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Forum / Fit & Gesund

Völlig verzweifelt- brauche rat!

Letzte Nachricht: 25. November 2013 um 20:53
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pearle_12459833
24.11.13 um 18:52

Hey Leute!

Bin eigentlich stille Mitleserin, traue mich aber jetzt auch mal zu schreiben. Hab momentan eine ziemliche Krise und mir gehts nichts gut.. Mein Problem ist bulimische Magersucht d.h. ich schaffs so gut wie gar nicht Essen bei mir zu behalten. In den letzten Wochen (womöglich auch, weil mich das kalte Wetter wahnsinnig mitnimmt) hat sich mein Zustand irgendwie verschlechtert. War jetzt zwei Wochen krank mit Grippe und allem drum und dran und war total KO. Jetzt bin ich wieder halbwegs gesund, fühl mich aber einfach wahnsinnig schwach. War jetzt auch Blut abnehmen. Außer, dass meine Kaliumwerte mit 3,1 ein bisschen zu niedrig sind und ich eine leichte Anämie habe sind die Werte in Ordnung. Trotzdem.. ich hab das Gefühl ich muss handeln, mir ist es schon lange körperlich nicht mehr so schlecht gegangen. Die Sache ist halt auch, dass icheinen recht niedrigen BMI hab (ungefähr 13,2). Ich weiß nicht was ich tun soll. Ich komme aus Österreich, wo die Therapiemöglichkeiten ja ziemlich begrenzt sind soweit ich weiß. Ich habe auf jeden Fall vor anfang Sommer in eine psychosomatische Klinik zu gehen, nur was mache ich jetzt? Um ehrlich zu sein, ich habe ein bisschen ANgst.
Was soll/ kann ich tun damit es mir körperlich wieder besser geht? Hat wer Erfahrung damit? Zu meinem Hausarzt möchte ich lieber nicht gehen.Der hat mit ES überhaupt nichts am Hut.. Was würde passieren, wenn ich einfach mal ins Krankenhaus fahre zum Durchchecken? Wohin kann ich mich da wenden? Was sage ich da? (Hallo, ich bin zu blöd um richtig zu essen, können sie mir helfen? -.- ) Wäre es übertrieben ins kh zu fahren? Ich habe Angst, dass ich mich mal wieder zu wichtig mache und mich nur aufspiele :S

Wäre über ein paar Erfahrungen sehr dankbar!

Liebe Grüße,
Lari

(Ich bin übrigens 18 Jahre alt, wohne aber noch mit meiner Mutter zusammen und will eigentlich dieses Jahr die Matura/Abi machen!

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ornat_12318894
24.11.13 um 20:19

Hey
Also erstmal finde ich es sehr bewundernswert, dass du deine Gesundheit nicht ignorierst und dir helfen lassen willst
Für mich waren Krankenhäuser damals immer der Horror, weil ich irgendwie immer angst hatte, dass sie mich wegen meinem BMI dabehalten wollen... :/
An deinem Essverhalten kann ein Krankenhaus sicherlich nichts verändern aber wenn du in einem gesundheitlich kritischen zusand bist ist es durchaus ratsam zum Krankenhaus zu gehen und dir dort helfen zu lassen.
Geh einfach hin und sag, dass du körperliche/ gesundheitliche beschwerden hast wegen deinem Untergewicht. Ich kann dir garantieren, dass sie dich sicherlich nicht wegschicken werden.
Ich glaube absolut nicht dass du deine Probleme als zu wichtig siehst oder sie überschätzt! Im Gegenteil, MS Patienten unterschätzen ja meist noch ihren gesundehietlichen zustand, deshalb finde ich klasse, dass du auf deinen Körper hörst.
Hast du mit deiner Mutter schonmal darüber gesprochen? Vielleicht fährt sie mal mit dir zusammen zum Krankenhaus.
Warum möchtest du erst im Sommer in eine Klinik? Meiner Meinung nach viel zu spät, du solltest so wenig Zeit wie ,möglich verstreichen lassen..
lG

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pearle_12459833
25.11.13 um 17:05
In Antwort auf ornat_12318894

