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Suche Frauen mittleren Alters mit Eßstörungen

29. Juli 2007 um 9:54 Letzte Antwort: 12. August 2007 um 12:06

Hallo,
ich bin 38 Jahre alt und habe eigentlich seit meinem 12. Lebensjahr eine Eßstörung. Keine Magersucht oder Bulimie aber doch so bedeutend, dass es meinen Stimmung und meinen Alltag fast immer beeinträchtigt.

In der Pubertät machte ich eine Fastenkur oder Diät nach der anderen, bis mit ca. 18 Jahren meine Periode ausblieb, was ich als ernstes Alarmsignal nahm und sich mein Essverhalten etwas normalisierte, d.h. ich nahm zu und pendelte mich bei BMI 23- 24 ein.

In meinen 20gern lösten sich Normalessphasen mit Fressphasen ab, wobei Fressphasen bedeutet, wirklich über Tage oder Wochen hinweg unkontrolliert Unmengen an Lebensmittel zu verschlingen. Am besten ging es mir noch, wenn ich so in Aktion war, dass ich dem Essen wenig Bedeutung beimaß. Es folgten immer wieder Phasen, die schon mal 1-2 Jahre dauern konnten, wo alles in Ordnung war. Dennoch holte mich das zwanghafte Essen immer wieder ein (zwanghaft Fressen, oder superkontrolliert Abnehmen).

Seit meiner Heirat und Schwangerschaft verlaufen nun sämtliche Bemühungen zu einem vernünftigen Essverhalten zurückzukehren im Sande. Ich habe einen super Ehemann und einen supersupersüßen Sohn von 2 Jahren, außer normalen Alltagsproblemen keine Sorgen und ich fresse und fresse was das Zeug hält und werde fetter und fetter. Habe jetzt einen BMI von 28. Mein Mann ist verständnisvoll, kann das Problem aber nicht wirklich nachvollziehen. Im Unterschied zu anderen Dicken bin ich wirklich dick vom unkontrollierten Fressen, nicht weil gerne und gut esse. D.h. ich schlinge alles in mich rein, bis es schmerzt, von Hungergefühl kann schon keine Rede mehr sein. Meine Gedanken kreisen dann nur noch darum, wo und wann ich als nächstes was Essen kann. Mein Kreislauf sackt ab, ich habe krasse Unterzuckerattacken und bin gar nicht mehr richtig leistungsfähig.

Verschlimmert hat sich mein Problem dadurch, dass ich jetzt durch Ehe und Familie nicht mehr meine üblichen Auszeiten nehmen kann, sondern dass ja regelmäßige Mahlzeiten zum Familienleben gehören. Mal davon abgesehen, dass ich immer dicker werde, fängt meine Beziehung an darunter zu leiden (mein Mann möchte eben auch keine dicke Frau an seiner Seite haben, auch wenn er mich nicht offen unter Druck setzt) und durch meine körperliche und seelische Unausgeglichenheit leidet wohl auch bald mein Sohn darunter.

Wer hat ähnliche Erfahrungen und möchte sich mit mir zu einer Art Selbsthilfegruppe zusammenschließen? Am liebsten wäre mir natürlich der persönliche Kontakt (ich wohne im Raum München), aber auch ein schriftlicher Kontakt über Email würde mir helfen.
Weight Watchers ist eher eine Abnehmgruppe und kann mit meinem zwanghaften Essverhalten nicht so viel anfangen, während ich mir bei einer Einrichtung für Essgestörte mit massiven Essstörungen (Bulemie und Magersucht) auch fehl am Platze vorkam.
Wäre schön von Euch zu hören.
Lillifi

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1. August 2007 um 22:35

Das kenne ich
Hallo Lillifi,

dein Problem kenne ich nur zu gut. Mir geht es - genau wie dir - eigentlich gut. Ich bin 33, habe einen lieben Freund (und demnächst Mann!), und auch sonst fehlt es mir im Grunde an nichts.

