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Sport nach Magersucht

20. Februar 2016 um 9:16 Letzte Antwort: 22. Februar 2016 um 10:36

Hallo

Ich bin seit nun 3 bis 4 Jahren magersüchtig. Doch meine schlimme Phase ist nun bereits seit 1 Jahr vorbei und ich bin auch im NG seit 2 Monaten.
Dieses Gewicht kann ich auch konstant halten.
Nur der Appetit bzw. das Hungergefühl ist nicht immer da, so wie es sein sollte.
Muskelaufbau- Training hat mir dabei sehr geholfen.
Und nun nachdem ich meinen Körper so lange misshandelt habe, liebe ich ihn und möchte ihn-ganz direkt gesagt- umsorgen wie eine Mutter ein Kind.
So esse ich gesund, keine Fertigprodukte, das worauf ich Lust habe. Und essen ist inzwischen wie ein Heilmittel und macht mir Spaß.
Nun möchte ich Muskelaufbau professioneller im Fitness Studio betreiben, da der Trainingsreiz Zuhause mir einfach nicht mehr aussreicht.
Mein Arzt und auch meine Threpeutin haben mir dazu auch ihr OK gegeben und waren sogar glücklich und sahen dies als Fortschritt bezüglich meiner Magersucht.
Doch laut meinen Eltern bin ich noch lange nicht geheilt und ins Fittnessstudio zu gehen wäre viel zu gefährlich für mich.
Auch meine Therepeutin denkt meine Eltern liegen hierbei falsch und würden mich nur in mein Krankheitsbild als Magersüchtige zurück schleifen.
Doch auch in anderen Sachen schieben meine Eltern alles auf meine magersucht. Was nervt.
Also verbieten sie mir nun ins Fittnessstudio zu gehen...
Glaubt ihr es gibt einen Weg wie ich sie umstimmen kann?
Und was denkt ihr bezüglich Sport nach der Magersucht?
Ich würde mich über antworten freuen

Eure Divaqueen.

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20. Februar 2016 um 11:31

Liebe Divaqueen,
ich freue mich sehr, dass es bei dir so super läuft! Ich persönlich würde auch voll hinter dir stehen, wenn du ein paar mal die Woche ins Fitnessstudio gehen wollen würdest. Natürlich bist du vielleicht noch nicht ganz durch, aber es gehört einfach zum Heilungsprozess dazu, dass du neue Dinge probierst, auch wenn sie "heikel" erscheinen. Nur mit probieren wird man gesund. Und da du auch noch therapeutisch begleitet wirst, dein Gewicht hälst, dann könnte die Situation kaum optimaler sein.

Wie alt bist du denn? Wenn du unter 18 bist, dann musst du das eben akzeptieren.
Aber was du nicht akzeptieren musst ist, dass deine Eltern dich versuchen in der MS gefangen zu halten. (Das ist ja auch bequem, denn sonst müssten sie ja einsehen, dass bei euch in der Familie einiges schief läuft. Und dieses "etwas" bist sicher nicht du. Du warst/bist nur das Symptom.)
Erzähle deiner Therapeutin davon und bitte sie, in einem Termin gemeinsam mit dir und deinen Eltern zu reden.
Ich persönlich sehe in deinen Eltern das höchste Risiko, dass du nach der Therapie einen Rückfall haben könntest - bzw. vielleicht letztendlich nicht ganz loslassen kannst. Deine Eltern spielen also hier eine wichtige Rolle.

Es muss dir gelingen einen stabilen Selbstwert aufzubauen, Konfliktfähigkeit und Abgrenzung zu erarbeiten, damit du vor den künftigen Problemen geschützt bist und nicht rückfällig wirst.

Ich stehe voll hinter dir!

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20. Februar 2016 um 15:31
In Antwort auf blamimibla

Liebe Divaqueen,
ich freue mich sehr, dass es bei dir so super läuft! Ich persönlich würde auch voll hinter dir stehen, wenn du ein paar mal die Woche ins Fitnessstudio gehen wollen würdest. Natürlich bist du vielleicht noch nicht ganz durch, aber es gehört einfach zum Heilungsprozess dazu, dass du neue Dinge probierst, auch wenn sie "heikel" erscheinen. Nur mit probieren wird man gesund. Und da du auch noch therapeutisch begleitet wirst, dein Gewicht hälst, dann könnte die Situation kaum optimaler sein.

