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Unerträglich

26. Dezember 2015 um 18:14 Letzte Antwort: 31. Dezember 2015 um 14:51

Ich habe die letzte Woche richtig gegessen...
allerdings haben mich einige Lebensmittel zu FAs angetriggert und ich habe innerhalb kürzester Zeit auf unteres NG zugenommen.

Es ist auch eine reale Zunahme und nicht nur Wasser o.ä.

Jetzt bin ich an dem Punkt, wo ich merke, dass ich mich in diesem Körper einfach absolut nicht wohlfühle. Mich belastet meine so schnelle Zunahme massiv und ich kann keine Vorteile erkennen. Müdigkeit und Schlappheit wie bissher

Ich glaube, ich muss akzeptieren, dass mein Wohlfühlgewicht einfach in Oberen Untergewicht liegt.

Ich habe es wirklich, wie schon mehrfach auch mit professioneller Hilfe (ambulant und stationär) versucht, aber ich hasse mich mit mehr kgs.
Fühle mich nicht fitter, sondern träge und depressiv.

Das Schlimme ist, dass ich die Kilos nicht mehr herunter bekomme.
Mein Magen ist nun so an die Esserei gewohnt dass ich sobald ich mit Essen beginn nicht mehr stoppen kann

Wask kann ich dagegen tun ? Erbrechen geht nicht, zum Glück.

Hatte jemand die selbe Situation, also gut zugenommen und es dann nicht ertragen können ?


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26. Dezember 2015 um 18:40

Entschuldigt die vielen Tippfehler
Handy

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26. Dezember 2015 um 20:45

Liebe schafschubserin,
Ich lese schon lange mit da ich mich selber mit dem Thema esstörung und v.a.dem Thema Trauma beschäftige. Mir ist besonders aufgefallen,dass du in jedem post kommentierst oder viele eigene öffnest. Bei diesem post habe ich direkt eine frage und hoffe,du antwortest mir sachlich,ohne Beleidigung und ohne Anfeindung. Mochtest du eigentlich gesund werden? Möchtest du ein normales Leben führen? Oder möchtest du mit 38 dein leben immer noch in ES-Foren und Fitness Studio gegen die wand fahren? Ich frage dich,weil ich wegen solchen dingen meine ehe gegen die wand gefahren habe und meinen Job verloren habe. Lebe nun allein und in Scheidung,musste umziehen und arbeite wieder. Ich bin auch in deinem Alter und habe mich viel zu lange wegen eines Traumas an die ES geklammert. Deine Worte tun mir weh denn es klingt so,als würdest du nie gesund werden wollen...allein wie du in dem einen Thread dem Mädchen die Hoffnung wegen der Klinik genommen hast,fand ich total gemein-nur weil du es nicht packst...warum bist du hier? Was ist deine Geschichte? Ich würde es gerne wissen um zu verstehen,warum du nicht loslässt..bitte keinen Krieg anfangen-ich würd mir eine sachliche Diskussion wünschen...

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26. Dezember 2015 um 21:24
In Antwort auf jena_11927673

Liebe schafschubserin,
Ich lese schon lange mit da ich mich selber mit dem Thema esstörung und v.a.dem Thema Trauma beschäftige. Mir ist besonders aufgefallen,dass du in jedem post kommentierst oder viele eigene öffnest. Bei diesem post habe ich direkt eine frage und hoffe,du antwortest mir sachlich,ohne Beleidigung und ohne Anfeindung. Mochtest du eigentlich gesund werden? Möchtest du ein normales Leben führen? Oder möchtest du mit 38 dein leben immer noch in ES-Foren und Fitness Studio gegen die wand fahren? Ich frage dich,weil ich wegen solchen dingen meine ehe gegen die wand gefahren habe und meinen Job verloren habe. Lebe nun allein und in Scheidung,musste umziehen und arbeite wieder. Ich bin auch in deinem Alter und habe mich viel zu lange wegen eines Traumas an die ES geklammert. Deine Worte tun mir weh denn es klingt so,als würdest du nie gesund werden wollen...allein wie du in dem einen Thread dem Mädchen die Hoffnung wegen der Klinik genommen hast,fand ich total gemein-nur weil du es nicht packst...warum bist du hier? Was ist deine Geschichte? Ich würde es gerne wissen um zu verstehen,warum du nicht loslässt..bitte keinen Krieg anfangen-ich würd mir eine sachliche Diskussion wünschen...

Du fandest "total gemein"....
... dass ich einem Mädchen in einem Klinik Thread die Hoffnung genommen habe ?
Ich weiß jetzt nicht, was du genau meinst, aber wenn es um den Thread von Lilienfee geht: Sie ist kein Mädchen mehr, und vor allem hat sie nach Erfahrungen gefragt. Diese habe ich ihr mitgeteilt, da ich in dieser Klinik war.
"Dass ich es nicht gepackt habe", nein, in dieser Klinik nicht, aber immerhin habe ich aus einer anderen einiges für mich mitgenommen.
Ich bin schon lange in keinem kritischen BMI Bereich mehr, und will da auch nicht hin.

Was mein Alter betrifft: Das bedeutet nicht zwingend, dass ich schon sehr lange eine ES habe. Es hat sich verlagert.

Ich denke, ich habe eine Mischform aus Anorexie und Bulimie. Ohne Erbrechen.

Ich bin schon sehr weit gekommen ! Habe vieles hinter mir gelassen. Habe hart an mir gearbeitet, phasenweise zu hart.

Was mit 38 ist, weiß ich nicht.
Ich lebe im Hier und Jetzt und komme mit einem "höheren" Gewicht nicht klar.
(Eben genau dies habe ich übrigens auch mehrfach in der besagten Klinik angesprochen und leider wurde nicht tiefenpsychologisch oder psychoanalytisch gearbeitet. Reine Zunahme bringt mir nichts)
Ich falle bei über 50 kg in einen schwierigen Zustand. Das ist noch traumabedingt, ja, und ich habe es bestimmt schon 5 mal versucht aber die Verlagerungen (psychische Probleme) sind immer gravierend und bisher konnte ich noch keine Lösung finden, selbst meine Therapeutin meinte nun, ich soll einfach darunter bleiben.
Das wäre auch kein kritisches Gewicht bei 1,64 m aber plötzlich nehmen die bulimischen Züge überhand.
Das kannte ich in dem Ausmaß noch nicht.

Meine Geschichte werde ich hier bestimmt nicht näher erörtern, das ist viel zu intim und gehört auch nicht in ein Forum. Stichwort regelmäßiger schwerer sex. Missbrauch und Misshandlung über ein Jahrzehnt hinweg in Kindheit und Jugend.

Daraus resultierend (aus der körperlichen Misshandlung) eine chronische Erkrankung, die mich zusätzlich in vielem beeinträchtigt.

Ich weiß nicht, warum du nach meiner Geschichte fragst.

Natürlich will ich gesund werden, was glaubst du, was ich schon alles unternommen habe.

Und ich bin auch schon sehr weit gekommen.
Ganz zurück lassen kann ich die Essstörung vielleicht nie, das weiß ich nicht, ich habe oben mein Problem erörtert, was ich gerade akut mit meinem Körper habe.

Nicht mehr und nicht weniger.

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26. Dezember 2015 um 22:14
In Antwort auf gereon_12076287

Du fandest "total gemein"....
... dass ich einem Mädchen in einem Klinik Thread die Hoffnung genommen habe ?
Ich weiß jetzt nicht, was du genau meinst, aber wenn es um den Thread von Lilienfee geht: Sie ist kein Mädchen mehr, und vor allem hat sie nach Erfahrungen gefragt. Diese habe ich ihr mitgeteilt, da ich in dieser Klinik war.
"Dass ich es nicht gepackt habe", nein, in dieser Klinik nicht, aber immerhin habe ich aus einer anderen einiges für mich mitgenommen.
Ich bin schon lange in keinem kritischen BMI Bereich mehr, und will da auch nicht hin.

Was mein Alter betrifft: Das bedeutet nicht zwingend, dass ich schon sehr lange eine ES habe. Es hat sich verlagert.

Ich denke, ich habe eine Mischform aus Anorexie und Bulimie. Ohne Erbrechen.

Ich bin schon sehr weit gekommen ! Habe vieles hinter mir gelassen. Habe hart an mir gearbeitet, phasenweise zu hart.

Was mit 38 ist, weiß ich nicht.
Ich lebe im Hier und Jetzt und komme mit einem "höheren" Gewicht nicht klar.
(Eben genau dies habe ich übrigens auch mehrfach in der besagten Klinik angesprochen und leider wurde nicht tiefenpsychologisch oder psychoanalytisch gearbeitet. Reine Zunahme bringt mir nichts)
Ich falle bei über 50 kg in einen schwierigen Zustand. Das ist noch traumabedingt, ja, und ich habe es bestimmt schon 5 mal versucht aber die Verlagerungen (psychische Probleme) sind immer gravierend und bisher konnte ich noch keine Lösung finden, selbst meine Therapeutin meinte nun, ich soll einfach darunter bleiben.
Das wäre auch kein kritisches Gewicht bei 1,64 m aber plötzlich nehmen die bulimischen Züge überhand.
Das kannte ich in dem Ausmaß noch nicht.

