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Von Arzt nicht ernstgenommen?

29. Mai 2013 um 10:58

Hallo ihr Lieben,

ich bin gerade total fertig und weiß nicht weiter Kurz zu meiner Geschichte:
Hatte die letzten Jahre immer wieder Gewichtsschwankungen, Kleidergrößen zwischen 42 und 46. Ende letzten Jahres war ich auf meinem absoluten Gewichtshöhepunkt, 98 Kilo bei 1,82 Größe und ich konnte das nicht mehr ertragen.
Erst habe ich "normal" mit einer Diät angefangen, hatte bis Februar 5 Kilo runter. Dann begann ich immer weniger zu essen und immer mehr Sport zu treiben. im März kamen dann Essattacken hinzu nach denen ich mich öfters auch übergeben habe. In dieser Zeit habe ich nicht abgenommen was mich regelrecht in Panik versetzte, also habe ich wieder angefangen zu hungern.
Inzwischen bin ich bei 400-600 Kalorien pro Tag angelangt, dazu trinke ich literweise Wasser und mache viel Sport. Essen tue ich wenn andere Menschen wie zb Familie oder Freunde dabei sind damit es nicht auffällt, übergebe mich danach aber sofort wieder.
Ich merke wiesehr meine Lebensqualität bereits gesunken ist, so gut wie nichts macht mir mehr Freude, ausser auf die Waage zu steigen.
Ich wiege jetzt knapp 70 Kilo und fühle mich dicker als vorher. Als ich am Anfang stand ging ich gerne ins Fitnesstudio, inzwischen graut es mir davor da ich denke das mich dort alle anstarren da ich so dick bin. Ich gehe auch nicht mehr gerne weg, da ich das gleiche Empfinden habe.
Alles dreht sich bei mir nur noch um Kalorieneinsparung, und wie ich zusätzlich noch mehr verbrennen könnte.
Heute hatte ich einen Routinetermin bei meinem Hausarzt, ich hatte jetzt fast eine Woche überlegt mit ihm darüber zu sprechen und mir Rat und Hilfe zu holen, da ich langsam nicht mehr kann.
Er fragte mich also wie es mir so geht, und ich habe ihm gesagt das ich glaube in eine Magersucht abzurutschen oder bereits abgerutscht zu sein. Er machte große Augen und sagte "sie meinen wohl Bulimie" ich verneinte und erklärte ihm wie ich momentan lebe, was ich so denke/fühle und wieviel ich abgenommen habe. Er fragte was ich denn von ihm erwarten würde, ich sagte, vielleicht einen Rat, einen guten Therapeuten an den ich mich wenden könnte.
Ich habe ja mit vielem gerechnet, aber nicht mit dieser Reaktion; er hat "gekichert" und meinte "Mit was für einer Erklärung soll ich sie bitte zu einem Therapeuten schicken? Magersucht zeichnet sich durch Untergewicht aus, und das haben sie ja WIRKLICH nicht" (dabei musterte er mich von oben bis unten) dann fuhr er fort: "Sie erwarten doch nicht das sie jemand ernst nimmt wenn sie behaupten sie hätten eine Magersucht oder würden in eine abrutschen. Schlank sind sie ja nicht gerade. Essen sie einfach wieder normal oder kommen sie halt nochmal wieder wenn sie abgenommen haben." ich war so perplex und fertig in dem Moment, ich hab nichts mehr gesagt und mich nur zusammengerissen bis ich draussen war, seitdem bin ich am heulen. Ich verstehe seine Worte nicht und das Schlimmste ist das ich sogar darüber nachdenke ob er vielleicht Recht hat. Vor allem das er sagt "ich sei nicht gerade schlank" bestätigt mich wieder in meinem eigenen Empfinden das ich viel zu dick bin.
Was soll ich jetzt tun, habe ich wirklich übertrieben mit meiner Annahme das ich auf dem Weg in die Magersucht bin? Soll ich zu einem anderen Arzt gehen? Am liebsten würde ich mich verkriechen.
Entschuldigung für den langen Text