Vor zwei Jahren habe ich mal durch eine Ernährungsumstellung in zwei Monaten 8 kg abgenommen (5 fettarme Mahlzeiten pro Tag und 2x pro Woche Sport). Da ging es mir echt gut.

Als dann mein Freund bei mir eingezogen ist, sind mir die gemütlichen Fernsehabende wohl ziemlich auf die Hüften geschlagen, so dass ich alles wieder zugenommen habe und nun bei 1,70 m so um die 70 kg wiege, womit ich echt unglücklich bin.

Mein Fitnessstudio hat mich auch schon lange nicht mehr gesehen...
Ich frage mich, bin ich mit irgendwas unglücklich? Warum nasche ich, obwohl ich satt bin?
Warum kann ich nicht ohne Süßigkeiten einen Film durchstehen?

Es sind nicht die Mahlzeiten am Tisch, die mich dickmachen, denn durch meine Eltern habe ich früh gelernt, fett- und salzarm zu kochen. Es sind die Süßigkeiten, denen ich nicht widerstehen kann.

Ich habe neulich von der Binge Eating Essstörung (wirklich mit 3 s?) gelesen. Das wäre wohl wie Bulimie nur ohne K..., vielleicht geht unser Problem ja in die Richtung.

Würde mich freuen, wieder von dir zu hören.
Alles Liebe von
"Redcat"

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3. August 2007 um 9:58
In Antwort auf redcat74

Das kenne ich
Hallo Lillifi,

dein Problem kenne ich nur zu gut. Mir geht es - genau wie dir - eigentlich gut. Ich bin 33, habe einen lieben Freund (und demnächst Mann!), und auch sonst fehlt es mir im Grunde an nichts.

Vor zwei Jahren habe ich mal durch eine Ernährungsumstellung in zwei Monaten 8 kg abgenommen (5 fettarme Mahlzeiten pro Tag und 2x pro Woche Sport). Da ging es mir echt gut.

Als dann mein Freund bei mir eingezogen ist, sind mir die gemütlichen Fernsehabende wohl ziemlich auf die Hüften geschlagen, so dass ich alles wieder zugenommen habe und nun bei 1,70 m so um die 70 kg wiege, womit ich echt unglücklich bin.

Mein Fitnessstudio hat mich auch schon lange nicht mehr gesehen...
Ich frage mich, bin ich mit irgendwas unglücklich? Warum nasche ich, obwohl ich satt bin?
Warum kann ich nicht ohne Süßigkeiten einen Film durchstehen?

Es sind nicht die Mahlzeiten am Tisch, die mich dickmachen, denn durch meine Eltern habe ich früh gelernt, fett- und salzarm zu kochen. Es sind die Süßigkeiten, denen ich nicht widerstehen kann.

Ich habe neulich von der Binge Eating Essstörung (wirklich mit 3 s?) gelesen. Das wäre wohl wie Bulimie nur ohne K..., vielleicht geht unser Problem ja in die Richtung.

Würde mich freuen, wieder von dir zu hören.
Alles Liebe von
"Redcat"

Nur mal so zum Beispiel
Hallo Redcat,
nur mal so zum Beispiel mein Tag gestern: Ich habe einen schönen sonnigen Tag vor mir. Ich gehe in die Arbeit, die Sonne scheint, ich schaue auf den See, die Leute sind nett zu mir, ich habe einen tollen Tag vor mir. Mann und Kind geht es super, wir haben ein freies, langes Wochenende vor uns und was mache ich? Ich versaue mir den Tag, indem ich erst mal 100 Gramm Nougat Schokolade in 2 Minuten verschlinge, als ob es nichts wäre. Damit sind die Vorzeichen für den Tag schon mal gelegt, der dann gestern auch prompt mit Chips und Bounty weitergeht. Dann brauch nämlich mein Körper um den Blutzuckerspiegel zu halten immer weiter Zucker. Die Arbeit macht mir dann keinen Spass mehr, ich habe keine Lust mittags für meine Männer zu kochen (obwohl ich so lecker eingekauft hatte), habe keine Lust mehr Baden zu gehen, bin blos froh, wenn ich mittags mit meinem Sohn Mittagschlaf halten kann. Der mit Essen eingeleitet ist, und um aus dem Bett wieder rauszukommen, brauche ich dann wieder was zum Essen. Abends hatte ich dann totale Blähungen und Unwohlgefühl, was ich dann wieder mit Essen bekämpfe. Nachts schlafe ich dann schlecht, und am nächsten Tag geht der Teufelskreis weiter.
Manchmal komme ich da für ein paar Tage wieder raus, oft bleibe ich da hängen und nebenbei werde ich fetter und fetter (z.Zt. bei 183 cm 92 kg.), bin unzufrieden und gereizt, unausgeglichen ohne Antrieb.
Kennst Du das auch?
Lillifi