Meine Geschichte werde ich hier bestimmt nicht näher erörtern, das ist viel zu intim und gehört auch nicht in ein Forum. Stichwort regelmäßiger schwerer sex. Missbrauch und Misshandlung über ein Jahrzehnt hinweg in Kindheit und Jugend.

Daraus resultierend (aus der körperlichen Misshandlung) eine chronische Erkrankung, die mich zusätzlich in vielem beeinträchtigt.

Ich weiß nicht, warum du nach meiner Geschichte fragst.

Natürlich will ich gesund werden, was glaubst du, was ich schon alles unternommen habe.

Und ich bin auch schon sehr weit gekommen.
Ganz zurück lassen kann ich die Essstörung vielleicht nie, das weiß ich nicht, ich habe oben mein Problem erörtert, was ich gerade akut mit meinem Körper habe.

Nicht mehr und nicht weniger.

Die Frage, warum ich hier bin....
Aus demselben Grund wie wohl viele hier.
Ich gehöre nicht zu denen, die es geschafft haben, kämpfe aber nach jedem Rückfall.

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26. Dezember 2015 um 23:20

Liebe schafschubserin,
schade, dass du keine Erholung gefunden hast, ich habe es dir wirklich sehr gewünscht.

Ich finde es immer schwer die richtigen Worte bei dir zu finden, da deine Krankheit so sehr viel komplizierter ist, als die der meisten. Und damit meine ich überhaupt nicht das Alter. Bei Lilienfee geht mir das ähnlich, wg. der PTBS und dem damit zusammenhängenden mangelnden Angebot für Betroffene.

Also, ich bin irgendwie letzt' auf "Lebenshungrig" gestoßen. Das Konzept finde ich bekloppt. Auch die Tipps die sie gibt finde ich zum Kopfschütteln (weil ich nicht anorektisch bin höchstwahrscheinlich...). Aber was ich irgendwie sehr interessant fand, war das Stichwort "Annehmen" bzw. "Akzeptieren". Sie beschrieb, dass wenn man sich 24/7 mit der ES prügelt, ist man am Ende des Tages fix und alle und hat vermutlich nix geschafft. Aber wenn man akzeptieren würde, dass die Situation so ist, wie sie eben ist, dann fällt dieser Kampf, den man Tag täglich kämpft, weg.
Ich habe das für mich irgendwie so ausgelegt, dass ich erstmal die Krankheit akzeptieren muss. Akzeptieren, dass ich mich grundsätzlich überessen muss, Heißhunger habe, wieder vermehrte Ess-Brech-Anfälle, zwanghafter um Essen als ich überhaupt dachte, usw. Ich überlege viel darum was der nächste Schritt hierbei ist. Ich denke aber nicht, dass es das akzeptieren im Sinne von "geschehen lassen" ist, sondern ein "Annehmen", dass es mir so geht/ich so fühle und mich dennoch für das richtige entscheide, und dann wiederum das schlechte Gefühl, die Emotionen, zu akzeptieren.
Klingt das sinnvoll? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich permanent damit beschäftigt war gegen Heißhunger und Hunger zu kämpfen, dass ich eben an nichts anderes gedacht habe. Und jetzt wo ich das Gefühl habe, dass ich das jetzt eben erstmal zu akzeptieren habe, es ein Teil von mir ist, seitdem quält es mich irgendwie nicht mehr so.
Ich weiß nicht wie ich das ausdrücken soll. Ist irgendwie abstrakt und ich nicht richtig in der Lage dieses diffuse Etwas zu beschreiben.

(Ich finde das Video auf nicht auf Anhieb, aber es ist bei YouTube auf dem Lebenshungrig Kanal... )

Jedenfalls, was ich eigentlich sagen will ist, dass du vielleicht auch annehmen musst jetzt NG zu sein und auch das schlechte Gefühl damit akzeptieren, anstatt dich wieder der ES hinzugeben und zu sagen "Die ES hatte recht, ich bin dann zu fett, ich fühl mich nicht wohl."
Wo ich gearbeitet habe war es "der Kampf" überhaupt - NG haben UND es auch noch zu halten UND auszuhalten!
Dass du UG warst und wahnsinnig kontrolliert essen musstest um das zu halten zeigt doch, wie Banane die Situation eh schon war. Und wenn wir ehrlich sind, gings dir da auch total beschissen. Der Unterschied jetzt ist nur, dass du dir endlich die Schuld dafür geben kannst: Denn du bist jetzt Ng, hast Heißhunger und FAs, hast schnell zugenommen deswegen plus HSW... Was bist du nur für ein mieses.... blablablablabla.
Verstehst du was ich meine?

Ich denke du hast gerade eine Chance. Die Chance einen Schritt weiter zu kommen. Nein, auch wenn du es geschafft hast dich mit NG zu akzeptieren und sowas wie ne tägliche vollwertige Ernährung hinbekommen würdest, bist du nicht gesund. Aber real wäre es eine Sorge weniger.

Solange du dich fertig machst (und erstrecht für Dinge die eigentlich gut sind), wirst du für immer so schrecklich "leben" müssen.

Alles Gute.

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26. Dezember 2015 um 23:35
In Antwort auf dolly_12688854

Liebe schafschubserin,
schade, dass du keine Erholung gefunden hast, ich habe es dir wirklich sehr gewünscht.

Ich finde es immer schwer die richtigen Worte bei dir zu finden, da deine Krankheit so sehr viel komplizierter ist, als die der meisten. Und damit meine ich überhaupt nicht das Alter. Bei Lilienfee geht mir das ähnlich, wg. der PTBS und dem damit zusammenhängenden mangelnden Angebot für Betroffene.

Also, ich bin irgendwie letzt' auf "Lebenshungrig" gestoßen. Das Konzept finde ich bekloppt. Auch die Tipps die sie gibt finde ich zum Kopfschütteln (weil ich nicht anorektisch bin höchstwahrscheinlich...). Aber was ich irgendwie sehr interessant fand, war das Stichwort "Annehmen" bzw. "Akzeptieren". Sie beschrieb, dass wenn man sich 24/7 mit der ES prügelt, ist man am Ende des Tages fix und alle und hat vermutlich nix geschafft. Aber wenn man akzeptieren würde, dass die Situation so ist, wie sie eben ist, dann fällt dieser Kampf, den man Tag täglich kämpft, weg.
Ich habe das für mich irgendwie so ausgelegt, dass ich erstmal die Krankheit akzeptieren muss. Akzeptieren, dass ich mich grundsätzlich überessen muss, Heißhunger habe, wieder vermehrte Ess-Brech-Anfälle, zwanghafter um Essen als ich überhaupt dachte, usw. Ich überlege viel darum was der nächste Schritt hierbei ist. Ich denke aber nicht, dass es das akzeptieren im Sinne von "geschehen lassen" ist, sondern ein "Annehmen", dass es mir so geht/ich so fühle und mich dennoch für das richtige entscheide, und dann wiederum das schlechte Gefühl, die Emotionen, zu akzeptieren.
Klingt das sinnvoll? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich permanent damit beschäftigt war gegen Heißhunger und Hunger zu kämpfen, dass ich eben an nichts anderes gedacht habe. Und jetzt wo ich das Gefühl habe, dass ich das jetzt eben erstmal zu akzeptieren habe, es ein Teil von mir ist, seitdem quält es mich irgendwie nicht mehr so.
Ich weiß nicht wie ich das ausdrücken soll. Ist irgendwie abstrakt und ich nicht richtig in der Lage dieses diffuse Etwas zu beschreiben.

(Ich finde das Video auf nicht auf Anhieb, aber es ist bei YouTube auf dem Lebenshungrig Kanal... )

Jedenfalls, was ich eigentlich sagen will ist, dass du vielleicht auch annehmen musst jetzt NG zu sein und auch das schlechte Gefühl damit akzeptieren, anstatt dich wieder der ES hinzugeben und zu sagen "Die ES hatte recht, ich bin dann zu fett, ich fühl mich nicht wohl."
Wo ich gearbeitet habe war es "der Kampf" überhaupt - NG haben UND es auch noch zu halten UND auszuhalten!
Dass du UG warst und wahnsinnig kontrolliert essen musstest um das zu halten zeigt doch, wie Banane die Situation eh schon war. Und wenn wir ehrlich sind, gings dir da auch total beschissen. Der Unterschied jetzt ist nur, dass du dir endlich die Schuld dafür geben kannst: Denn du bist jetzt Ng, hast Heißhunger und FAs, hast schnell zugenommen deswegen plus HSW... Was bist du nur für ein mieses.... blablablablabla.
Verstehst du was ich meine?

Ich denke du hast gerade eine Chance. Die Chance einen Schritt weiter zu kommen. Nein, auch wenn du es geschafft hast dich mit NG zu akzeptieren und sowas wie ne tägliche vollwertige Ernährung hinbekommen würdest, bist du nicht gesund. Aber real wäre es eine Sorge weniger.