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29. Mai 2013 um 11:12

Hallo
Der lange text ist vollkommen in ordnung. Und nein du hast mit deiner annahme nicht übertrieben! Du hast das genau richtig erkannt.
Du musst entscheiden ob du wirklich hilfe haben willst. Wenn ja geh zu einem anderen arzt. Viell. Hast du ja mal von freunden gehört das ihr arzt sehr einfühlsam ist. Dann geh dahin. Oder geh zu einer beratungsstelle. Oder dritter weg. Du sagtest ja selber du willst zu einem therapeut. Dann mach doch gleich selber da einen termin aus. Die praxisgebühr gibts nicht mehr und dadurch brauchst du keine uberweisung. Und wenn doch dann geh zu den sprechstundenhilfen bei deinem hausarzt. Die müssen dir das ausstellen. Ist dein gutes recht.
Nicht wie die meisten denken der arzt entscheidet wo du hin gehst und wo nicht. Das ist deine entscheidung. Dein arzt dient nur als berater
Viell. hilft dir das.
Ach und wenn es dich beruhigt. Ich sitz auch grad rum und weine

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29. Mai 2013 um 11:13


Dein Arzt hat einfach keine Ahnung. In der Gesellschaft wird immer Magersucht mit UG gleichgesetzt. Dies ist aber nicht richtig, denn die MS waren ja nicht schon immer total UG. Nur die meisten Leute, die Probleme mit dem Essverhalten haben, suchen sich keine Hilfe, weil sie denken, dass sie noch genug wiegen. Das ist aber total falsch. Denn wenn du so weiter machst, bist du schneller als gedacht im UG. Vorallem du hast den Willen etwas zu ändern, lasse dich nicht von dem Kommentar des arztes entmutigen und suche dir einen neuen Arzt oder suche gleich eine Beratungsstelle auf. Ich finde es erschreckend, wie unerfahrend und dumm manche Ärzte sind.

Lass dich davon nicht entmutigen gegen die Es etwas zu unternehmen, denn der Arzt hatte einfach keine Ahnung davon.
Wenn du noch Fragen hast, das Forum steht dir gerne zur Seite

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29. Mai 2013 um 11:27

.
Arzt wechseln.
Der Spinner hat seinen Beruf verfehlt und/oder verdammt wenig Ahnung (und Respekt und Feingefühl).
Magersucht beginnt im Kopf... Und was du schreibst ist eindeutig anorektisch.

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29. Mai 2013 um 11:43
In Antwort auf meghan_11903672

.
Arzt wechseln.
Der Spinner hat seinen Beruf verfehlt und/oder verdammt wenig Ahnung (und Respekt und Feingefühl).
Magersucht beginnt im Kopf... Und was du schreibst ist eindeutig anorektisch.


Eindeutig der selben Meinung...
Tu mir aber bitte den Gefallen: Denk jetzt NICHT dran, abzunehmen, nur "ums ihm zu zeigen"!!!

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29. Mai 2013 um 13:46

Wieso so
labil? Ok du hast einen sehr seltsamen Arzt erwischt, na und? Das ist doch kein Grund, jetzt sofort in Selbstzweifel zu verfallen.

Wenn du doch wirklich die Befürchtung hast, dass du MS hast, dann geh doch direkt zu, Therapeuten und nicht zu einem Allgemeinmediziner. Und lass dich doch bitte nicht von seinen Aussagen so dermaßen verunsichern...selbst wenn er dich für eine MS zu dick hält, musst du dich seiner Meinung doch nicht anschließen.

Du solltest in eine Therapie und du solltest dein Selbstwertgefühl aufbauen. Wenn ich das schon lese "ich würde mich am liebsten verkriechen" und dann? Was passiert denn, wenn du dich verkriechst? Wie lange willst du dich verkriechen? Und vor allem WARUM? Nur weil ein Allgemeinmediziner nicht in der Lage war, die psychische Störung zu erkennen?

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