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Sorgen ohne Ende

7. Januar 2015 um 19:35

Hallo zusammen,

ich bin keine Betroffene und doch total am Ende.
Ich bin eine Mutter von einer bulimiekranken Tochter.

Ich habe hier im Forum schon einmal berichtet.
In der Zwischenzeit gehe ich in eine Elterngruppe von essgestörten Kinder bzw. Jugendlichen, um mir zu helfen, da meine Tochter keine Hilfe annehmen will.
Ganz im Gegenteil. Es wird immer schlimmer. Meine Tochter bricht nicht (jedenfalls habe ich noch nichts gemerkt), sie nimmt aber Unmengen an Abführmitteln. Angefangen hat sie mit Laxoberal. Im Moment nimmt sie Glaubersalz.

Was für mich ganz schlimm ist, ist benutzt ihren Mülleimer im Zimmer als Toilette (sie legt den Eimer mit einer Tüte aus und verrichtet ihr Geschäft darin).
Obwohl ich sie schon direkt darauf angesprochen habe, da sie die Beutel in den normalen Hausmüll entsorgt hat, macht sie weiter.

An gemeinsamen Mahlzeiten nimmt sie gar nicht mehr teil.
An Silvester hatte sie Besuch von einer Freundin aus Bayern. An diesen vier Tagen, an denen die Freundin bei uns war, hat sie überhaupt nichts gegessen.

In der Zwischenzeit habe ich mich ans Jugendamt gewandt. Diese meinten, dass sie nicht zuständig seien, wir sollen das Gesundheitsamt informieren.
Die wiederum verwiesen mich an den Hausarzt. Dieser soll eine Überweisung in die Kinder- und Jugendpsychiatrie ausstellen.

Was tun, wenn meine Tochter sich weigert "mitzuarbeiten".
Ich weiß mir einfach keinen Rat mehr

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7. Januar 2015 um 20:47

Es ist hart....
Hallo, ich kann deine Sorgen und Nöte wirklich nachvollziehen. Es ist hart mit ansehen zu müssen wie ein Mensch den man liebt sich so kaputt macht und man nur ohnmächtig daneben stehen kann. Deine Tochter steckt ganz tief in der Krankheit drin und ich kann mir vorstellen, dass sie über normale Wege gar nicht mehr erreichbar ist. Das was sie macht ist wirklich gefährlich und du darfst an diesem Punkt nicht mehr auf ihre Einsicht warten. Dazu ist sie in ihrer Situationen wahrscheinlicher gar nicht mehr fähig. Sie braucht ganz dringend Hilfe von außen. Du als Mutter wirst da, so hart es sich anhört, nichts mehr ausrichten können. Wenn sie freiwillig zu einer Einweisung nicht bereit ist, dann lass sie zwangseinweisen. Ich weiß, dass es hart ist, aber du darfst da nicht weiter zuschauen. Sie wird wahrscheinlich toben, dich zunächst hassen, aber irgendwann wird sie dafür dankbar sein, denn du wirst damit ihr Leben retten. Handele so schnell wie möglich. Alles Gute für dich und deine Tochter!!! Alles Liebe Amy

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7. Januar 2015 um 20:50

Evt ne idee
Erstmal es tut mir sehr leid, dass du das gerade durchmachen musst. Ich weiss wie meine Mami damals gelitten hat, als es mir so schlecht ging und sie kaum helfen konnte und es tat mir damals auch schrecklich leid, dass ich ihr das antue, aber ich konnte einfach nicht anders. Die Krankheit war stärker als meine Liebe zu ihr.
Ich wollte mir auch nicht helfen lassen, musste dann aber mehr oder weniger.
Deshalb: Wie viel wiegt deine Tochter denn jetz? Is sie mit ihrem Gewicht sehr weit unten? Soweit ich weiss, könne die Eltern die Entscheidungsvollmacht beantragen, sobald es für das Kind bzw jungen Erwachsenen gesundheitlich lebenagefährlich wird. Ab nen bestimmten Gewicht is es also sicher gefährlich und überhaupt kann ich mir vorstellen, dass die Abführmittel einige gesundheitliche Schäden anrichten. Mir wurde das auch gedroht, falls ich nicht freiwillig in Therapie gehe. Ich weiss nicht ob meine Eltern das tatsächlich gemacht hätten, aber wenn ich von mir aus mitarbeitete hatte ich auf jeden Fall viel mehr Freiheiten, Mitentscheidungsrechte und Privilegien und darum hab ich damals von mitgemacht. Is schon paar Jahre her. War damals 17 oder 18 glaub ich.
Vl hilfts dir ja.
Alles alles gute für euch!

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7. Januar 2015 um 23:38

Hallo Kleinemaus,
also wenn deine Tochter sich schon so massiv selbst schädigt mit Abführmitteln, dann ist das lebensgefährlich. Somit kannst du sie z. B. zwangseinweisen lassen.

Also krank sein ist die eine Sache, aber alle anderen damit anwidern und zu belästigen ist das andere. Ich bin selbst Bulimikerin und bin einfach nur entsetzt. Du solltest einige Konsequenzen umsetzen, welche ihr helfen! (Wirst aber mit mächtig Gegenwind rechnen müssen, aber der kommt von der Krankheit.)
Ich würde die Küche abschließen. Zu den Hauptmahlzeiten kann sie ja kommen, aber Zugang zu euren Lebensmitteln solltest du ihr verbieten. Geht einfach nicht, dass sie täglich eure LM vernichtet. Und Taschengeld solltest du ihr auch streichen.