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3. August 2007 um 13:06
In Antwort auf alta_12447280

Nur mal so zum Beispiel
Hallo Redcat,
nur mal so zum Beispiel mein Tag gestern: Ich habe einen schönen sonnigen Tag vor mir. Ich gehe in die Arbeit, die Sonne scheint, ich schaue auf den See, die Leute sind nett zu mir, ich habe einen tollen Tag vor mir. Mann und Kind geht es super, wir haben ein freies, langes Wochenende vor uns und was mache ich? Ich versaue mir den Tag, indem ich erst mal 100 Gramm Nougat Schokolade in 2 Minuten verschlinge, als ob es nichts wäre. Damit sind die Vorzeichen für den Tag schon mal gelegt, der dann gestern auch prompt mit Chips und Bounty weitergeht. Dann brauch nämlich mein Körper um den Blutzuckerspiegel zu halten immer weiter Zucker. Die Arbeit macht mir dann keinen Spass mehr, ich habe keine Lust mittags für meine Männer zu kochen (obwohl ich so lecker eingekauft hatte), habe keine Lust mehr Baden zu gehen, bin blos froh, wenn ich mittags mit meinem Sohn Mittagschlaf halten kann. Der mit Essen eingeleitet ist, und um aus dem Bett wieder rauszukommen, brauche ich dann wieder was zum Essen. Abends hatte ich dann totale Blähungen und Unwohlgefühl, was ich dann wieder mit Essen bekämpfe. Nachts schlafe ich dann schlecht, und am nächsten Tag geht der Teufelskreis weiter.
Manchmal komme ich da für ein paar Tage wieder raus, oft bleibe ich da hängen und nebenbei werde ich fetter und fetter (z.Zt. bei 183 cm 92 kg.), bin unzufrieden und gereizt, unausgeglichen ohne Antrieb.
Kennst Du das auch?
Lillifi

Hallo Lillifi
also ich habe lange überlegt ob ich dir schreiben soll, weil ich bin a. jünger, b. habe keine Familie und c. ist die Tatsache dass du es schon so lange hast eine sehr heikle Angelegenheit!
Sag mal hast du noch nie eine Therapie ausprobiert? Auch früher nicht als das alles anfing? Was du jetzt brauchst ist dringend professionelle Hilfe und den Willen diesen Teufelskreis sofort zu durchbrechen!

