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Vater sieht nichts ein. Kann mich nicht beherrschen

7. Dezember 2010 um 22:01

Hallo ihr Lieben
ich hoffe ihr habt ein Rat für mich, denn ich weiß mir einfach nicht zu helfen.
Mein Vater und ich haben schon seit längerer Zeit ein ziemlich angespanntes Verhältnis zueinander.
Das liegt meiner Meinung an seinem Alkoholproblem.
Er trinkt regelmäßig und hat seinen Konsum nicht unter Kontrolle, sprich er trinkt bis die Flasche leer ist. Er trinkt nur Wein und Bier soweit ich das beruteilen kann, denn oft ist er geschäftlich unterwegs. Nach einem Vorfall vor ca 3 Monaten, bei dem er mal wieder stark angetrunken nach hause gekommen ist und nachdem meine Mutter ihm mit der Scheidung gedroht hat, hat er seinen Konsum ein wenig eingeschränkt und trinkt in der Woche ca 2 Flaschen Wein. An einem Abend eine Flasche.
Das Problem ist, das er nicht einsieht, dass er ein Alkoholproblem hat.
Ich hasse ihn wenn er getrunken hat, weil er ein ganz anderer Mensch ist. Durch ein Alkohol hat er so viel Mist gebaut, an den er sich wahrscheinlich nicht mal erinnern kann.
Er hat mich schon so oft blamiert. Z.B Als ich meinen Freund das erste mal mit nach Hause gebracht hab, war er richtig betrunken und hat ihn alleine mit in ein Zimmer genommen um "von Mann zu Mann" mit ihm zu reden. Er wollte schon besoffen von unserem Balkon springen - wir mussten ihn festhalten. Er will mir auch oft die Schuld in die Schuhe schieben wenn er mit meiner Mutter streitet. Wenn Feste bei uns in der Stadt sind meide ich hinzugehen, wenn ich weiß dass mein Vater auch dort ist, damit er mich nicht blamieren kann.
Früher konnte ich über solche Sachen leicht hinwegsehen nur mittlerweile bin ich in der Hinsicht sehr nachtragend geworden. Ich kann diese Sachen die er getan hat, einfach nicht vergessen. Ich bin total abweisend zu ihm und muss mich echt zusammenreißen nicht immer so respektlos zu ihm zu sein. Es ist ein Teufelskreis. Er trinkt, ich bin sauer, er trinkt, ich bin sauer.....Nur das ich mittlerweile abweisend bin, selbst wenn er nicht getrunken hat. Dabei bemüht er sich auch und wenn er nicht getrunken hat und ist er ein sehr liebevoller Mensch. (mal abgesehn von seinen Stimmungsschwankungen die wahrscheinlich Begleiterscheinung seiner Sucht ist)
Ich und meine Mutter haben ihm schon oft gesagt das er das Trinken sein lassen soll, nur er sieht es einfach nicht ein. Er glaubt wirklich das er kein Problem hat.
Wie soll ich damit umgehen?? Soll ich einfach zusehen wie unsere Beziehung immer mehr zerbröckelt?

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11. Dezember 2010 um 11:55

Das problem kenne ich!
Hallo!
Mein Vater trinkt auch gerne und meiner Meinung zuviel Alkohol. Ich weiß selber auch keinen Rat, vor allem bin ich verzweifelt, weil ich ihm gerne helfen will er sich aber nicht helfen läßt und alles als Harmlos hinstellt. Er ist 71 Jahre alt, Diabetiker mit hohem Blutdruck und leidet unter Schlafproblemen. Ich würde ihn am liebsten zum Entzug schicken, aber er sieht sich nicht als Alkoholiker. Er hat ja schon immer das Problem gehabt, nur seitdem meine Mutter im Februar gestorben ist finde ich, ist es noch schlimmer geworden. Auch ich vermeide es, da hinzugehen, wo er ist, ich blamiere mich mit ihm bis auf die Knochen. Ich habe das Gefühl, das ist bei ihm pure Selbstzerstörung, weil er nicht mehr leben will. Auch eine Möglichkeit, sich das Leben zu nehmen. Für mich ist das eine Warnung, aber ich weiß nicht, wie ich ihm helfen soll. Auch unsere Beziehung leidet extrem darunter. Auch ich bin sauer auf ihn, dauert aber auch nicht allzu lange, ich liebe meinen Vater und will ihm so gerne helfen, er läßt sich nicht helfen. Er weiß nicht mehr, was er mit sich anfangen soll und mein Mann und ich helfen, wo wir nur können und sind für ihn da. Aber das ist ihm zu wenig, ihm ist langweilig, ihm fehlt seine Frau, Fazit: er betrinkt sich und ich kann da nur zusehen.
Leider kann ich dir, wie du siehst, nicht wirklich helfen. Ich weiß daß du es schwer hast, genau wie ich. Aber wie sollen wir da durchgreifen? Es würde wohl nur ein Entzug helfen. Ohne den sehe ich für meinen Vater keinen Ausweg und ich sehe das schlimme Ende noch kommen. Erschreckend bei der ganzen Sache ist, daß ich dagegen absolut machtlos bin und das macht mich ganz fertig.
Alles Gute wünsche ich dir trotzdem.
Lg marsonia

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