Somit kannst du Symptomatik verhindern - zumindest zum Teil. Das sie zu Hauptmahlzeiten mit euch isst und dass dann mit Abführmitteln reguliert kann natürlich weiterhin sein. Bitte sie in einem offenen Gespräch einfach auf die Toilette zu gehen, die Toilette zu reinigen ist einfach als Durchfall über den Hausmüll zu entsorgen.

Ansonsten würde ich mich meinen Vorrednerinnen anschließen - nicht mehr warten, sondern sie echt rausbringen. Mit Durchfall verliert sie wichtige Salze, und mit denen gehen ihre vitalen Funktionen futsch. Bspw. kann es durch Kaliummangel zu Herzstillstand kommen.

Durch die Krankheit ist ihr jegliches Empfinden für das Außen und Innen abhanden gekommen, deshalb muss der Teufelskreis durchbrochen werden um ihr zu helfen.

Voll gut, dass du dir Hilfe holst bei anderen Angehörigen von Betroffenen. Du musst wirklich gut auf dich achten. Lass dich nicht in die "Schuld"-Falle locken, oder in sonstige Zweifel verwickeln. Du tust was du kannst, für dich und für deine Tochter, und deine Familie. Mehr kannst du nicht.

Bleib stark.

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7. Januar 2015 um 23:44
In Antwort auf ronnie_11932962

Evt ne idee
Erstmal es tut mir sehr leid, dass du das gerade durchmachen musst. Ich weiss wie meine Mami damals gelitten hat, als es mir so schlecht ging und sie kaum helfen konnte und es tat mir damals auch schrecklich leid, dass ich ihr das antue, aber ich konnte einfach nicht anders. Die Krankheit war stärker als meine Liebe zu ihr.
Ich wollte mir auch nicht helfen lassen, musste dann aber mehr oder weniger.
Deshalb: Wie viel wiegt deine Tochter denn jetz? Is sie mit ihrem Gewicht sehr weit unten? Soweit ich weiss, könne die Eltern die Entscheidungsvollmacht beantragen, sobald es für das Kind bzw jungen Erwachsenen gesundheitlich lebenagefährlich wird. Ab nen bestimmten Gewicht is es also sicher gefährlich und überhaupt kann ich mir vorstellen, dass die Abführmittel einige gesundheitliche Schäden anrichten. Mir wurde das auch gedroht, falls ich nicht freiwillig in Therapie gehe. Ich weiss nicht ob meine Eltern das tatsächlich gemacht hätten, aber wenn ich von mir aus mitarbeitete hatte ich auf jeden Fall viel mehr Freiheiten, Mitentscheidungsrechte und Privilegien und darum hab ich damals von mitgemacht. Is schon paar Jahre her. War damals 17 oder 18 glaub ich.
Vl hilfts dir ja.
Alles alles gute für euch!

Danke für Eure Rückmeldungen
Das Problem ist, dass man ihr nichts ansieht. Wenn jemand sie nicht kennt, käme er wahrscheinlich nie auf die Idee, dass etwas nicht stimmt.
Ich denke, dass die Abführmittel sie auch schon aufgeschwemmt haben.
Was sie wiegt, kann ich nicht sagen. Sie ist 16 Jahre alt und lässt mich bestimmt nicht neben sich stehen, wenn sie auf die Waage steigt.

Das mit der Zwangseinweisung war auch schon meine Idee, aber wenn sie kein Untergewicht hat und es nicht lebensbedrohlich ist, wer macht dann sowas?

Hinzukommt jetzt noch die Schule. Sie geht in die 11. Klasse Gymnasium und will diese jetzt aufgrund schlechter Noten abbrechen.
Hiervon hat sie mich jetzt in den Ferien in Kenntnis gesetzt.
Das Ganze hängt natürlich auch mit ihrer ES zusammen. Den ganzen Tag nichts essen, wie soll man da lernen können.

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11. Januar 2015 um 19:59

Hallo
du musst DRINGEND mit dem Jugendamt kommunizieren. Sie hat zwar ihre Schulpflicht erfüllt, aber Schulabbruch wegen ES, ein schlechter körperlicher Zustand (ohne UG), etc... das kann dich in Teufels Küche bringen.

Diese Verantwortung kannst du nicht tragen. Betone die Not um die es sich handelt, das kann so nicht bleiben. Jede weitere Entwicklung ohne das von außen jemand beteiligt ist, wird deiner Tochter massiv schaden.

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11. Januar 2015 um 20:13

Kleine Hoffnung
Hallo blamimibla,

wir hatten schon telefonischen Kontakt zum Jugendamt. Diese haben uns an das Gesundheitsamt verwiesen. Diese wiederum meinten, dass der "normale" Weg über den Kinderarzt/Hausarzt laufen würde. Nur wie, wenn sie sich weigert dorthin zu gehen?

