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Sexuelle Frustration

21. August 2010 um 15:20

Ich bin jetzt schon länger sexuell unglücklich und dachte ich hör mir mal ein paar Meinungen dazu an...

Ich hab meine Freundin vor ca. 2 Jahren kennengelernt. Ich Ende 20, sie ein paar Jahre jünger. Ich hatte dann auch mit ihr mein erstes mal, war also für die heutigen Verhältnisse spät dran. Hab immer auf die Richtige gewartet, zuviel nachgedacht usw...
Sie selbst war auch relativ spät dran, hatte vor mir aber ein paar Männergeschichten, bei denen es auch sexuell zur Sache ging. Sie war dabei auch experimentierfreudig und hatte einiges ausprobiert. Am Anfang unserer Beziehung hatten wir dann natürlich sehr viel Sex und ich wollte natürlich ebenfalls einiges ausprobieren. Dinge die sie schon gemacht hatte und noch Dinge von mir. Ich machte eine lustige Liste für uns und beide fanden wir es gut. Sie meinte dann irgendwann von sich aus, dass sie noch nie so schönen Sex hatte wie mit mir, was mich natürlich sehr freute. Leider hatte sie dann über einen langen Zeitraum schmerzhafte Unterleibsprobleme, was verständlicherweise nicht gerade Lust auf sexuelle Dinge macht. Soweit ok. Dann kam ein Pillenwechsel (unter anderem wg. Unlust), privater und beruflicher Streß dazu, teilweise existenzielle Dinge, wobei ich sie immer unterstützt habe und unterstützen werde. Jedenfalls haben wir nach 2 Jahren kaum eine unserer? sexuellen Fantasien umgesetzt. Ich habe ihr einige Dessous gekauft, teilweise schon vor anderthalb Jahren und habe mir Tag für Tag gewünscht, sie würde mich damit mal überraschen, sich etwas einfallen lassen, mich verführen oder sonstwas. Sie kennt wirklich alle meine Fantasien und was mir gefallen würde. Aber nichts, absolut gar nichts. Jede Andeutung oder ein Wink mit dem Zaunpfahl wird unter den Tisch gekehrt. Ich habe schon oft mit ihr darüber gesprochen, erfolglos... Sie meinte ich könne ihr ja sagen, wenn sie was anziehen soll. Hallo!? Das fühlt sich dann ja wirklich nicht mehr echt an, eher wie dazu gezwungen. Was denkt sie warum ich ihr die Dessous gekauft habe? Kann man denn nicht selbst mal auf die Idee kommen sie auch zu benutzen? Sie hat scheinbar weder einen Sinn für Erotik, noch ist sie sexuell kreativ oder dergleichen.
Ich kann mich jetzt auch nicht beschweren, dass wir keinen Sex haben, ganz im Gegenteil. Wir schlafen eigentlich immer miteinander, wenn wir uns sehen (ca. 1-2 x die Woche). Das läuft dann etwa so ab: Trefen, was zusammen unternehmen, essen oder Film schauen, reden. Dann ab ins Bett, Licht aus, reden und dann geht etwas gekuschel in Sex über. Keine Frage der Sex ist immer sehr schön und ich genieße ihn. Aber bis es mal dazu kommt, diese Langeweile und Lustlosigkeit. Absolut kein Feuer, kein Begehren oder Leidenschaft.
Sie bekommt fast jedes mal wenn wir uns sehen eine kleine Aufmerksamkeit, ich bezahle fast alles und lieb sie wirklich. Aber es hat sich mittlerweile eine so große Frustration aufgebaut, dass ich sowohl im Alltag, als auch in der Beziehung unglücklich bin. Ich bin sogar schon länger neidisch, dass andere vor mir mit ihr sexuell rumprobieren konnten, während ich mit dem "Standard" leben darf, der zweifelsohne gut ist. So viele Dinge die ich gerne hätte oder machen würde. Ich fühle mich wie ein Gefangener, der seit anderthalb Jahre auf Begnadigung hofft, welche darin besteht, endlich in der Lage zu sein ein richtiges Sexualleben zu haben, sich auszutauschen miteinander zu kommunizieren, Fantasien umzusetzen. Denn ausbrechen kann ich ja nicht, das würde entweder fremdgehen oder schlußmachen bedeuten. Und das will ich definitiv nicht, weil ich sie liebe und für einen besonderen und wertvollen Menschen halte.
Was ich nicht verstehe, wenn man jemanden liebt, versucht man doch immer demjenigen einen Freude zu machen oder einen Wunsch zu erfüllen? Ich versuche das immer. Warum kann sie das nicht, obwohl sie sagt, dass sie mich liebt? Ich weiß sie hat sehr viel Streß, aber kann man bei den ein- oder zweimal die Woche nicht einmal Lust haben, kreativ sein...? Jedenfalls sind wir jetzt in einem Teufelkreis angekommen. Ich sag was, sie hat dadurch noch weniger Lust, ich werde immer unzufriedener, sag wieder was usw.
Mittlerweile habe ich wenig Hoffnung, dass sich nach Ende ihres privaten Stresses irgendwas ändert. Ich kenns ja gar nicht mehr anders, außer vielleicht aus den ersten Monaten unserer Beziehung.Mittlerweile werde ich teilweise schon aggressiv, weil ich ihr das alles vorwerfe und ihr Trägheit und Einseitigkeit unserer Beziehung vorwerfe.
Das hat sie wirklich nicht verdient und eigentlich ist es ja ein Luxusproblem, wenn man so manch andere Dinge auf der Welt sieht. Was also tun?