Wie alt bist du denn? Wenn du unter 18 bist, dann musst du das eben akzeptieren.
Aber was du nicht akzeptieren musst ist, dass deine Eltern dich versuchen in der MS gefangen zu halten. (Das ist ja auch bequem, denn sonst müssten sie ja einsehen, dass bei euch in der Familie einiges schief läuft. Und dieses "etwas" bist sicher nicht du. Du warst/bist nur das Symptom.)
Erzähle deiner Therapeutin davon und bitte sie, in einem Termin gemeinsam mit dir und deinen Eltern zu reden.
Ich persönlich sehe in deinen Eltern das höchste Risiko, dass du nach der Therapie einen Rückfall haben könntest - bzw. vielleicht letztendlich nicht ganz loslassen kannst. Deine Eltern spielen also hier eine wichtige Rolle.

Es muss dir gelingen einen stabilen Selbstwert aufzubauen, Konfliktfähigkeit und Abgrenzung zu erarbeiten, damit du vor den künftigen Problemen geschützt bist und nicht rückfällig wirst.

Ich stehe voll hinter dir!

Hallo blamimibla
Erstmal Danke für deine Antwort. Es ist gut zu wissen dass ich nicht mit meinen Gedanken alleine bin.
Zwar bin ich schon 18, aber meine Eltern sind sehr streng. Ihr Wort ist Gesetz. Mit ihnen zu diskutieren bringt nichts, dass probiere ich nun schon mein ganzes Leben lang.
Du hast Recht, wenn du sagst das bei uns in der Familie so einiges schief läuft.
Aber meine Eltern sehen den Grund meiner Magersucht nur in mir. Sie sind der Meinung dass ich mich ändern muss und nicht sie. Die Familiengespräche zu viert, mit meiner Therepeutin, haben nur alles noch schlimmer gemacht.
Nur leider kann ich mich nicht in dem Bild das sie von mir haben so garnicht wiederfinden, obwohl ich sie über alles liebe...
Ich fühle mich schon mein ganzes Leben lang wie in einem Glaskäfig gefangen.
Es tut mir leid falls ich dich mit meinen Worten runtergezogen hab, aber es tut gut darüber zu schreiben.
Divaqueen

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20. Februar 2016 um 16:33
In Antwort auf nkruma_12374376

Hallo blamimibla
Erstmal Danke für deine Antwort. Es ist gut zu wissen dass ich nicht mit meinen Gedanken alleine bin.
Zwar bin ich schon 18, aber meine Eltern sind sehr streng. Ihr Wort ist Gesetz. Mit ihnen zu diskutieren bringt nichts, dass probiere ich nun schon mein ganzes Leben lang.
Du hast Recht, wenn du sagst das bei uns in der Familie so einiges schief läuft.
Aber meine Eltern sehen den Grund meiner Magersucht nur in mir. Sie sind der Meinung dass ich mich ändern muss und nicht sie. Die Familiengespräche zu viert, mit meiner Therepeutin, haben nur alles noch schlimmer gemacht.
Nur leider kann ich mich nicht in dem Bild das sie von mir haben so garnicht wiederfinden, obwohl ich sie über alles liebe...
Ich fühle mich schon mein ganzes Leben lang wie in einem Glaskäfig gefangen.
Es tut mir leid falls ich dich mit meinen Worten runtergezogen hab, aber es tut gut darüber zu schreiben.
Divaqueen

Hallo liebe divaqueen
Zum Thema Sport und Ms kann ich dir wenig sagen...
Aber zu dem Problem mit deinen Eltern.

Bei mir war die Situation glaube ich ähnlich.
Ich war immer an allem Schuld - ganz gleich was es war.
Natürlich ist es auch nur meine Schuld dass ich eine Essstörung habe.
Ich konnte es meiner Familie nie rechtmachen
Vom Charakter bin ich das Gegenteil meiner Eltern, unser Verhältnis hat also nie gepasst (mein Freund sagt immer ich muss als Baby vertauscht worden sein )
Nach jeder Therapiestunde mit meinen Eltern, konnte ich mein blaues Wundr erleben

Was ich eigentlich sagen will, ist dass wenn du das Gefühl hast - deine Eltern halten dich in der Ms bzw behindern deine Genesung - dann musst du für dich allein etwas ändern...

