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Therapie ja, nein, vllt? Kreuze an....

28. April 2011 um 8:26 Letzte Antwort: 28. April 2011 um 18:54

Guten Morgen ihr Lieben,

nach einigen ziemlich heftigen Problemen und Fragen im Forum, hier nun mal ein leidiges LIGHT-Thema:

Ich habe nächste Woche meine letzte Probe-Sitzung bei der durchaus sehr eigenartigen Therapuetin, die mir nahe legte, ich solle gefälligst in eine ambulante Therapie/Gruppentherapie in einem Fachcenter gehen. Sie meinte ja auch aufgrund meines BMIs wäre ich MS usw...Ich hatte ja bereits vor einiger zeit gepostet, dass ich mein therapeutisches experiment beenden werde. Vor allem weil ich mich nicht wirklich krank fühle. Wenn ich die threads hier lese, dann denke ich eigentlich meist nur: "oh weia, das problem hast du nie gehabt, oder gott, wie schlimm, das kennst du gar nicht". zB habe ich keine größeren körperlich schäden, obwohl ich schon seit über 10 jahre abnormale essverhaltensweisen an den tag lege, nur ab und an spielt die verdauung verrückt, oder ich zieh halt sehr viel wasser.... aber auch soziale schwierigkeiten hab ich weniger, ich bin unglaublich gern und oft mit freunden unterwegs, aber ungeplant zusammen essen vermeide ich halt (also zusammen essen ja,aber nur eine mahlzeit am tag und ich muss es in planung haben). Ich hab auch keine probleme mit Körperkontakten, ich habe zB kein Problem mit Sex, im Gegenteil - ich werd unruhig wenn ich länger keinen habe (also spätestens ab woche zwei). Ich bin zwar nicht zu 100% aber im großen und ganzen recht zufrieden mit meinem Körper. Vor einigen tagen habe ich mich sportlich mit einem Mann (auch gut im training) messen müssen und konnte dabei so gut mithalten, dass ich für ein Team vorgeschlagen wurde, was ich aufgrund meines Knieschadens aber ablehnen musste.
auch das essverhalten ist zwar noch nicht normal, wird aber gerade immer besser.

Jetzt überlege ich natürlich: ist denn eine weitere Therapie sinnvoll? Vor allem weil ich im sommer eine Wehrübung ableisten werde,d ie 500km von München (meinem Wohnort) entfernt ist.
Was meint ihr?


LG

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28. April 2011 um 9:19

Liebe Lilly,
du bist ein Beispiel dafür, wie unterschiedlich Krankheitsverläufe sein können. Körperliche Folgeschäden einer ES können sehr schnell auftreten, aber auch über einen längeren Zeitraum ausbleiben. Natürlich heißt das nicht, dass man auch in Zukunft von ihnen verschont bleibt. Dasselbe gilt auch für die ganz gefährliche Folge- bzw. Begleiterkrankung Depression. Es gibt daher keine vernünftige Alternative zum Ziel, wieder gesund zu werden.

Dabei hilft einem grundsätzlich eine Psychotherapie, aber nur wenn man dazu bereit ist und auch die Chemie zum Therapeuten stimmt. Wenn man das Gefühl hat, ich möchte mich nicht von dieser Frau helfen lassen oder diese Frau kann mir nicht helfen, ist ein Erfolg der Therapie in Frage gestellt. Man sollte deshalb aber Therapien nicht gänzlich ablehnen, sondern offen bleiben für einen Wechsel oder einen späteren Neubeginn mit einem anderen Therapeuten.

LG Nus

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28. April 2011 um 15:29

Nun ja...
...jetzt mal die Meinung einer Dame, die ähnlich "dasteht"...

Liebe Lilly, wir hatten vor einiger Zeit mal festgestellt, dass die Symptome bei uns ähnlich sind.
Aufgrund dessen (und weil ich ja bestens weiß wie es ist, sich der therapierenden Person gegenüber "überlegen" zu fühlen - sprich "schlecht therapierbar" zu sein), denke ich, dass du dir deine Wehrübung nicht mit Therapiegedanken madig machen solltest. Sicherlich kann eine Therapie nicht schaden und dein BMI ist ja auch recht niedrig), aber so lange du dich fit fühlst, ist es halt lediglich das etwas unbequeme Essverhalten, welches auf die Nerven geht. Ich will deinen Zustand damit keinesfalls bagatellisieren, denke aber, dass du den Nutzen einer Therapie und den damit verbundenen Aufwand für dich abwägen solltest!

LG

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28. April 2011 um 17:49
In Antwort auf friede_12375283

Nun ja...
...jetzt mal die Meinung einer Dame, die ähnlich "dasteht"...

Liebe Lilly, wir hatten vor einiger Zeit mal festgestellt, dass die Symptome bei uns ähnlich sind.
Aufgrund dessen (und weil ich ja bestens weiß wie es ist, sich der therapierenden Person gegenüber "überlegen" zu fühlen - sprich "schlecht therapierbar" zu sein), denke ich, dass du dir deine Wehrübung nicht mit Therapiegedanken madig machen solltest. Sicherlich kann eine Therapie nicht schaden und dein BMI ist ja auch recht niedrig), aber so lange du dich fit fühlst, ist es halt lediglich das etwas unbequeme Essverhalten, welches auf die Nerven geht. Ich will deinen Zustand damit keinesfalls bagatellisieren, denke aber, dass du den Nutzen einer Therapie und den damit verbundenen Aufwand für dich abwägen solltest!

LG

Ja, da hast du recht
... so gesehen: wäre ich auch schön doof, etwas wichtiges hinten an zu stellen, um einem "Müll" (ES) den vorrang zu geben. Ich werd einfach der ES nicht gestatten sich zwischen mir und meinem Leben zu stellen ...tze...wäre ja auch schon schöner!

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28. April 2011 um 17:50
In Antwort auf friede_12375283

Nun ja...
...jetzt mal die Meinung einer Dame, die ähnlich "dasteht"...

Liebe Lilly, wir hatten vor einiger Zeit mal festgestellt, dass die Symptome bei uns ähnlich sind.
Aufgrund dessen (und weil ich ja bestens weiß wie es ist, sich der therapierenden Person gegenüber "überlegen" zu fühlen - sprich "schlecht therapierbar" zu sein), denke ich, dass du dir deine Wehrübung nicht mit Therapiegedanken madig machen solltest. Sicherlich kann eine Therapie nicht schaden und dein BMI ist ja auch recht niedrig), aber so lange du dich fit fühlst, ist es halt lediglich das etwas unbequeme Essverhalten, welches auf die Nerven geht. Ich will deinen Zustand damit keinesfalls bagatellisieren, denke aber, dass du den Nutzen einer Therapie und den damit verbundenen Aufwand für dich abwägen solltest!

LG

PS (fast vergessen)
Wie geht es dir eigentlich, Prinzessintakatuka? Wie gehts nach der OP?

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28. April 2011 um 18:54
In Antwort auf jane_12445711

PS (fast vergessen)
Wie geht es dir eigentlich, Prinzessintakatuka? Wie gehts nach der OP?


Soweit ganz gut, danke. Wurde letzte Woche Mittwoch operiert nund kann schon kurze Strecken ganz gut ohne Gehhilfen bewältigen. Um meinen Bewegungsdrang halbwegs zu stillen, gehe ich dann halt mithilfe besagter Krücken spazieren.

Schmerzhaft wars aber schon, das muss ich zugeben.

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