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Vorsorge - Ärztin berechnet was nur geht

27. Oktober 2015 um 11:05 Letzte Antwort: 29. Oktober 2015 um 14:40

Hallo zusammen,

ich habe folgende Situation:
Beim Gespräch mit meiner Krankenkassen (ich bin privat versichert) wurde mir vor kurzem auf meine Anfrage, warum meine Vorsorgerechnungen nicht erstattet werden, von der Kasse mitgeteilt, dass mein Frauenarzt, bei dem ich seit 2012 bin, keine reguläre Vorsorgeuntersuchung macht und die Rechnungen deswegen nicht als Vorsorge erstattet werden kann.

Ich gehe normal genau 1x im Jahr zum Arzt nämlich um mein Pillenrezept zu bekommen. Ich bin - nach bisheriger Aussage meiner Ärztin - auch kerngesund und nicht erblich vorbelastet. Trotzdem hat meine Ärztin - wie ich jetzt festgestellt habe - seit 3 Jahren Untersuchungen an mir durchgeführt, wie Unterleibs- oder Brustultraschall, diverse spezielle Abstriche neben einer super detaillierten Methode vm Gebährmutterhals auch mehrere Tests auf HPV und angeblich hat sie mir Zellmaterial aus der Gebärmutterhöhle entnommen (was nie geschehen ist), die für eine 24-27 jährige Frau völlig übertrieben sind. Zumindest stellt sich das mir nun so dar, nachdem ich das Thema mal recherchiert habe.

Auf meine schriftliche Anfrage hin, warum diese übertriebene Vorsorge vorgenommen wurde, obwohl ich nur die ganz grundlegende reguläre Vorsorge wollte, hat mir die privatärztliche Verrechnungsstelle meiner Ärztin nun geantwortet, dass alle Untersuchungen nicht nur ausdrücklich mit mir besprochen und mit meiner Zustimmung durchgeführt wurden, sondern dass es für alle Untersuchungen eine medizinische Indikation gab und sie so notwendig waren. Es gibt natürlich weder eine Zustimmung von mir noch gab es je medizinische Indikationen - von der Zellentnahme, die nie stattgefunden hat mal ganz abgesehen. Schließlich hat meine Ärztin immer betont, wie gesund ich bin und dass ich schnellstmöglich Kinder bekommen soll. Ich habe über 3 Jahre deshalb privat selbst insgesamt über 840 bezahlt. Nach meiner Recherche hätten die Leistungen, die ich eigentlich wollte, nur 170 gekostet (welche ich als Vorsorge komplett von der Krankenkasse erstattet bekommen hätte).

Ich fühle mich jetzt natürlich mehr als verarscht, weil ich meiner Ärztin vertraut habe, dass die Untersuchungen alle völlig regulär für meinen Gesundheitszustand und mein Alter waren. Manche Untersuchungen hat meine 9 Jahre ältere Schwester nach 2 Risikoschwangerschaften noch nicht mal empfohlen bekommen.

Meine Frage ist: Hat irgendjemand von euch schonmal Erfahrungen in die Richtung gemacht?

Vielen Dank für Eure Zeit.
O.H.

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29. Oktober 2015 um 14:40

Nicht so extrem
wie du, aber auch ich bin schon auf einen Privatarzt gestoßen, bei dem ich dann das Gefühl hatte, er nützt jede Möglichkeit, um an mehr Geld zu kommen. Hab daraufhin schleunigst den Arzt gewechselt.

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