Home / Forum / Fit & Gesund / Tiefe Verletzungen in Lippe und Zunge, aber Zahnarzt kann nicht helfen!

Tiefe Verletzungen in Lippe und Zunge, aber Zahnarzt kann nicht helfen!

20. April 2018 um 18:28 Letzte Antwort: 21. April 2018 um 21:50

Liebe Community,

vielleicht hat hier jemand auch das Problem, das ich habe und kann mir einen Rat geben.

Vor ein paar Jahren fing es plötzlich an, dass ich mir im Schlaf regelrechte Löcher in die Lippe biss. Am Morgen war meine Lippe über einen längeren Zeitraum ein einziger Schmerz.
Ich ging zum Zahnarzt, weil ich dachte, dass es an meinem neuen Zahnersatz (2 Brücken auf Implantaten im Unterkiefer) lag und der Biss noch nicht stimmte. Doch angeblich war alles ok.

Das Ganze wurde so schlimm, dass sich ein dickes Reizfibrom an der Unterlippe bildete. Somit wurde es noch schmerzhafter, weil nun immer das Fibrom von den Zähnen traktiert wurde.
Mein Zahnarzt laserte, doch nach einer Woche war es wieder da. Ich wurde zum Kieferchirurg überwiesen und das Fibrom wurde rausgeschnitten. Eine sehr blutige Angelegenheit!
Ich hatte ein paar Wochen Ruhe und dann war es wieder da, weil ich mir ja weiterhin im Schlaf in die Lippe biss. Nach dem zweiten chirurgischen Eingriff bildete sich kein Fibrom mehr und die Verletzungen waren nur noch minimal.

Kurze Zeit später bekam ich eine Aufbissschiene. Diese schien das Problem zunächst zu lösen bis es vor über einem halben Jahr wieder anfing!
Ich befand mich beruflich in einer sehr stressigen Phase, die zur Kündigung führte. Wieder begann es, dass ich mir im Schlaf nicht nur Löcher in die Lippe, sondern auch in den seitlichen Zungenrand biss! Morgens war meine Lippe teilweise richtig taub. Ich hatte auch den Eindruck, dass es vor allem dann passierte, wenn ich die Aufbissschiene trug (ab und zu lasse ich sie nachts raus, weil sie ein sehr unangenehmes Fremdkörpergefühl erzeugt).

Vor 2 Jahren wurde bei mir die Diagnose Epilepsie gestellt (bis heute halte ich es für eine Fehldiagnose, auch weil ein anderer Neurologe Epilepsie ausschloss). Der Neurologe, der die Diagnose stellte, vermutete aufgrund meiner zerbissenen Zunge eine Schlafepilepsie. Das EEG war "unspezifisch auffällig".

Bei meinem letzten Zahnarztbesuch zu Beginn diesen Monats machte ich ihn wieder mal auf meine Bissverletzungen aufmerksam. Ich sprach mit ihm auch darüber, dass bei mir mal die Vermutung auf epileptische Anfälle im Schlaf im Raume stand.
Mein Zahnarzt meinte dazu, dass man eine Epilepsie nun wirklich auschließen könne. Die würde sich nicht nur durch eine kaputte Zunge oder Lippe bemerkbar machen. Der Hauptgrund für meine Bissverletzungen sei die Fehlstellung meiner Oberkieferbackenzähne, die im Verhältnis zu den Schneidezähnen rückverlagert sind. Doch daran könne man nichts ändern, auch nicht durch einen Zahnersatz. Ich könne noch beliebig viele Zahnärzte aufsuchen und alle würden mir das so bestätigen.
Auch die Aufbissschiene sei optimal angepasst.

Doch gerade hinsichtlich der Aufbissschiene habe ich vor einigen Tagen wieder etwas sehr unangenehmes erlebt. Beim Frühstück hatte ich auf der rechten Seite solche Schmerzen, dass ich auf dieser Seite überhaupt nicht kauen konnte. Ich konnte nicht einordnen, ob die Schmerzen aus dem Ober-oder Unterkiefer kamen. Am Abend waren sie verschwunden und ich vermutete im nachhinein, dass ich in der Nacht die Aufbisschiene so stark zusammengedrückt hatte, dass alles gereizt war.

Jedenfalls kann es so nicht weitergehen!
Meine Zunge ist total kaputt, doch das sieht ja wenigstens niemand. Meine Lippe hat aber zwei tiefe Löcher, die sofort sichtbar werden, wenn ich den Mund etwas weiter öffne.
Ganz zu schweigen von den Schmerzen, die ich regelmäßig mit Kamistad betäube!

Kennt hier jemand das Problem?
Würdet ihr einen weiteren Zahnarzt aufsuchen, um evtl. eine Lösung dafür zu finden?

Liebe Grüße,
Serlina

Mehr lesen

21. April 2018 um 21:50

Danke für eure Antworten.

@ body-u.soulcoach

Ich finde auch, dass der erste Neurologe sich etwas weit aus dem Fenster gelehnt hat mit der Diagnose, dass ich aufgrund von Zungenbissen epileptische Anfälle im Schlaf haben müsse. Ich habe ihm zwar auch gesagt, dass ich in Abständen von vier bis fünf Wochen tagsüber starke Kopfschmerzen habe, aber NIE in Verbindung mit den Verletzungen im Mund.

Ich musste meinen Zahnarzt darauf hinweisen, dass die Aufbissschiene leider überhaupt kein Schutz vor Bissverletzungen ist. Im Gegenteil, wenn ich sie trage, beiße ich mir häufiger in die Zunge oder Lippe. Seine Antwort darauf war, dass die Zunge nun mal zu wenig Platz im Mund habe und die Schiene den vorhandenen Platz noch mehr reduziere. Was als Schutz für die Zähne gut sei, sei nun mal nicht unbedingt gut für die Zunge und Lippe.

Danke für den Tipp mit den Entspannungsübungen und einem pflanzlichem Beruhigungsmittel.
Vielleicht könnte mir das weiterhelfen.


@ glyzinie

Ich finde es auch seltsam, dass es vor ein paar Jahren so heftig mit den Lippenbissen anfing, kurz nachdem ich den neuen Zahnersatz bekommen hatte. Also musste da doch meiner Meinung nach ein Zusammenhang bestehen.

Komisch ist halt nur, dass ich den Zahnersatz jetzt schon so lange habe und mich längst daran gewöhnt haben muss. Trotzdem kommt es gerade in stressigen Phasen immer wieder zu Bissverletzungen.

Vielleicht sollte ich doch mal zu einem anderen Zahnarzt gehen und mir eine zweite Meinung einholen.

Gefällt mir
Diskussionen dieses Nutzers