Ich nahm dann telefonischen Kontakt zur Kinder- und Jugendpychatrie in unserem (Kinder)krankenhaus auf.
Dort habe ich jetzt am 20.01. einen Termin zu einem Gespräch (mit oder ohne meiner Tochter).

Weiterhin stehe ich in Kontakt (E-Mail) mit der Lehrerin meiner Tochter. Von dem Kontakt weiss sie natürlich nichts.
Diese hat auch schon ein Gespräch mit ihr geführt. Bei diesem erwähnte meine Tochter auch ihre Essstörung. Was sie aber genau gesagt hat, weiss ich nicht. In der kommenden Woche wird auch ein Gespräch zwischen der Lehrerin, meiner Tochter und mir stattfinden, um zu schauen, wie es weitergeht.

Das ist wieder so ein kleiner Strohalm an den ich mich klammere. Vielleicht ist ja die Lehrerin eine Art Vermittlerin und kann auf meine Tochter in gewisser Weise einwirken.

Ich werde auf jeden Fall weiter berichten.

Vielen Dank

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11. Januar 2015 um 20:49
In Antwort auf jozefo_12333742

Kleine Hoffnung
Hallo blamimibla,

wir hatten schon telefonischen Kontakt zum Jugendamt. Diese haben uns an das Gesundheitsamt verwiesen. Diese wiederum meinten, dass der "normale" Weg über den Kinderarzt/Hausarzt laufen würde. Nur wie, wenn sie sich weigert dorthin zu gehen?

Ich nahm dann telefonischen Kontakt zur Kinder- und Jugendpychatrie in unserem (Kinder)krankenhaus auf.
Dort habe ich jetzt am 20.01. einen Termin zu einem Gespräch (mit oder ohne meiner Tochter).

Weiterhin stehe ich in Kontakt (E-Mail) mit der Lehrerin meiner Tochter. Von dem Kontakt weiss sie natürlich nichts.
Diese hat auch schon ein Gespräch mit ihr geführt. Bei diesem erwähnte meine Tochter auch ihre Essstörung. Was sie aber genau gesagt hat, weiss ich nicht. In der kommenden Woche wird auch ein Gespräch zwischen der Lehrerin, meiner Tochter und mir stattfinden, um zu schauen, wie es weitergeht.

Das ist wieder so ein kleiner Strohalm an den ich mich klammere. Vielleicht ist ja die Lehrerin eine Art Vermittlerin und kann auf meine Tochter in gewisser Weise einwirken.

Ich werde auf jeden Fall weiter berichten.

Vielen Dank

Super
dass du dich da so gut drum kümmerst. Frag sie doch mal was sie sich wünscht, was passieren muss, damit sie wieder auf einen gesunden Weg kommen kann. Führe ein ruhiges Gespräch mit ihr, ohne vernünftige Gegenargumente oder ähnliches zu bringen, sondern einfach nur mal informieren, wie sie sich die Zukunft vorstellt, was ihre Pläne sind, etc... ganz egal wie realtitätsfern das sein mag - nicht bewerten. Frag sie doch einfach mal ob sie gerne in eine Klinik gehen würde, sodass sie auch mal raus kommt aus diesen Räumen in denen sie sich selbst so peinigt. Auch damit sie für sich selbst mal weiß, warum das so ist, wie es eben ist. Du bist ihre Mutter, für sie verantwortlich, und möchtest mal ins Bild gesetzt werden wo sie steht und wo sie hinwill.

Ich weiß von einer Klinik, dass die Wartezeit momentan gleich 0 ist - ich schätze mal das ist in mehreren Kliniken gerade so.

Ansonsten kann ich verstehen wie schwer es für dich ist das alles auszuhalten. Ich hoffe du kannst dir immer mal wieder was guten tun und was gönnen, sodass dein Alltag nicht in der ES deiner Tochter untergeht - sonst wirst du selbst noch ganz bekloppt. Bisschen das Ego aktivieren und auf dich schauen ist gerade auch wichtig.

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19. Januar 2015 um 16:50

Lichtblick
Hallo an alle,

seit meinem letzten Eintrag hat sich jetzt wieder etwas getan.
Ich hatte mich auch an die Lehrerin meiner Tochter gewandt, da ihre Schulnoten in den Keller gingen und sie ja meinte, sie würde die Schule abbrechen.
Von meinen E-Mail-Kontakten zur Lehrerin wusste und weiss meine Tochter nichts.

Heute hatten wir nun zu Dritt ein Gespräch in der Schule, welches, wie ich finde, doch positiv verlaufen ist. Ihre Lehrerin fungierte als Art Moderator zwischen uns. Das hat auch ziemlich gut geklappt.

Im Vorfeld hatte ich einen Termin im Krankenhaus, Abteilung Essstörungen, für den morgigen Tag, vereinbart.

MEINE TOCHTER MÖCHTE MORGEN MIT MIR DORTHIN GEHEN!

Ich weiß, ich bin etwas euphorisch (noch sind wir nicht dort), aber an irgendwas muss ich mich ja klammern.

Ich hoffe, wir finden eine gemeinsame Basis, um endlich aus diesem Teufelkreis rauszukommen.

