Forum / Fit & Gesund / Essstörungen - Anorexie, Magersucht, Bulimie…

Stationäre therapie abgebrochen - verzweifelt! - brauche hilfe

6. November 2009 um 13:12 Letzte Antwort: 7. November 2009 um 5:28

hallo leute.
ich bin 16 und habe vor zwei tagen meine stationäre therapie abgebrochen. die therapie lief schon neun wochen und sollte etwa 15 wochen dauern.
ich leide seit 3,5 jahren an bulimie und noch ein wenig länger an selbstverletzung.
kurzfassung: ich habs dort nicht mehr ausgehalten und dann schlussendlich abgebrochen, mit der option wiederkommen zu können, wenn ich das wollte.. und ob ich das will oder nicht, das weiß ich nicht.
seit ich wieder zuhause bin, bin ich wieder an dem punkt angelangt, an dem ich vorher war, mit dem unterschied, dass ich nicht fresse und kotze, sondern garnichts esse, keinen bissen.. ich ritze schlimmer denn je, und bin in den letzten zwei tagen drei mal auf der chirurgie gelandet und musste genäht werden.
ich weiß einfach nicht weiter, ich hab überhaupt keine ahnung wohin mit mir und vorallem warum. erstmals hege ich ernsthafte suizidgedanken, allerdings nicht zu schwerwiegend, zum glück.
was meint ihr? soll ich wieder hin? auch wenn es die reinste qual ist? oder soll ich lieber zuhause bleiben und abwarten (nach dem motto wird schon gut gehen..)
ich brauche bitte dringendst hilfe.

lg

Mehr lesen

6. November 2009 um 15:08

Hallo
Nicht schwerwiegend ist gut, Suizidgedanken sind immer sch...., egal ob sie kurz davor sind in die Tat umgesetzt zu werden oder nicht. Der Drang dich zu verletzen scheint bei dir heftig zu sein,sonst würdest du nicht so tief gehen....hast du es mal mit einem Gummi versucht? Ich selbst habe in deinem Alter ebenfalls geritzt,Jahrelang,der Drang ist auch heute ab und zu noch da,mein Therapeut nannte es ein "Borderline-Störung".
Ich hab mir dann angewöhnt in solchen zeiten ein Gummi zu nehmen (die roten dinger mit denen man Tüten vershließt), es doppelt zu nehmen, um den Arm zu tun und wenn der Drang da ist zu ritzen, dann flitsche ich. Das tut zwar auch weh,verletzt mich jedoch nicht und es bleiben keine Narben.Versuch es einfach mal.
Wenn du schon stationär warst, dann hatte es seinen Grund,vor allem,das die Therapie auf eine so lange Zeit angesetzt war. Sie vorzeitig abzubrechen war wahrscheinlich nicht die beste Idee,zumal es dir nun beschissen geht und du nicht weißt wohin mit dir und deinen Gefühlen.

Geh zurück....beende die Therapie....sei stark und sag dir, das du das schaffst. Auch wenn die Zeiten dort nicht immer leicht sind und du an deine Grenzen stößt.....nimm die Hilfe an!!!!

Je eher du wieder anfängst,desto eher besteht die Möglichkeit,dass du wieder ganz gesund wirst. Also....pack es an.
Ich selbst werde am Mittwoch eine stationäre Therapie anfangen. Ich habe mich aus freien Stücken dazu entschieden weil ich so wie es im Moment läuft nicht weitermachen kann und will. Ich bin dankbar um die Hilfe die ich dort bekommen werde und hoffe,das ich es schaffe meine ES zu überwinden und normalität in meinen Alltag zu bringen.

Wenn du dich noch mehr austauschen mgst,dann schreib!!!!