Solange du dich fertig machst (und erstrecht für Dinge die eigentlich gut sind), wirst du für immer so schrecklich "leben" müssen.

Alles Gute.

Oh sorry,
hab jetzt erst gesehen, dass dein Gewicht mit deinem Trauma korreliert.

Ich weiß du hast irgendwie die Schnauze voll von Klinik, aber kommt denn eigentlich keine Traumatherapie für dich in Frage?
Ich weiß, dass in der KLH auch Traumatherapie angeboten wird, aber das Essstörungsprogramm ist straff. Nun ja. Im Endeffekt nur für die so straff, die sich nicht drauf einlassen können. Zumindest so mein Eindruck plus der Betroffenen, die gut kooperiert haben. Alle anderen haben natürlich in den meisten Kliniken den absoluten Ess-Kalorien-Fett-Gewichts-Horror.

Ansonsten gibt's ja ne sehr große Lücke für beide Probleme überlappend. Man muss immer essstörungstechnisch stabil sein um in ner Klinik für PTBS genommen zu werden.

Zwei Klient_Innen waren in der Zeit dort. Beide haben sehr, sehr gute Erfahrungen gemacht und sich extrem gewandelt und einen großen Schub an Kraft dadurch erhalten. Aber es sind natürlich mehrere Intervalle und natürlich geht's nach der ersten Euphorie immer wieder etwas runter.

Ich denke einfach, du wirst die ES nie los, wenn das Trauma nicht bearbeitet wird. Vielleicht kannst du es ja schaffen dich doch einzupendeln und verlässlich zu essen um dir diese Möglichkeit zu eröffnen? Oder wie siehst du deine Prognose da? Warum eigentlich die 50? (Wo fängt NG bei dir an?) Kann es die 49,9 sein?

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27. Dezember 2015 um 8:47
In Antwort auf dolly_12688854

Oh sorry,
hab jetzt erst gesehen, dass dein Gewicht mit deinem Trauma korreliert.

Ich weiß du hast irgendwie die Schnauze voll von Klinik, aber kommt denn eigentlich keine Traumatherapie für dich in Frage?
Ich weiß, dass in der KLH auch Traumatherapie angeboten wird, aber das Essstörungsprogramm ist straff. Nun ja. Im Endeffekt nur für die so straff, die sich nicht drauf einlassen können. Zumindest so mein Eindruck plus der Betroffenen, die gut kooperiert haben. Alle anderen haben natürlich in den meisten Kliniken den absoluten Ess-Kalorien-Fett-Gewichts-Horror.

Ansonsten gibt's ja ne sehr große Lücke für beide Probleme überlappend. Man muss immer essstörungstechnisch stabil sein um in ner Klinik für PTBS genommen zu werden.

Zwei Klient_Innen waren in der Zeit dort. Beide haben sehr, sehr gute Erfahrungen gemacht und sich extrem gewandelt und einen großen Schub an Kraft dadurch erhalten. Aber es sind natürlich mehrere Intervalle und natürlich geht's nach der ersten Euphorie immer wieder etwas runter.

Ich denke einfach, du wirst die ES nie los, wenn das Trauma nicht bearbeitet wird. Vielleicht kannst du es ja schaffen dich doch einzupendeln und verlässlich zu essen um dir diese Möglichkeit zu eröffnen? Oder wie siehst du deine Prognose da? Warum eigentlich die 50? (Wo fängt NG bei dir an?) Kann es die 49,9 sein?

Liebe blamimibla
danke für deine vielen vielen Anregungen und Gedankenanstöße. Wo NG eigentlich für mich anfängt, kann ich gar nicht sagen, nur sind die 50 kg meine "magische Grenze", über die ich nicht gehe. Allerdings wird es schon mit dem Körpergefühl sehr schlecht, je näher ich an die 50 heran komme. Mit 47-48 fühle ich mich pudelwohl und habe das auch viele Jahre gehalten ohne zu hungern.
Was mich so fertig macht, ist die Wandlung von Anorexie zu Bulimie. Gestern bin ich wie fremdbestimmt noch aufgestanden und hab mehrere Brote in mich hinein gestopft.
Alle Strategien und Skills, die ich erlernt hab, nützen dann nichts.
Das geht nun schon eine Phase so und ist absoluter Kontrollverlust mit Panik einhergehend für mich.
Ich versuche heute einen Neustart.

Traumatherapie bekomme ich leider nicht mehr erstattet, da ich 2013/2014 in einer Klinik dafür war und dies "erfolgreich" war. Stand so im Entlassbrief an die Versicherung und danach hat man dann den Schwerpunkt auf die ES gesetzt.

Geheilt werde ich bestimmt nicht, ich suche nur nach einer Lösung, mit dem ganzen Sch... zu leben. Und das ging auch phasenweise wirklich ganz gut.
Mit halbwegs gut essen, nur leichtes UG (eben meine 47-48 kg), und ohne schwere Depressionen oder SVV.

Was dieser Fresszwang jetzt soll, weiß ich überhaupt nicht, macht mich fertig und wütend, ich kann so überhaupt nicht mehr leben und würde am liebsten nicht mehr aus dem Haus und fühle mich wie von einem Dämonen besessen.
Ich habe schlichtweg die Kontrolle verloren und das macht mir Panik, in doppelter Hinsicht.
Kontrollzwang ist eh großes Thema und dann hab ich natürlich Angst vor Gewichtszunahme.
Ich habe jetzt alles aus dem Haus verbannt, und bin froh, dass Weihnachten vorbei ist und ich nichts mehr "essen muss".
Mir selbst einen Plan erstellt ...
Diese Fresstage hatte ich früher auch so einmal in der Woche, aber sie hatten keine Auswirkungen auf mein Gewicht.
Ich möchte einfach "nur" wieder selbst bestimmen können, wann ich was esse. Es macht mich fast schon psychotisch, weil ich wirklich wie fremdbestimmt gegessen hab die letzte Woche.
Oder ich werde jetzt wirklich versuchen, es einfach zu akzeptieren, oft lassen solche Dinge bei mir dann schnell nach. Wie du es beschrieben hast, es erstmal anzunehmen.
Es ist gerade einfach nur ein Alptraum.

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27. Dezember 2015 um 9:37
In Antwort auf gereon_12076287

Liebe blamimibla
danke für deine vielen vielen Anregungen und Gedankenanstöße. Wo NG eigentlich für mich anfängt, kann ich gar nicht sagen, nur sind die 50 kg meine "magische Grenze", über die ich nicht gehe. Allerdings wird es schon mit dem Körpergefühl sehr schlecht, je näher ich an die 50 heran komme. Mit 47-48 fühle ich mich pudelwohl und habe das auch viele Jahre gehalten ohne zu hungern.
Was mich so fertig macht, ist die Wandlung von Anorexie zu Bulimie. Gestern bin ich wie fremdbestimmt noch aufgestanden und hab mehrere Brote in mich hinein gestopft.
Alle Strategien und Skills, die ich erlernt hab, nützen dann nichts.
Das geht nun schon eine Phase so und ist absoluter Kontrollverlust mit Panik einhergehend für mich.
Ich versuche heute einen Neustart.

Traumatherapie bekomme ich leider nicht mehr erstattet, da ich 2013/2014 in einer Klinik dafür war und dies "erfolgreich" war. Stand so im Entlassbrief an die Versicherung und danach hat man dann den Schwerpunkt auf die ES gesetzt.

Geheilt werde ich bestimmt nicht, ich suche nur nach einer Lösung, mit dem ganzen Sch... zu leben. Und das ging auch phasenweise wirklich ganz gut.
Mit halbwegs gut essen, nur leichtes UG (eben meine 47-48 kg), und ohne schwere Depressionen oder SVV.

Was dieser Fresszwang jetzt soll, weiß ich überhaupt nicht, macht mich fertig und wütend, ich kann so überhaupt nicht mehr leben und würde am liebsten nicht mehr aus dem Haus und fühle mich wie von einem Dämonen besessen.
Ich habe schlichtweg die Kontrolle verloren und das macht mir Panik, in doppelter Hinsicht.
Kontrollzwang ist eh großes Thema und dann hab ich natürlich Angst vor Gewichtszunahme.
Ich habe jetzt alles aus dem Haus verbannt, und bin froh, dass Weihnachten vorbei ist und ich nichts mehr "essen muss".
Mir selbst einen Plan erstellt ...
Diese Fresstage hatte ich früher auch so einmal in der Woche, aber sie hatten keine Auswirkungen auf mein Gewicht.
Ich möchte einfach "nur" wieder selbst bestimmen können, wann ich was esse. Es macht mich fast schon psychotisch, weil ich wirklich wie fremdbestimmt gegessen hab die letzte Woche.
Oder ich werde jetzt wirklich versuchen, es einfach zu akzeptieren, oft lassen solche Dinge bei mir dann schnell nach. Wie du es beschrieben hast, es erstmal anzunehmen.
Es ist gerade einfach nur ein Alptraum.