LG
Kleine Maus1711

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19. Januar 2015 um 16:56
In Antwort auf jozefo_12333742

Lichtblick
Hallo an alle,

seit meinem letzten Eintrag hat sich jetzt wieder etwas getan.
Ich hatte mich auch an die Lehrerin meiner Tochter gewandt, da ihre Schulnoten in den Keller gingen und sie ja meinte, sie würde die Schule abbrechen.
Von meinen E-Mail-Kontakten zur Lehrerin wusste und weiss meine Tochter nichts.

Heute hatten wir nun zu Dritt ein Gespräch in der Schule, welches, wie ich finde, doch positiv verlaufen ist. Ihre Lehrerin fungierte als Art Moderator zwischen uns. Das hat auch ziemlich gut geklappt.

Im Vorfeld hatte ich einen Termin im Krankenhaus, Abteilung Essstörungen, für den morgigen Tag, vereinbart.

MEINE TOCHTER MÖCHTE MORGEN MIT MIR DORTHIN GEHEN!

Ich weiß, ich bin etwas euphorisch (noch sind wir nicht dort), aber an irgendwas muss ich mich ja klammern.

Ich hoffe, wir finden eine gemeinsame Basis, um endlich aus diesem Teufelkreis rauszukommen.

LG
Kleine Maus1711


Das ist wirklich schon ein Fortschritt. Sehr gut!

Ich freue mich, dass sie sich bereit erklärt hat mitzugehen, das kann eine große Chance für euch sein. Leider musst du auch damit rechnen, dass sie evtl dann doch ablehnt. Also nur damit du dich gedanklich auf alles vorbereiten kannst. Ich drücke natürlich fest die Daumen, dass sie eine Behandlung beginnen wird!!
Du kannst ihr immer anbieten, dass du auch den Raum verlassen kannst, oder das sie generell auch gern alleine mit den Leuten sprechen kann - das gleiche gilt auch für dich. Das solltest du nochmal mit ihr abklären - das ihr beide auch alleine mit den Ansprechpartnern dort sprechen könnt, wenn ihr etwas sagen möchtet was euch vor dem anderen schwer fällt.

Ich wünsche euch viel Erfolg und das deine Tochter morgen ihren ersten Schritt in Richtung Gesundheit gehen wird!

Das hast du ganz toll gemacht, du bist eine liebe Mutter. Kümmere dich auch um dich gut, damit du eine liebe Mutter bleibst.

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19. Januar 2015 um 19:07
In Antwort auf blamimibla


Das ist wirklich schon ein Fortschritt. Sehr gut!

Ich freue mich, dass sie sich bereit erklärt hat mitzugehen, das kann eine große Chance für euch sein. Leider musst du auch damit rechnen, dass sie evtl dann doch ablehnt. Also nur damit du dich gedanklich auf alles vorbereiten kannst. Ich drücke natürlich fest die Daumen, dass sie eine Behandlung beginnen wird!!
Du kannst ihr immer anbieten, dass du auch den Raum verlassen kannst, oder das sie generell auch gern alleine mit den Leuten sprechen kann - das gleiche gilt auch für dich. Das solltest du nochmal mit ihr abklären - das ihr beide auch alleine mit den Ansprechpartnern dort sprechen könnt, wenn ihr etwas sagen möchtet was euch vor dem anderen schwer fällt.

Ich wünsche euch viel Erfolg und das deine Tochter morgen ihren ersten Schritt in Richtung Gesundheit gehen wird!

Das hast du ganz toll gemacht, du bist eine liebe Mutter. Kümmere dich auch um dich gut, damit du eine liebe Mutter bleibst.

Danke
Hallo blamimibla,

vielen Dank für Deine lieben Worte. Das stärkt mich noch mehr

Dass wir auch getrennt voneinander dort sprechen können und auch sollen, hat man mir am Telefon schon gesagt. Ich finde es auch sehr wichtig, da es bestimmt einige Dinge gibt, die meiner Tochter nicht so leicht fallen zu sagen, wenn ihre "olle" Mama dabei ist. Vor allem soll sie auch die Gelegenheit haben zu sagen, wie sie sich eine Therapie vorstellt.

Es ist schon ein riesen Schritt von ihr, über ihren Schatten zu springen und dorthin zu gehen

Ich werde auf jeden Fall wieder berichten.
Bis dann

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22. Januar 2015 um 14:47

Positives/Negatives
Hallo zusammen,

ich kann jetzt berichten, dass meine Tochter tatsächlich mit mir in die Kinder- und Jugendpsychatrie, Abteilung Essstörungen gegangen ist.
Auch das Gespräch dort verlief sehr Positiv.

Was mich ein bisschen stutzig gemacht hat, war, als das Gespräch auf eine Psychologin kam, die wir uns suchen sollten, dass diese nicht unbedingt den Schwerpunkt auf Essstörungen haben muss.
Hat da jemand Erfahrung damit, ob dies wirklich so Unwichtig ist?

Meine Tochter soll jetzt auch vom Hausarzt komplett durchgecheckt werden (Blut, EKG, Wiegen).

Wir haben jetzt nochmal 2 Termine, bei denen auch ich etwas mehr zu Wort kommen soll.

Unser nächstes Problem ist gerade die Schule.
Meine Tochter geht in die 11. Klasse Gymnasium. Da sie in den letzten Mathearbeiten jeweils 0 Punkte "fabriziert" hat, musste sie heute in eine mündliche "Prüfung", die sie auch "vergeigt" hat.