Bitte ändere was an deiner Ernährung, stelle diese dauerhaft gesund um, kaufe also nur gesunde Vorräte ein. Es sollte sich wirklich gewaltig was in deinem Leben ändern. Wie gesagt angefangen bei deiner Ernährung. Stelle dir anfangs zur Hilfe einen genauen Essensplan zurecht. Vielleicht solltest du dir hierzu Tipps von Ernährungsexperten holen. Halte diesen Plan genau ein. Mit der Zeit wirst du dann auch den Dreh rauskriegen, und wissen was erlaubt ist und was ungesund ist.
Du solltest unbeingt runter vom Zucker! Ersetze den künstlichen Zucker vorerst durch Fruchtzucker der viel gesünder ist, zu finden in jeden Obst, vorallem Äpfel, Ananas...
Ich weiß nicht wie du kochst aber baue viel Gemüse dazu ein und auf jeden Fall solltest du zu den Mahlzeiten einen Salat machen. Nicht zu viel Braten, eher dünsten oder im Backofen zubereiten. Verzichte auf Weißbrot und stelle auf Vollkornprodukte um. Das ist gesünder und sättigt vorallem mehr.
Aber stelle deinen Plan LANGSAM um, nicht von Heute auf Morgen. Reduziere deine Süßigkeitszufuhr von Woche zu Woche. Wenn du das erst mal im Griff hast, wird auch alles andere kommen, du wirst wieder Spaß am leben haben, spaß mit deinem Mann und deinem Sohn was zu unternehmen. Was dich wiederum motivieren wird weiter gesund und ausgewogen zu leben!
Ich würde dir auch Sport empfehlen, allerdings weiß ich nicht wie gut sich das bei dir einplanen lässt. Vielleicht mal mit der Familie eine Fahrradtour unternehmen und ins Schwimmbad gehen? Nach Sport fühlt man sich immer gut, probier es aus.
Deine Gedanken sollten auch nicht ständig ums Essen kreisen, was wahrscheinlch leichter gesagt als getan ist, aber man kann es schaffen! Lenke dich durch andere Dinge ab, vielleicht Kleiderschrank mal ausmisten, oder was aufräumen.. in einer Familie gibt es bestimmt vieles zu tun! Und ansonsten würd ich mir ein neues Hobby überlegen, sich vielleicht einem Verein anschließen,usw.

Ich finde es auch wichtig sich selbst in einer Ehe nicht zu vernachlässigen, denn man will ja dem Partner gefallen bzw. möchte ja auch dass der Partner sich nicht vernachlässigt!
Aber glaub mir das kannst du schaffen wenn du nur willst! Sei einfach ehrlich zu dir, mache dir realisierbare Ziele die du dann auch diszipliniert einhälst und verliere nie den Glauben an dich!

Alles Gute dir

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4. August 2007 um 19:09

Will endlich aufhören!
Hallo zusammen!
Ich bin 27 jahre und mutter von 2 söhnen!
Ich leide seit knapp 10 jahren an bulimie...war mal untergewichtig...mal normal!
im moment bin ich etwas pummelig und kann mit dem erbrechen leider nicht aufhören,versuche es immer wieder!
habe 2 therapien abgebrochen,weiss im moment leider nicht weiter...rede auch mit niemandém darüber...also es weiss keiner! aber es beinträchtigt mein leben sehr!
gehe kaum zu freundinne...verbringe die zeit immer zu hause und alleine um in ruhe essen und erbrechen zu können,bin danach immer total erschöpft...möchte aufhöen...aber nach 5 min geht es direkt weiter...leider! fühle mich sehr unwohl...möchte so gerne abnehmen...aber ich weiss das es nur möglich ist wenn ich mit dem erbrechen aufhöre...ich weiss nur nicht wie...es überkommt mich einfach immer wieder!
eure larissa

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5. August 2007 um 19:15
In Antwort auf alta_12447280

Nur mal so zum Beispiel
Hallo Redcat,
nur mal so zum Beispiel mein Tag gestern: Ich habe einen schönen sonnigen Tag vor mir. Ich gehe in die Arbeit, die Sonne scheint, ich schaue auf den See, die Leute sind nett zu mir, ich habe einen tollen Tag vor mir. Mann und Kind geht es super, wir haben ein freies, langes Wochenende vor uns und was mache ich? Ich versaue mir den Tag, indem ich erst mal 100 Gramm Nougat Schokolade in 2 Minuten verschlinge, als ob es nichts wäre. Damit sind die Vorzeichen für den Tag schon mal gelegt, der dann gestern auch prompt mit Chips und Bounty weitergeht. Dann brauch nämlich mein Körper um den Blutzuckerspiegel zu halten immer weiter Zucker. Die Arbeit macht mir dann keinen Spass mehr, ich habe keine Lust mittags für meine Männer zu kochen (obwohl ich so lecker eingekauft hatte), habe keine Lust mehr Baden zu gehen, bin blos froh, wenn ich mittags mit meinem Sohn Mittagschlaf halten kann. Der mit Essen eingeleitet ist, und um aus dem Bett wieder rauszukommen, brauche ich dann wieder was zum Essen. Abends hatte ich dann totale Blähungen und Unwohlgefühl, was ich dann wieder mit Essen bekämpfe. Nachts schlafe ich dann schlecht, und am nächsten Tag geht der Teufelskreis weiter.
Manchmal komme ich da für ein paar Tage wieder raus, oft bleibe ich da hängen und nebenbei werde ich fetter und fetter (z.Zt. bei 183 cm 92 kg.), bin unzufrieden und gereizt, unausgeglichen ohne Antrieb.
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Lillifi