Liebe schafschubserin
Das mit dem Wandel von Anorexie in Bulimie kenne ich nur zu gut.
Ich habe mittlerweile selbst eine Mischform aus Ms, Chew&Spit und ab und zu Erbrechen :/
Ich habe aber auch die vergangenen Jahre nur von sehr wenigen Kalorien gelebt und naja irgendwann hat sich mein Körper eben auch gegen meinen Kopf was zu essen geholt...

Ich habe jetzt angefangen mehr zu essen, in der Hoffnung aus dem HSW zu kommen und nicht mehr von 1000kcal zuzunehmen.
Und natürlich hoffe ich, dass durch mehr Essen meine FAs weg gehen.

Wenn das nicht der Fall ist, so hab ich für mich entschieden, werde ich stationär gehen.
Ich habe schon von sehr vielen gehört, dass man aus ner Bulimie ohne Klinik so gut wie nie rauskommt :/

Deswegen versuch das doch einfach nochmal, eben jetzt mit Schwerpunkt die Bulimischen Züge wegzubekommen.
Einfach diese Belastung loszuwerden...

Liebe Grüße

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27. Dezember 2015 um 16:31
In Antwort auf esme_11902139

Liebe schafschubserin
Das mit dem Wandel von Anorexie in Bulimie kenne ich nur zu gut.
Ich habe mittlerweile selbst eine Mischform aus Ms, Chew&Spit und ab und zu Erbrechen :/
Ich habe aber auch die vergangenen Jahre nur von sehr wenigen Kalorien gelebt und naja irgendwann hat sich mein Körper eben auch gegen meinen Kopf was zu essen geholt...

Ich habe jetzt angefangen mehr zu essen, in der Hoffnung aus dem HSW zu kommen und nicht mehr von 1000kcal zuzunehmen.
Und natürlich hoffe ich, dass durch mehr Essen meine FAs weg gehen.

Wenn das nicht der Fall ist, so hab ich für mich entschieden, werde ich stationär gehen.
Ich habe schon von sehr vielen gehört, dass man aus ner Bulimie ohne Klinik so gut wie nie rauskommt :/

Deswegen versuch das doch einfach nochmal, eben jetzt mit Schwerpunkt die Bulimischen Züge wegzubekommen.
Einfach diese Belastung loszuwerden...

Liebe Grüße

Liebe yahema
Ja, irgendwie eine sehr ähnliche Situation.
Ich habe heute festgestellt, dass es der emotionale Weihnachtsstress war, der diese Fresserei ausgelöst hat.
Heute habe ich mich wieder im Griff.
Habe aber trotzdem versucht, bzw mich gezwungen, etwas zu essen (auch wenn es nur gesund und nicht sooo kalorienreich war). Normal habe ich nach Fresstagen immer gehungert.
Das einzige, was mir zu schaffen macht, ist mein Bewegungsdrang.

Leider geht Klinik erstmal nicht mehr, da ich einen Intervallvertrag mit einer Klinik habe , die mir mehr geschadet als geholfen hat. Meine Versicherung bezahlt keine andere.

Und meine Therapeutin ist in Ruhestand gegangen, ich habe aber vor, mich ab morgen wieder ans Telefon zu klemmen bzw emails, um eine Alternative zu finden.

Alleine schaffe ich eine Akzeptanz ins NG nicht, das hab ich mir schon länger eingestanden.
Ich bin jetzt im oberen UG und kann das schon nicht akzeptieren.

Aber... zumindest habe ich heute nicht gehungert, darauf bin ich schon mal stolz.
Kleine Schritte momentan eben wieder.

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27. Dezember 2015 um 17:52
In Antwort auf gereon_12076287

Liebe yahema
Ja, irgendwie eine sehr ähnliche Situation.
Ich habe heute festgestellt, dass es der emotionale Weihnachtsstress war, der diese Fresserei ausgelöst hat.
Heute habe ich mich wieder im Griff.
Habe aber trotzdem versucht, bzw mich gezwungen, etwas zu essen (auch wenn es nur gesund und nicht sooo kalorienreich war). Normal habe ich nach Fresstagen immer gehungert.
Das einzige, was mir zu schaffen macht, ist mein Bewegungsdrang.

Leider geht Klinik erstmal nicht mehr, da ich einen Intervallvertrag mit einer Klinik habe , die mir mehr geschadet als geholfen hat. Meine Versicherung bezahlt keine andere.

Und meine Therapeutin ist in Ruhestand gegangen, ich habe aber vor, mich ab morgen wieder ans Telefon zu klemmen bzw emails, um eine Alternative zu finden.

Alleine schaffe ich eine Akzeptanz ins NG nicht, das hab ich mir schon länger eingestanden.
Ich bin jetzt im oberen UG und kann das schon nicht akzeptieren.

Aber... zumindest habe ich heute nicht gehungert, darauf bin ich schon mal stolz.
Kleine Schritte momentan eben wieder.

Das ist ja ärgerlich
Das mit der Klinik hab ich mitbekommen in einem Post von dir...
Das ist jetzt natürlich doof, aber die Kassen stellen sich ja oft quer...
Und eine ambulante Thera zu finden ist auch ein Akt sonder gleichen :/
Ich wünsche dir hierbei wirklich viel Glück, dass du jemanden findest, zu dem du vertrauen haben kannst und dort schnell einen Platz bekommst.

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27. Dezember 2015 um 22:39
In Antwort auf gereon_12076287

Liebe blamimibla
danke für deine vielen vielen Anregungen und Gedankenanstöße. Wo NG eigentlich für mich anfängt, kann ich gar nicht sagen, nur sind die 50 kg meine "magische Grenze", über die ich nicht gehe. Allerdings wird es schon mit dem Körpergefühl sehr schlecht, je näher ich an die 50 heran komme. Mit 47-48 fühle ich mich pudelwohl und habe das auch viele Jahre gehalten ohne zu hungern.
Was mich so fertig macht, ist die Wandlung von Anorexie zu Bulimie. Gestern bin ich wie fremdbestimmt noch aufgestanden und hab mehrere Brote in mich hinein gestopft.
Alle Strategien und Skills, die ich erlernt hab, nützen dann nichts.
Das geht nun schon eine Phase so und ist absoluter Kontrollverlust mit Panik einhergehend für mich.
Ich versuche heute einen Neustart.

Traumatherapie bekomme ich leider nicht mehr erstattet, da ich 2013/2014 in einer Klinik dafür war und dies "erfolgreich" war. Stand so im Entlassbrief an die Versicherung und danach hat man dann den Schwerpunkt auf die ES gesetzt.

Geheilt werde ich bestimmt nicht, ich suche nur nach einer Lösung, mit dem ganzen Sch... zu leben. Und das ging auch phasenweise wirklich ganz gut.
Mit halbwegs gut essen, nur leichtes UG (eben meine 47-48 kg), und ohne schwere Depressionen oder SVV.

Was dieser Fresszwang jetzt soll, weiß ich überhaupt nicht, macht mich fertig und wütend, ich kann so überhaupt nicht mehr leben und würde am liebsten nicht mehr aus dem Haus und fühle mich wie von einem Dämonen besessen.
Ich habe schlichtweg die Kontrolle verloren und das macht mir Panik, in doppelter Hinsicht.
Kontrollzwang ist eh großes Thema und dann hab ich natürlich Angst vor Gewichtszunahme.
Ich habe jetzt alles aus dem Haus verbannt, und bin froh, dass Weihnachten vorbei ist und ich nichts mehr "essen muss".
Mir selbst einen Plan erstellt ...
Diese Fresstage hatte ich früher auch so einmal in der Woche, aber sie hatten keine Auswirkungen auf mein Gewicht.
Ich möchte einfach "nur" wieder selbst bestimmen können, wann ich was esse. Es macht mich fast schon psychotisch, weil ich wirklich wie fremdbestimmt gegessen hab die letzte Woche.
Oder ich werde jetzt wirklich versuchen, es einfach zu akzeptieren, oft lassen solche Dinge bei mir dann schnell nach. Wie du es beschrieben hast, es erstmal anzunehmen.
Es ist gerade einfach nur ein Alptraum.

Liebe schafschubserin,
ich hasse Krankenkassen und echt im Strahl kotzen, wenn ich höre in was für ner Zwickmühle du da bist. Dennoch bin ich mir sicher, dass du mit ner neuen Therapie dir das Trauma bescheinigen lassen kannst, und dann auch wieder ne stationäre Therapie bekommen könntest. Ansonsten macht vielleicht auch ein Wechsel Sinn...

Ich bin froh zu hören, dass du dich um ne Thera kümmerst und das anpackst. Ich drück dir die Daumen, dass du nicht lange warten musst.

Vielleicht macht es ja dann wirklich Sinn mit einem multiprofessionellen Team an nem Leben mit chronischer Krankheit zu arbeiten. Also im Sinne von medizinischer Unterstützung wg. UG, sodass du dich dennoch nicht Mangelernähren musst. (Was ja möglich ist, wenn du keinen HSW hast. Hab auch ein paar bekannte Frauen die nicht wirklich NG sind, aber einfach so veranlagt sind.)