Gefällt mir

6. November 2009 um 15:31

Hey
ich bin auch der meinung, dass die suizidgedanken echt schlimm sind, egal wie stark sie sind. und es ist wichtig, dass du dir helfen lässt. ich selbst kann aus eigener erfahrung sagen, dass je früher du dir helfen lässt, desto weniger weit rutscht du da rein und umso leichter kommst du auch wieder raus!!! ich selbst kam auch relativ schnell wegen es und depressionen in eine klinik und bin jetzt ca. ein jahr später wieder so gut wie gesund.
ich würde dir auch auf jeden fall raten wieder in die klinik zu gehen. es sind noch sechs wochen und wenn es dir danach ech besser geht sind es doch die sechs wochen wert. aber es gibt natürlich auch noch die möglichkeit dir eine andere klinik zu suchen, wenn du wirklich nicht mehr in deine alte klinik zurück willst. im internet findest du bestimmt eine neue und all zu lange sollst du in deiner situation ja auch nicht warten müssen. kannst ja auch mit deinen arzt (oder therapeuten - wenn du einen hast) darüber reden, dass du in eine andere klinik willst, wenn du glaubst, dass es dir dort besser gehen würde bzw. wenn du da lieber hin würdest.... die können dir da bestimmt helfen.
zuhause bleiben und abwarten halte ich für keine gute idee.
ich hoffe dir geht es balb besser und du weißt was du machen willst!!! cih drück dir die daumen!!!!!

Gefällt mir

7. November 2009 um 5:28
In Antwort auf

Hallo
Nicht schwerwiegend ist gut, Suizidgedanken sind immer sch...., egal ob sie kurz davor sind in die Tat umgesetzt zu werden oder nicht. Der Drang dich zu verletzen scheint bei dir heftig zu sein,sonst würdest du nicht so tief gehen....hast du es mal mit einem Gummi versucht? Ich selbst habe in deinem Alter ebenfalls geritzt,Jahrelang,der Drang ist auch heute ab und zu noch da,mein Therapeut nannte es ein "Borderline-Störung".
Ich hab mir dann angewöhnt in solchen zeiten ein Gummi zu nehmen (die roten dinger mit denen man Tüten vershließt), es doppelt zu nehmen, um den Arm zu tun und wenn der Drang da ist zu ritzen, dann flitsche ich. Das tut zwar auch weh,verletzt mich jedoch nicht und es bleiben keine Narben.Versuch es einfach mal.
Wenn du schon stationär warst, dann hatte es seinen Grund,vor allem,das die Therapie auf eine so lange Zeit angesetzt war. Sie vorzeitig abzubrechen war wahrscheinlich nicht die beste Idee,zumal es dir nun beschissen geht und du nicht weißt wohin mit dir und deinen Gefühlen.

Geh zurück....beende die Therapie....sei stark und sag dir, das du das schaffst. Auch wenn die Zeiten dort nicht immer leicht sind und du an deine Grenzen stößt.....nimm die Hilfe an!!!!

Je eher du wieder anfängst,desto eher besteht die Möglichkeit,dass du wieder ganz gesund wirst. Also....pack es an.
Ich selbst werde am Mittwoch eine stationäre Therapie anfangen. Ich habe mich aus freien Stücken dazu entschieden weil ich so wie es im Moment läuft nicht weitermachen kann und will. Ich bin dankbar um die Hilfe die ich dort bekommen werde und hoffe,das ich es schaffe meine ES zu überwinden und normalität in meinen Alltag zu bringen.

Wenn du dich noch mehr austauschen mgst,dann schreib!!!!

Therapie
Hey.
Ich weiß wie schwer es ist eine Therapie durchzustehen, man will lieber zu hause sein als so lange im krankenhaus zu verbringen. aber ich glaube du weißt selbst dass es dir jetzt zu hause schlechter geht als in der klinik.
Wenn du in der Klinik bist, sind ständig leute um dich herum, egal ob pfleger, ärzte oder die mitpatienten...deswegen ist die gefahr, dir was anzutun geringer bzw wenn du dir was antust dann kann dir sehr schnell geholfen werden.

man denkt immer man schafft es nie aus der krankheit raus...aber das stimmt nicht. natürlich gibt es leute dennen es vielleicht nach einer therapie zunächst gut geht, danach aber wieder rückfällig werden. aber es gibt viel mehr leute, die nach einer therapie ein weitaus normales leben führen können...sonst wären die krankenhäuser mehr als überfüllt und man würde sowas wie stationäre therapien gar nicht anbieten.
bleib einfach stark und lass dir helfen. ich weiß du leidest sicher an selbsthass und hast kein großes selbstvertrauen, aber denk dran, du bist nicht allein!! auch wenn ich dich nicht kenne, wünsche ich dir viel erfolg und würde mich freuen, wenn du die therapie nochmal versuchst...

Gefällt mir

Diskussionen dieses Nutzers