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Traurig

17. Februar 2012 um 7:49 Letzte Antwort: 17. Februar 2012 um 11:39

wunderschönen guten morgen!

ich bin hier eigentlich fast nur als stille mitleserin anwesend, ab und zu hab ich auch mal meinen senf dazu gegeben aber nicht sehr oft.

nun schnell zu mir, ich habe/hatte ms und ich versuche seit anfang november letztes jahres gegen diesen scheiss anzukämpfen.

ich muss sagen, mit dem essen klappts eigentlich ganz gut, ich esse regelmässig bis ich satt bin und mache auch nebenbei sport, der mir spass macht. auch habe ich meine sozialen kontakte wieder aufblühen lassen und bin somit wieder viel unterwegs und treffe mich mit freunden. auch bei der arbeit und zu hause läuft alles paletti, kann mich also nicht beklagen.

ich hab jedoch immernoch ein grosses problem:
ich hab so einen selbsthass auf mich und finde mich total eklig, seit november habe ich 7 kg zugenommen (bin zwar immernoch im ug) und fühle mich total unwohl. ich WEISS ja theoretisch, dass ich noch zu dünn bin, aber wieso verdammt nochmal kann ich das nicht sehen???? ich glaube ja auch allen in meinem umfeld, wenn die sagen ich sei dünn und so, aber ich seh's einfach nicht und das macht mich so traurig, ja sogar fast ein bisschen aggresiv...

ich versuche wirklich alles um wieder normal zu werden, hab auch schon viele fachliteraturen gelesen, ich bin auch in therapie, aber diese "ansicht" von mir selbst im spiegel will einfach nicht klappen

sorry für diesen langen text, ich weiss auch gar nicht genau was ich von euch möchte und ob ihr mir diesbezüglich tipps geben könnt, aber ich musste es einfach mal loswerden..

liebe grüsse
eure valserli

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17. Februar 2012 um 8:13

Hallo Valserli,
7 KG seit November sind schon eine schnelle Gewichtszunahme. In dieser kurzen Zeit konnten bei dir Körperschemastörung und Gewichtsphobie noch nicht ausreichend abgebaut werden. Aber das ist normal. Du musst jetzt nur noch einige Wochen oder Monate durchhalten, da sich dein Zustand nach und nach bessern wird.Das Überwinden einer Essstörung ist ein langwieriger Prozess, der dir viel Kraft abverlangt. Aber du befindest dich auf dem richtigen Weg. Denk immer daran, dass es jetzt um deine Zukunft und dein ganzes Leben geht, und dass es zu ertragen ist, wenn du dich jetzt eine kurze Zeit deines Lebens unwohl fühlst.

LG Nus

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17. Februar 2012 um 8:25

Hmm...
das mag jetzt nur für mich persönlich halbwegs geklappt haben aber vielleicht versuchst Du das auch mal...
Ich hatte ja schon in einem anderen Thread geschrieben dass ich mich(obwohl es mich soooo viel überwindung gekostet hat) wirklich ausgezogen habe und mich vor dem spiegel gestanden habe und auch irgendwie nicht mehr davor weg wollte,bis ich irgendetwas finde was mir eventuell doch noch ganz gut an mir selbst gefällt....und wenn man dann eine weile so dasteht und sich zeit dabei lässt(ungestört sein),dann SIEHT man sich selbst irgendwann wieder richtig an und kann vielleicht auch beginnen die positiven Aspekte und die schönen Stellen des eigenen Körpers wahrzunehmen und sich dann auch erstmal nur auf diese Stellen zu konzentrieren....möglicherweis e helfen dir ja auch positive Affirmationen in der Art wie:"Ich liebe mich selbst in diesem Moment,so wie ich bin."
Mag erst albern erscheinen aber wenn du dir das jeden Tag ein paar mal selber sagst vor dem Spiegel-vielleicht setzt sich dann genau dieser Gedanke auch in deinem Unterbewussten fest?

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17. Februar 2012 um 8:31
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Hallo Valserli,
7 KG seit November sind schon eine schnelle Gewichtszunahme. In dieser kurzen Zeit konnten bei dir Körperschemastörung und Gewichtsphobie noch nicht ausreichend abgebaut werden. Aber das ist normal. Du musst jetzt nur noch einige Wochen oder Monate durchhalten, da sich dein Zustand nach und nach bessern wird.Das Überwinden einer Essstörung ist ein langwieriger Prozess, der dir viel Kraft abverlangt. Aber du befindest dich auf dem richtigen Weg. Denk immer daran, dass es jetzt um deine Zukunft und dein ganzes Leben geht, und dass es zu ertragen ist, wenn du dich jetzt eine kurze Zeit deines Lebens unwohl fühlst.

