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Verändert Alkohol die Persönlichkeit

24. Juni 2010 um 20:34 Letzte Antwort: 3. Juli 2010 um 17:24

und wenn ja wie, was habt ihr erlebt. Warum zieht sich mein alksüchtiger Freund immer wieder zurück. Feiert mit Gott und der Welt, nur für seine Familie hat er keine Zeit. Wir leben in einer Fernbeziehung und sehen uns nur am WE. 5 Tage säuft er durch, macht Party auf der Fanmeile mit seinem besten Freund, meldet sich überhaupt nicht. Am 5. Tag als der Freund weg ist, fragt er mich per SMS, ob ich ein schönes WE hatte. Was erwartet er? Wie nur soll ich reagieren?

Übermorgen hat er Geburtstag (wir sind eine Familie, zumindest am WE, mit 13jähriger Tochter) er überlegt entweder allein zu bleiben und über sein Leben nachzudenken (das Problem steht seit 4 Jahren und nachdenken würde er ohnehin nicht, hat er noch nie gemacht) oder nach Belgien zu fahren zu Freunden, da hat er eine spontane Einladung (von den Freunden hab ich noch nie was gehört). Geht das??? In 14 Tagen steht eine gemeinsame Flugreise für 2 Wochen in den Urlaub an, an den Familienurlaub möchte er unbedingt teilnehmen, sein Argument "was soll ich alleine"???

Ich habe überhaupt keinen Plan, wie ich reagieren soll, dieses Hin- und Her geht seit 4 Jahren und ich geb jedes Mal nach, weil ich glaube, diesmal packt er es, schafft sein Alkproblem und zu uns zu stehen.

Ich denk schon, dass er wirklich Alki ist, mit 17 Flaschen Bier am Abend und das, was ich mitbekomme mindestens 3x die Woche. Betrunken im Park zu liegen. Im Rausch erzählt er mir ausschweifend seine "Schandtaten".

Dazu kommt, dass er mich im Rausch jedesmal ganz böse beschimpft und beleidigt, am nächsten Tag weiß er nix mehr und glaubt, dass seine Unwissenheit ihn entschuldigt.

Ich schaff es nicht, ihm den Rücken zu kehren, weil er nach ein paar Tagen, manchmal auch Wochen reumütig wieder ankommt und verspricht alles wird gut.

Ich versuche händeringend eine Selbsthilfegruppe zu finden ... kein Erfolg.

Ich werde noch verrückt!

Vielen Dank fürs Lesen! Und bitte helft mir, mit zahlreichen Postings!

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25. Juni 2010 um 10:01

Alkohol
Ja, Alkohol verändert die Persönlichkeit und zwar immer schlimmer, je länger er trinkt! Und 17 Flaschen Bier am Abend sagt eigentlich schon alles aus^^

Er ist ein fortgeschrittener Alkoholiker und diese leben in ihrer eigenen Traumwelt. Sie machen sich und anderen etwas vor und solange er es nicht erkannt hat und sich keine Hilfe holen möchte, wird es weiter fortschreiten.

Nach dem Rausch kommt oftmals das schlechte Gewissen, weil sie sich an fast nichts mehr erinnern können und grübeln, was eigentlich vorgefallen ist.

Sie geben die Schuld meist der Partnerin, weil er seines Erachtens von dir provoziert wurde.

Wenn er sich keine professionelle Hilfe holen möchte, kann ich dir nur dringend raten, dich von ihm zu trennen. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass nichts besser wird im Gegenteil, es wird immer schlimmer und zieht dich nur runter.

Du leidest doch jetzt schon enorm unter deinem alkoholsüchtigen Freund. Wie weit willst du es noch kommen lassen?

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26. Juni 2010 um 0:23
In Antwort auf kira_12505216

Alkohol
Ja, Alkohol verändert die Persönlichkeit und zwar immer schlimmer, je länger er trinkt! Und 17 Flaschen Bier am Abend sagt eigentlich schon alles aus^^

Er ist ein fortgeschrittener Alkoholiker und diese leben in ihrer eigenen Traumwelt. Sie machen sich und anderen etwas vor und solange er es nicht erkannt hat und sich keine Hilfe holen möchte, wird es weiter fortschreiten.

Nach dem Rausch kommt oftmals das schlechte Gewissen, weil sie sich an fast nichts mehr erinnern können und grübeln, was eigentlich vorgefallen ist.