Ich bin ausgezogen fürs Studium, das hat mich zwar nicht geheilt, aber ich konnte mich endlich mal auf mich konzentrieren etc - das hat mir geholfen.

Besteht bei dir die Möglichkeit auszuziehen, sei es wegen ner Ausbildung, Studium oder mit Freund zusammenziehen etc?

Manchmal ist das der einzige Weg...
Manche Eltern werden nie einsichtig werden^^ egal was man macht und bevor man sich selbst weiter schadet, finde ich es besser die Notbremse zu ziehen.

Ganz liebe Grüße

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20. Februar 2016 um 18:23
In Antwort auf esme_11902139

Hallo liebe divaqueen
Zum Thema Sport und Ms kann ich dir wenig sagen...
Aber zu dem Problem mit deinen Eltern.

Bei mir war die Situation glaube ich ähnlich.
Ich war immer an allem Schuld - ganz gleich was es war.
Natürlich ist es auch nur meine Schuld dass ich eine Essstörung habe.
Ich konnte es meiner Familie nie rechtmachen
Vom Charakter bin ich das Gegenteil meiner Eltern, unser Verhältnis hat also nie gepasst (mein Freund sagt immer ich muss als Baby vertauscht worden sein )
Nach jeder Therapiestunde mit meinen Eltern, konnte ich mein blaues Wundr erleben

Was ich eigentlich sagen will, ist dass wenn du das Gefühl hast - deine Eltern halten dich in der Ms bzw behindern deine Genesung - dann musst du für dich allein etwas ändern...

Ich bin ausgezogen fürs Studium, das hat mich zwar nicht geheilt, aber ich konnte mich endlich mal auf mich konzentrieren etc - das hat mir geholfen.

Besteht bei dir die Möglichkeit auszuziehen, sei es wegen ner Ausbildung, Studium oder mit Freund zusammenziehen etc?

Manchmal ist das der einzige Weg...
Manche Eltern werden nie einsichtig werden^^ egal was man macht und bevor man sich selbst weiter schadet, finde ich es besser die Notbremse zu ziehen.

Ganz liebe Grüße

Hallo Yahema
Ja warscheinlich hast du da Recht. Nur ich wünsche mir so sehr dass meine Eltern mich verstehen und akzeptieren, egal welchen Weg ich einschlage.
Für das Studium werde ich, wenn ich an meiner Wunschuni zugelassen werde, ins Studentenheim ausziehen.
Ansonsten komm ich erst von Zuhause weg, wenn ich einen Job habe und selbstständig bin...
Bei mir isses halt so dass das Leben, so wie ich es leben möchte dazu führen würde, dass meine Eltern mir nie wieder ins Gesicht schauen würden.
Ich liebe aber meine Mutter über alles und will sie nicht verlieren. Die Aussicht auf mein Leben, so wie sie es erwarten, macht aber mich total krank und traurig.
Ich mein ich darf noch nichtmal einen Freund haben, spät abends rausgehen oder Hotpants tragen MIT 18!!
LG, Divaqueen

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21. Februar 2016 um 16:02
In Antwort auf nkruma_12374376

Hallo Yahema
Ja warscheinlich hast du da Recht. Nur ich wünsche mir so sehr dass meine Eltern mich verstehen und akzeptieren, egal welchen Weg ich einschlage.
Für das Studium werde ich, wenn ich an meiner Wunschuni zugelassen werde, ins Studentenheim ausziehen.
Ansonsten komm ich erst von Zuhause weg, wenn ich einen Job habe und selbstständig bin...
Bei mir isses halt so dass das Leben, so wie ich es leben möchte dazu führen würde, dass meine Eltern mir nie wieder ins Gesicht schauen würden.
Ich liebe aber meine Mutter über alles und will sie nicht verlieren. Die Aussicht auf mein Leben, so wie sie es erwarten, macht aber mich total krank und traurig.
Ich mein ich darf noch nichtmal einen Freund haben, spät abends rausgehen oder Hotpants tragen MIT 18!!
LG, Divaqueen

Liebe Divaqueen,
wie ist denn deine aktuelle Situation? Wann gehst du denn ins Studium? Hast du evtl die Möglichkeit bei wem anders zu wohnen? Eine volljährige Cousine, Geschwister? Tante?