Bist du eigentlich medikamentös eingestellt? Gegen Zwänge, PTBS, Heißhunger, Depressionen, etc. gibt's auch Medis die helfen oder dich unterstützen können, sodass es leichter tragbar für dich ist.
Ich denke ein Besuch beim Psychiater macht auf jeden Fall Sinn. Häufig ist es auch ein Teil des Lebens mit chronischer Erkrankung. Ein Leben mit chronischer Krankheit könnte in deinem Fall oberes UG bedeuten, aber ausreichende Ernährung und ein guter Methodenkoffer gegen essgestörte Gedanken - vermutlich mit dem ein oder anderen Zwang, vielleicht aber auch nicht.

Was denkst du darüber?

Ich würde dir wirklich ans Herz legen, dass auch wenn dein aktuelles GEwicht für dich nicht ertragbar ist, es auf keinen Fall wieder mit restriktivem Verhalten oder ähnlichen Methoden zu reduzieren.
Du weißt, wir geben hier keine ES-Tipps, Diät-Tipps, o. ä., aber du verstehst sicher, wenn ich sage, dass du ganz, ganz, ganz vorsichtig das Gewicht verlieren solltest - wenn überhaupt. Eigentlich solltest du die Waage wegwerfen und vernünftig essen. Weißt du. Egal was du daraus machst. Tuh es so, dass du dich um dich kümmerst, und dich nicht wieder fallen lässt. Du kennst die Antworten auf all diese Fragen, DU bist die Expertin! Mach es dir selbst erträglich. Ich denke der größte Schritt wird sein zu akzeptieren, dass du ein absolut annehmbarer Mensch bist und du diesen ganzen Scheiß schon viel zu lang und vor allem zu Unrecht tust.

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28. Dezember 2015 um 8:30
In Antwort auf dolly_12688854

Liebe schafschubserin,
ich hasse Krankenkassen und echt im Strahl kotzen, wenn ich höre in was für ner Zwickmühle du da bist. Dennoch bin ich mir sicher, dass du mit ner neuen Therapie dir das Trauma bescheinigen lassen kannst, und dann auch wieder ne stationäre Therapie bekommen könntest. Ansonsten macht vielleicht auch ein Wechsel Sinn...

Ich bin froh zu hören, dass du dich um ne Thera kümmerst und das anpackst. Ich drück dir die Daumen, dass du nicht lange warten musst.

Vielleicht macht es ja dann wirklich Sinn mit einem multiprofessionellen Team an nem Leben mit chronischer Krankheit zu arbeiten. Also im Sinne von medizinischer Unterstützung wg. UG, sodass du dich dennoch nicht Mangelernähren musst. (Was ja möglich ist, wenn du keinen HSW hast. Hab auch ein paar bekannte Frauen die nicht wirklich NG sind, aber einfach so veranlagt sind.)

Bist du eigentlich medikamentös eingestellt? Gegen Zwänge, PTBS, Heißhunger, Depressionen, etc. gibt's auch Medis die helfen oder dich unterstützen können, sodass es leichter tragbar für dich ist.
Ich denke ein Besuch beim Psychiater macht auf jeden Fall Sinn. Häufig ist es auch ein Teil des Lebens mit chronischer Erkrankung. Ein Leben mit chronischer Krankheit könnte in deinem Fall oberes UG bedeuten, aber ausreichende Ernährung und ein guter Methodenkoffer gegen essgestörte Gedanken - vermutlich mit dem ein oder anderen Zwang, vielleicht aber auch nicht.

Was denkst du darüber?

Ich würde dir wirklich ans Herz legen, dass auch wenn dein aktuelles GEwicht für dich nicht ertragbar ist, es auf keinen Fall wieder mit restriktivem Verhalten oder ähnlichen Methoden zu reduzieren.
Du weißt, wir geben hier keine ES-Tipps, Diät-Tipps, o. ä., aber du verstehst sicher, wenn ich sage, dass du ganz, ganz, ganz vorsichtig das Gewicht verlieren solltest - wenn überhaupt. Eigentlich solltest du die Waage wegwerfen und vernünftig essen. Weißt du. Egal was du daraus machst. Tuh es so, dass du dich um dich kümmerst, und dich nicht wieder fallen lässt. Du kennst die Antworten auf all diese Fragen, DU bist die Expertin! Mach es dir selbst erträglich. Ich denke der größte Schritt wird sein zu akzeptieren, dass du ein absolut annehmbarer Mensch bist und du diesen ganzen Scheiß schon viel zu lang und vor allem zu Unrecht tust.

Liebe blamimibla,
ich glaube schon, dass ich im HSW bin, eventuell auch nicht, durch die FAs, ich weiß es nicht.
Das Gewicht ist schon wieder etwas abgesunken, der Weihnachtsstress (emotional) ist vorbei und damit auch die Fresserei besser geworden. Ich bin wieder am Obst essen, der Bewegungsdrang hat zugenommen, aber das Körpergefühl wird wieder besser

Ich bin bei einem Psychiater bzw Neurologen in Behandlung.
Zuletzt wollte er mir Fluoxetin verschreiben, was ich allerdings nicht genommen habe, da ich Angst vor einer Gewichtszunahme habe. Ich habe vor vielen Jahren mal mit Citalopram in kürzester Zeit viel zugenommen, das war der Horror, und deshalb hab ich riesen Respekt vor diesen Tabletten.

Ich kümmere mich heute wieder um einen neuen Therapieplatz, auch wenn das echt frustrierend ist.
Zu meiner "alten Therapeutin" kann ich ja noch gehen, wenn ich sie selbst bezahle, aber die hat mich auch nicht so wirklich weiter gebracht die letzten Jahre.

Sowohl diese Therapeutin als auch der Neurologe raten mir sogar dazu, mein Gewicht unter 50 zu halten, was mich einerseits bestätigt, andererseits irritiert.

Ohne FAs wäre das auch wohl problemlos möglich, aber ob es dauerhaft ganz ohne Mangelernährung und HSW geht, dazu müsste ich einen kompetenten (!) Ernährungsberater finden.

Vielleicht sollte ich den Versuch mit dem Fluoxetin wagen, andererseits nehme ich noch drei andere Medikamente und will mich nicht noch mehr zustopfen. Und dass ich von den SSRIs zunehme, hat das Citalopram ja bewiesen.

Grübel.....


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28. Dezember 2015 um 12:33
In Antwort auf gereon_12076287

Liebe blamimibla,
ich glaube schon, dass ich im HSW bin, eventuell auch nicht, durch die FAs, ich weiß es nicht.
Das Gewicht ist schon wieder etwas abgesunken, der Weihnachtsstress (emotional) ist vorbei und damit auch die Fresserei besser geworden. Ich bin wieder am Obst essen, der Bewegungsdrang hat zugenommen, aber das Körpergefühl wird wieder besser

Ich bin bei einem Psychiater bzw Neurologen in Behandlung.
Zuletzt wollte er mir Fluoxetin verschreiben, was ich allerdings nicht genommen habe, da ich Angst vor einer Gewichtszunahme habe. Ich habe vor vielen Jahren mal mit Citalopram in kürzester Zeit viel zugenommen, das war der Horror, und deshalb hab ich riesen Respekt vor diesen Tabletten.

Ich kümmere mich heute wieder um einen neuen Therapieplatz, auch wenn das echt frustrierend ist.
Zu meiner "alten Therapeutin" kann ich ja noch gehen, wenn ich sie selbst bezahle, aber die hat mich auch nicht so wirklich weiter gebracht die letzten Jahre.

Sowohl diese Therapeutin als auch der Neurologe raten mir sogar dazu, mein Gewicht unter 50 zu halten, was mich einerseits bestätigt, andererseits irritiert.

Ohne FAs wäre das auch wohl problemlos möglich, aber ob es dauerhaft ganz ohne Mangelernährung und HSW geht, dazu müsste ich einen kompetenten (!) Ernährungsberater finden.

Vielleicht sollte ich den Versuch mit dem Fluoxetin wagen, andererseits nehme ich noch drei andere Medikamente und will mich nicht noch mehr zustopfen. Und dass ich von den SSRIs zunehme, hat das Citalopram ja bewiesen.

Grübel.....


SSRI ist nicht gleich SSRI
Du kannst Citalopram nicht mit Fluoxetin bzgl deiner ganz persönlichen Nebenwirkungen vergleichen.
Ich spreche aus Erfahrung, ich hab selbst lange Antidepressiva genommen, wegen schlimmen Depressionen.

Ich hab zb auch von Citalopram zugenommen, von Fluoxetin (oft bei Bulimie verschrieben), Venlafaxin oder Elontril nicht.

Jedoch möchte ich generell anmerken, dass ich nicht finde, dass zumindest Elontril oder Citalopram was für dich ist.
Ich habe das damals bekommen um wieder Antrieb und "Power" zu haben, weil ich nicht mehr aus dem Bett kam...
Du hast ja aber einen hohen Bewegungsdrang und bist aktiv.