Sie geben die Schuld meist der Partnerin, weil er seines Erachtens von dir provoziert wurde.

Wenn er sich keine professionelle Hilfe holen möchte, kann ich dir nur dringend raten, dich von ihm zu trennen. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass nichts besser wird im Gegenteil, es wird immer schlimmer und zieht dich nur runter.

Du leidest doch jetzt schon enorm unter deinem alkoholsüchtigen Freund. Wie weit willst du es noch kommen lassen?

Danke naturtalent
im grunde genommen, weiß ich es. Ja, es zieht mich runter. Wenn, das Ego ganz unten ist und die Erinnerung an die schönen Zeiten schmerzt, dann brauch man genau die Worte, die du geschrieben hast. Auch wenn es weh tut, ich bin auf dem richtigen Weg. Ich möchte den Kontakt gar nicht mehr. Doch soll ich ihm zum Geburtstag, heute, nicht gratulieren? Er feiert sicherlich in geselliger Runde. Eigentlich mag ich nicht anrufen. Ich weiß, dass er sich, wenn der Dauerrausch abschwächt, melden wird, zu wissen, was Zuhause mit mir und den Kindern los ist, ist ihm wichtig. Doch das steht ihm dann auch nicht mehr zu. Sehe ich das richtig? Ist eine Freundschaft überhaupt möglich??? Die Nachrichten, die ich bekomme wechseln von extrem beleidigen in extrem liebevoll "wenn ich es schaffe, steht unserer Liebe und unserem Glück nichts mehr im Wege". Ich weiß jetzt schon, dass er mich früher oder später beschimpft, wenn ich nicht zum Geburtstag gratuliere. Ein klarer Schnitt ohne Hintertüren wär mir am liebsten. Wieviele versaute Geburtstage hatte ich, allein, 1 Tag vorher das Kommen abgesagt.

Danke ... der Frust muss raus! Fördert eigentlich der Alkoholismus sein Egoismus?

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28. Juni 2010 um 11:33
In Antwort auf an0N_1275746099z

Danke naturtalent
im grunde genommen, weiß ich es. Ja, es zieht mich runter. Wenn, das Ego ganz unten ist und die Erinnerung an die schönen Zeiten schmerzt, dann brauch man genau die Worte, die du geschrieben hast. Auch wenn es weh tut, ich bin auf dem richtigen Weg. Ich möchte den Kontakt gar nicht mehr. Doch soll ich ihm zum Geburtstag, heute, nicht gratulieren? Er feiert sicherlich in geselliger Runde. Eigentlich mag ich nicht anrufen. Ich weiß, dass er sich, wenn der Dauerrausch abschwächt, melden wird, zu wissen, was Zuhause mit mir und den Kindern los ist, ist ihm wichtig. Doch das steht ihm dann auch nicht mehr zu. Sehe ich das richtig? Ist eine Freundschaft überhaupt möglich??? Die Nachrichten, die ich bekomme wechseln von extrem beleidigen in extrem liebevoll "wenn ich es schaffe, steht unserer Liebe und unserem Glück nichts mehr im Wege". Ich weiß jetzt schon, dass er mich früher oder später beschimpft, wenn ich nicht zum Geburtstag gratuliere. Ein klarer Schnitt ohne Hintertüren wär mir am liebsten. Wieviele versaute Geburtstage hatte ich, allein, 1 Tag vorher das Kommen abgesagt.

Danke ... der Frust muss raus! Fördert eigentlich der Alkoholismus sein Egoismus?

Antwort
Es tut verdammt weh, ich kenne es aus eigener Erfahrung. Ich habe deswegen Depressionen bekommen, die ich zuvor so noch nie kennengelernt habe.
Du schreibst, du möchtest den Kontakt nicht mehr und im nächsten Atemzug kommt die Frage von dir, ob du ihm zum Geburtstag gratulieren sollst! Und hast du ihm gratuliert? Dein Kopf sagt nein, aber dein Herz jedoch ja und da bist du im Zwiespalt mit dir.
Möchtest du wirklich eine Freundschaft mit ihm und wenn ja, warum?
Glaube mir, ich habe mir auch etwas vor gemacht indem ich glaubte, ihn mit meiner Liebe ändern zu können. Wie willst du es schaffen, wenn er sich von dir nicht helfen lassen möchte?
Ich habe mal heimlich seine Gespräche mit mir, wo er im Rausch gewesen ist, aufgenommen. Selbst als ich ihm das im nüchternen Zustand vorgespielt habe, hat er sich herausgeredet und für alles eine Entschuldigung gefunden bzw. hat die Schuld für sein Verhalten bei mir gesucht^^


Und auf deine letzte Frage, ob der Alkoholismus sein Egoismus fördert, ist ein klares JA!

