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Sexlose beziehung

18. Oktober 2010 um 14:19 Letzte Antwort: 17. November 2010 um 9:15

hallo forum, ich (53) bin mit meiner frau nun neun jahre verheiratet. anfangs hatten wir auch noch sex miteinander bis meine frau schwanger wurde. dann stellte sich abstinenz ein - und zwar die totale abstinenz.
ich hatte und habe das gefühl, sie geht schon der möglichkeit, das was passeren könnte, aus dem weg. inzwischen haben wir mehrfach darüber geredet.
bei einer partnerschaftsberatung, die eigentlich dem generellen umgang miteinander auf den weg helfen sollte, habe ich das auch mal vorsichtig angesprochen. völlig ergebnislos. sie insistiert darauf, wir würden ja auch nicht reden.
es fällt mir zugegebenermaßen immer schwerer, derartige gespräche zu führen im wissen, dass die für mich mehr und mehr zum zentralen thema werdende frage am ende ausgklammert wird bzw. ergebnislos bleibt. sie braucht noch zeit, ist ihre antwort. ich sehe: es sind nun schon neun jahre, in denen wir, wenn's hoch kommt, ein- bis zweimal im jahr miteinander geschlafen haben. und das auch nur, wenn ich über stunden "vorbereite".

nun hatten wir eine heftige krise, in der ich für mich das fazit gezogen habe: sie hat kein wirkliches interesse an mir. das habe ich ihr geschrieben - und ich habe ihr auch geschrieben, dass ich eben nicht nur ein platonisches verhältnis, sondern auch eine körperliche beziehung in jeder hinsicht vermisse. statt reden am küchen (=verhandlungstisch) kuschelabende, bei dem gesprächssituationen entstehen können. und ich habe ebenfalls auf unsere körperlose beziehung insistiert. ihre reaktion darauf war, dass wir gleich mal einen kuschelabend (ohne sex!) eingelegt haben. dabei sprachen wir auch über mein schriftliches bekenntnis. auf meine sexuellen wünsche - die keineswegs "abnorm" waren - ging sie dabei wieder nicht ein. erst als ich es auf den punkt gebrach habe, hat sie darauf geantwortet. generell glaubt sie erst einmal, dass sie zu schlecht ist, um geliebt zu werden. dass sie aber daran arbeitet.
beim thema sex führte sie dann noch ihre hemmungen an. fazit: es ist und bleibt alles, wie es ist. ich weiß nun wirklich nicht mehr, was ich tun kann...

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20. Oktober 2010 um 0:47

Paar Fragen
Hallo Nuo!

Wie alt ist denn deine Frau, wenn ich mal fragen darf?

Allgemein kommt es sehr oft vor, dass Frauen nach der Geburt kein oder nur wenig Interesse mehr am Partner haben. Warum das so ist kann ich dir nicht sagen. Vermutlich können das nichtmal die Frauen selber.

Du hast eigentlich nur 3 Möglichkeiten.
Du redest weiter und es hat Erfolg.
Du tust nichts und alles bleibt so wie es ist.
Oder du gehst.

Stell dir einfach ein Fragen. Wie war deine Frau vor dem Kind drauf? Wieviel Sex und kuscheln gab es da? War dir das genug?
Wenn die Antwort nein lauetet, dann solltest du gehen. Man kann Menschen nicht grundlegend ändern.

Gruß,

Tyrael

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21. Oktober 2010 um 8:29
In Antwort auf nosara_11850837

Paar Fragen
Hallo Nuo!

Wie alt ist denn deine Frau, wenn ich mal fragen darf?

Allgemein kommt es sehr oft vor, dass Frauen nach der Geburt kein oder nur wenig Interesse mehr am Partner haben. Warum das so ist kann ich dir nicht sagen. Vermutlich können das nichtmal die Frauen selber.

Du hast eigentlich nur 3 Möglichkeiten.
Du redest weiter und es hat Erfolg.
Du tust nichts und alles bleibt so wie es ist.
Oder du gehst.

Stell dir einfach ein Fragen. Wie war deine Frau vor dem Kind drauf? Wieviel Sex und kuscheln gab es da? War dir das genug?
Wenn die Antwort nein lauetet, dann solltest du gehen. Man kann Menschen nicht grundlegend ändern.

Gruß,

Tyrael

Danke...
Wenn ich ehrlich bin - es gab immer andere gute Gründe, dass nichts lief.
Also bleibt nur, Konsequenzen zu ziehen.

Gruß, nuo

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21. Oktober 2010 um 13:50
In Antwort auf nosara_11850837

Paar Fragen
Hallo Nuo!

Wie alt ist denn deine Frau, wenn ich mal fragen darf?

Allgemein kommt es sehr oft vor, dass Frauen nach der Geburt kein oder nur wenig Interesse mehr am Partner haben. Warum das so ist kann ich dir nicht sagen. Vermutlich können das nichtmal die Frauen selber.

Du hast eigentlich nur 3 Möglichkeiten.
Du redest weiter und es hat Erfolg.
Du tust nichts und alles bleibt so wie es ist.
Oder du gehst.

Stell dir einfach ein Fragen. Wie war deine Frau vor dem Kind drauf? Wieviel Sex und kuscheln gab es da? War dir das genug?
Wenn die Antwort nein lauetet, dann solltest du gehen. Man kann Menschen nicht grundlegend ändern.

