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Vater säuft sich zu tode

22. Februar 2013 um 20:38 Letzte Antwort: 28. Februar 2013 um 3:03

hallo..

ich weiss gerade echt nicht mehr weiter.
mein vater ist seit jahren alkoholabhängig. meine eltern sind seit ich 6 jahre alt bin, geschieden und er ist in eine andere stadt gezogen. ich habe regelmäßig kontakt zu ihm und habe ihn auch oft besucht. als kind habe ich nicht wirklich gemerkt, was mit ihm los ist, aber als ich älter wurde (bin mittlerweile 30), war es klar: er trinkt! er hat es immer vor uns versucht, zu verharmlosen. meine oma und ich haben all die jahre beide darunter sehr gelitten. wir haben mit ihm gesprochen, auch mit seiner lebensgefährtin und immer darauf geachtet, dass alles an alkohol weg war, wenn er uns besuchen kam. er trinkt auch nicht unentwegt, er hat phasen und dann gehts bis zur besinnungslosigkeit! soweit, dass er seinen ganzen körper kaputtgemacht hat. er hat schwere diabetes (die er einfach so ignoriert!!), seine bauchspeicheldrüse ist völlig ruiniert. alles reden nützt nichts, er ist so stur und meint, er weiß, was gut für ihn ist. mittlerweile ist meine oma gestorben. ich bin verheiratet und habe eine tochter. ich kann nicht mal eben so zu ihm fahren! seine freundin ist eine liebe und (eigentlich) auch vernünftige frau, aber sie lässt sich diese "alk-phasen" bieten.. er ist meiner meinung nach auch depressiv. und in diesen depressiven phasen fängt er an zu trinken. das geht dann tagelang, so dass er sich nicht mal duscht oder rausgeht. am ende so einer phase ist er gar nicht mehr in der lage dazu. dann trinkt er wieder nichts und erholt sich einigermaßen, aber jedes mal wird er natürlich schwächer! ich habe jedes mal angst, dass er sich zu tode säuft. ich kann doch nicht zusehen, wie er sich umbringt!! ich weiß wirklich nicht mehr, was ich noch tun soll. ich spreche viel mit ihm, er kann mir immer sein herz ausschütten. ich bot ihm an, ihn zu einem psychologen zu belgeiten, ich würde dann mit meiner tochter runterfahren. das alles will er nicht und tut so, als würde ich übertreiben. das alles belastet mich sehr und ich merke, dass auch ich langsam daran kaputtgehe. er ist doch mein vater!

hat jemand einen rat für mich, wie ich mit dieser situation umgehen kann oder wie ich ihm doch irgendwie helfen kann?

ich danke euch!!

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28. Februar 2013 um 3:03

msg
Alkoholiker haben das Problem, dass sie selbst ihre Probleme nicht sehen können. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass dein Vater glaubt, er habe überhaupt kein Alk-Problem (du schreibst ja auch, dass er das immer verharmlost). Mit dem trinken kann er aber erst aufhören, wenn er selbst begreift, dass er ein Alkoholiker ist.

Du (oder die Lebensgefährtin deines Vaters) sollten mal beim nächsten Absturz alle Flaschen sammeln, die er getrunken hat. Ich vermute mal, es werden nicht wenige sein. Wenn er dann diese Phase hinter sich hat stellt ihr alle Flaschen vor ihm auf damit er sehen kann, wieviel er in sich reingeschüttet hat und fragt ihn, ob das nach einem Problem aussieht oder nicht.

Versuche also irgendwie an seinen Verstand zu appelieren. Er muss begreifen, dass er ohne Alkohol nicht mehr kann.

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