Ich habe mich mit dem Thema Alkoholismus auseinandergesetzt und das I-Net dabei mir zu Hilfe genommen. Es ist schon sehr erschreckend was dabei herausgekommen ist. Viele bekommen eine multiple Persönlichkeitsstörung im Laufe ihrer Alkohollaufbahn!

Selbst eine Aussprache im

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30. Juni 2010 um 15:27

Ja
Ja.
Heute erinnere ich genau, wann ich den ersten süchtigen Schluck zu mir nahm:
Ich war emotional total überfordert und stand vor der Entscheidung, mich zur Wehr zu setzen oder in ein Heim zu kommen. Eines dieser Heime, deren ehemalige Kinder heute nicht mal im zuständigen Ausschuss des Bundestages Gehör finden.
Ich habe mich also für die Flasche entschieden.
Wurde introvertiert, ging immer weit über meine Grenzen.

Da mein Vater selbst vor Jahren trocken geworden war reagierte meine Familie anders als in unserer Gesellschaft üblich:
Meine Mutter brachte mir bei, immer ehrlich zu sein zu mir.
Weiter lehrte sie mich, wie ich immer so an meinen Stoff komme, dass ich niemand etwas schuldig bleibe.
Darüber hinaus lehrte sie mich, trotzdem ein wenig auf meine Gesundheit zu achten.
Sie sorgte dafür, dass ich eine Lehre außer Haus begann.
Dann sorgte sie dafür, dass ich von der Familie und Verwandtschaft isoliert bin.
So hatte ich die Chance, nur mit mir konfrontiert zu sein und mich ehrlich zu erkennen.
Dazwischen bin ich meinem Hobby nachgegangen: Sozialpolitik. Es war so anstrengend, dass ich das heute kaum schaffen würde. Doch ich war erfolgreich. Wovon ich nichts habe, denn alle, welche von mir profitierten, wollen nicht dazu stehen. Dabei will ich keinen Dank, nur die Anerkennung, da sich dies auf mein Leben positiv auswirken würde.
In meiner Ausbildung zur Krankenschwester lernte ich bis 1978 alles, was es zum Thema bis heute wissenschaftlich fundiert zu wissen gibt.
In Baden-Württemberg habe ich bis heute sehr große Schwierigkeiten, als Alkoholikerin anerkannt zu werden von den Ärzten. Analyse hatte ich mehrere Jahre unter anderer Diagnose. Klinikaufenthalte wurden mir teilweise aufgezwungen wegen falscher Diagnosen.
Selbsthilfegruppen sind der Meinung, ein Alkoholiker hat immer bei irgend jemand etwas angestellt. Meine Verwandtschaft findet aber beim besten Willen nichts. Und sonst ist wohl auch niemand zu finden - außer jenen, bei denen ich mich entschuldigt habe und die niemand etwas angehen.

ich bin 24 Jahre trocken. Trotz all der Aufgaben, welche mir die sogenannte Fachwelt gestellt hat und stellt.
Heute wird mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln versucht, mich unter wahrnehmungsverändernde Drogen auf Rezept zu bringen.
ich bin sozialpolitisch gut. Bund, Land und Kommune profitieren seit 1978 sehr von mir. Ich bin weder machtgeil noch herrschsüchtig. Ich weigere mich schon immer, mich einer politischen Wahl zu stellen, da ich dies bei meiner lebenslangen chronischen Krankheit als unverantwortlich ansehe.
ich störe. Das ist gut so.
Ich kann weinen.
Ich kann nein sagen.
Ich kann meine Grenzen formulieren. Werden sie nicht akzeptiert, kann ich ruhig und gelassen damit umgehen. Und einen Weg suchen, trotzdem gut für mich zu sorgen, ohne andere unnötig zu schädigen.


DU

musst gut für DICH sorgen.
Geh zur Suchtberatung. Dort findest Du alle Informationen für Dich. Es gibt für DICH Selbsthilfegruppen. Vielleicht brauchst Du eine Therapie? Sie kann sehr hilfreich sein.