Hey
Also erstmal finde ich es sehr bewundernswert, dass du deine Gesundheit nicht ignorierst und dir helfen lassen willst
Für mich waren Krankenhäuser damals immer der Horror, weil ich irgendwie immer angst hatte, dass sie mich wegen meinem BMI dabehalten wollen... :/
An deinem Essverhalten kann ein Krankenhaus sicherlich nichts verändern aber wenn du in einem gesundheitlich kritischen zusand bist ist es durchaus ratsam zum Krankenhaus zu gehen und dir dort helfen zu lassen.
Geh einfach hin und sag, dass du körperliche/ gesundheitliche beschwerden hast wegen deinem Untergewicht. Ich kann dir garantieren, dass sie dich sicherlich nicht wegschicken werden.
Ich glaube absolut nicht dass du deine Probleme als zu wichtig siehst oder sie überschätzt! Im Gegenteil, MS Patienten unterschätzen ja meist noch ihren gesundehietlichen zustand, deshalb finde ich klasse, dass du auf deinen Körper hörst.
Hast du mit deiner Mutter schonmal darüber gesprochen? Vielleicht fährt sie mal mit dir zusammen zum Krankenhaus.
Warum möchtest du erst im Sommer in eine Klinik? Meiner Meinung nach viel zu spät, du solltest so wenig Zeit wie ,möglich verstreichen lassen..
lG

Danke
für deine Antwort! Ich denke mir,ich habe meinen Körper schon lange genug geschädigt und wie gesagt, ich hab momentan einfach richtig Angst, dass es vom einen auf den anderen Tag vorbei sein könnte. Ist wahrscheinlich übertrieben von mir, aber ja.. Ich bin auch gar nicht darauf aus, jetzt an meinem Essverhalten groß rumzuschrauben, zumindest im nächsten halben Jahr nicht, danach natürlich schon!! ich möchte mich jetzt einfach auf die Schule konzentrieren und die noch halbwegs gut abschließen! Bis dahin möchte ich einfach körperlich stabil sein, aber ich weiß nicht wie ich das anstellen soll. Ich hab einfach wahnsinnig Angst zuzunehmen und bin momentan einfach zu blöd mehr zu essen.

Was würden die in einem kh den machen? War jemand von euch schon mal wegen der ES im kh? Wie war das genau? Kann mir irgendwer etwas erzählen?
Ich hab Angst, dass sie dort mit einer Sonde ankommen, davor habe ich große Angst. Ist sowas bei meinem BMI auch schon möglich? Also das sie mit Sonde drohen? Oder ist das eh erst, wenn das Gewicht ganz, ganz weit unten ist?

Liebe Grüße!

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ornat_12318894
25.11.13 um 17:40

Ärzte können leider auch nicht zaubern..
Es tut mir leid dich da etwas desillusionieren zu müssen aber damit du im Krankenhaus gesundheitlich stabilisiert werden kannst müssen deinem körper nunmal irgendwie nährstoffe zugeführt werden, denn das fehlt nunmal momentan deiner Gesundheit. Solang du deinem Körper die nährstoffe verweigerst setzt du jeden Tag aufs neue dein Leben aufs spiel. Willst du das wirklich riskieren?
ich verstehe deine Angst vor einer Sonde, die hatte ich auch...ich habe es immer geschafft mich dagegen zu wehren...der preis dafür war aber, dass ich dann aus eigenem Willen Essen musste. Das habe ich auch getan , aber der einfachste weg ist es nicht. Und du sagst ja selbst, dass du es nicht schaffst normal zu essen. Also hat das Krankenhaus meines Wissens 2 Möglichkeiten dich mit Nährstoffen zu versorgen: 1. Fresubindrinks (das setzt aber vorraus, dass du sie wirklich trinkst) und 2. über eine Sonde.
Ich sag dir mal wie das ablaufen wird im Krankenhaus, ich hab das auch schon mitgemacht.
Erstmal werden sie alles durchchecken: Blutabnahme, EKG, Ultraschall, dann werden sie feststellen, dass dein Körper auf sparflamme läuft, deine Organe darunter leiden, du möglicherweise Wassereinlagerungen wegen Mangelernährung hast und dein Körper Nährstoffe braucht.
Und dann werden sie dir die Optionen sagen, die sie haben um dir zu helfen...das sind die beiden, die ich oben genannt habe. Anders geht es nunmal nicht...
Die Aussage "Ist sowas bei meinem BMI auch schon möglich?" zeigt leider sehr deutlich, dass du deinen Gesundheitszustand doch sehr unterschätzt...ein BMI von 13,.. ist unglaublich niedrig und lebensbedrohlich!
Bereits bei einem BMI von 14 kannst du theoretisch aus eigenem Schutz von deinen Eltern zwangseingewiesen werden. (so wurde es mir zumind. damals gesagt).