Essen und Schlafen
Hi Lillifi,
solche Tage habe ich auch. Mich packt insbesondere abends die Fresswut, und da ich dadurch dann nochmal soviel Energie aufnehme, werde ich nicht müde.

Am nächsten Tag komme ich nur schwer aus dem Bett und habe kaum Lust, ins Bad zu gehen. Der ganz frühe Morgen ist übrigens die einzige Zeit, in der ich keinen Hunger habe. Mir fehlt also ein ausgewogenes Frühstück, was Nachmittags für Heißhungerattacken sorgt (sagte mal eine Ernährungsberaterin zu mir).

Kochen ist so eine Sache. Am WE immer, da wir dann beide daheim sind. Ich versuche, viel Geflügel aufzutischen, Kartoffeln und Salat. Aber mir schmeckt leider auch alles, was mit Käse überbacken ist oder mit Soße ist. Unter der Woche muss es meist schnell gehen. Schnell gehen halt meist ungesunde Sachen, die man einfach in den Ofen schieben kann...

Allerdings versuche ich, täglich 2 l Wasser zu trinken, denn dann kann man 200 kcal extra essen. Ich trinke auch Jasmin-Oolong-Tee, der den Blutzuckerspiegel stabil hält, was echt stimmt. Aber ich "muss" einfach Schokoloade essen, obwohl ich satt bin. Ich kenne nur den Grund dafür nicht. So wird der Teufelskreis immer größer, der Anblick der Waage immer bedrohlicher.

Gereizt anderen gegenüber bin ich dann auch, oft auch traurig und in mich gekehrt, einfach, weil ich mir, wie du so schön schreibst, auch schon ab und an morgens den Tag versaut hat und statt Brot was Süße gegessen habe, wenn ich mal frühstücke. Da sind dann schon die Weichen für den ganzen Tag gestellt.

Früher bin ich abends zum Sport gegangen. Warum schaffe ich das nicht mehr? Es liegt nicht an der Zeit. Das ließe sich einteilen.

Viele liebe Grüße von
Sandra

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12. August 2007 um 12:06
In Antwort auf romola_12744249

Hallo Lillifi
also ich habe lange überlegt ob ich dir schreiben soll, weil ich bin a. jünger, b. habe keine Familie und c. ist die Tatsache dass du es schon so lange hast eine sehr heikle Angelegenheit!
Sag mal hast du noch nie eine Therapie ausprobiert? Auch früher nicht als das alles anfing? Was du jetzt brauchst ist dringend professionelle Hilfe und den Willen diesen Teufelskreis sofort zu durchbrechen!