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24. August 2010 um 22:06

Weiter reden?
Hm, aber das habe ich doch geschrieben...
Ich versuche alles, um von diesem Standard wegzukommen.
Ich Schnapp sie mir schonmal spontan und reden tu ich ja jede Menge mit ihr. Das mit dem Reden kam nach dem Wink mit dem Zaunpfahl, aber keine Chance...

Natürlich wird auch über ihre Bedürfnisse geredet. Die kenne ich und versuche so gut es geht darauf einzugehen. Sexuelle Wünsche hat sie leider keine. Sie ist zufrieden, so wie es ist (was auf der anderen Seite natürlich auch irgendwie eine Bestätigung ist, sie könnte ja z.B: mit allem Möglichen unzufrieden sein).

Sexuelle Erfahrungen hat sie jedenfalls mehr als ich gesammelt, nur kann sie damit wohl nichts anfangen. Daß die weibliche Sexualität etwas komplizierter ist, kann sicherlich jeder bestätigen.

Ich hab sie noch nie abgewiesen, sondern eher motoviert. Angeblich war sie noch nie so vertraut mit jemandem. Daran sollte es eigentlich nicht liegen.

Sieht so aus als hätte ich noch ein großes Stück Arbeit vor mir. Momentan ist der Saft raus, hab aber noch nie aufgegeben.

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25. August 2010 um 10:27

Kann dich verstehen!
Hi,

zunächst mal verstehe ich dich so gut, vor allem, dass man sich in einer Beziehung sexuell total eingeengt und unfrei fühlt.
Auf der einen Seite liebt man den Partner, auf der anderen Seite ist da soviel Frust in einem, dass man dem- oder derjenigen auch mal so weh tun möchte.

Auch der Teufelskreis kommt mir sehr bekannt vor.
Hier ist es wie bei allen anderen Dingen auch, möchte man da raus, MÜSSEN sich BEIDE jeweils anders verhalten als bisher.

Daran scheitert es auch in meiner Beziehung, ich merke an mir selbst, wie schwer es ist, weder so zu denken noch so zu handeln wie vorher.
Wenn ich übliche Verhaltensweisen dann bei meinen Partner erlebe bin ich stockstiefelstinksauer.

Du hast das Gefühl, für euer Sexualleben "alleine verantworlich" zu sein.
Und es ist auch definitiv eine Bequemlichkeit des Partners.

Geht mir auch nicht anders, mein Freund lässt sich leider nicht so von mir verführen, ich würde sagen, bei fünfmal, die ich es probiere, klappt dann einmal...bin mittlerweile sowas von gefrustet und genervt von seinem "Mimosengehabe"...

Und trotzdem muss ich mir den Stiefel anziehen, ihn mehr und mehr unter Druck zu setzen, da geht halt leider irgendwann nix mehr....

Wenn ichmir dann vornehme, ihn nicht mehr anzumachen und zu warten, bis er auf mich zukommt, dann komme ich an jegliche Grenzen meiner Gedulds- und Leidensfähigkeit.

Deine Freundin hat sich wahrscheinlich wenig Gedanken bisher gemacht, bitte sie doch, dir mal aufzuschreiben, was sie gerne hätte, und wenn sie zufrieden ist, warum und was sie zufrieden macht.

Übrigens: privater Stress kann sich natürlich auch sehr auf die Libido schlagen, das ist ganz klar.

Falls dir gelingt, was ich nie schaffen würde: lass sie sexuell komplett in Ruhe, und schau, was dann passiert

Man merkt gar nicht, wie sehr man gutes Essen schätzt, erst dann, wenn es plötzlich nicht mehr so ist...

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25. August 2010 um 22:36
In Antwort auf janne_12564574

Kann dich verstehen!
Hi,

zunächst mal verstehe ich dich so gut, vor allem, dass man sich in einer Beziehung sexuell total eingeengt und unfrei fühlt.
Auf der einen Seite liebt man den Partner, auf der anderen Seite ist da soviel Frust in einem, dass man dem- oder derjenigen auch mal so weh tun möchte.