Je mehr Du Dich auf Deine Flasche, Deinen Angehörigen, konzentrierst, je mehr verhinderst Du einen Ausstieg.
Kein Mensch kann einen anderen tragen.
Kein Mensch ist für eine Krankheit verantwortlich.
Es ist keine Schande, krank zu sein.
Es ist eine Schande, nichts dagegen zu unternehmen.

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30. Juni 2010 um 18:53
In Antwort auf kira_12505216

Antwort
Es tut verdammt weh, ich kenne es aus eigener Erfahrung. Ich habe deswegen Depressionen bekommen, die ich zuvor so noch nie kennengelernt habe.
Du schreibst, du möchtest den Kontakt nicht mehr und im nächsten Atemzug kommt die Frage von dir, ob du ihm zum Geburtstag gratulieren sollst! Und hast du ihm gratuliert? Dein Kopf sagt nein, aber dein Herz jedoch ja und da bist du im Zwiespalt mit dir.
Möchtest du wirklich eine Freundschaft mit ihm und wenn ja, warum?
Glaube mir, ich habe mir auch etwas vor gemacht indem ich glaubte, ihn mit meiner Liebe ändern zu können. Wie willst du es schaffen, wenn er sich von dir nicht helfen lassen möchte?
Ich habe mal heimlich seine Gespräche mit mir, wo er im Rausch gewesen ist, aufgenommen. Selbst als ich ihm das im nüchternen Zustand vorgespielt habe, hat er sich herausgeredet und für alles eine Entschuldigung gefunden bzw. hat die Schuld für sein Verhalten bei mir gesucht^^


Und auf deine letzte Frage, ob der Alkoholismus sein Egoismus fördert, ist ein klares JA!

Ich habe mich mit dem Thema Alkoholismus auseinandergesetzt und das I-Net dabei mir zu Hilfe genommen. Es ist schon sehr erschreckend was dabei herausgekommen ist. Viele bekommen eine multiple Persönlichkeitsstörung im Laufe ihrer Alkohollaufbahn!

Selbst eine Aussprache im

JA!
Drogensucht (Alk gehört dazu) zerstört Leben, Familien, Freundschaften, Beziehungen und Persönlichkeiten. Leider.

Und wenn er nicht von SICH AUS, sein Leben ändern und auf die Reihe kriegen will, würde ich mir ernsthaft über eine Trennung Gedanken machen.

Tut mir leid. Sonst gehst du seelisch kaputt.

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3. Juli 2010 um 17:24
In Antwort auf bailey_12153767

JA!
Drogensucht (Alk gehört dazu) zerstört Leben, Familien, Freundschaften, Beziehungen und Persönlichkeiten. Leider.

Und wenn er nicht von SICH AUS, sein Leben ändern und auf die Reihe kriegen will, würde ich mir ernsthaft über eine Trennung Gedanken machen.

Tut mir leid. Sonst gehst du seelisch kaputt.

Danke euch,
ich weiß, dass ich kaputt gehe, wenn ich mich nicht befreie und mir geht grad nicht so prickelnd. In mir kommt Wut auf, Hass, Traurigkeit, Hilflosigkeit. Dieser Mensch nimmt sich das Recht raus, meine Familie (seine ehemalige) zu kontaktieren, wann immer es ihm einfällt. Und genauso, wenn er keinen Lust auf den Familienkram hat, dann lässt er es, mehrere Tage, mehrere Wochen. Sporadisch sucht er den Kontakt zu unserer Tochter, kein Wort ihr gegenüber, dass er momentan zur Entgiftung in der Klinik ist. Meine Tochter ist sein Hintertürchen zu seiner angeblichen Familie und ich, bin vollkommen entmachetet. Ich habe meiner Tochter versucht, alles zu erzählen, sie muss doch auch wissen in welcher Situation ich mich befinde. Was ist das für eine Familie, wenn man nie weiß, wann kann man auf ihn zählen wann nicht. Sein Vorsatz ist nun da, gegen den Alkohol zu kämpfen, mit ein bischen Selbsthilfegruppe und festem Willen geht das (meint er). Soziale Kontakte, Umfeld, Gewohnheiten bleiben bestehen. Bin ich ihm voraus, wenn ich weiß, so schafft er das nicht.

Ich platze bei so viel Ignoranz, Arroganz, Egoismus, Selbstverliebtheit, Selbstsicherheit.

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Wir machen deinen Tag bunter!
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