LG Nus

Vielen dank
für deine antwort Nus!

Hmm..findest du wirklich 7 kg in 4 monaten eine zu schnelle zunahme? ich dachte eigentlich, dass wäre noch ganz im rahmen, sindja nicht mal ganze 500 g die woche? die ersten 2-3 kilos sind doch wahrscheinlich nur mageninhalt, und evtl. noch ein klein wenig mukis und der rest (schätzungsweise 4-5 kg) ist wirkliche fettmasse?

aber an was liegt das eigentlich, diese körperschemastörung? was ist die fehlfunktion im hirn dass man sich anders sieht als dass es eigentlich ist?

da hast du vollkommen recht, ich will wirklich wieder leben und habe auch super zukunftsaussichten (auch job-mässig) welche ich mir natürlich nicht durch solch einen mist verbauen will

nochmals vielen dank für deine antwort!
liebe grüsse
valserli

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17. Februar 2012 um 8:58
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Vielen dank
für deine antwort Nus!

Hmm..findest du wirklich 7 kg in 4 monaten eine zu schnelle zunahme? ich dachte eigentlich, dass wäre noch ganz im rahmen, sindja nicht mal ganze 500 g die woche? die ersten 2-3 kilos sind doch wahrscheinlich nur mageninhalt, und evtl. noch ein klein wenig mukis und der rest (schätzungsweise 4-5 kg) ist wirkliche fettmasse?

aber an was liegt das eigentlich, diese körperschemastörung? was ist die fehlfunktion im hirn dass man sich anders sieht als dass es eigentlich ist?

da hast du vollkommen recht, ich will wirklich wieder leben und habe auch super zukunftsaussichten (auch job-mässig) welche ich mir natürlich nicht durch solch einen mist verbauen will

nochmals vielen dank für deine antwort!
liebe grüsse
valserli

Da hast du Recht,
eine Gewichtszunahme von maximal 500 g sind bei therapeutischer Begleitung noch im Rahmen, aber eben doch an der oberen Grenze. Daher habe ich von einer schnellen, aber nicht zu schnellen Gewichtszunahme gesprochen.

Die Ursachen der Körperschemastörung sind noch nicht eindeutig geklärt.Es ist eine Störung des Gehirns, die die Wahrnehmung häufig auch nur einzelner Körperteile verzerrt und auch Einfluss auf die Gefühlslage nimmt. Man sieht sich also nicht nur zu dick, sondern man hasst sich auch dafür.Diese Störung lässt sich aber therapeutisch behandeln.Man lernt wieder, seinen Körper zu akzeptieren.

LG Nus

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17. Februar 2012 um 8:59
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Hmm...
das mag jetzt nur für mich persönlich halbwegs geklappt haben aber vielleicht versuchst Du das auch mal...
Ich hatte ja schon in einem anderen Thread geschrieben dass ich mich(obwohl es mich soooo viel überwindung gekostet hat) wirklich ausgezogen habe und mich vor dem spiegel gestanden habe und auch irgendwie nicht mehr davor weg wollte,bis ich irgendetwas finde was mir eventuell doch noch ganz gut an mir selbst gefällt....und wenn man dann eine weile so dasteht und sich zeit dabei lässt(ungestört sein),dann SIEHT man sich selbst irgendwann wieder richtig an und kann vielleicht auch beginnen die positiven Aspekte und die schönen Stellen des eigenen Körpers wahrzunehmen und sich dann auch erstmal nur auf diese Stellen zu konzentrieren....möglicherweis e helfen dir ja auch positive Affirmationen in der Art wie:"Ich liebe mich selbst in diesem Moment,so wie ich bin."
Mag erst albern erscheinen aber wenn du dir das jeden Tag ein paar mal selber sagst vor dem Spiegel-vielleicht setzt sich dann genau dieser Gedanke auch in deinem Unterbewussten fest?

Das werde
ich mal versuchen, vielen dank für den tipp lilie!

werde ich mal ausprobieren, wenn ich wirklich mal ungestört bin und genug zeit für das habe

klingt überhaupt nicht albern finde ich! denn du hast schon recht auch bei mir ist es oft ein ziemlicher zweikampf zwischen mir selbst, heute morgen z.b. habe ich im auto 4-5 laut gesagt, dass ich schön bin so wie ich bin, aber ich persönlich finde es total schwierig das selbst zu glauben....deshalb vermute ich, dass es irgendwie doch mit dem unterbewusstsein zu tun hat sehr komplizierte sache das!

lilie, konntest du dein eigenbild durch eine therapie oder durch die spiegel-übungen schlussendlich verbessern?