Auch der Teufelskreis kommt mir sehr bekannt vor.
Hier ist es wie bei allen anderen Dingen auch, möchte man da raus, MÜSSEN sich BEIDE jeweils anders verhalten als bisher.

Daran scheitert es auch in meiner Beziehung, ich merke an mir selbst, wie schwer es ist, weder so zu denken noch so zu handeln wie vorher.
Wenn ich übliche Verhaltensweisen dann bei meinen Partner erlebe bin ich stockstiefelstinksauer.

Du hast das Gefühl, für euer Sexualleben "alleine verantworlich" zu sein.
Und es ist auch definitiv eine Bequemlichkeit des Partners.

Geht mir auch nicht anders, mein Freund lässt sich leider nicht so von mir verführen, ich würde sagen, bei fünfmal, die ich es probiere, klappt dann einmal...bin mittlerweile sowas von gefrustet und genervt von seinem "Mimosengehabe"...

Und trotzdem muss ich mir den Stiefel anziehen, ihn mehr und mehr unter Druck zu setzen, da geht halt leider irgendwann nix mehr....

Wenn ichmir dann vornehme, ihn nicht mehr anzumachen und zu warten, bis er auf mich zukommt, dann komme ich an jegliche Grenzen meiner Gedulds- und Leidensfähigkeit.

Deine Freundin hat sich wahrscheinlich wenig Gedanken bisher gemacht, bitte sie doch, dir mal aufzuschreiben, was sie gerne hätte, und wenn sie zufrieden ist, warum und was sie zufrieden macht.

Übrigens: privater Stress kann sich natürlich auch sehr auf die Libido schlagen, das ist ganz klar.

Falls dir gelingt, was ich nie schaffen würde: lass sie sexuell komplett in Ruhe, und schau, was dann passiert

Man merkt gar nicht, wie sehr man gutes Essen schätzt, erst dann, wenn es plötzlich nicht mehr so ist...

Das mit dem guten Essen stimmt!
Also weh tun möchte ich ihr bewusst natürlich nicht.
Das mit den Empfindlichkeiten gegenüber den üblichen Verhaltensweisen kann ich voll und ganz nachvollziehen.
Ja, man fühlt sich irgendwie als Einzelgänger in einer Beziehung. Das widerspricht sich doch eigentlich!? Lust, Fantasien, Ideen, Kreativität, Leidenschaft, einfache Geilheit, ja vielleicht sogar ein gewisser Spieltrieb oder das Interesse Neues zu entdecken oder auszuprobieren. All das verteilt auf einen Partner? Das macht einen schon ganz schön fertig...

Ohje, was würde ich so gerne mal so richtig verführt werden...
Aber nicht erst kurz vor dem Bett und dann Hauptsache hinlegen. Es gibt so viele Orte, Gelegenheiten... warum ncht auch mal ausgefallen? Komme mir vor wie ein alter Mann. Was hätte ich Ideen, sollte ein Buch schreiben.

Hab auch schon versucht sexuell abstinent zu sein, aber habs nicht geschafft. Dafür hab ich dann doch einfach zuviel Lust und möchte nicht

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5. September 2010 um 12:02
In Antwort auf ironmaiden19

Weiter reden?
Hm, aber das habe ich doch geschrieben...
Ich versuche alles, um von diesem Standard wegzukommen.
Ich Schnapp sie mir schonmal spontan und reden tu ich ja jede Menge mit ihr. Das mit dem Reden kam nach dem Wink mit dem Zaunpfahl, aber keine Chance...

Natürlich wird auch über ihre Bedürfnisse geredet. Die kenne ich und versuche so gut es geht darauf einzugehen. Sexuelle Wünsche hat sie leider keine. Sie ist zufrieden, so wie es ist (was auf der anderen Seite natürlich auch irgendwie eine Bestätigung ist, sie könnte ja z.B: mit allem Möglichen unzufrieden sein).

Sexuelle Erfahrungen hat sie jedenfalls mehr als ich gesammelt, nur kann sie damit wohl nichts anfangen. Daß die weibliche Sexualität etwas komplizierter ist, kann sicherlich jeder bestätigen.

Ich hab sie noch nie abgewiesen, sondern eher motoviert. Angeblich war sie noch nie so vertraut mit jemandem. Daran sollte es eigentlich nicht liegen.

Sieht so aus als hätte ich noch ein großes Stück Arbeit vor mir. Momentan ist der Saft raus, hab aber noch nie aufgegeben.

Ohje
es wird immer schlimmer...
Vielleicht sollte ich mich kastrieren lassen!?

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