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Sportfanatisch und jetzt Angst davor???

4. Januar 2012 um 12:07 Letzte Antwort: 4. Januar 2012 um 17:26

Hallo zusammen,

ich muss mich mal gerade zusammenraufen und euch um eure hilfe bitten.

Bis vor acht wochen war ich fünf bis sechs mal im fitnessstudio, habe sehr sehr viel ausdauersport gemacht und habe mich wohl gefühlt damit. sehr wohl.

ich habe dann einen neuen job gefunden ( war 2 monate arbeitslos, hatte also auch die zeit für sport) und in den ersten wochen habe ich es nur zwei mal ins studio geschafft. ich war frustriert und fühlte mich fett. mir fehlte das so sehr...
aber ich hab es einfach nicht geschafft

heute ist der tag, an dem ich genau 2 wochen lang gar nichts, ÜBERHAUPT NICHTS mehr gemacht habe... ich würde so gerne wieder was machen, aber ich kann mich nicht mehr aufraffen.
es geht einfach nicht mehr.
obwohl ich mich furchtbar unförmig fühle und mich als furchtbar schwabbelig empfinde. ich kann einfach nicht.

Noch dazu habe ich seit tagen wahnsinnige kopfschmerzen...

kennt ihr das? diese "abneigung" gegen sport, obwohl ihr es jahrelang geliebt habt?


Danke für eure Hilfe und Meinungen!

Liebe Grüße

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4. Januar 2012 um 15:53

...
Wie meinst du das mit der Angst? Nicht aufraffen können ist doch nicht Angst.

LG Sharona

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4. Januar 2012 um 16:54

Kleine Schritte
Hey,

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dein Körper sich jetzt an die lang vermisste "Untätigkeit" gewöhnt hat und sich gefreut hat, auch mal eine Auszeit zu bekommen.
Natürlich ist es nach einer Pause dann schwer, sich wieder aufzuraffen. Das kennt jeder, wenn man mal eine längere Sportpause gemacht hat, ist der Schweinehund am größten.

Ich glaube, es könnte dir helfen, kleine Schritte zu machen und langsam wieder ein wenig Sport in den Alltag einzubauen. Aber in Maßen und so, dass es nicht zum Zwang wird, sondern mehr ein "Ausgleich" zum Berufsleben.
Um den Schweinehund/die Abneigung zu überwinden gibt es verschiedene Tricks. Zum einen kannst du die Sporteinheit fest in deinen Tagesplan einbauen in danach ausrichten. Wichtig: Realistische Ziele setzen. Nach deiner Pause schaffst du vielleicht keinen Marathon mehr.
Du kannst dich mit Freunden verabreden (Das wäre bei dir wahrscheinlich gar nicht so verkehrt, damit du dir bei ihnen das normale Verhältnis und die normale Menge an Sport "abschauen" kannst).
Laufschuhe ans Bett stellen, damit du dich daran erinnerst und vielleicht aufschreiben, wie viel Sport du realistische gesehen machen kannst und an welchen Tagen.

Taste dich langsam voran. Fang vielleicht mit Spazierengehen an, die frische Luft tut auch gut und hilft vielleicht sogar gegen die Kopfschmerzen. Dann wird dir vielleicht auch wieder bewusst, was für eine positive Wirkung Sport auf deinen Körper hat und das Feuer wird wieder "entfacht"? (Ist bei mir zumindest immer so gewesen; hat man es einmal geschafft, fühlt man sich unglaublich gut danach und will es gleich wiederholen).
Überstürze nichts und verlange nicht zuviel von dir. Sich kleine Ziele zu stecken und den Sport "wohldosiert" im Alltag einzubauen ist eine Kunst, aber irgendwann bekommt man ein Gefühl dafür.
Verwerfe auch bitte jegliche "Ansprüche" an den Sport (z.B. dass er dich schlank machen soll), sondern versuche mehr, den Sport an sich zu genießen.

Viel Glück

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4. Januar 2012 um 17:26
In Antwort auf thyra_12519412

Kleine Schritte
Hey,

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dein Körper sich jetzt an die lang vermisste "Untätigkeit" gewöhnt hat und sich gefreut hat, auch mal eine Auszeit zu bekommen.
Natürlich ist es nach einer Pause dann schwer, sich wieder aufzuraffen. Das kennt jeder, wenn man mal eine längere Sportpause gemacht hat, ist der Schweinehund am größten.

Ich glaube, es könnte dir helfen, kleine Schritte zu machen und langsam wieder ein wenig Sport in den Alltag einzubauen. Aber in Maßen und so, dass es nicht zum Zwang wird, sondern mehr ein "Ausgleich" zum Berufsleben.
Um den Schweinehund/die Abneigung zu überwinden gibt es verschiedene Tricks. Zum einen kannst du die Sporteinheit fest in deinen Tagesplan einbauen in danach ausrichten. Wichtig: Realistische Ziele setzen. Nach deiner Pause schaffst du vielleicht keinen Marathon mehr.
Du kannst dich mit Freunden verabreden (Das wäre bei dir wahrscheinlich gar nicht so verkehrt, damit du dir bei ihnen das normale Verhältnis und die normale Menge an Sport "abschauen" kannst).
Laufschuhe ans Bett stellen, damit du dich daran erinnerst und vielleicht aufschreiben, wie viel Sport du realistische gesehen machen kannst und an welchen Tagen.

Taste dich langsam voran. Fang vielleicht mit Spazierengehen an, die frische Luft tut auch gut und hilft vielleicht sogar gegen die Kopfschmerzen. Dann wird dir vielleicht auch wieder bewusst, was für eine positive Wirkung Sport auf deinen Körper hat und das Feuer wird wieder "entfacht"? (Ist bei mir zumindest immer so gewesen; hat man es einmal geschafft, fühlt man sich unglaublich gut danach und will es gleich wiederholen).
Überstürze nichts und verlange nicht zuviel von dir. Sich kleine Ziele zu stecken und den Sport "wohldosiert" im Alltag einzubauen ist eine Kunst, aber irgendwann bekommt man ein Gefühl dafür.
Verwerfe auch bitte jegliche "Ansprüche" an den Sport (z.B. dass er dich schlank machen soll), sondern versuche mehr, den Sport an sich zu genießen.

Viel Glück

Vielen Dank...
...für deine ausführliche Antwort und die Zeit, die du dir genommen hast.
Ich verstehe das, was du sagst.
Ich sehe Sport leider oft nur als den Punkt an, der mich dünn machen bzw. schlank halten soll.
Ich weiß nicht genau woher es kommt, dass ich plötzlich etwas Negatives damit verbinde.

Das Aufraffen ist wirklich schwer, da hast du recht. Ich habe aber Angst davor, dass wenn ich wieder anfange, nicht mehr davon loskomme...
Es ist wie die Liebe und der Hass dem Essen gegenüber.
Sport hat mir eigentlich immer gutgetan, aber ich, und vor allem mein Körper hat die letzte Zeit mehr als nur genossen.

Das merke ich. Das weiß ich.
Gleichzeitig macht es mich kaputt, nicht zu gehen. Immer kneife ich mir in meinen Speck und weiß, dass er vielleicht nicht da wäre, eäre ich konsequent drangeblieben...

Und das was du sagst, mit dem "klein anfangen" ist vollkommen richtig. Ich würde es niemals am Anfang wieder schaffen 70 Minuten auf diesem blöden Crosstrainer zu stehen...
Aber darunter, bei allem was darunter liegt, fühle ich mich als Versager und bin danach eher enttäuscht als erfreut...

Danke und viele Grüße
Aisha

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