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Wahnsinnige Angst

25. April 2014 um 21:04

Hallo ihr lieben.

Ich muss jetzt noch einen Thread eröffnen.
Ich bin heute morgen weinend zusammengebrochen weil ich selbst keinen Ausweg mehr sehe. Ich habe suizidale Gedanken, der einzige der mir noch Halt gibt ist mein Hund.
In meiner Verzweiflung habe ich meiner Pflegemama eine SMS geschrieben. Jetzt war sie gerade bei mir und wird Nägel mit Köpfen machen . Sie sagte so kann es nicht weiter gehen und sie wird mit mir die Schritte einleiten die nötig sindum aus dem Teufelskreis der Essstörung auszubrechen. Als erstes wird sie die Karten bei meinen Eltern auf den Tisch legen, und davor habe ich die meiste Angst . Was sollen die jetzt von mir denken? Jahrelang habe ich ihnen die starke Tochter vorgespielt. Werden Sie meiner Pflegemama überhaupt glauben? Oh man, ich bin hin und her gerissen, aber ich hatte keine andere Wahl. Wenn ich ihr nicht die Nummer gegeben hätte, dann hätte sie den Kontakt zu mir abgebrochen, weil sie sich es nicht mehr mit ansehen kann wie ich kaputt gehe. Ich hab sie wirklich sehr, sehr lieb und das würde mir das Herz brechen.
Ich hab jetzt ein durcheinander in meinem Kopf, mir ist schlecht, ich schwitze und gleichzeitig ist mir kalt.
Ich hab solche Angst vor dem was jetzt kommen wird .

Was sagt ihr dazu?
Liebe Grüße.

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26. April 2014 um 10:12

Danke
Für deine Antwort.
Ja, schlimmer kann es nicht werden. Das Thema Essen wird immer wieder in meinem Leben eine Rolle spielen. Aber es ist nicht das Hauptproblem. Ich habe unheimliche Zukunftsängste, ja, das Gefühl das mir die Zeit wegrennt. Ich bin jetzt jetzt 30, ohne Partner, hohe Schulden bei meinem Bruder und die Aussichtslosigkeit diese irgendwie zu begleichen. Der Stress auf Arbeit macht mich ebenfalls kaputt, auch wenn jeder Job stressig ist. In meinem Job muss man ja auch immer freundlich und hilfsbereit sein, und das fällt mir zunehmend schwerer obwohl ich meine Arbeit sehr gerne mache und mir nichts anderes vorstellen kann.
Meine Eltern, ja, einen Brief schreiben, die Idee ist gut, aber diesen Part wird meine Pflegemutter in Angriff nehmen. Ich musste ihr gestern die Telefonnummer meiner Eltern geben. Weisst du, meine Mum sagte mal zu mir, als ich ihr schonmal von meinem Problem erzählen wollte, "dafür bist du nicht dünn genug". Da habe ich mir gedacht "okay, dann lassen wir dieses Thema und ich werde mich alleine da durchboxen". Ich habe zu meinen Eltern nicht so ein Vertrauensverhältnis, habe immer mit anderen über Probleme geredet, ausser vielleicht mal über Arbeitstress oder sowas, aber wie es mir wirklich geht, dass war immer mein Geheimnis ihnen gegenüber, aus Angst sie zu belasten, Schuldgefühle zu haben wenn es ihnen wegen mir schlecht geht, weil sie genug eigene Probleme haben.
Meine Pflegemutter weiss schon lange von meinem Problem, wir haben schon viele Stunden mit Gesprächen verbracht, aber ich breche immer wieder ein. Ich weiss nicht was jetzt auf mich zukommt, sie will mit mir zum Arzt usw. . Sie ist schon lange der Meinung das ich in eine Klinik soll. Nun müsste ja auch geklärt werden wo mein Hund für diese Zeit hin soll, eigentlich muss er zu meinen Eltern.
Und was wird mit meiner Arbeit? Wir sind so schon unterbestzt, da kann ich doch nicht auch noch ausfallen . Und dann erfahren es doch alle. Ich schäme mich so.
Ich habe doch allen immer die Starke vorgespielt und nun?

P.S.: Das bei dir Buchstaben fehlen, nicht schlimm, passiert mir wenn ich mit Handy schreibe auch immer .

