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Von einem Extrem ins Andere

22. September 2014 um 20:37 Letzte Antwort: 23. September 2014 um 20:15

Hallo,

Ich bin seit den letzten Jahren immer mehr und mehr verzweifelt. Vor einigen Jahren noch war ich Magersüchtig, war in Therapie und einer Klinik. Anfangs schien es doch irgendwie zu helfen. Habe damals angefangen mich etwas weiter von meinen Eltern zu distanzieren und ich wurde "gesund". Jedoch scheint es nicht alles zu sein, denn nachdem ich "gesund" wurde, wurde ich zunehmend immer dicker... Ich könnte heulen und zusammenbrechen. Ich versuch erneut wieder Sport zu machen, meine Ernährung auf gesund zu stellen und merke doch... irgendwas stimmt einfach nicht in mir. Ich bin langsam nur noch verzweifelt... von einem Extremen ins Andere gewandelt... eine zu kurze Zeit gehabt und sich mit dem Körper im Reinen zu sein. Was ich suche sind Leute, denen es ähnlich geht. Brauche die Gewissheit einfach nicht alleine damit zu sein.. brauche Austausch und vielleicht gegenseitige Unterstützung, um irgenwann einfach nur endlich normal zu essen. Ohne Hungern, ohne Kotzen und ohne Fressen...

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23. September 2014 um 13:23

Hey
Ich denke, so wie dir geht's einigen hier
Ich möchte dir einen Gedanken zum Nachdenken geben:
Stell dir vor, (egal ob du nun an sowas glaubst oder nicht) dass dein Körper der Ort ist, in dem deine Seele lebt.
Du, dein Selbst, deine Seele möchte, dass es dir gut geht, dass du siehst, was dir gut tut und was nicht.
Du wurdest gesund...das sagst du selber...und du wurdest dicker. Doch ist dieses "dicker-sein" ungesund? Eigentlich nicht wirklich. Es ist nur dein Aussehen.

Was ist, wenn dir deine Seele eine Botschaft zukommen lassen möchte, weil du in einigen Sachen ziemlich "blind" bist? Was ist denn "dick sein"? Man ist rund. Also könnte man sagen, dick sein ist rund sein. Rund mit sich selbst, ausgeglichen, ohne Ecken und Kanten.
Du schreibst selber, dass es dir besser ging, als du dich mehr von den Eltern distanziert hast (evtl weil Kontrolle wegging, also brauchtest du keine Kontrolle mehr übers Essen - natürlich gibt's noch wsld 100 andere Faktoren aber egal )
Zu diesem Zeitpunkt scheintest du "rein" zu sein (deine Worte) mit deinem Körper. Wenn er nun "dicker" ist, ist er deiner Meinung nach "schmutzig". Was findest du in deinem Leben schmutzig? In der Kindheit, Jugend, letzten Zeit?
Um wieder Rund zu laufen, Rein mit deinem Körper zu sein, musst du dir vl um solche Sachen Gedanken machen, es dir bewusst machenn (ist normalerweise der Sinn einer Therapie). wenn dú es dir bewusst machst, hat deine Seele es geschafft und entweder du beginnst dich so zu akzeptieren, wie du bist - DU musst glücklich sein, wie du aussiehst, oder dein Körper nimmt von selber ab und entwickelt sich so, wie du es dir vorstellst.
Ein seelisch gesunder Mensch ist weder dick noch dürr
Also der Gedanke, nicht allein zu sein, hilft dir schon mal, den hätte ich dir vor 5 Jahren geben können, jetzt nicht mehr, weil ich eben schon viel allein (möchte Psychiaterin werden) rausgefunden und an mir selbst gearbeitet hab und immer noch dabei bin.
Weißt du warum? Weil das lange Arbeit ist. Ich empfehle dir, da du schon eine Therapie hattest, einfach jemandem mit dem du über alles redest. Das ist ja der Sinn daran. Du machst dir das, was mit dir "nicht stimmt" bewusst. Und wenn das nicht hilf, geh doch in ne Therapie, mach Sachen, die dir Spaß machen und zwing dich nicht zu Sport, wenn du das nur tust, um eine bestimmte Maße zu haben.
Viel Glück LG

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23. September 2014 um 20:15

Hey
Vielen Dank für deine Antwort. Ich habe sie mir ein paar mal durchgelesen und immer wieder drüber nachgedacht, was du geschrieben hast.

Klar gibt es kein dünn oder dick für seelisch gesunde Menschen, dass merke ich im Umgang mit anderen Menschen und wie sie zu ihrem Körper stehen. Das beneide ich auch sehr.
Ich weiß schon mit, was ich "schmutzig" empfinde und das ist und bleibt meine Geschichte (klar die Eltern, aber auch zwei Missbrauchsvorfälle). Richtig bearbeiten konnt ich sie noch in keiner Therapie. Es ist auch der innere Stress und vorallem die ständige Unruhe und Angst in mir. Ich bin in psychiatrischer und therapeutischer Behandlung, jedoch wird mir das Problem, dass ich immer noch in einer ES stecke erst grade richtig bewusst und fühle mich grad einfach verunsichert.
Zudem ist es auch einfach so, dass mein Körper tatsächlich unter dem Gewicht langsam anfängt zu leiden. Das sehe ich nicht aus der ES Sicht, sondern ich merke es einfach. Ich bin so ausgepowert, so müde und mir tut der Rücken einfach nur noch weh. Ausdauer und all sowas habe ich kaum noch. Habe mich auch lange Zeit vom Sport abgewendet, weil ich es einfach damals übertrieben habe und demnach auch überhaupt keine Lust mehr darauf hatte. Mit dem Sport fange ich grad einfach nur an, um überhaupt etwas Schwung in den Kreislauf zu bekommen und nicht depressiv im Bett rumzuliegen. Ich denke, es ist wirklich noch viel an Therapie nötig um die meisten Sachen wie Ängste und Depression zu kurieren....

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