Bitte ändere was an deiner Ernährung, stelle diese dauerhaft gesund um, kaufe also nur gesunde Vorräte ein. Es sollte sich wirklich gewaltig was in deinem Leben ändern. Wie gesagt angefangen bei deiner Ernährung. Stelle dir anfangs zur Hilfe einen genauen Essensplan zurecht. Vielleicht solltest du dir hierzu Tipps von Ernährungsexperten holen. Halte diesen Plan genau ein. Mit der Zeit wirst du dann auch den Dreh rauskriegen, und wissen was erlaubt ist und was ungesund ist.
Du solltest unbeingt runter vom Zucker! Ersetze den künstlichen Zucker vorerst durch Fruchtzucker der viel gesünder ist, zu finden in jeden Obst, vorallem Äpfel, Ananas...
Ich weiß nicht wie du kochst aber baue viel Gemüse dazu ein und auf jeden Fall solltest du zu den Mahlzeiten einen Salat machen. Nicht zu viel Braten, eher dünsten oder im Backofen zubereiten. Verzichte auf Weißbrot und stelle auf Vollkornprodukte um. Das ist gesünder und sättigt vorallem mehr.
Aber stelle deinen Plan LANGSAM um, nicht von Heute auf Morgen. Reduziere deine Süßigkeitszufuhr von Woche zu Woche. Wenn du das erst mal im Griff hast, wird auch alles andere kommen, du wirst wieder Spaß am leben haben, spaß mit deinem Mann und deinem Sohn was zu unternehmen. Was dich wiederum motivieren wird weiter gesund und ausgewogen zu leben!
Ich würde dir auch Sport empfehlen, allerdings weiß ich nicht wie gut sich das bei dir einplanen lässt. Vielleicht mal mit der Familie eine Fahrradtour unternehmen und ins Schwimmbad gehen? Nach Sport fühlt man sich immer gut, probier es aus.
Deine Gedanken sollten auch nicht ständig ums Essen kreisen, was wahrscheinlch leichter gesagt als getan ist, aber man kann es schaffen! Lenke dich durch andere Dinge ab, vielleicht Kleiderschrank mal ausmisten, oder was aufräumen.. in einer Familie gibt es bestimmt vieles zu tun! Und ansonsten würd ich mir ein neues Hobby überlegen, sich vielleicht einem Verein anschließen,usw.

Ich finde es auch wichtig sich selbst in einer Ehe nicht zu vernachlässigen, denn man will ja dem Partner gefallen bzw. möchte ja auch dass der Partner sich nicht vernachlässigt!
Aber glaub mir das kannst du schaffen wenn du nur willst! Sei einfach ehrlich zu dir, mache dir realisierbare Ziele die du dann auch diszipliniert einhälst und verliere nie den Glauben an dich!

Alles Gute dir

Ich weiß, ich weiß...
alles was latinitasarita geschrieben hat, ist leider nichts neues für mich. Rein verstandesmäßig weiß ich genau was gut und was richtig für mich wäre. Ich ernähre mich seit Jahren nur Bio, bewege mich gerne und phasenweise auch regelmäßig...das Problem ist die Sucht Essen zu müssen. Dann setzt der Verstand aus und ich schlinge alles (vor allem ungesundes) in mich rein.

Danke Redcat für Deinen Tip mit Binge Eating. Habe mich gleich mal im Internet informiert - und tatsächlich trifft das so ziemlich gut auf mich zu.

Habe jetzt aus anderen Beiträgen von ANAD (im Raum München) erfahren und siehe da, dort gibt es auch Gruppen für Binge Eater. Jetzt hätte ich zumindest schon einmal eine Anlaufstelle.

Bin aber gerade nochmal dabei eine Soloversuch zu
starten, einfach um wieder mal nach der ganzen Fresserei zu mir selbst zu finden: Seit 3 Tagen mache ich eine Fastenkur (nach Buchinger). Ich will mal Abstand vom Essen bekommen (mein Mann und die Omas von meinem Sohn unterstützen mich ganz toll) und mal in mich gehen. Versuche es dann nochmal alleine zu einem wenn vielleicht nicht gleich normalen aber zumindest gleichmäßigen Essverhalten zu finden.

Bisher tut es mir das Fasten sehr gut! Ich war sogar gestern auf einem Fest mit Buffet und konnte mich ganz auf die Gäste und die Unterhaltungen konzentrieren, ohne ständig mit Nahrungsaufnahme beschäftigt zu sein und mich danach total platt und vollgefressen zu fühlen.

Aber ich glaube dennoch, ein Erfahrungsaustauch mit anderen Betroffenen und ein Sprechen über mein "Leiden" würde mir auch sehr helfen.
Wem geht es ähnlich?
Lillifi






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