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Undefinierbare Essstörung?

4. September 2010 um 14:45

Also ich weiß nicht was mit mir los ist.
Habe bis vor paar Monaten eigentlich immer recht normal gegessen, hab dann aus irgendeinem dummen Grund angefangen Kalorien zu zählen und mich über Grundumsatz und sowas informiert.
Hab dann um abzunehmen nur noch so ca. 1000 Kcal am Tag gegesssen. Kam auch gut damit aus, hab super abgenommen. Von 49 kg auf jetzt 43 kg bei 162cm.

Ja ich weiß das ist zuwenig :/ aber ich bin glücklich mit der Figur. Das Problem ist nur dass ich totalen Hunger habe, ständig!!
Ich esse nun viel Gemüse und Obst, auch mal Kornflakes [früh] aber keine Pizzen, nichtmal Brot, weil ich sonst zuviele Kalorien zu mir nehmen würde.

Habs geschafft auf 1200 bis 1300 Kcal am Tag zu kommen. Will meine 43 kg halten. Auf KEINEN Fall weiter abnehmen ... aber ich möchte auch so gern wieder mehr essen können. Ich glaube ich hab meinen Stoffwechsel versaut

Normal müsste ich bis 1500 Kcal essen können ohne zuzunehmen ... wenn ich das jetzt machen würde, würde ich auseinander gehen wie ein Hefekloß!

Mache einmal die Woche einen "Refeed Day" damit der Körper nich das Gefühl hat in Hungersnot zu sein.

Muss dazu sagen ich wiege mich jeden Tag, messe jeden Tag meine Körpermaße ab und führe Buch darüber.
Ich hab soooo tierische Angst zuzunehmen dass es echt nicht mehr normal ist. Ich will da raus ... aber ich will auch nich zunehmen ... dann hasse ich meinen Körper wieder ... so wie früher

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4. September 2010 um 21:38

Hm doriane..
Finde deine Posts ja immer unglaublich toll geschrieben und schwingt ne Menge Freundlichkeit und Lebenserfahrung mit,
aaaaber:
Du schreibst so, als würde alles gut, wenn man nur normalgewicht hat.
Aber vor der Essstörung haben die meisten doch auch Normalgewicht und wenn alles perfekt wäre, hätten sie doch niemals damit angefangen.
Subjektiv bringt so eine ES nämlich eine ganze Menge, da sie von den wahren Problemen ablenkt, mit denen man sich vorher rumschlagen musste. Und sie verschafft am Anfang auch noch nette kleine Erfolgserlebnisse, wenn man anfängt abzunehmen.
Aber ich glaube, dass die ganzen Essgestörten nur deshalb hinterher mit dem Normalgewicht glücklicher sind als vorher mit dem Untergewicht, ist, dass sie gleichzeitig auch eine Therapie kriegen, in der auch die anderen Probleme bearbeitet werden.
Und die Essstörung und das Untergewicht bringen also auch den riesigen Vorteil, dass man eben einen Grund hat, zur Thera zu gehen, während man da vorher nie drauf kommen würde.
Und ich habe ohne Therapie wieder Normalgewicht, und ich bin kein bisschen glücklicher als vorher, Normalgewicht macht einfach nicht glücklich, da ist kein Automatismus hinter.
Mir geht es eher beschissener als vorher, weil ich mich hinter keinem Symptom verstecken kann und mir auch selber keine Erfolgserlebnisse verschaffen kann, wenn ich beschließe, nicht abzunehmen, weil meine Figur doch so toll normal ist.
So ist es nun Mal, eine normale Figur schadet keinem, und das ist auch gut, dass du das den Magersüchtigen rüberbringen willst, aber sie löst nicht alle Probleme.

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5. September 2010 um 13:54

Magersucht
2007 wurde bei mir ja schon eine Borderline Persönlichkeitsstörung diagnostiziert. Hatte ja auch ne Weile lang sehr stark geritzt. Hab nun nen Freund den das absolut abschrecken würde.

Vielleicht ist das Kalorienzählen nun meine Art Selbstverletzen.
Es gibt mir Erfolg in wenigstens EINER Sache.
Beruflich habe ich noch nix geschafft.
3 Ausbildungen angefangen und keine abgeschlossen. Gehöre zum untersten Rand der Gesellschaft. Fühle mich total unerwünscht und nutzlos.

Ich will wenigstens in einwas gut sein und Erfolg haben.
Da man mir nachsagt dass ich recht gut aussehe, ist das immer das Einzige gewesen worauf ich mich

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