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17. Februar 2012 um 9:31
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Da hast du Recht,
eine Gewichtszunahme von maximal 500 g sind bei therapeutischer Begleitung noch im Rahmen, aber eben doch an der oberen Grenze. Daher habe ich von einer schnellen, aber nicht zu schnellen Gewichtszunahme gesprochen.

Die Ursachen der Körperschemastörung sind noch nicht eindeutig geklärt.Es ist eine Störung des Gehirns, die die Wahrnehmung häufig auch nur einzelner Körperteile verzerrt und auch Einfluss auf die Gefühlslage nimmt. Man sieht sich also nicht nur zu dick, sondern man hasst sich auch dafür.Diese Störung lässt sich aber therapeutisch behandeln.Man lernt wieder, seinen Körper zu akzeptieren.

LG Nus

Hattest du
auch ein problem damit? wenn ja, wie lange hat es bei dir erfahrungsgemäss ungefähr gedauert bis du dich wieder "normal" sehen konntest?

bin im moment noch bei einer thera, welche sich nicht spezifisch mit ES befasst, deshalb werde ich erst mitte märz in eine therapie für ES gehen, dort gibts ja anscheinend dann auch diese körpertherapien, bei denen gelernt wird, sich wieder zu akzeptieren..dauert leider noch einen monat, aber ich werde bis dahin einfach jeden tag versuchen, meinen körper zu mögen so wie er ist

nochmals vielen dank Nus für deine antwort, die ich sehr zu schätzen weiss. ich mag es wirklich wie du schreibst, denn ich finde deine antworten immer direkt, auskunftsreich und vorallem erhlich!!

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17. Februar 2012 um 9:48
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Das werde
ich mal versuchen, vielen dank für den tipp lilie!

werde ich mal ausprobieren, wenn ich wirklich mal ungestört bin und genug zeit für das habe

klingt überhaupt nicht albern finde ich! denn du hast schon recht auch bei mir ist es oft ein ziemlicher zweikampf zwischen mir selbst, heute morgen z.b. habe ich im auto 4-5 laut gesagt, dass ich schön bin so wie ich bin, aber ich persönlich finde es total schwierig das selbst zu glauben....deshalb vermute ich, dass es irgendwie doch mit dem unterbewusstsein zu tun hat sehr komplizierte sache das!

lilie, konntest du dein eigenbild durch eine therapie oder durch die spiegel-übungen schlussendlich verbessern?

Ich
bin noch dabei daran zu arbeiten...aber ich habe das schon einmal versucht auch wenn ich mir selbst anfangs kein wort geglaubt habe...aber irgendwann fängt das Unterbewusstsein an dir glauben zu schenken-umso öfter du es wiederholst.Du kannst quasi irgendwann nicht mehr anders als so zu denken-überlege doch mal wie sehr es dich negativ beeinflusst wenn du dir das genaue gegenteil täglich "einredest" und das funktioniert halt auch in die andere Richtung.
Naja..wie gesagt-ich habe es leider irgendwann gelassen-hätte ich aber weiter machen sollen^^
Probiere es einfach aus...und schlussendlich kann dir doch jeder erzählen was er will...DU musst ein positives Bild von dir entwickeln und das auch zulassen wollen ansonsten reden doch alle nur gegen eine Wand.

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17. Februar 2012 um 10:13
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Hattest du
auch ein problem damit? wenn ja, wie lange hat es bei dir erfahrungsgemäss ungefähr gedauert bis du dich wieder "normal" sehen konntest?

bin im moment noch bei einer thera, welche sich nicht spezifisch mit ES befasst, deshalb werde ich erst mitte märz in eine therapie für ES gehen, dort gibts ja anscheinend dann auch diese körpertherapien, bei denen gelernt wird, sich wieder zu akzeptieren..dauert leider noch einen monat, aber ich werde bis dahin einfach jeden tag versuchen, meinen körper zu mögen so wie er ist

nochmals vielen dank Nus für deine antwort, die ich sehr zu schätzen weiss. ich mag es wirklich wie du schreibst, denn ich finde deine antworten immer direkt, auskunftsreich und vorallem erhlich!!

