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Verstanden werden

2. Februar 2014 um 22:10

Kennt ihr das eigentlich auch,wenn ihr das Gefühl habt,niemand würde euch verstehen.Ich meine nicht nur euch,in der Krankheit,sondern auch euch als Menschen.
Kennt ihr das,wenn Strukturen in eurem Umfeld so festgefahren sind,dass ihr sie nicht mehr durchbrechen könnt und kennt ihr das,wenn Menschen etwas,dass sie nicht verstehen,oder nicht sehen wollen,einfach für bedeutungslos erklären?
Kennt ihr das,wenn Leute von ihrer Meinung nicht abweichen wollen,weil sie glauben euch besser zu kennen,als ihr euch selbst das tut.
Ich weiß nicht.Mich zieht das momentan ziemlich runter.
Ich glaubte "meinen" richtigen Weg gefunden zu haben.
Aber dieser wird von mir nahestehenden Personen andauernd für falsch erklärt,weil sie sich dadurch angegriffen oder verletzt fühlen.
Doch wenn ich mir das alles nur ausgedacht hätte,warum war ich dann auf dem Weg der Besserung?

Ich finde es sehr verletzend als Maschine mit "fehlerhaften" Prozessen bezeichnet zu werden.
Mir wird das Gefühl gegeben,dass ich die Einzige bin,die falsch ist in der richtigen Welt.
Aber ich kann mir nicht vorstellen,dass wenn ich nicht da wäre,diese Welt richtiger wäre.

Ich wollte mir das einfach mal von der Seele schreiben.Vielleicht kennt diese Gefühle ja irgendjemand hier außer mir und pflichtet mir bei,dass wir nicht nur Opfer unserer körperlichen Prozesse sind.

Lg,EisblumexXx

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3. Februar 2014 um 0:23

Ich finde mich
in vielem was du schreibst wieder. Ich fühle mich auch sehr oft unverstanden und hab das Gefühl, dass ich mit keinem wirklich reden kann bzw. wenn ich es versuche, dass derjenige mich dann doch nicht versteht, was unheimlich frustrierend ist und dazu führt, dass es mir nachher noch schlechter geht als vorher.

Wenn du das Gefühl hast, dass dein Weg der Richtige für DICH ist und es DIR dadurch besser geht, solltest du ihn weitergehen und versuchen dich nicht von anderen davon abbringen lassen. Mag ja sein, dass es für jemand anderen der falsche Weg ist, aber ob es für dich passt, kannst du sicher am besten beurteilen (außer du bist so tief in deiner Krankheit gefangen, dass du nicht mehr klar denken kannst, aber davon gehe ich mal nicht aus).
Wenn sich jemand, der dir nahe steht, davon angegriffen oder verletzt fühlt, ist es für denjenigen natürlich auch schwierig zu akzeptieren. Das ist eine normale Reaktion, auch wenn es nicht immer richtig sein mag.

Und du bist ganz sicher nicht "falsch" in dieser Welt. Meiner Meinung nach ist das niemand.

lg

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3. Februar 2014 um 23:08

Vielen Dank
für deine Antwort.
Ich denke einfach,dass ich momentan immer mehr auf die "möglichen" Ursachen meiner Essstörung stoße.Das ist definitiv ein harter Kampf,da ich mich ja jetzt mit den Dingen auseinandersetzen muss,die ich durch meine Essstörung umgangen habe.
Ich habe dennoch Angst den Leuten aus meinem Umfeld Unrecht damit zu tun,die meinen nur die Neurotransmitter und die körperlichen Prozesse wären schuld,dass man an einer Essstörung erkrankt.
Ich hatte das Gefühl,ich hatte mein Ziel zum greifen nah.
Es wirkt für mich nun nur noch wie eine Illusion.
Denn es wird abgestritten und damit wird auch meine Existenz abgestritten.Alles was ich je dachte,fühlte und machte war also niemals "echt".
Ich weiß einfach manchmal gar nicht mehr,was überhaupt "echt" ist.
Ich dachte,das,was ich fühlte,wäre echt.
Aber jetzt,wo mir alle einreden,mann müsse sich nicht so fühlen,glaube ich es mir selbst kaum noch,obwohl es doch so wahr in meinem Herzen erschien.