Weiß jemand von Euch, ob die Möglichkeit besteht, aus gesundheitlichen Gründen mit der Schule zu pausieren?

Mein Gedanke war eigentlich der, dass sie sich jetzt darum kümmern soll wieder gesund zu werden, also vielleicht sogar ein Klinikaufenthalt und dann im September die 11. Klasse nochmal zu wiederholen.

Hat in dieser Richtung schon jemand Erfahrungen gesammelt?

Für Eure Rückmeldungen wäre ich sehr dankbar.

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22. Januar 2015 um 15:31
In Antwort auf jozefo_12333742

Positives/Negatives
Hallo zusammen,

ich kann jetzt berichten, dass meine Tochter tatsächlich mit mir in die Kinder- und Jugendpsychatrie, Abteilung Essstörungen gegangen ist.
Auch das Gespräch dort verlief sehr Positiv.

Was mich ein bisschen stutzig gemacht hat, war, als das Gespräch auf eine Psychologin kam, die wir uns suchen sollten, dass diese nicht unbedingt den Schwerpunkt auf Essstörungen haben muss.
Hat da jemand Erfahrung damit, ob dies wirklich so Unwichtig ist?

Meine Tochter soll jetzt auch vom Hausarzt komplett durchgecheckt werden (Blut, EKG, Wiegen).

Wir haben jetzt nochmal 2 Termine, bei denen auch ich etwas mehr zu Wort kommen soll.

Unser nächstes Problem ist gerade die Schule.
Meine Tochter geht in die 11. Klasse Gymnasium. Da sie in den letzten Mathearbeiten jeweils 0 Punkte "fabriziert" hat, musste sie heute in eine mündliche "Prüfung", die sie auch "vergeigt" hat.

Weiß jemand von Euch, ob die Möglichkeit besteht, aus gesundheitlichen Gründen mit der Schule zu pausieren?

Mein Gedanke war eigentlich der, dass sie sich jetzt darum kümmern soll wieder gesund zu werden, also vielleicht sogar ein Klinikaufenthalt und dann im September die 11. Klasse nochmal zu wiederholen.

Hat in dieser Richtung schon jemand Erfahrungen gesammelt?

Für Eure Rückmeldungen wäre ich sehr dankbar.

Super dass das mit dem Gespräch geklappt hat
Das ist schon mal ein großer Schritt in die richtige Richtung!
Weißt du ob die euch empfohlene Psychologin verhaltenstherapeutisch oder tiefenpsychologisc ausgerichtet ist? In der tiefenpsychologie wir der Fokus ja mehr auf die Beweggründe und tiefer liegende Problematiken gelegt, da kann es gut sein dass die Psychologin nicht auf Essstörungen spezialisiert sein muss. Falls es jedoch Verhaltenstherapie ist (damit kam ich immer besser klar, muss aber jeder für sich entscheiden) dann wäre die Ausrichtung auf Esstörungen durchaus von Vorteil.

Ich selbst gehe in die 10. Klasse eines Gymnasiums und kann aus eigener Erfahrung sagen dass es furchtbar schwer ist den Kampf gegen die Esstörung simultan zum 'normalen' G8 - Schulalltag auszutragen.
Sowohl das Leiden an einer, als auch das Kämpfen gegen eine Esstörungen ist gerade am Anfang mit einer großen psychischen Belastung verbunden - aber was rede ich, das weißt du ja sicher
In meinem Fall ist es so dass die Schulleitung über meine Krankheit informiert ist und mir deswegen viel Freiraum lässt.
Ich versuche soweit es geht mitzukommen, habe jedoch was Schulaufgaben angeht die Möglichkeit diese später nachzuholen wenn ich mich überfordert fühle. Außerdem zeigt die Schule mehr Verständnis für Fehltage, die ich leider manchmal einfach brauche.
Vielleicht könnte ja auch deine Tochter ihre Klausuren später nachholen? Ansonsten geht Gesundheit natürlich vor, und das Jahr wiederholen ist sicherlich eine bessere Lösung als verzweifelt zu versuchen zwei Vollzeitbeschäftigungen auf einmal nachzugehen!

Zum Schluss möchte ich dir noch ein ganz großes Lob aussprechen, wie souverän du diese schwierige Situation meisterst! Lass dich von der anfänglichen Wut und dem wiederstand deiner Tochter nicht verunsichern, im Moment kontrolliert die Krankheit ihre Gedanken noch sehr und sie ist tief drinnen vermutlich sehr verzweifelt.
Auch ich habe meiner Mutter manchmal Unrecht getan, einfach weil ich so Angst hatte, so verzweifelt und gefangen war. Aber es wird besser, und langsam wird man wieder man selbst!
Es ist aber unheimlich schwer für eine Mutter dass zu ertragen, und du machst das echt wahnsinnig toll! Deine Tochter kann froh sein eine Mutter wie dich zu haben!