Ich kenne deine Situation sehr gut...der Satz " Ich bin auch gar nicht darauf aus, jetzt an meinem Essverhalten groß rumzuschrauben, zumindest im nächsten halben Jahr nicht, danach natürlich schon!! ich möchte mich jetzt einfach auf die Schule konzentrieren und die noch halbwegs gut abschließen!" hätte von mir stammen können..
Bei mir war es genauso: und eins kann ich dir sagen: Ein weiteres halbes Jahr mit einem so niedrigen BMI wirst du nicht schaffen. Du musst SCHNELL etwas ändern

Ich musste in meinem Abiturjahr in eine Klinik, denn es ging nicht mehr. Und glaub mir ich habe mich sehr dagegen gewehrt....ich war sehr ehrgeizig, wollte mein Abitur schaffen, ich war auch nurnoch ein halbes Jahr von meinem Ziel entfernt. Ich war überzeugt davon es noch ein halbes jahr durchhalten zu können.....bis ich dann bei einer Klausur Ohnmächtig geworden bin aus Unterernährung.
Anschließend verbot man mir weiter zur schule zu kommen, die Lehrer konnten das nicht verantworten.
Also blieb mir nichts anderes übrig als in die Klinik zu gehen. Dieses Verbot war das beste was mir passieren konnte! Wegen meinem Dickkopf und meinem übertriebenen Ehrgeiz hätte ich nicht freiwillig die Schule pausiert und es wahrscheinlich nicht überlebt. Deinen Abiturnoten tust du damit garantiert keinen gefallen....um das Abitur zu schaffen braucht man nunmal kraft.
Ich war dann 10 Wochen in der Klinik, bin gesund geworden, habe als ich zurück gekommen bin allen Stoff nachgearbeitet, alle Klausuren nachgeschrieben und mein Abitur noch im selben Jahr mit einem Schnitt von 1,2 geschafft. Man kann viel leisten wenn man gesund ist, das bist du aber nicht! Also bitte bitte mach nicht den selben Fehler, den ich fast gemacht hätte!
LG

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ornat_12318894
25.11.13 um 20:53

Toller rat...
in einem hast du recht: die esstörung ist nur ein ventil um Probleme zu verarbeiten, aber das heißt noch lange nicht, dass man das ganz alleine bewältigt bekommt. Das du es
" von einem Tag auf den anderen, ohne Schwierigkeiten ohne Mühe, ganz einfach. " geschafft hast freut mich zwar für dich aber ich finde, nicht dass du deshalb anderen empfehlen solltest keine Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Ich finde du hast ein völlig falsches bild von Psychologen, schon alleine weil du ärzte, psychologen und alles andere in einen Topf schmeißt. nimms mir nicht übel aber das ist vollkommener quatsch. Sicher, Ärzte können bei der Esstörung kein stück helfen, sie können höchstens durch Aufpeppeln die gesundheitlichen beschwerden mindern, sie sind nicht auf psychische Krankheiten spezialisiert..
Psychologen arbeiten da aber schon wieder ganz anders.
Ich hab nie einen Psychologen erlebt der" dir sagt was du essen sollst und was nicht und wie viel" ich weiß nich wie du auf sowas kommst und ob du nur an den falschen geraten bist aber es ist total daneben alle in einen topf zu schmeißen. Du scheinst ehr einen Ernährungsberater mit einem Psychologen zu verwechseln...
Psychologen helfen dir dem eigentlichen Problem auf den Grund zu kommen, sie beschäftigen sich nicht mit dem Essensproblem allein sondern helfen dir andere Defizite in deinem Leben aufzuarbeiten und besser mit deinen Gefühlen umgehen zu können.
Auch den rat zu einem Kinesiologen zu gehen kann ich nicht teilen....auch ich habe das getan, Er hat mich analysiert, mir sachen über mich erzählt, die ich längst wusste und mir bachblüten verschrieben...toll...na ja darüber möchte ich aber nicht urteilen, manch einem hilft es ja.

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