tagen gar nichts. Ich wiege 58 Kilo bei einer Größe von 165 cm. Das geht jetzt schon sehr lange so. Ich fühle mich eigentlich fit bin auch nicht geschwächt oder so wenn ich mal einen Tag nichts esse. Ist sowas schon eine Essstörung oder einfach normal??? Würde mich über eine Antwort freuen. Sarah

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6. Mai 2008 um 20:51

Hey!
Hallo!

Also ich würde schon sagen, dass sich das ganz nach 'ner Essstörung anhört, obwohl du jetzt nicht unbedingt 'dem Tode nahe bist' mit deinem Gewicht.
Denke, darum geht's bei einer ES/MS in erster Linie auch gar nicht. Sondern darum, dass man irgendwelche anderen, schwer in Worte zu fassende, nicht 'sichtbare' Probleme hat, die sich dann irgendwie auf's Essen verlangern und so plötzlich ganz suptil eine ES/MS einschleicht. Das ist einem anfangs oft gar nicht bewusst bzw. man durchschaut den Mechanismus nicht....
Denke aber schon, dass es die typischen 'äußerlichen' Anzeichen für eine ES sind, wenn sich die Gedanken nur noch um's Essen drehen und man nicht mehr richtig essen kann/will! Denn du kannst 'äußerlich' so fitt und gesund wirken wie du willst. Das ist ja gerade das tückische an der Sache, dass man eine ES oder beginnende MS anfangs gar nicht sieht und sich das meiste davon 'im Unsichtbaren' abspielt - auch wenn man dann irgendwann so wenig wiegt, dass jeder klar erkennen kann dass etwas mit einem nicht stimmt...Und auch wenn man vielleicht irgendwann wieder normal isst bzw. ein normales Gewicht hat, heißt dass noch lange nicht, dass man wieder 'gesund' ist. Wie gesagt -meines Wissens und Glaubens nach - ist die ES/MS und alles ähnlich gelagerte eher eine Krankheit des "Kopfes" oder der Gefühle.
Stell's dir vor wie bei einem Eisberg, von dem man nur einen Bruchteil aus dem Wasser ragen sieht...Okay, ist vielleicht ein blödes Beispiel...

Hoffe, mein Beitrag konnte dir irgendwie weiterhelfen?!
Und natürlich hier noch der zwangsläufige aber auf jedenfall ernst- und gut gemeinte Rat an dich, dir irgendwo professionelle Hilfe zu holen!!!
Man muss ja nicht gleich in eine Klinik oder zum Hausarzt rennen. Geh' doch einfach mal unverbindlich in eine (Sucht)Beratungsstelle und lass' dich dort ganz unverbindlich beraten. Ich hab' in so 'ner Einrichtung Praktikum gemacht und kann dir versichern, dass dir die Leute dort wirklich vorbehaltlos zuhören und einem nichts aufzwingen wollen...

Wünsch' dir auf jeden Fall alles liebe und viel Kraft!!!

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