Vielleicht merkst du mal bei deinem Arzt das an.
Es gibt ja auch Stimmungsaufheller, die nicht "aufputschend" wirken (zb Opilramol - davon nimmt man auch nicht pauschal zu)

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28. Dezember 2015 um 13:02

Schade
dass du glaubst, dass ich nicht mehr gesund werde, da ich zu "gut" mit der Erkrankung lebe.
Mein Leidensdruck ist sehr groß, letztes Jahr war ich zur Krisenintervention in der Psychiatrie und später nochmal in der ES Klinik.
Ich habe Tage, da will ich nicht mehr, und kann auch nicht mehr, da schaffe ich es kaum aus dem Haus.
Liegt leider auch mit an anderen Tabletten, die ich nehmen muss und müde machen und Depressionen verstärken. Dafür gibt es aber keine Alternative.

Dass ich alle zwei Tage hier einen Thread mit dem selben Inhalt eröffne ist mir so noch nicht aufgefallen, ich werde mich diesbezüglich aber zurück nehmen.

Tut mir leid, wenn ich hier triggernd oder dergleichen war.

Bin eigentlich am Ende, von "gut leben" mit der Krankheit kann nicht die Rede sein.

Wünsche allen einen guten Rutsch und ein positives kommendes neues Jahr.

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28. Dezember 2015 um 13:07
In Antwort auf esme_11902139

SSRI ist nicht gleich SSRI
Du kannst Citalopram nicht mit Fluoxetin bzgl deiner ganz persönlichen Nebenwirkungen vergleichen.
Ich spreche aus Erfahrung, ich hab selbst lange Antidepressiva genommen, wegen schlimmen Depressionen.

Ich hab zb auch von Citalopram zugenommen, von Fluoxetin (oft bei Bulimie verschrieben), Venlafaxin oder Elontril nicht.

Jedoch möchte ich generell anmerken, dass ich nicht finde, dass zumindest Elontril oder Citalopram was für dich ist.
Ich habe das damals bekommen um wieder Antrieb und "Power" zu haben, weil ich nicht mehr aus dem Bett kam...
Du hast ja aber einen hohen Bewegungsdrang und bist aktiv.

Vielleicht merkst du mal bei deinem Arzt das an.
Es gibt ja auch Stimmungsaufheller, die nicht "aufputschend" wirken (zb Opilramol - davon nimmt man auch nicht pauschal zu)

Ich habe Tage mit Bewegungsdrang
an denen ich auch aktiv bin,
allerdings gibt es auch das andere Extrem, da liege ich nur im Bett, bin völlig antriebslos und alles ist zuviel.
Opipramol hat mich zB sehr müde gemacht.

Vielleicht bin ich austherapiert

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28. Dezember 2015 um 14:45

Zur Zeit trete ich wirklich auf der Stelle
Das stimmt !
Ich versuche auch, Anregungen umzusetzen, aber sehr vieles hab ich auch einfach schon durch und momentan ist es die Krankenversicherung, die mir einen Stopp auferlegt hat.
Und ich drehe mich tatsächlich im Kreis.
Ich versuche vorwärts zu kommen, bekomme aber ständig Steine in den Weg gelegt.

Aber ich kämpfe weiter, rufe nachher beim Neurologen an, damit ich wenigstens mal wieder schlafen kann, und ich suche dringend einen Ernährungsberater, der kompetent ist. Das ist das einzige, was momentan noch erstattet wird und ich bin mit meiner Ernährung gerade wirklich überfordert (siehe mein Obstthread), will aber erhöhen.

Jetzt hab ich auch noch eine fette Erkältung.

Und du hast recht, ich habe selbst geschrieben, dass ich nicht an eine "Heilung" glaube.

Bin gerade einfach wirklich überfordert.

Ich geh mal eben zum Schreien in den Wald...

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28. Dezember 2015 um 14:54

Gib nicht auf!
Mir ist auch schon aufgefallen, dass du oft betonst, dass diese UG und wenig essen Situation für dich ok ist.
Andererseits sagst du, du hast einen großen Leidensdruck...
Ich glaube einfach das alles zusammenhängt.
Ich hab selbst lange, bis vor kurzem, immer gesagt - meine Laune, Depression, Antriebslodigkeit haben nichts mit meiner Kindheit oder der ES zu tun.
Das ist aber Schwachsinn, das eine bedingt das andere bzw hält es aufrecht oder verhindert eine Verbesserung.
Wie ein Uhrwerk
Und ich glaube dass du es schaffst aus diesem Teufelskreis zu kommen

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28. Dezember 2015 um 15:42

Ich möchte nur kurz einwerfen ..
Ich nehme Escitalopram ( SSRI) .. Und habe nicht einen gramm zugenommen .. Im Gegenteil der Appetit ist am !Anfang! noch weniger vorhanden gewesen , als eh schon. War nun auch kontra produktiv , aber es hat sich schnell eingependelt
Mir helfen die Tabletten aufjedenfall gerade , wo ich nicht in Therapie bin ..
Beginne aber im Januar mit einer analytischen Therapie und werde sie dann , schätze ich in Naher Zukunft absetzen..

Achja und normalerweise bin ich auch ein sehr sehr aktiver Mensch ... Aber das andere extrem , sprich einfach nichtmehr aus dem bett zu kommen , wurden einfach immer mehr.. Deshalb etwas "aufputschendes" ..

Liebe Schafschubserin , egal was du tust , egal für was du dich in deinm Leben entscheidest.
Ich wünsche dir vom Herzen , dass du dabei auf den richtigen Weg in ein glückliches Leben findest.

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28. Dezember 2015 um 19:34

So. Hatte jetzt einen "Krisentermin" beim Neurologen/ Psychiater
Und der hat mir von den SSRIs wegen des Heißhungers momentan absolut abgeraten und gegen die Zwänge und Ängste Opipramol aufgeschrieben.
Das hatte ich vor Jahren schon mal und auch nicht davon zugenommen.
Wir haben nochmal die gesamte Situation erörtert und er sieht da keine wirkliche Bulimie (wenn er gestresst ist, isst er auch Mohrenköpfe bis er Durchfall hat.... und hasst sich dafür), letztlich geht es darum, andere Strategien zu finden. Das weiß ich ja alles bereits.
Meinen Bedarf hat er nochmal berechnet, auf 1612 Kalorien an Tagen ohne großartig Sport.

Jetzt hab ich erstmal ein Medikament, um "runterzukommen" und wieder zu schlafen und meine Zwanghaften Gedanken einzudämmen und leicht stimmungsaufhellend ist es ja auch.

Ich versuche morgen weiter meine Vollkorn-/ Obst-/ Gemüse Ernährung , aber 1600 Kalorien sind weniger, als ich dachte.

Ich muss aus der ganzen Sache "den Druck herausnehmen".

Nächster Schritt ist Termin bei einer anderen Ernährungsberaterin.



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28. Dezember 2015 um 23:04
In Antwort auf gereon_12076287

So. Hatte jetzt einen "Krisentermin" beim Neurologen/ Psychiater
Und der hat mir von den SSRIs wegen des Heißhungers momentan absolut abgeraten und gegen die Zwänge und Ängste Opipramol aufgeschrieben.
Das hatte ich vor Jahren schon mal und auch nicht davon zugenommen.
Wir haben nochmal die gesamte Situation erörtert und er sieht da keine wirkliche Bulimie (wenn er gestresst ist, isst er auch Mohrenköpfe bis er Durchfall hat.... und hasst sich dafür), letztlich geht es darum, andere Strategien zu finden. Das weiß ich ja alles bereits.
Meinen Bedarf hat er nochmal berechnet, auf 1612 Kalorien an Tagen ohne großartig Sport.

Jetzt hab ich erstmal ein Medikament, um "runterzukommen" und wieder zu schlafen und meine Zwanghaften Gedanken einzudämmen und leicht stimmungsaufhellend ist es ja auch.

Ich versuche morgen weiter meine Vollkorn-/ Obst-/ Gemüse Ernährung , aber 1600 Kalorien sind weniger, als ich dachte.

Ich muss aus der ganzen Sache "den Druck herausnehmen".

Nächster Schritt ist Termin bei einer anderen Ernährungsberaterin.



1600 kcal?
Hört sich nach deinem Grundumsatz an, als nach deinem Tagesbedarf...!?

Liebe schafschubserlin,

wo wohnst du eigentlich? (Vorausgesetzt natürlich du möchtest das sagen.) Hast du die Möglichkeit dich bei einem Essstörungs-Netzwerk einzuklinken? In vielen Großstädten gibt's ja Wohneinrichtungen die auch ein ambulantes Angebot haben - mit Ernährungsberatung in der Regel.

Nochmal zu der Sache mit der Krankenkasse - würde ein Wechsel etwas ändern? Ich würde das auf jeden Fall mal erfragen. Lass dich auch nicht mit dem Trauma entmutigen, auch dafür werden sich die Therapiebedarfe wieder berechtigen, wenn dir das jemand bescheinigt.