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28. April 2014 um 0:43

Der
Tag der Wahrheit ist da und mir geht es sooo schlecht. Was wird meine Pflegemama meinen Eltern sagen, wie werden die reagieren. Oh man, ich wünschte ich könnte in einem Loch versinken.

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3. Mai 2014 um 13:21

Jetzt ist es raus
Meine Pflegemama hat es tatsächlich getan und meiner Mutter alles gesagt. Ich bin total neben der Spur und kriege meine Gedanken nicht geordnet. Ich bring es nicht übers Herz meine Mutter anzurufen. Ich kann und will irgendwie nicht mit ihr darüber reden. Ich hab denen die ganzen Jahre was vorgemacht, sie belogen, ich schäme mich so sehr dafür .Mein Bruder hat gestern mit ihr gesprochen, sie war am weinen. Das macht mich so traurig, ich wusste das ich sie enttäusche. Das wollte ich nicht.

Es tut mir leid das ich euch die Ohren vollheule, aber ich musste das jetzt loswerden.

Hat jemand einen Rat was ich jetzt tun kann? Bin so verzweifelt .

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3. Mai 2014 um 14:00

Danke amelie
Deine Worte, sie fühlen sich so warm an und tun so gut. Und du hast recht, in allem was du geschrieben hast. Ich weiß das ich krank bin, denke aber immer noch das ich nicht so schlimm dran bin, eben weil ich NG habe. Und daher kommen auch immer wieder die Gedanken "das glaubt dir doch keiner das du MS bist, vor anderen isst du "normal" und zu dünn bist du auch nicht".
Ich hab angst meinen Job zu verlieren wenn ich wochenlang ausfalle wegen dem Aufenthalt in der Klinik. Ich werde gehen, dafür wird meine Pflegemutter sorgen, ich habe keine andere Wahl, wenn ich sie nicht verlieren will.
Die größte angst ist halt das man weiß das man nicht mehr die Kontrolle über essen bzw. nichtessen hat.

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3. Mai 2014 um 15:03

Ich werde es versuchen,
die Angst loszulassen. Seit gestern bin ich nur noch am weinen. Es fällt mir schwer mich auf meine Arbeit zu konzentrieren. Immer freundlich bei den Patienten bleiben, so tun als wäre alles in Ordnung und innerlich zerbricht man.
Ich danke dir ganz doll. Du gibst mir echt Kraft und Mut für den Schritt in Richtung Ziel.
In diesem Sinne, werde mich jetzt mal fertig machen und zur Arbeit gehen, meine Patienten brauchen mich .

Liebe Grüße und einen schönen Samstag noch.

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3. Mai 2014 um 16:42

Ich
verstehe dich sehr gut.
Suizidgedanken sind mir gar nicht fremd.
Meine Mutter hat das alles so miterlebt und mitangesehen undzwar mit einer bemerkenswerten Anteilnahmelosigkeit
Freu dich, wenn deine Familie sich darum kümmert und dich ernst nimmt. Das ist was Gutes
Und das muss keiensfalls bedeuten, dass du irgend jemanden enttäuschst.
Normalerweise ist es eben so, dass Eltern davon betroffen sind, wenn ihre Kinder leiden.
Wenn du das mit der Klinik durchziehst und deiner Familie zeigst, wie gerne du gesund werden willst, dann wird das jeder zu schätzen wissen und dir muss gar nichts Leid tun.

Wie gesagt, ich verstehe dich total gut - bitte bitte gib nicht auf, trotz der Angst vor dem Unbekannten und der Kontrollabgabe. Die Klinik ist Deine große Chance.
Du packst das! Zeig der MS, wo der Frosch die Locken hat

LG!

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3. Mai 2014 um 23:43

Lux,
das hast du schön geschrieben "wo der Frosch die Locken hat" echt genial.
Ob meine Familie mich ernst nimmt, dass muss ich selbst noch raus finden. Sie sind sicher noch geschockt, wie es weitergeht wird die Zeit zeigen. Bis zur Klinik vergeht bestimmt noch Zeit. Erstmal will meine Pflegemama mit mir zum Arzt und dann sind die Wartezeiten für einen Aufenthalt ja meist auch lang.
Es tut mir leid das deine Mutter da so "kalt" ist. Ich hoffe für dich das du trotzdem nicht aufgibst . Ich vertraue meiner Pflegemama auch mehr als meiner richtigen Mutter. Liegt vielleicht daran das sie selbst so krank ist und ich sie nicht zusätzlich belasten will.

Liebe Grüße.

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