Vielen Dank
für deine anerkennenden Worte. Die Dauer des Heilungsprozesses einer Essstörung lässt sich nicht vorhersagen, da sie von der Schwere der Erkrankung, den als Ursache zugrunde liegenden seelischen Problemen und der Länge der Krankheitsdauer sowie weiteren Faktoren abhängt. Aber mit deiner Entscheidung für eine auf ES spezialisierte Therapie hast du beste Chancen, so schnell wie möglich und auch wieder vollständig gesund zu werden. Das alleine zählt. Wenn du dieses Ziel im Auge behältst, wirst du auch die erforderliche Kraft und Geduld aufbringen, um es zu erreichen.Die nächsten Wochen, in denen du dich noch nicht richtig wohlfühlst, werden schneller vergehen als du glaubst.Der Tag kommt, an dem dein Leiden ein Ende hat.

LG Nus

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17. Februar 2012 um 10:33
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Vielen Dank
für deine anerkennenden Worte. Die Dauer des Heilungsprozesses einer Essstörung lässt sich nicht vorhersagen, da sie von der Schwere der Erkrankung, den als Ursache zugrunde liegenden seelischen Problemen und der Länge der Krankheitsdauer sowie weiteren Faktoren abhängt. Aber mit deiner Entscheidung für eine auf ES spezialisierte Therapie hast du beste Chancen, so schnell wie möglich und auch wieder vollständig gesund zu werden. Das alleine zählt. Wenn du dieses Ziel im Auge behältst, wirst du auch die erforderliche Kraft und Geduld aufbringen, um es zu erreichen.Die nächsten Wochen, in denen du dich noch nicht richtig wohlfühlst, werden schneller vergehen als du glaubst.Der Tag kommt, an dem dein Leiden ein Ende hat.

LG Nus

Einfach nur ein
fettes DANKESCHÖN an dich Nus!!!
diese worde nehm ich mir sehr zu herzen!

wünsche euch allen noch ein super start ins wochenende

alles liebe
valserli

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17. Februar 2012 um 10:42

...
wie groß bist du denn un d wieviel wiegst du momentan?

Ich bin auch noch im UG und versuche zuzunehmen, aber wenn ich mich im spiegel sehen kann ich mich auch nicht akzeptieren... kann dich also verstehen.

Ich finde immer was, obwohl da gar kein speck sein kann, wenn man im UG ist!!!! Ätzend

Viele sagen ich seh nicht gut aus, krank, zu dünn und ich muss mal wieder aufgepäppet werden, aber ich kann das einfach nicht sehen. Manchmal denk ich echt ich bin blind oder andere sind nur neidisch und sagen das deshab; aber der BMI und zwei waagen können ja nicht lügen...

LG
Skinny

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17. Februar 2012 um 11:31

Der spiegel
ist irgendwie im moment nicht so mein freund, ich vermeide daher den blick in einen ganz-körper-spiegel, werds aber mal probieren mit dem foto, dort seh ich mich meistens auch wieder ein wenig anders...wirklich komisch :/

aber vielen dank für den tipp!

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17. Februar 2012 um 11:39
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...
wie groß bist du denn un d wieviel wiegst du momentan?

Ich bin auch noch im UG und versuche zuzunehmen, aber wenn ich mich im spiegel sehen kann ich mich auch nicht akzeptieren... kann dich also verstehen.

Ich finde immer was, obwohl da gar kein speck sein kann, wenn man im UG ist!!!! Ätzend

Viele sagen ich seh nicht gut aus, krank, zu dünn und ich muss mal wieder aufgepäppet werden, aber ich kann das einfach nicht sehen. Manchmal denk ich echt ich bin blind oder andere sind nur neidisch und sagen das deshab; aber der BMI und zwei waagen können ja nicht lügen...

LG
Skinny

Also im moment
wiege ich um die 42 kg bei einer grösse von 1.60 cm.
wie schon gesagt, habe ich bereits 7 kg zugenommen, und ich bin auch bereit noch mehr zuzunehmen, da habe ich komischerweise keine angst davor..

mich stört das aber einfach, dass ich mich noch nicht akzeptieren kann, ob das nun 40 oder 45 kg wären, würde es mir gleich schwer fallen, mich "richtig" zu sehen, schön zu finden und zu akzeptieren, glaube ich zu mindest.

ich denke die sind nicht neidisch auf dich, eher haben sie vielleicht mitleid oder machen sich grosse sorgen, was aber leider wiederum auch ein "positiver" teil dieser krankheit ist -> man bekommt zuwendung und die leute kümmern sich um einen

aber wichtig ist doch einfach, dass wir ein normaler gewicht erreichen, uns so akzeptieren wie wir sind und das leben wieder in vollen zügen geniessen

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