Mit Psychopharmaka kenne ich mich eher weniger aus, ich weiß nur, dass die Betroffenen auf der Arbeit fast alle Medis bekommen haben (grundsätzlich fast alle L-Thyroxin, manche Pille, manche wg. Schlafstörungen, manche bei Zwängen, manche als Antidepressiva, usw.). Da gab's aber keine Betroffene die zugenommen hat. Nun gut. Aber das ist vielleicht auch nur Glück.

Ich hoffe dein Mittel hilft und bringt dich tatsächlich etwas runter.

Vielleicht ist ja das "automatisierte Essen" was für dich? Ich weiß nicht inwiefern sich die Schwierigkeiten deiner Magersucht genau äußern (bspw. Mahlzeiten schieben und Schlussendlich wegfallen lassen; nur die Häfte der LM zum Kochen verwenden, bzw. "nur die gesunden", etc...)
Jedenfalls kocht oder bereitet man immer eine Mahlzeit für mehrere Tage vor, sodass man sie nur noch nehmen (evtl erhitzen) und essen muss - und nicht erst lange zubereiten, wo man dann ins grübeln kommt, etc.

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29. Dezember 2015 um 0:23
In Antwort auf dolly_12688854

1600 kcal?
Hört sich nach deinem Grundumsatz an, als nach deinem Tagesbedarf...!?

Liebe schafschubserlin,

wo wohnst du eigentlich? (Vorausgesetzt natürlich du möchtest das sagen.) Hast du die Möglichkeit dich bei einem Essstörungs-Netzwerk einzuklinken? In vielen Großstädten gibt's ja Wohneinrichtungen die auch ein ambulantes Angebot haben - mit Ernährungsberatung in der Regel.

Nochmal zu der Sache mit der Krankenkasse - würde ein Wechsel etwas ändern? Ich würde das auf jeden Fall mal erfragen. Lass dich auch nicht mit dem Trauma entmutigen, auch dafür werden sich die Therapiebedarfe wieder berechtigen, wenn dir das jemand bescheinigt.

Mit Psychopharmaka kenne ich mich eher weniger aus, ich weiß nur, dass die Betroffenen auf der Arbeit fast alle Medis bekommen haben (grundsätzlich fast alle L-Thyroxin, manche Pille, manche wg. Schlafstörungen, manche bei Zwängen, manche als Antidepressiva, usw.). Da gab's aber keine Betroffene die zugenommen hat. Nun gut. Aber das ist vielleicht auch nur Glück.

Ich hoffe dein Mittel hilft und bringt dich tatsächlich etwas runter.

Vielleicht ist ja das "automatisierte Essen" was für dich? Ich weiß nicht inwiefern sich die Schwierigkeiten deiner Magersucht genau äußern (bspw. Mahlzeiten schieben und Schlussendlich wegfallen lassen; nur die Häfte der LM zum Kochen verwenden, bzw. "nur die gesunden", etc...)
Jedenfalls kocht oder bereitet man immer eine Mahlzeit für mehrere Tage vor, sodass man sie nur noch nehmen (evtl erhitzen) und essen muss - und nicht erst lange zubereiten, wo man dann ins grübeln kommt, etc.

Ich wohne
zwischen Heidelberg und Karlsruhe.

Automatisiertes Essen klingt gut, wäre eine Idee, ich koche überhaupt nicht für mich sondern frühstücke und der Rest "ergibt sich dann" je nach Verfassung.
Das war schon besser

Jep... L Thyroxin, Pille, jetzt das AD und schon seit Jahren ein Mittel für die chronische Sache, das wiederum heftige Nebenwirkungen hat.

Das mit der Krankenversicherung ist ein Dilemma. Bin privat versichert, eine andere Versicherung nimmt mich niemals, zahle mich eh schon dumm und dämlich.

Aber genug gejammert.
Ich versuche jetzt irgendwie Druck rauszunehmen.

Dass Du Dir aber immer die Mühe machst, so ausführlich und fachlich fit zu antworten ist Gold wert.
Das weiß ich echt zu schätzen, auch wenn ich nicht direkt alles umsetzen kann.
Thema Obst ist schon notiert und morgen wird neu eingekauft.

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29. Dezember 2015 um 12:55
In Antwort auf gereon_12076287

Ich wohne
zwischen Heidelberg und Karlsruhe.

Automatisiertes Essen klingt gut, wäre eine Idee, ich koche überhaupt nicht für mich sondern frühstücke und der Rest "ergibt sich dann" je nach Verfassung.
Das war schon besser

Jep... L Thyroxin, Pille, jetzt das AD und schon seit Jahren ein Mittel für die chronische Sache, das wiederum heftige Nebenwirkungen hat.

Das mit der Krankenversicherung ist ein Dilemma. Bin privat versichert, eine andere Versicherung nimmt mich niemals, zahle mich eh schon dumm und dämlich.

Aber genug gejammert.
Ich versuche jetzt irgendwie Druck rauszunehmen.

Dass Du Dir aber immer die Mühe machst, so ausführlich und fachlich fit zu antworten ist Gold wert.
Das weiß ich echt zu schätzen, auch wenn ich nicht direkt alles umsetzen kann.
Thema Obst ist schon notiert und morgen wird neu eingekauft.

Liebe schafschubserin,
in Karlsruhe und Heidelberg (und vielleicht auch dazwischen) gibt's bestimmt einige ambulante Angebote, an die du dich vielleicht anbinden könntest. Das kostet vielleicht mal einen Vormittag googeln und telefonieren. Vielleicht findest du ja was passendes - einen Versuch ist es aber Wert! Ich rate dir wirklich mal nach stationären Wohneinrichtungen zu suchen die auch ein ambulantes Angebot haben. In der Regel kann man da ne ganze Menge an Programm ambulant mitnehmen.
Ich weiß aber nicht genau ob das über die KK läuft, oder über das Sozialamt. Beim Stationären gings auf jeden Fall übers Sozialamt, aber das sagen dir da alle ganz genau.
Vielleicht gibt es auch Selbsthilfegruppen - falls du gerne persönlichen Kontakt hättest, man könnte jemanden finden mit dem man gemeinsam aus der Suppe rauskommt.

Ja, probier das erstmal für ein paar Wochen aus, mit dem automatisierten Essen. Nudeln und Soße und ein Schälchen Salat sind ja schnell in einer Masse hergestellt, die man dann auf Tage verteilt essen kann. Oder ein großes Blech Pizza backen, Auflauf, Eintopf, usw...
Versuch für die Vorbereitung (Überlegung, Planung, Einkauf) eine solche Tageszeit zu nehmen, wo die Essstörung noch am leisesten ist. Auch das Kochen dann in diesem Zeitraum machen. Vielleicht macht es auch Sinn alles vorzuportionieren, sodass du dann nicht akut abends und Mittags dann akut portionieren muss - falls dir das schwer fällt. Das wird dir vieles Erleichtern.

Ich versuche allen möglichst ausführlich zu antworten, weil es außer uns ja sonst niemand tut. Oder eher selten. Außerdem sind wir füreinander da. Jede_r schreibt nach bestem Wissen und Gewissen und das macht das Forum so wertvoll.

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30. Dezember 2015 um 13:53

Ich denke die Waage wegzuwerfen
wäre sowieso das klügste.

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30. Dezember 2015 um 16:59
In Antwort auf dolly_12688854

Ich denke die Waage wegzuwerfen
wäre sowieso das klügste.

Ja allerdings
Hab mich ja auch einige Tage nicht mehr gewogen, nur eben an Hosen und Spiegelbild gemerkt, dass es "mehr" geworden ist.

Dummerweise hab ich ja gestern abend mit dem Antidepressivum begonnen und deshalb gedacht, ich muss da den Überblick behalten, ob ich davon zunehme, und mich also heute früh auf die Waage gestellt

50,7 kg, also im persönlichen NoGo Bereich, allerdings hatte ich durch die täglichen Fressattacken mit noch mehr gerechnet.

Ich denke, wenn ich ohne FAs bin, geht da wieder etwas runter (ca 2-3 kg ?, aber es dauert eben.)

Und hungern will ich ja nicht mehr (damit gings schneller, aber ich versuche es jetzt auszuhalten).

Das Heftige für mich ist, dass es durch die täglichen Fressattacken jetzt so rapide schnell um 4 kg hoch ging, und es ist leider echt kein Wasser oder Darminhalt. Hab aber auch teilweise locker um die 6000 Kalorien gefr... und eben nicht gegengewirkt.



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30. Dezember 2015 um 17:34
In Antwort auf gereon_12076287

Ja allerdings
Hab mich ja auch einige Tage nicht mehr gewogen, nur eben an Hosen und Spiegelbild gemerkt, dass es "mehr" geworden ist.

Dummerweise hab ich ja gestern abend mit dem Antidepressivum begonnen und deshalb gedacht, ich muss da den Überblick behalten, ob ich davon zunehme, und mich also heute früh auf die Waage gestellt

50,7 kg, also im persönlichen NoGo Bereich, allerdings hatte ich durch die täglichen Fressattacken mit noch mehr gerechnet.