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4. Februar 2014 um 9:53
In Antwort auf eisblumexxx

Vielen Dank
für deine Antwort.
Ich denke einfach,dass ich momentan immer mehr auf die "möglichen" Ursachen meiner Essstörung stoße.Das ist definitiv ein harter Kampf,da ich mich ja jetzt mit den Dingen auseinandersetzen muss,die ich durch meine Essstörung umgangen habe.
Ich habe dennoch Angst den Leuten aus meinem Umfeld Unrecht damit zu tun,die meinen nur die Neurotransmitter und die körperlichen Prozesse wären schuld,dass man an einer Essstörung erkrankt.
Ich hatte das Gefühl,ich hatte mein Ziel zum greifen nah.
Es wirkt für mich nun nur noch wie eine Illusion.
Denn es wird abgestritten und damit wird auch meine Existenz abgestritten.Alles was ich je dachte,fühlte und machte war also niemals "echt".
Ich weiß einfach manchmal gar nicht mehr,was überhaupt "echt" ist.
Ich dachte,das,was ich fühlte,wäre echt.
Aber jetzt,wo mir alle einreden,mann müsse sich nicht so fühlen,glaube ich es mir selbst kaum noch,obwohl es doch so wahr in meinem Herzen erschien.

Es ist sicher gut
und notwendig sich mit den möglichen Ursachen einer Essstörung auseinander zu setzen und definitiv hart.

Ich glaube auch nicht, dass nur Neurotransmitter und andere körperliche Prozesse an Essstörungen "schuld" sind, obwohl es Hinweise gibt, dass möglicherweise eine genetische Komponente beteiligt! sein könnte, was ein spannendes Thema ist. Aber das ist sicher nicht der alleinige Grund für die Entwicklung einer Essstörung. Das wäre ja eine relativ einfache Lösung für so eine komplexe Erkrankung.

Tut mir echt leid für dich, dass du es im Moment mit den Leuten in deinem Umfeld so schwer hast und dich niemand wirklich versteht.
Aber niemand kann dir sagen oder einreden wie du dich fühlen musst oder nicht musst. Gefühle folgen schließlich keiner reinen Logik und nur weil jemand erwartet, dass man sich so oder so zu fühlen hat, heißt das noch lange nicht, dass man sich auch so fühlt.

Bist du in Therapie? Vielleicht könntest du mit einem Therapeuten sprechen, vielleicht hat der einen Rat für dich wie du besser mit den Reaktionen deines nahen Umfelds umgehen kannst.

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4. Februar 2014 um 14:51

Hatte das gleiche Problem
Weißt du was mir geholfen hat, , ganz ganz ehrlich das Buch von Robert Betz "willst du normal sein oder Glücklich"denn genau darüber schreibt er dort. Leg es dir sehr ans Herz; -) es hilft dir das zu verstehen und damit umgehen bzw dein Denken zu ändern

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10. Februar 2014 um 23:05

Vielen Dank
für eure Antworten.
Ich fühle mich jetzt wieder etwas mehr verstanden.
Ich habe euch das hier geschrieben und mich durch die antworten wieder etwas lebendiger gefühlt,wo ich von den mir liebenden Menschen quasi,für tot erklärt wurde,indem alles abgestritten wurde,was mein Leben ausmachte.
Ich glaube,das Buch sollte ich mir wirklich mal anschaffen.
Ich glaube auch,dass ich mich und meinen eigenen Willen noch finden muss.
Aber ich finde ihn mit der Zeit immer mehr (in Momenten,in denen ich mich glücklich fühle,in Momenten,in denen ich merke,was mir guttut).(Habe zumindest das Gefühl.

Nur ich finde es einfach verletzend von wichtigen Menschen nicht verstanden zu werden.
Im Grunde genommen,wird man im Nachhinnein auch wieder zurechtgebogen.Genau,wie es am Anfang war.Das ist einfach mies.Weil man genau das nicht wollte.Gezwungen werden zur Normalität,was nicht existieren darf,dass ist auch nicht wahr.

Ich glaube,da kann niemand etwas für.Niemand macht das mutwillig.Und ich liebe die Leute aus meinem Umfeld.Deswegen hatte ich Angst ihnen Unrecht zutun mit meinem Weg,den ich gehe.Andererseits ist da auch Unsicherheit.Ich kann über meinen Weg noch nicht urteilen,weil ich noch nicht weiß,wohin er mich führt.

Meine Therapeutin sagte auch,ich sollte mehr nach Intuitionen und nach Bauchgefühl gehen.Das sind meist die "wahren" Gefühle.

Ich werde versuchen einen Kompromiss zu finden.

Lg,Eisblume

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