LG, nordwindchen

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23. Januar 2015 um 15:37
In Antwort auf kerri_12140311

Super dass das mit dem Gespräch geklappt hat
Das ist schon mal ein großer Schritt in die richtige Richtung!
Weißt du ob die euch empfohlene Psychologin verhaltenstherapeutisch oder tiefenpsychologisc ausgerichtet ist? In der tiefenpsychologie wir der Fokus ja mehr auf die Beweggründe und tiefer liegende Problematiken gelegt, da kann es gut sein dass die Psychologin nicht auf Essstörungen spezialisiert sein muss. Falls es jedoch Verhaltenstherapie ist (damit kam ich immer besser klar, muss aber jeder für sich entscheiden) dann wäre die Ausrichtung auf Esstörungen durchaus von Vorteil.

Ich selbst gehe in die 10. Klasse eines Gymnasiums und kann aus eigener Erfahrung sagen dass es furchtbar schwer ist den Kampf gegen die Esstörung simultan zum 'normalen' G8 - Schulalltag auszutragen.
Sowohl das Leiden an einer, als auch das Kämpfen gegen eine Esstörungen ist gerade am Anfang mit einer großen psychischen Belastung verbunden - aber was rede ich, das weißt du ja sicher
In meinem Fall ist es so dass die Schulleitung über meine Krankheit informiert ist und mir deswegen viel Freiraum lässt.
Ich versuche soweit es geht mitzukommen, habe jedoch was Schulaufgaben angeht die Möglichkeit diese später nachzuholen wenn ich mich überfordert fühle. Außerdem zeigt die Schule mehr Verständnis für Fehltage, die ich leider manchmal einfach brauche.
Vielleicht könnte ja auch deine Tochter ihre Klausuren später nachholen? Ansonsten geht Gesundheit natürlich vor, und das Jahr wiederholen ist sicherlich eine bessere Lösung als verzweifelt zu versuchen zwei Vollzeitbeschäftigungen auf einmal nachzugehen!

Zum Schluss möchte ich dir noch ein ganz großes Lob aussprechen, wie souverän du diese schwierige Situation meisterst! Lass dich von der anfänglichen Wut und dem wiederstand deiner Tochter nicht verunsichern, im Moment kontrolliert die Krankheit ihre Gedanken noch sehr und sie ist tief drinnen vermutlich sehr verzweifelt.
Auch ich habe meiner Mutter manchmal Unrecht getan, einfach weil ich so Angst hatte, so verzweifelt und gefangen war. Aber es wird besser, und langsam wird man wieder man selbst!
Es ist aber unheimlich schwer für eine Mutter dass zu ertragen, und du machst das echt wahnsinnig toll! Deine Tochter kann froh sein eine Mutter wie dich zu haben!

LG, nordwindchen

Danke
Hallo nordwindchen,

erstmal vielen, vielen Dank für Deine lieben Worte. Ich war total gerührt, als ich das gelesen habe.
Trotz, dass alles gerade eine positive Wendung nimmt, überkommt mich doch oft ein trauriges Gefühl und ich zweifle oft an mir selber, ob ich alles richtig mache.
Da freue ich mich besonders über solche Antworten.

Uns wurde keine Psychologin empfohlen, wir müssen uns selber auf die Suche nach einer machen.
Habe von unserer Krankenkasse eine Liste mit Psychologen erhalten, die ich jetzt abtelefonieren muss.

Auch in der Elterngruppe, in der mein Partner und ich sind, gibt es wohl solche Listen. Die werde ich mir am kommenden Montag, da ist wieder das nächste Treffen, geben lassen.

Am kommenden Donnerstag hat meine Tochter den Termin beim Hausarzt zum Check. Auch da habe ich doch etwas Angst, inwieweit die Abführmittel ihr schon geschadet haben.

Ich würde mich freuen, wieder von Dir zu hören.

Bis dann

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23. Januar 2015 um 17:19
In Antwort auf jozefo_12333742

Positives/Negatives
Hallo zusammen,

ich kann jetzt berichten, dass meine Tochter tatsächlich mit mir in die Kinder- und Jugendpsychatrie, Abteilung Essstörungen gegangen ist.
Auch das Gespräch dort verlief sehr Positiv.

Was mich ein bisschen stutzig gemacht hat, war, als das Gespräch auf eine Psychologin kam, die wir uns suchen sollten, dass diese nicht unbedingt den Schwerpunkt auf Essstörungen haben muss.
Hat da jemand Erfahrung damit, ob dies wirklich so Unwichtig ist?

Meine Tochter soll jetzt auch vom Hausarzt komplett durchgecheckt werden (Blut, EKG, Wiegen).

Wir haben jetzt nochmal 2 Termine, bei denen auch ich etwas mehr zu Wort kommen soll.

Unser nächstes Problem ist gerade die Schule.
Meine Tochter geht in die 11. Klasse Gymnasium. Da sie in den letzten Mathearbeiten jeweils 0 Punkte "fabriziert" hat, musste sie heute in eine mündliche "Prüfung", die sie auch "vergeigt" hat.

Weiß jemand von Euch, ob die Möglichkeit besteht, aus gesundheitlichen Gründen mit der Schule zu pausieren?

Mein Gedanke war eigentlich der, dass sie sich jetzt darum kümmern soll wieder gesund zu werden, also vielleicht sogar ein Klinikaufenthalt und dann im September die 11. Klasse nochmal zu wiederholen.

Hat in dieser Richtung schon jemand Erfahrungen gesammelt?