Ich denke, wenn ich ohne FAs bin, geht da wieder etwas runter (ca 2-3 kg ?, aber es dauert eben.)

Und hungern will ich ja nicht mehr (damit gings schneller, aber ich versuche es jetzt auszuhalten).

Das Heftige für mich ist, dass es durch die täglichen Fressattacken jetzt so rapide schnell um 4 kg hoch ging, und es ist leider echt kein Wasser oder Darminhalt. Hab aber auch teilweise locker um die 6000 Kalorien gefr... und eben nicht gegengewirkt.



50,7
Also wenn du Pinkelst und vielleicht dich noch erleichterst, dann bist du wieder bei 49,x
So viel zum Thema Gewicht.

Hau die Waage raus. Du musst gar nix im Auge behalten. Vielleicht wäscht du nur deine Hosen zu heiß.
Nimm deine Medis, lass sie ihren Job tun und fantasiere dir kein neues Problem herbei. Ganz ehrlich? Was du nicht weißt, macht dich nicht heiß. Und auch wenn dich der "Entzug" der Waage erst ziemlich nervös macht, so wirst du jedoch recht schnell die Befreiung spüren.

Wie läufts mit dem Plan des automatisierten Essens?

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30. Dezember 2015 um 18:31
In Antwort auf dolly_12688854

50,7
Also wenn du Pinkelst und vielleicht dich noch erleichterst, dann bist du wieder bei 49,x
So viel zum Thema Gewicht.

Hau die Waage raus. Du musst gar nix im Auge behalten. Vielleicht wäscht du nur deine Hosen zu heiß.
Nimm deine Medis, lass sie ihren Job tun und fantasiere dir kein neues Problem herbei. Ganz ehrlich? Was du nicht weißt, macht dich nicht heiß. Und auch wenn dich der "Entzug" der Waage erst ziemlich nervös macht, so wirst du jedoch recht schnell die Befreiung spüren.

Wie läufts mit dem Plan des automatisierten Essens?

Das ist süß
Ich hab aber extra schon jeden Tropfen aus meiner Blase gequetscht und bin extra vorher noch "erleichtern" gewesen damit der Schock nicht zuuu groß wird

Das automatisierte Essen läuft ganz gut. Hab zwar danach kurz Unbehagen, vor allem mittags, aber ich ziehs jetzt mal durch. Hab für die ganze Woche vorbereitet.

Das AD ist leider bisher nur der volle K.O. Schlag, hatte heute früh den totalen Durchhänger und bin jetzt auch noch wie geplättet, aber ich geb dem Zeug mal 2-3 Wochen eine Chance.
Allerdings steht auch drin, dass es kaum stimmungsaufhellend wirkt, sondern nur beruhigend (angstlösend).
Mal abwarten !

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30. Dezember 2015 um 19:42
In Antwort auf gereon_12076287

Das ist süß
Ich hab aber extra schon jeden Tropfen aus meiner Blase gequetscht und bin extra vorher noch "erleichtern" gewesen damit der Schock nicht zuuu groß wird

Das automatisierte Essen läuft ganz gut. Hab zwar danach kurz Unbehagen, vor allem mittags, aber ich ziehs jetzt mal durch. Hab für die ganze Woche vorbereitet.

Das AD ist leider bisher nur der volle K.O. Schlag, hatte heute früh den totalen Durchhänger und bin jetzt auch noch wie geplättet, aber ich geb dem Zeug mal 2-3 Wochen eine Chance.
Allerdings steht auch drin, dass es kaum stimmungsaufhellend wirkt, sondern nur beruhigend (angstlösend).
Mal abwarten !

Hmm
wird es auch zur Schlafförderung eingenommen? Wann nimmst du es? Scheint ja kein Medikament zu sein mit einem Spiegel. Vielleicht einfach früher nehmen?

Aaaaaaaaach was, da ging nach was aus der Blase. Du kannst dir auch den Glukosespeicher wegwünschen, wenns dir dann besser geht - das ist nämlich das "Gewicht" das als erstes beim unterm Bedarf essen flöten geht - je nach Größe und Museklmasse sind das 1 - 2 kg.
Ist zwar nicht besonders professionell dieser Gedankengang, da es ja grundsätzlich um das akzeptieren des NGs geht, aber da du ja derzeit nicht in Therapie bist, ist denke ich auch Fantasie erlaubt. Bau dir einfach gegen jedes Essstörungs-Fantasieschloss ein anderes Fantasieschloss. Du darfst keine 50 kg wiegen -> Tust du gar nicht, weil du könntest wenn du nicht mehr trinkst noch ne Menge Wasser lassen und wenn du rein theoretisch den Tag nix essen würdest auch ein Kg Zucker leichter. Bau dir einfach Freiräume. Ein Ass im Ärmel.
Die Realität und die Akzeptanz des Gewichts überlassen wir der Therapie, das ist vielleicht in diesem Umstand eher weniger möglich, bzgl. dem Zusammenhang der "magischen Grenze" und des Traumas.

Dein Vorsatz fürs neue Jahr: Schmeiß die Waage weg.
Bei meiner ist die Batterie leer. Oder sie hat ne Macke. Bestimmt gesprengt. Einfach drübergewalzt.
Passiert.

Finde es super, dass du

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30. Dezember 2015 um 19:43
In Antwort auf dolly_12688854

Hmm
wird es auch zur Schlafförderung eingenommen? Wann nimmst du es? Scheint ja kein Medikament zu sein mit einem Spiegel. Vielleicht einfach früher nehmen?

Aaaaaaaaach was, da ging nach was aus der Blase. Du kannst dir auch den Glukosespeicher wegwünschen, wenns dir dann besser geht - das ist nämlich das "Gewicht" das als erstes beim unterm Bedarf essen flöten geht - je nach Größe und Museklmasse sind das 1 - 2 kg.
Ist zwar nicht besonders professionell dieser Gedankengang, da es ja grundsätzlich um das akzeptieren des NGs geht, aber da du ja derzeit nicht in Therapie bist, ist denke ich auch Fantasie erlaubt. Bau dir einfach gegen jedes Essstörungs-Fantasieschloss ein anderes Fantasieschloss. Du darfst keine 50 kg wiegen -> Tust du gar nicht, weil du könntest wenn du nicht mehr trinkst noch ne Menge Wasser lassen und wenn du rein theoretisch den Tag nix essen würdest auch ein Kg Zucker leichter. Bau dir einfach Freiräume. Ein Ass im Ärmel.
Die Realität und die Akzeptanz des Gewichts überlassen wir der Therapie, das ist vielleicht in diesem Umstand eher weniger möglich, bzgl. dem Zusammenhang der "magischen Grenze" und des Traumas.

Dein Vorsatz fürs neue Jahr: Schmeiß die Waage weg.
Bei meiner ist die Batterie leer. Oder sie hat ne Macke. Bestimmt gesprengt. Einfach drübergewalzt.
Passiert.

Finde es super, dass du

Finde es super, dass du
das mit dem automatisierten Essen ausprobierst. Umso länger du das durchziehst - auch wenn es dir doch mal schwer fällt - desto selbstverständlicher wird es einfach und so kann dann auch dir eine gesunde und vollwertige Ernährung gelingen.

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31. Dezember 2015 um 10:20
In Antwort auf dolly_12688854

Finde es super, dass du
das mit dem automatisierten Essen ausprobierst. Umso länger du das durchziehst - auch wenn es dir doch mal schwer fällt - desto selbstverständlicher wird es einfach und so kann dann auch dir eine gesunde und vollwertige Ernährung gelingen.

Ja das klappt erstaunlich gut
Und dadurch konnte ich sogar einen drohenden FA gestern beim Einkauf (Panikattacke an der Kasse) verhindern, denn ich hatte zu Mittag gegessen und war satt. Ansonsten hätte ich mich vorne am Ausgang beim Bäcker zur Beruhigung auf zehn Teile gestürzt. So hab ichs zum ersten Mal wieder geschafft, daran vorbei zu gehen und mir zu sagen "Das beruhigt nur kurzfristig und du hast keinen körperlichen Hunger".
Wiegen konnte ich noch nicht lassen, aber Tendenz ist sehr gut, trotz der ganzen Mahlzeiten gestern ist es gesunken. Es waren wirklich die DauerFAs, die mich über mein Gewicht, das ich jetzt schon länger habe, gebracht haben.
Und seltsamerweise hab ich jetzt auch nicht mehr das Bestreben, auf 46 oder so runterzukommen, sondern nur in meinen Wohlfühlbereich und darüber steht, dass ich keine Zwangsgedanken und Panikattacken mehr habe, das hat Priorität. Ich erlaube mir jetzt, dass es mir wieder "gut" geht.

Das automatisierte Essen ist eine prima Sache, hab ich zuvor so noch nie praktiziert und ist gar nicht sooo schwer ! Danke nochmal für den Tipp.

Wünsche allen einen Guten Rutsch und viel positive Motivation und Kraft für das kommende Jahr.

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31. Dezember 2015 um 14:51

Hey
Eine Frage was heißt Automatisches Essen oder wie es auch Heißt?

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