Also ich sehe deine Chance auf völlige Loslösung von der Krankeheit auch nur in einem Auszug. Du wirst auf jeden Fall in Therapie bleiben müssen, solange du Zuhause wohnst und nach dem Umzug noch eine Nachbetreuung.
Natürlich macht der Auszug alleine nicht gesund, aber er befreut dich aus diesem "Glaskäfig" der dich auch in der Krankheit hält. Du wirst dann lernen, auf gesunde Weise im Leben zu stehen, und nicht als leblose Puppe in einem Glasgefäs aufrecht gehalten zu werden.
Deine Eltern sind pures Gift für dich. Wenn du weg bist, wird es ihnen an den Kragen gehen, da du als Symptomträgerin damit wegfällst.

Deine Familie weist signifikante Zeichen von krankmachenden Interaktionsmustern auf. Das ist meiner Meinung nach kein Umfeld in dem du bleiben solltest. Liebe heißt nicht, für andere zu leiden. Du musst auch dich selbst lieben und für dich sorgen. Und du hilfst deinen Eltern nicht, wenn du aus Liebe bei ihnen bleibst.

Es gibt auch die Möglichkeit als Schülerin auszuziehen. Du kannst das bspw. übers Arbeitsamt (ALG II) regeln, aber vermutlich wird rauskommen, dass deine Eltern dafür aufkommen müssen.

Ist ne schwierige Situation. Aber du hast jetzt 2 Optionen: Dich fügen, bis deine Lebensplanung dich rauslässt, oder kämpfen.
Ich schätze aber, dass du auch mit dem Auszug sehr kämpfen werden musst. (Ich würde dir außerdem eher eine WG empfehlen, als ein Studiwohnheim) Ich gehe davon aus, dass deine Eltern weiterhin versuchen werden, ihre Finger in deinem Leben zu halten und alle Fäden ihrer Möglichkeiten ziehen werden, damit du parrierst.

Ich hab für solche Eltern leider keine gute Prognose. Auch in Richtung Einsicht wird sich da auch in den nächsten 50 Jahren nichts ändern.

Tut mir Leid.

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21. Februar 2016 um 22:15
In Antwort auf blamimibla

Liebe Divaqueen,
wie ist denn deine aktuelle Situation? Wann gehst du denn ins Studium? Hast du evtl die Möglichkeit bei wem anders zu wohnen? Eine volljährige Cousine, Geschwister? Tante?

Also ich sehe deine Chance auf völlige Loslösung von der Krankeheit auch nur in einem Auszug. Du wirst auf jeden Fall in Therapie bleiben müssen, solange du Zuhause wohnst und nach dem Umzug noch eine Nachbetreuung.
Natürlich macht der Auszug alleine nicht gesund, aber er befreut dich aus diesem "Glaskäfig" der dich auch in der Krankheit hält. Du wirst dann lernen, auf gesunde Weise im Leben zu stehen, und nicht als leblose Puppe in einem Glasgefäs aufrecht gehalten zu werden.
Deine Eltern sind pures Gift für dich. Wenn du weg bist, wird es ihnen an den Kragen gehen, da du als Symptomträgerin damit wegfällst.

Deine Familie weist signifikante Zeichen von krankmachenden Interaktionsmustern auf. Das ist meiner Meinung nach kein Umfeld in dem du bleiben solltest. Liebe heißt nicht, für andere zu leiden. Du musst auch dich selbst lieben und für dich sorgen. Und du hilfst deinen Eltern nicht, wenn du aus Liebe bei ihnen bleibst.

Es gibt auch die Möglichkeit als Schülerin auszuziehen. Du kannst das bspw. übers Arbeitsamt (ALG II) regeln, aber vermutlich wird rauskommen, dass deine Eltern dafür aufkommen müssen.

Ist ne schwierige Situation. Aber du hast jetzt 2 Optionen: Dich fügen, bis deine Lebensplanung dich rauslässt, oder kämpfen.
Ich schätze aber, dass du auch mit dem Auszug sehr kämpfen werden musst. (Ich würde dir außerdem eher eine WG empfehlen, als ein Studiwohnheim) Ich gehe davon aus, dass deine Eltern weiterhin versuchen werden, ihre Finger in deinem Leben zu halten und alle Fäden ihrer Möglichkeiten ziehen werden, damit du parrierst.

Ich hab für solche Eltern leider keine gute Prognose. Auch in Richtung Einsicht wird sich da auch in den nächsten 50 Jahren nichts ändern.