Für Eure Rückmeldungen wäre ich sehr dankbar.

Hallo Kleinemaus,
Nordwindchen hat ja schon super geantwortet.

Also bei meinen Klientinnen war es ganz normal, dass sie mit der Schule pausiert haben und dann später wiederholt haben. Da gibt es eigentlich nicht so große Probleme. Um ihr den Alltag nicht zu entreißen kann man sich auch darauf einigen, dass sie weiterhin normal zur Schule geht - unbenotet und die Klasse dann wie gesagt wiederholt, wenn sie erstmal durch ist mit Klinik etc. Einfach mal in der Schule anrufen und um einen dringenden Termin bitten, kurz die Lage schildern und dann alles weitere im Termin klären.
Auch danach kann es noch Unterstützung geben, in Form von Entlastung etc.

Bezüglich Therapeuten müsst ihr rumtelefonieren, ob der Therapeut bzw. die Therapeutin sich mit Essstörungen auskennen oder Erfahrung haben. Manche nehmen auch gar keine Essgestörten.

Ansonsten würde ich dir bezüglich Klinik eine psychosomatische Klinik empfehlen - auf Essstörungen spezialisiert. Auf keinen Fall Psychiatrie - da passiert nämlich nichts. Für den Klinikantrag müsst ihr zum Arzt, bzw. mit der Krankenkasse telefonieren.

Bis dahin kannst du sie ja gerne wieder an den Mittagstisch einladen - sie konkret fragen welche LM sie gerne Essen möchte, ob sie sich was kochen möchte, ob du was kochen sollst, etc. Und dabei bedenken, dass es völlig egal ist, was sie isst - welche LM und so - und egal wie skuril du das findest, behalte es für dich. Hauptsache sie ist dabei. Und genauso brauchst du keinen Keks zu feiern und kein Stück Kuchen das sie isst. Die Stories kannst du ruhig bei ihr lassen.

Top was du da leistest.
Weiterhin alles Liebe und Gute!

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28. Januar 2015 um 13:17

Wieder mal verzweifelt
Hallo zusammen,

bin mal wieder total am Ende
In letzter Zeit hat alles so gut ausgesehen. Gestern dann wieder mal die Ernüchterung.
Nach einem heftigen Gespräch zwischen meiner Tochter und mir kam ich mir vor, wie wenn ich an allem Schuld habe und die schlechteste Mutter der Welt bin
Auf einer Seite will sie gesund werden und auf der anderen Seite bestimmt sie, wie das gelingen soll. Sie will einfach eine Auszeit haben, in ihrem Zimmer sitzen und alle sollen sie in Ruhe lassen. Wir würden sie nur einengen.
Um eine Therapeutin möchte sie sich selber kümmern, was ich sehr bezweifle.

Morgen hat sie jetzt den Termin beim Hausarzt zur Untersuchung.
Dann wieder Termin in der Schule. Nach meinem Gefühl möchte sie die Schule auch abbrechen. So hat sie sich zumindest gestern ausgedrückt.

Hilfe, hilfe!!!

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28. Januar 2015 um 13:57
In Antwort auf jozefo_12333742

Wieder mal verzweifelt
Hallo zusammen,

bin mal wieder total am Ende
In letzter Zeit hat alles so gut ausgesehen. Gestern dann wieder mal die Ernüchterung.
Nach einem heftigen Gespräch zwischen meiner Tochter und mir kam ich mir vor, wie wenn ich an allem Schuld habe und die schlechteste Mutter der Welt bin
Auf einer Seite will sie gesund werden und auf der anderen Seite bestimmt sie, wie das gelingen soll. Sie will einfach eine Auszeit haben, in ihrem Zimmer sitzen und alle sollen sie in Ruhe lassen. Wir würden sie nur einengen.
Um eine Therapeutin möchte sie sich selber kümmern, was ich sehr bezweifle.

Morgen hat sie jetzt den Termin beim Hausarzt zur Untersuchung.
Dann wieder Termin in der Schule. Nach meinem Gefühl möchte sie die Schule auch abbrechen. So hat sie sich zumindest gestern ausgedrückt.

Hilfe, hilfe!!!

Oh du Arme
Meiner Meinung nach wäre es am Besten, sie in eine Klinik zu geben. Selbst, wenn sie das nicht will. Wie es für mich aussieht sagt sie zwar sie will es allein und selbstbestimmt schaffen, wird aber nicht wirklich was dafür tun sondern sich in ihr Zimmer verkrümeln und sich in der Krankheit verkriechen. Da fällt sie nur immer tiefer rein.
Im manchen Kliniken gibts meines wissens nach auch die möglichkeut direkt in der Klinik die wichtigsten versäumten Schulfächer in privaten unterrichtsstunden nachzuholen. Da hätte sie dann individuellen Unterricht, der ihr vl mehr zusagt und kann aber auch nicht aus.
Es tut mir leid, aber so wie sichs gerade für mich anhört, wird und will sies allein nicht schaffen.ich kenn deine Tochter nicht, und vl schätz ichs falsch ein, aber Ich denk sie hat eher erstmal zugesagt ihr helfen zu lassen, weil sie ihre Ruhe von dem ganzen will und wird nun in Zukunft darauf bestehen, ihre Genesung selbst zu verantworten. Wirklich tun wird sie aber vermutluch nichts.