Gruß,

Tyrael

Andere Möglichkeiten, andere Fragen
Was hält Sie beide zusammen, gibts da noch was? Lieben Sie sich? Wollen Sie sich überhaupt noch eine Chance geben? - Wenn ja, gehören zwei dazu.
"Du redest weiter und es hat Erfolg" ist Quatsch, wenns die ganze Zeit schon keinen Erfolg gebracht hat. Bei solch festgefahrenen Situationen brauchts manchmal einen Anschubser von außen. Zum Beispiel eine Sexualberatungsstelle (Pro Familia etc.) oder einen Sexualtherapeuten, und damit meine ich keine endlos langen Psychotherapien, sondern wirklich nur den Anstoß und vielleicht eine kurze Begleitung für einen gemeinsamen Neueinstieg. Voraussetzung ist, dass beide Partner das überhaupt wollen.

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22. Oktober 2010 um 11:08

Du hast leider kaum Alternativen
Hallo Nuo,
ich kenne Dein Problem aus eigener Erfahrung und kann nur sagen, dass jemand, der keine Libido hat, also keinen Spaß am Sex, den sexuellen Reiz kaum, ganz selten bzw. gar nicht verspürt, sich diesbezüglich nicht ändern wird. Oft resultiert diese Abstinenz aus Hemmungen, aus falscher Scham, weil Sex ja "irgendwie doch etwas Schmutziges ist, über das man so offen nicht spricht".
Mein Mann vertritt diese Ansicht und ging ebenfalls auf meine jahrelangen Versuche, mein Betteln, mein Flehen, meine Gesprächsangebote, Briefe und vieles mehr nicht richtig ein. Er brauchte das nicht und hoffte wahrscheinlich insgeheim, dass ich ihn deshalb nicht verlassen würde, sondern mich mit der Zeit mit einer sexlosen Ehe arrangieren könnte.
Das war natürlich nicht der Fall, ich habe gelitten ohne Ende, zumal ja auch das Selbstwertgefühl arg darunter leidet, wenn man körperlich so überhaupt nicht begehrt wird, sogar abgelehnt wird und sich somit unattraktiv fühlt.
Ich denke, Du wirst Deine Frau nicht ändern können, so hart das ist. Du hast Bedürfnisse, die Dir sehr wichtig sind, aber nicht erfüllt werden.
So eine einerseitige Abstinenz ist auch immer mit großem Egoismus verbunden, denn ein Partner entscheidet einfach etwas für sich, womit der andere irgendwie klarzukommen hat, ohne zu hinterfragen, wie sehr der andere vielleicht unter dem Entschluss leiden mag.
Ich habe vor 2 Jahren meine Konsequenzen gezogen. Wir leben noch zusammen, wie Bruder und Schwester, aus finanziellen Gründen und weil mein Mann nicht alleine leben mag. Ich gehe meines Weges, habe mich neu verliebt und bin endlich wieder glücklich.
Dir wünsche ich auch viel Glück und Kraft, die für Dich richtige Entscheidung zu treffen!
Liebe Grüße
Katrin

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17. November 2010 um 9:15
In Antwort auf jayne_12347131

Du hast leider kaum Alternativen
Hallo Nuo,
ich kenne Dein Problem aus eigener Erfahrung und kann nur sagen, dass jemand, der keine Libido hat, also keinen Spaß am Sex, den sexuellen Reiz kaum, ganz selten bzw. gar nicht verspürt, sich diesbezüglich nicht ändern wird. Oft resultiert diese Abstinenz aus Hemmungen, aus falscher Scham, weil Sex ja "irgendwie doch etwas Schmutziges ist, über das man so offen nicht spricht".
Mein Mann vertritt diese Ansicht und ging ebenfalls auf meine jahrelangen Versuche, mein Betteln, mein Flehen, meine Gesprächsangebote, Briefe und vieles mehr nicht richtig ein. Er brauchte das nicht und hoffte wahrscheinlich insgeheim, dass ich ihn deshalb nicht verlassen würde, sondern mich mit der Zeit mit einer sexlosen Ehe arrangieren könnte.
Das war natürlich nicht der Fall, ich habe gelitten ohne Ende, zumal ja auch das Selbstwertgefühl arg darunter leidet, wenn man körperlich so überhaupt nicht begehrt wird, sogar abgelehnt wird und sich somit unattraktiv fühlt.
Ich denke, Du wirst Deine Frau nicht ändern können, so hart das ist. Du hast Bedürfnisse, die Dir sehr wichtig sind, aber nicht erfüllt werden.
So eine einerseitige Abstinenz ist auch immer mit großem Egoismus verbunden, denn ein Partner entscheidet einfach etwas für sich, womit der andere irgendwie klarzukommen hat, ohne zu hinterfragen, wie sehr der andere vielleicht unter dem Entschluss leiden mag.
Ich habe vor 2 Jahren meine Konsequenzen gezogen. Wir leben noch zusammen, wie Bruder und Schwester, aus finanziellen Gründen und weil mein Mann nicht alleine leben mag. Ich gehe meines Weges, habe mich neu verliebt und bin endlich wieder glücklich.
Dir wünsche ich auch viel Glück und Kraft, die für Dich richtige Entscheidung zu treffen!
Liebe Grüße
Katrin

Danke...
...habe erst jetzt deine Antwort gelesen. Den letzten Schritt habe ich immer noch nicht geschafft - aber ich arbeite daran.

Liebe Grüße!

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