Tut mir Leid.

Hallo Blamimibla
Gerade mach ich mein Abitur...
Also bis zum Studium isses grob noch ein halbes Jahr.
Leider hab ich davor solche Auszugsmöglichkeiten nicht, da meine Verwandten sich nicht in Eltern-Kind Angelegenheiten einmischen würden. Sie wären auf der Seite meiner Eltern...
Das was du sagst hat mir meine Therepeutin auch schon gesagt. Ich weiß aber das du Recht hast auch wenns weh tut, wesshalb es dir nicht leidzutun braucht.
Die Sache ist nur die das ich mich weder mit dem Gedanken meine Eltern zu verlassen noch mit dem bei ihnen zu bleiben anfreunden kann. Ehrlich gesagt will ich keins von beidem. Nur wie du ja auch sagst es gibt keine andere Wahlmöglichkeit... :/
LG, Divaqueen

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22. Februar 2016 um 10:36
In Antwort auf nkruma_12374376

Hallo Blamimibla
Gerade mach ich mein Abitur...
Also bis zum Studium isses grob noch ein halbes Jahr.
Leider hab ich davor solche Auszugsmöglichkeiten nicht, da meine Verwandten sich nicht in Eltern-Kind Angelegenheiten einmischen würden. Sie wären auf der Seite meiner Eltern...
Das was du sagst hat mir meine Therepeutin auch schon gesagt. Ich weiß aber das du Recht hast auch wenns weh tut, wesshalb es dir nicht leidzutun braucht.
Die Sache ist nur die das ich mich weder mit dem Gedanken meine Eltern zu verlassen noch mit dem bei ihnen zu bleiben anfreunden kann. Ehrlich gesagt will ich keins von beidem. Nur wie du ja auch sagst es gibt keine andere Wahlmöglichkeit... :/
LG, Divaqueen

Liebe Divaqueen,
du verlässt dein Eltern ja nicht. Du nabelst dich nur fast entgültig ab. Und das muss auch sein. Dass du dich schlecht deshalb fühlst, liegt daran, dass dich deine Eltern nicht zur Autonomie ermutigt haben. Euer Verhältnis ist viel zu eng, persönliche Grenzen gibt es nicht, egal wie krank du warst, du wirst ständig ganz unten einsortiert, deine Sorgen gibt es nicht, du hast versagt und bist einfach nur peinlich.

Normalerweise unterstützen Eltern ihre Kindern von Klein auf zur Autonomie, Exploration, etc., ohne sie zu vernachlässigen und befriedigen ihre sozialen Bedürfnisse.
Du wurdest aber extrem überbehütet aber musstest gleichzeitig unter Kontrolle gehalten werden, als wärst du eine Verbrecherin.

Dein schlechtes Gewissen ist gewollt. Es ist ein Machtinstrument deiner Eltern. Aber auch der Füß in der Tür für die Essstörung.

Eine Freundin von mir hat auch solche Eltern, ist aber nicht essgestört. Dennoch gab es nach ihrem Auszug wahnsinnig viel Streit und Beziehungsabbrüche, weil die Eltern sie nach wie vor 24/7 bevormunden wollten, wann sie zu Besuch zu kommen habe, usw.
Die Eltern hatten auch einen Schlüssel für Notfälle, sind aber ständig in die Wohnung gekommen. Die Mutter hat permanent alle T-Shirts genommen und sie bis zum Hals zugenäht, damit sie ja keinen Ausschnitt hat, usw...
Durch diesen massiven Druck der Eltern, hat sie bspw. nie die Dinge gemacht, die man eben in der Pubertät mal so ausprobiert und hatte dann ständig totale Exzesse, One Night Stands, usw...

Das war dann sowas wie ihre nachgeholte Pubertät um sich aufs Extremste abzugrenzen...

Ich sage nicht, dass du dich so verhälst. Oh Gott, nein. Ich sage nur, dass es evtl. eine turbulente Zeit wird und du dich lernen musst abzugrenzen und deine Grenzen künftig hochzuziehen und deine Eltern von diesen fern zu halten wie von einem Starkstromzaun, damit du dich nicht so "heimlich" und "extrem" für dich abgrenzen musst durch ähnliche Aktionen.
Sie hat das ja gemacht, weil sie die Grenzen auf normale und offene Art nicht ziehen konnte, sondern hat das im Verbogenen gelebt.

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