Und DU bist sicherlich keine schlechte Mutter. Eine Mutter, die sich in dieser Situation so um ihr Kind sorgt und Rat sucht, is alles ander als schlecht.

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28. Januar 2015 um 15:50


Ich sehe das ganz genau so. Sie will einfach in Ruhe gelassen werden, um ihre Krankheit "pflegen" zu können.
Wenn sie nicht mehr in die Schule ginge, wäre sie bis nachmittags alleine, alle sind im Geschäft bzw. in der Schule und sie könnte unbeobachtet machen was sie will.
Und so würde sie immer weiter reinrutschen

Mir wäre auch ein Klinikaufenthalt am liebsten. Dann käme sie mal raus aus ihrer Gewohnheit und hätte von allem mal Abstand, um neue Kraft zu schöpfen. Wenn alles gut laufen würde, könnte sie ja vielleicht im September die Klasse wiederholen.

Aber dieser Vorschlag wurde von ihr auch strikt abgelehnt.

Auch meine Vermutung ist, dass sie jetzt ein bisschen eingelenkt hat, um uns zufrieden zu stellen, aber alles doch nach ihren Spielregeln laufen soll.

Ich bin jetzt morgen auf die Untersuchung gespannt. Dann haben wir ja im Februar wieder zwei Termine im Krankenhaus, Ich hoffe, dass ich dann dort etwas mehr zu Wort komme und meinen Standpunkt sagen kann.

Im Moment muss ich einfach Schritt für Schritt vorwärts gehen und Geduld haben.

Vielen Dank für die aufmunternden Worte. Mir tut es wirklich gut, dass ich hier im Forum schreiben kann.

Liebe Grüße

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30. Januar 2015 um 15:01
In Antwort auf jozefo_12333742

Danke
Hallo nordwindchen,

erstmal vielen, vielen Dank für Deine lieben Worte. Ich war total gerührt, als ich das gelesen habe.
Trotz, dass alles gerade eine positive Wendung nimmt, überkommt mich doch oft ein trauriges Gefühl und ich zweifle oft an mir selber, ob ich alles richtig mache.
Da freue ich mich besonders über solche Antworten.

Uns wurde keine Psychologin empfohlen, wir müssen uns selber auf die Suche nach einer machen.
Habe von unserer Krankenkasse eine Liste mit Psychologen erhalten, die ich jetzt abtelefonieren muss.

Auch in der Elterngruppe, in der mein Partner und ich sind, gibt es wohl solche Listen. Die werde ich mir am kommenden Montag, da ist wieder das nächste Treffen, geben lassen.

Am kommenden Donnerstag hat meine Tochter den Termin beim Hausarzt zum Check. Auch da habe ich doch etwas Angst, inwieweit die Abführmittel ihr schon geschadet haben.

Ich würde mich freuen, wieder von Dir zu hören.

Bis dann

Immer gerne
Es freut mich ja wenn ich meiner Erfahrung einen positiven Nutzen geben kann

Also im Bezug auf Psychologen müsst ihr euch schon einmal auf lange Wartezeiten einstellen - die traurige Wahrheit ist dass es weitaus mehr Essgestörte gibt, als die Therapeuten behandeln können. Engagement von eurer Seite kann jedoch positiv auffallen, und unter Umständen zu einem früheren Termin führen. Meine Mutter hat damals eine verzweifelte und fast hysterische e-mail an eine Psychologin geschickt die ihr mitgeteilt hatte dass sie mich unmöglich behandeln könne - und schon hatten wir in der Woche darauf einen Termin zum Erstgespräch

Ein Check beim Hausarzt ist sicherlich eine gute Idee!
Leider kann ich dir nicht die Angst nehmen, da Abführmittel natürlich Schaden anrichten können,
Deine Tochter ist aber noch jung, und die Essstörung hat sie ja auch erst seit kurzem, also könnte es gut sein dass sie noch einmal davon gekommen ist-

Um nochmal auf den Wunsch deiner Tochter "in Ruhe gelassen zu werden" einzugehen: Das ist die Essstörung.
Als Essgestörte redet man sich ein dass ja gar nicht die ES, schuld ist am eigenen Leid, sondern das "böse" Umfeld dass einen nicht hungern / kotzen lässt. Eigentlich ist ja alles "super" und man hat die Situation ja "vollkommen unter Kontrolle", aber die Eltern/Ärzte/Freunde müssen einem ja unbedingt reinreden und alles zunichte machen.
Ich hab noch bei 150 Kalorien pro Tag gedacht ich hätte die Situation im Griff, wäre der Herr meiner Diät und würde mich ausreichend ernähren(!)
Die ES hat auch deine Tochter leider total im Griff; das Problem ist dass sich das nicht von selber ändern wird.
Entweder sie schafft es aus eigenem Antrieb oder ihr müsst sie zwingen - so schlimm das jetzt klingt.
Kommt euch als Eltern nicht böse oder gemein vor: Die Essstörung ist ein Zwang der eure Tochter töten kann; ihr müsst in dieser Situation der "Ausgleichs"-Zwang sein der dazu führt dass sie weiterlebt.

Viel Glück weiterhin!
Nordwindchen

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